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	<title>Destrier - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Destrier&amp;diff=2863511&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-12-01T18:12:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Richard Marshal unhorses Baldwin Guines at a skirmish by Matthew Paris.jpg|mini|350px|Der auf einem Destrier reitende [[William Marshal, 1. Earl of Pembroke|William Marshall]] bringt einen Gegner während eines [[Tjost]] zu Fall.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Destrier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Vulgärlatein|lat]]. &amp;#039;&amp;#039;dextrarius&amp;#039;&amp;#039;) war das bekannteste [[Schlachtross]] des [[Mittelalter]]s. Der Destrier beförderte [[Ritter]] zu Schlachten, [[Turnier]]en und [[Tjost]]en. Aufgrund seiner Bedeutung wurde es von zeitgenössischen Quellen als das &amp;#039;&amp;#039;Große Pferd&amp;#039;&amp;#039; beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Destrier&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von dem vulgärlateinischen &amp;#039;&amp;#039;Dextarius&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;rechtsseitig&amp;#039;&amp;#039;) ab und deutet sich wahrscheinlich darauf hin, dass der Destrier von dem [[Schildknappe|Knappen]] auf der rechten Seite des Ritters bzw. mit der rechten Hand geführt wurde oder von der [[Pferdegangart|Gangart des Pferdes]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christopher Gravett]]: &amp;#039;&amp;#039;English Medieval Knight 1300–1400&amp;#039;&amp;#039;, Oxford: Osprey Publishing, 2002, S. 59&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl er von Rittern und [[Gleve]]n hochgeschätzt wurde, war der Destrier kein gängiges Pferd.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Prestwich]]: &amp;#039;&amp;#039;Armies and Warfare in the Middle Ages: The English Experience&amp;#039;&amp;#039;, New Haven: Yale University Press, 1996, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Ritter und berittenen Gleven ritten andere Schlachtrösser, wie den [[Courser]] und den [[Runtzid]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ewart Oakeshott|Oakeshott, Ewart]]. &amp;#039;&amp;#039;A Knight and his Horse&amp;#039;&amp;#039;, Rev. 2nd Ed. USA:Dufour Editions, 1998, ff. 11–12&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristika ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Destrier&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet keine Rasse, sondern einen &amp;#039;&amp;#039;Typus&amp;#039;&amp;#039; Pferd: Das beste und stärkste Schlachtross. Diese Pferde waren gewöhnlich [[Hengst]]e, die für den Krieg gezüchtet und aufgezogen wurden. Der Destrier wurde als das beste Pferd für den [[Tjost]] betrachtet; Coursers wurden für andere Formen der [[Schlachtross|Kriegskunst]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ewart Oakeshott]]: &amp;#039;&amp;#039;A Knight and his Horse&amp;#039;&amp;#039;, Rev. 2nd Ed. USA:Dufour Editions, 1998, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Destrier hatte kraftvolle Hinterbacken, einen kurzen Rücken, muskulöse Lenden, starke Knochen und einen wohlgeformten Nacken. In der mittelalterlichen Kunst wird der Destrier mit einem geraden oder leichten Profil, einem breiten Unterkiefer und einer guten Weite zwischen den Augen dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Destrier wurde speziell in der [[Schlacht]] oder zum [[Turnier]] genutzt; für den täglichen Ritt benutzte der Ritter einen [[Zelter (Pferd)|Zelter]], sein Gepäck wurde von einem [[Packpferd]] oder in einem Wagen befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zucht und Größe des Destriers ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Manesse 052r Walther von Klingen (detail 2).jpg|mini|200px|[[Europäischer Rossharnisch|Aufgezäumte]] Pferde konkurrieren in einem [[Tjost]], Auszug aus dem [[Codex Manesse]]]]&lt;br /&gt;
Es existieren viele Theorien, welche Größe Destrier erreichten, sie erreichten jedoch definitiv keine der heutigen [[Kaltblüter (Pferd)|Kaltblüter]]-Größen.&amp;lt;ref&amp;gt;See e.g.: Clark, John (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Medieval Horse and its Equipment: c.1150–c.1450&amp;#039;&amp;#039;, Rev. 2nd Ed, UK: The Boydell Press, 2004, p 23; Prestwich, Michael. &amp;#039;&amp;#039;Armies and Warfare in the Middle Ages: The English Experience&amp;#039;&amp;#039;, New Haven: Yale University Press, 1996, S. 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom [[Museum of London]] in jüngster Zeit mit literarischen, bildlichen und [[Archäologische Quellen|archäologischen Quellen]] durchgeführte Studien belegen, dass Schlachtrösser (einschließlich Destriern) zwischen 14 und 15 [[Handbreit]] groß waren (entspricht etwa einer [[Widerrist]]höhe von 140 bis 150 cm), und sich mehr durch ihre Stärke, Muskulatur und Dressur und weniger durch ihre Größe auszeichneten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Clark&amp;quot;&amp;gt;Clark, John (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Medieval Horse and its Equipment: c.1150–c.1450&amp;#039;&amp;#039;, Rev. 2nd Ed, UK: The Boydell Press, 2004, S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Einschätzung wird von einer Analyse eines mittelalterlichen [[Europäischer Rossharnisch|Rossharnisch]] im [[Royal Armouries]] unterstützt. Demnach wurde diese [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstung]] ursprünglich von einem Pferd von 15 bis 16 Handbreit getragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Studie von [[Ann Hyland]], quoted in: Clark, John (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Medieval Horse and its Equipment: c.1150–c.1450&amp;#039;&amp;#039;, Rev. 2nd Ed, UK: The Boydell Press, 2004, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biomechanik|Biomechanische]] Auswertungen anhand von Abbildungen und Knochenfunden ergeben, dass die Größe von 160 cm sich als ideal erweist, um einen Ritter mit Rüstung zu tragen und dennoch eine erforderliche Wendigkeit zu bieten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markku Niskanen |url=https://www.researchgate.net/publication/370765331 |titel=Size and conformation of Medieval horses of Northwestern Europe based on osteoarchaeological evidence; Session #349 Dark Horse – Archaeologies of Horses and Horse Culture in the Middle Ages The 28th EAA Annual Meeting in Budapest Aug. 31 – Sept. 3, 2022 |werk=www.researchgate.net |sprache=en |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies deckt sich mit der Extrapolation der Größe anhand von Knochenfunden und Abbildungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[University of Exeter|Exeter Universität]] hat anhand von [[Isotopenverhältnis|Isotopen]]-Messungen nachgewiesen, dass die nach England importierten Elite-Rösser der [[Haus Tudor|Tudor]]-Zeit überraschenderweise nicht aus Spanien oder Südeuropa stammten. Durch die Isotopen-Bestimmung konnte die Herkunft nicht enger eingegrenzt werden und das Isotopen-Muster weist lediglich auf kältere Regionen hin wie Nordeuropa und sogar die [[Alpen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pryor AJE, Ameen C, Liddiard R, Baker G, Kanne KS, Milton JA, Standish CD, Hambach B, Orlando L, Chauvey L, Schiavinato S, Calvière-Tonasso L, Tressières G, Wagner S, Southon J, Shapiro B, Pipe A, Creighton OH, Outram AK. |url=https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adj5782 |titel=Isotopic biographies reveal horse rearing and trading networks in medieval London. |kommentar= [[doi:10.1126/sciadv.adj5782]]. PMID 38517967; PMCID: {{PMC|10959406}}. |werk=Science Advances |hrsg=Science |sprache=en |datum=2024-05-22 |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings finden sich in der Geschichte der Zucht der Ritterpferde des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]] in Ostpreußen entscheidende Hinweise. Rünger schreibt in der Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung. - Berlin, 1925. - Bd. 2. - S. 211-308, dass die Spanier keine Kriegsrösser hatten und aus diesem Grund im 8. Jahrhundert Kriegsrösser aus [[Thüringen]] nach Spanien exportiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Fritz Rünger |url=https://prussia.online/books/herkunft-rassezugehoerigkeit-zuechtung-und-haltung-der-ritterpferde-des-deutschen-ordens |titel=Herkunft, Rassezugehörigkeit, Züchtung und Haltung der Ritterpferde des Deutschen Ordens. Ein Beitrag zur Geschichte der ostpreußischen Pferdezucht und der deutschen Pferdezucht im Mittelalter; Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung. - Berlin, 1925. - Bd. 2. - S. 211-308 |werk=Prussia.Online |hrsg=Zeitschrift für Tierzüchtung und Züchtungsbiologie einschließlich Tierernährung |datum=1925 |sprache=de |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren die fränkischen [[Panzerreiter]], welche unter [[Karl Martell]] im 8. Jahrhundert die [[Mauren]] zurückdrängten. Dies war der Beginn der [[Reconquista|Rückeroberung]] Spaniens. Die Panzerreiter wurden von germanischen Häuptlingen gestellt einschließlich der Ritterpferde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Gahn |url=https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2023/06/der-fraenkische-panzerreiter-als-retter-europas-wie-die-ersten-ritter-der-geschichte-an-bedeutung-gewinnen |titel=Der fränkische Panzerreiter als Retter Europas? Wie die ersten Ritter der Geschichte an Bedeutung gewinnen Die fränkischen Panzerreiter stoppten im 8. Jahrhundert den Vormarsch der Mauren in Europa und gelten seitdem als Vorläufer der ersten Ritter. |werk=National Geographics |hrsg=Walt Disney Company GmbH |datum=2023-06-23 |sprache=de |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schreibt Rünger auf Seite 250:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine gewisse Größe und Schwere des Pferdes war für den Ritter bei der damaligen Kampfesweise und dem Gewicht, das der Reiter in den Sattel brachte, erforderlich. Im Zweikampf Mann gegen Mann half oft die größere und wuchtigere Massenwirkung des Pferdes den Kampf entscheiden. Der Orden nannte seine Militiirpferdezucht direkt ,große Hengste‘ und ‚große Stuten‘, um den hauptsächlichsten Unterschied von den einheimischen Schweiken zu betonen. Große Pferde erbitten auch die deutschen Fürsten in ihren Briefen, und der Hochmeister [[Albrecht (Preußen)|Albrecht von Brandenburg]], ein großer Pferdeliebhaber, erhält auf seine Bitte um einen ‚guten‘ spanischen Hengst die Antwort, daß es in Spanien keine ‚großen Pferde‘ gäbe. Um die Last, welche ein Streitroß um die Zeit der Kreuzzüge tragen mußte, zu ermitteln, hat man von den vorhandenen Rüstungen einige gewogen. Zu dem Rüstungsgewicht rechnete man das Gewicht des Ritters mit 180 Pfund und erhielt die Summe von 340 Pfund. Sicher hat man nun mit 180 Pfund das Gewicht des Ritters zu hoch angesetzt; denn aus den vielen uns überlieferten Rüstungen können wir schließen, daß in den weitaus meisten Fällen die Träger die Mittelgröße nicht überschritten haben… “&lt;br /&gt;
So hat lange vor der [[Trakehner]]-Zucht in Ostpreußen der Deutsche Orden in den dort eroberten Gebieten das mittelalterliche &amp;quot;Große Pferd&amp;quot; gezüchtet. Dies unter strengen Auflagen. Zuchttiere durften nicht exportiert werden. Hengsten für die Kreuzzüge wurde der Samenleiter durchtrennt, um zu verhindern, dass der Feind mit möglichen erbeuteten Tieren züchten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rünger schreibt, dass die Zucht der Kriegsrösser des Deutschen Ordens aus Zuchten aus Norddeutschland und insbesondere Thüringen aufgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Historie der Zucht von Kriegspferden in diesen Regionen geht noch viel weiter zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flavius Vegetius Renatus]] schreibt im 4. Jahrhundert in seinem Buch über [[Pferdemedizin]], dass die besten Kriegsrösser aus dem damaligen Thüringen und [[Friesland]] stammen. Diese Rösser rennen noch verletzt mit unverändertem Tempo weiter und sind unbesiegbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vegetius (Flauius Vegetius Renatus) |url=https://digiliblt.uniupo.it/xtf/view?docId=dlt000502/dlt000502.xml;chunk.id=d2310e3737;toc.depth=1;toc.id=d2310e3737;brand=default |titel=Digesta artis mulomedicinae |werk=https://digiliblt.uniupo.it/ |datum=0400 |sprache=la |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings hatten die damaligen Friesen nichts mit den heutigen Friesen gemeinsam. Vielmehr sind hierunter die heutigen Ostfriesen zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:John Hawkwood fresco by Paolo Uccello.jpg|mini|Reiterstandbild des Sir [[John Hawkwood]] aus dem 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Ein Vergleich berühmter [[Ostfriese/Alt-Oldenburger|Alt-Oldenburger und Ostfriesen]]-Hengste wie Lord I Mo 189 (OF 1678)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=LV digital GmbH |url=https://www.rimondo.com/de/horse-details/283179/lord-i-mo-189-of-1678 |titel=Lord I Mo 189 (OF 1678) (Lord I), Alt-Oldenburger / Ostfriesen, geboren 1930 |sprache=de |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  oder Ruthard 1255&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=LV digital GmbH |url=https://www.rimondo.com/de/horse-details/655236/ruthard-1255 |titel=Ruthard 1255, Oldenburger, geboren 1890 |sprache=de |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt die Ähnlichkeit z.&amp;amp;nbsp;B. zum Reiterstandbild des Sir [[John Hawkwood]] aus dem 14. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://duomo.firenze.it/en/discover/cathedral/9125/ |titel=Paolo Uccello, Monumento a Giovanni Acuto |sprache=en |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder der Zeichnung von [[Leonardo da Vinci]] vom &amp;quot;Großen Pferd&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rct.uk/collection/912321/studies-of-a-horse |titel=Leonardo da Vinci (1452-1519) - Studies of a horse |sprache=en |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Destrier oder &amp;quot;Große Pferde&amp;quot; hatte keine Behänge an den Gliedmaßen. Das Becken ist ausladend und überbaut. Das heißt die Hinterhand ist höher als der Widerrist des Pferdes. Die Brust sehr tief. Dies deckt sich mit den Abbildungen von Ostfriesen, Alt-Oldenburgern und Sachsen-Thüringern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommt ein starker Schwanenhals-artiger Hals mit einem betonten Unterhals. Rünger führt dies auf das Einkreuzen von Orientalen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Last - das Eigengewicht und das Gewicht des Ritters müssen die Gliedmaßen kräftig sein. Sollen aber dennoch edel wirken und nicht plump.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kaltblüter (Pferd)|Kaltblüter]] und [[Friese]]n haben Behänge – also lange Haare an den Gliedmaßen –, dies war seitens der Zuchtausrichtung des &amp;quot;Großen Pferdes&amp;quot; nicht erwünscht. Iberische Rassen haben ein kürzeres steileres Becken und sind insgesamt leichter gebaut,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hofreitschule.de/lusitano/ |titel=Das portugiesische Pferd |sprache=de |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://horse-vitality-company.com/blogs/pferderassen/pura-raza-espanola-pferd |titel=Pura Raza Espanola Pferd- Steckbrief, Herkunft und mehr |datum=2024-05-12 |sprache=de |abruf=2025-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Vergleich zu Skelett-Rekonstruktionen und historischen Abbildungen des &amp;quot;Großen Pferdes&amp;quot;. Ebenso fällt auf, dass sowohl das &amp;quot;Große Pferd&amp;quot; wie von Leonardo da Vinci gezeichnet, als auch das Ross des Sir John Hawkwood, den Schweif erhaben hoch hält, was ebenso bei iberischen Rassen nicht in der Art vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein möglicher Grund, weshalb derart wenig überliefert ist zu der Zucht der Ritterrösser, liegt daran, dass dies in Klöstern und streng geheim erfolgte. Es war mittelalterliche High-Tech.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gute Zuchttiere durften die Zuchtstätten nicht verlassen und schon gar nicht die Landesgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit ist es naheliegend, dass die Rassen, die heute als schweres [[Warmblüter (Pferd)|Warmblut]] bezeichnet werden, wie die Alt-Oldenburger, Ostfriesen und Sachsen-Thüringer, die letzten Nachfahren der Rösser sind, die den Panzerreitern zum Sieg über die Mauren verhalfen und die dem Deutschen Orden als Grundlage der Zucht des &amp;quot;Großen Pferdes&amp;quot; in Ostpreußen und zur Ausrüstung der Kreuzzüge im Mittelalter dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historiker verweisen darauf, dass mit der Erfindung des [[Schießpulver]]s das Ross für den Nahkampf nicht mehr erforderlich war. Die einstigen begehrten Elite-Rösser wurden zum Kanonen ziehen degradiert und dezimiert und sind zuletzt im modernen Sportpferd aufgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Wert von guten Schlachtrössern ==&lt;br /&gt;
Ein guter Destrier war teuer. Die aus dem siebten Jahrhundert stammende [[Lex Salica]] nennt einen Preis von zwölf [[Solidus|Solidi]] als [[Wergeld]] oder Reparationszahlung für ein Kriegspferd, in Gegenüberstellung zu drei Solidi für einen gesunden Esel oder einem Solidus für ein Rind. In späteren Jahrhunderten stieg der Preis von Destriern weiter an: Der Durchschnittswert aller Pferde betrug in einer Kompanie von 22 Rittern und Knappen auf normalen Coursers zwischen 5 und 12 livres parisi in der [[Grafschaft Flandern]] 1297 im Gegensatz zu sieben Coursers im variierenden Wert zwischen 20 und 300 livres parisi.&amp;lt;ref&amp;gt;J. de St. Genois, &amp;#039;&amp;#039;Inventoire analytique des chartes de comtes de Flandres&amp;#039;&amp;#039;, Ghent, 1843–1846&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rünger hat hierzu eine Tabelle aufgestellt aus einer Quelle von 1410. Ein sehr gutes Kriegsross des Deutschen Ordens kostete bis 18 Mark. Ein Ochse 1 1/2 Mark. Eine gute Milchkuh 18 Scot. Ein Schaf 3 Scot. Eine Mark waren 24 Scot. Also war innerhalb des Ordens ein sehr gutes Kriegsross soviel wert wie 144 Schafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Armeepferd]]&lt;br /&gt;
* [[Ritterpferd]]&lt;br /&gt;
* [[Renner (Pferd)|Renner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Destrier|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kavallerie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pferd als Reittier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezeichnung für Pferde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritterturnier]]&lt;/div&gt;</summary>
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