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	<title>Detlef Hammer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-13T08:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Detlef Hammer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. April]] [[1950]] in [[Gersdorf]], Erzgebirge; † [[3. April]] [[1991]] in [[Magdeburg]]) war Jurist am Evangelischen Konsistorium in Magdeburg und Konsistorialpräsident.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Neue Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. Mai 1990, S. 5 [„Kirchenprovinz hat neuen Chef“]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig war er [[Offizier im besonderen Einsatz]] der [[Staatssicherheit]] der DDR.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. August 1992, S. 4 [„Konsistorialpräsident war Mitarbeiter der Stasi“]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn eines Betriebsleiters aufgewachsen, studierte Detlef (auch Detlev&amp;lt;ref&amp;gt;Detlev Hammer (1990–1991) – Dr. jur. Oberkonsistorialrat und Konsistorialpräsident – ein Spionagefall, [https://www.ekmd.de/kirche/geschichte/geschichteekkps/6238.html#hammer EKM-Geschichte, abgerufen am 9. September 2015]  &amp;lt;/ref&amp;gt;) Hammer von 1968 bis 1972 Jura  an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg]]. Zum Dr. jur. wurde er 1988 mit einer „Studie zur Regelung der Stiftung in der Deutschen Demokratischen Republik auf der Grundlage des Zivilgesetzbuches“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://d-nb.info/890631581 Nachweis] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&amp;lt;/ref&amp;gt; an der [[Humboldt-Universität zu Berlin]] promoviert. Gutachter waren Professor Dr. sc. jur. J. (Joachim) [[Joachim Göhring|Göhring]] (1931–2008) von der [[Humboldt-Universität zu Berlin|HU-Berlin]], Dr. A. (Gustav-Adolf) [[Gustav-Adolf Lübchen|Lübchen]] vom [[Ministerium der Justiz (DDR)|MdJ]] und G. (Gerhard) Behnke.&amp;lt;ref&amp;gt;Teils handschriftliche Eintragung auf dem Titelblatt des Exemplars der Dissertation in der UB HU-Berlin, Sign. HB 5217. &amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits während des Studiums verpflichtete er sich 1970 als [[Inoffizieller Mitarbeiter]] der Staatssicherheit. IM „Detlef“ wurde Informant im Bereich der [[Evangelische Studentengemeinde|Evangelischen Studentengemeinde]]. Erst dort ließ er sich konfirmieren, erwarb sich das Vertrauen im engsten Mitarbeiterkreis und wurde Delegierter der Synode der Kirchenprovinz, wo man ihm den Eintritt in den kirchlichen Dienst anbot. Nach Zusage eines Gehaltszuschusses durch das MfS nahm er 1974 (als „OibE Günther“) den Dienst im Konsistorium der [[Kirchenprovinz Sachsen]] als juristischer [[Konsistorium#Konsistorialrat(evangelisch)|Konsistorialrat]] auf, später wurde er Oberkonsistorialrat und Dezernent für die Pfarrerausbildung sowie Diakonie und Ökumene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammer wirkte erfolgreich bei der juristischen Begleitung diakonischer und anderer kirchlicher Einrichtungen und Gemeinden, auch beim Ausbau ökumenischer Beziehungen ins westliche Ausland, wovon er dem MfS regelmäßig Mitteilung machte. Zugleich nahm er personalpolitisch in der Landeskirche im Sinne des MfS Einfluss, wie es sich etwa bei der Maßnahme gegen den [[Halle-Neustadt|Halle-Neustädter]] Jugenddiakon [[Lothar Rochau]] zeigte, der isoliert und verhaftet wurde. Hammer setzte sich beim MfS für Menschen ein, die wegen „[[Ungesetzlicher Grenzübertritt|ungesetzlichen Grenzübertritts]]“ inhaftiert waren, andererseits für Menschen, die in der DDR einen [[Ausreiseantrag]] gestellt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1989 wurde Hammer zum Konsistorialpräsidenten berufen, Dienstbeginn war der 1. Mai 1990. Seinem Entlassungsantrag aus dem kirchlichen Dienst im Februar 1991 wurde nicht entsprochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammer wurde am 3. April 1991 tot in seiner Wohnung aufgefunden. Die Todesumstände und die genaue Todesursache sind bis heute umstritten. Offiziell starb Hammer an einem plötzlichen Herztod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1991 machten Medienveröffentlichungen Hammers Tätigkeit für das MfS bekannt. Bei den heute erhaltenen [[Stasi-Akte]]n fehlen seine Unterlagen für den Zeitraum von 1978 bis 1989, so dass das tatsächliche Ausmaß seiner Spionagetätigkeit bis heute nicht endgültig geklärt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Detlef Hammers Fall wird nach [[Alexander Schalck-Golodkowski]] zu den dramatischsten MfS-Spionagefällen innerhalb der DDR gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Müller-Enbergs]] (Hg.): Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit: Teil 2, Berlin 1998, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Berufung zum Kirchenbeamten wurde post mortem widerrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammer war verheiratet und hatte zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harald Schultze]], Waltraut Zachhuber: &amp;#039;&amp;#039;Spionage gegen eine Kirchenleitung: Detlef Hammer - Stasi-Offizier im Konsistorium Magdeburg: Gespräche, Dokumente, Recherchen, Kommentare.&amp;#039;&amp;#039; H. Schultze, 1994.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Müller-Enbergs]]: Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehem. Dt. Demokratischen Republik, Abt. Bildung und Forschung, 2012, 3., durchges. Aufl.; ISBN 978-3-942130-26-4.&lt;br /&gt;
* Tina Krone und  Reinhard Schult (Hrsg.) „Seid Untertan der Obrigkeit“. Originaldokumente der Stasi-Kirchenabteilung XX/4, Berlin 1992, S. 149–164; [https://portal.dnb.de/opac.htm?query=%E2%80%9ESeid+Untertan+der+Obrigkeit%E2%80%9C+&amp;amp;method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true Verlegerin: Robert-Havemann-Gesellschaft]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9158647.html Spiegel.de: Schmerzen im Zeh Rätsel um den Tod des früheren Magdeburger Konsistorialpräsidenten und Stasi-Mitarbeiters Detlef Hammer: Lebt der Kirchenmann?] &lt;br /&gt;
* [http://www.sachsen-anhalt-wiki.de/index.php/Detlef_Hammer Sachsen-Anhalt-Wiki: Detlef Hammer]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160426153557/http://bejm-online.de/uploads/media/ESG_in_der_DDR_01.pdf  Aribert Rothe: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Studentengemeinden in der DDR&amp;#039;&amp;#039;, S. 10 f.]&lt;br /&gt;
* [https://www.ekmd.de/kirche/geschichte/geschichteekkps/6238.html#hammer Evangelische Kirche in Mitteldeutschland - Geschichte: Detlev Hammer (1990-1991) - Dr. jur. Oberkonsistorialrat und Konsistorialpräsident - ein Spionagefall] &lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=kYeSAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA95&amp;amp;lpg=PA95&amp;amp;dq=Detlef+Hammer+Jurist&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=1GUcWbqLT7&amp;amp;sig=VTYDP_6UfduBo4WpS9dv7mfJwws&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CCwQ6AEwAmoVChMIh_ipwdPqxwIVx38sCh1wDwUs#v=onepage&amp;amp;q=Detlef%20Hammer%20Jurist&amp;amp;f=false Google Books: Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit Teil 2, S. 95 u. Fußnote 366]&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-magdeburg.de/mbl/Biografien/0461.htm Uni-Magdeburg/Biografien; Verfasser. Harald Schultze]&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119299496|LCCN=n/96/71135|VIAF=5738280}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hammer, Detlef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im Kirchendienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1950]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hammer, Detlef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hammer, Detlev&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kirchenjurist, Konsistorialpräsident, Offizier der Staatssicherheit der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. April 1950&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gersdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. April 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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