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	<title>Destilliertes Wasser - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T03:27:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Destilliertes_Wasser&amp;diff=1000819&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Revert - keine Verbesserung</title>
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		<updated>2026-02-18T11:51:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert - keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aqua-distillata.jpg|mini|Behälter für destilliertes Wasser in der Real Farmacia in Madrid]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ansicht Bad Ems 2.jpg|mini|Hinweistafel in Bad Ems]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Destilliertes Wasser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch {{laS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aqua destillata&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) ist [[Wasser]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O), das durch [[Destillation]] von den im normalen [[Quellwasser]] oder [[Leitungswasser]] vorkommenden [[Ion]]en, [[Spurenelement]]en und anderen Verunreinigungen befreit wurde. In [[Medizin]], [[Pharmazie]], [[Chemie]] und [[Biologie]] wird es unter anderem als [[Lösungsmittel|Lösungs-]] und auch als [[Reinigungsmittel]] verwendet. Seine Benutzung ist z.&amp;amp;nbsp;B. in der DIN 43530 &amp;amp; VDE 0510 genormt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurden durch Destillation von mit Pflanzenteilen bzw. einer Arzneidroge versehenem Wasser hergestellte „Pflanzenwässer“ &amp;#039;&amp;#039;aqua destillata&amp;#039;&amp;#039; genannt. Im Sinne von chemisch reinem Wasser wurde die lateinische Bezeichnung erst in der Neuzeit verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Mária Vida: &amp;#039;&amp;#039;Das Apothekenmuseum „Goldener Adler“ im Budaer Burgviertel. Die Pharmazie in der Renaissance und im Barock.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte der Heilkunde.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Museum, Bibliothek und Archiv für die Geschichte der Medizin „Ignác Semmelweis“ und der Ungarischen Gesellschaft für Geschichte der Medizin (MOTESZ). 2. Auflage. Budapest 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Orvostörténeti közlemények. Communicationes de historia artis medicinae&amp;#039;&amp;#039;, Supplement 13–14), S. 85–93; hier: S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Destilliertes Wasser (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Aqua stillatica&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa Otto Zekert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird durch [[Destillation]] ([[Verdampfen]] und anschließende [[Kondensation]]) aus Leitungswasser oder aus vorgereinigtem Wasser gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Destilliertes Wasser ist weitgehend frei von [[Salze]]n ([[Anionen|An-]] und [[Kationen]]), [[Organische Chemie|organischen]] [[Stoff (Chemie)|Stoffen]] und [[Mikroorganismen]]. Die Ionenfreiheit wird mit Messung der elektrischen [[Leitfähigkeit]] überprüft, deren Wert bei 25&amp;amp;nbsp;°C zwischen 0,5 und 5&amp;amp;nbsp;µS/cm liegen sollte. Wegen der [[Protolyse#Autoprotolyse|Autoprotolyse]] sind H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;- und OH&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen darin, die jedoch wegen ihrer sehr geringen Konzentration den elektrischen Strom nur in sehr geringem Maße leiten. Es können aber noch geringe Mengen von leicht flüchtigen Verbindungen enthalten sein, die auf die Leitfähigkeit keinen Einfluss haben. Der [[pH-Wert]] sinkt bei Luftzutritt schnell von rund 7 auf einen Wert um 4,5–5 durch die [[Eigenschaften des Wassers#Neutralität, pH-Wert und fehlende Pufferwirkung|Reaktion]] mit dem in der Luft enthaltenen [[Kohlenstoffdioxid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Mehrfach}} Mehrfach destilliertes Wasser ==&lt;br /&gt;
Wird besonders reines Wasser benötigt, so reicht eine einstufige Destillation nicht aus. Dafür gibt es zweifach destilliertes (bidestilliertes) Wasser (&amp;#039;&amp;#039;aqua bidestillata&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt auch &amp;#039;&amp;#039;aqua bidest&amp;#039;&amp;#039; oder auch [[Bidestillatus]]) und dreifach destilliertes Wasser (&amp;#039;&amp;#039;aqua tridestillata&amp;#039;&amp;#039;). Da sich aus [[Glas]]gefäßen beim Kochen geringe Spuren [[Kieselsäure]] lösen und das Wasser verunreinigen, wird das Destillat ab dem zweiten Durchgang in [[Quarz]]- oder [[Platin]]gefäßen destilliert und aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung auf den Körper ==&lt;br /&gt;
Beim Trinken von destilliertem Wasser in üblichen Mengen sind keine akuten gesundheitlichen Risiken zu befürchten. Bei stark übermäßigem Konsum besteht jedoch die auch bei normalem Wasser vorhandene Gefahr einer [[Hyperhydratation|Wasservergiftung]]. Die ausschließliche Verwendung von destilliertem Wasser kombiniert mit einer einseitigen Ernährung kann allerdings zu einer Verarmung des Körpers mit [[Elektrolyt]]en führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spek&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/frage/darf-man-destilliertes-wasser-trinken/615244 |titel=Darf man destilliertes Wasser trinken? |werk=Spektrum |datum=2003-06-01 |zugriff=2016-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Gebieten der Erde (beispielsweise Südostasien) wird destilliertes Wasser industriell in Flaschen abgefüllt, verkauft und von vielen Menschen als besonders „reines“ [[Trinkwasser]] bevorzugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Fromm]] von der [[Charité]] meint zur maximalen Trinkmenge destillierten Wassers, über mehrere Tage verteilt, relativierend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die [[Niere]] kann den [[Harn]] maximal bis auf 50&amp;amp;nbsp;[[Osmolarität|mOsmol]]/l verdünnen, Ausscheidung also weniger als 25 mmol NaCl pro Liter Harn. Die Na&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Konzentration im Plasma darf bis etwa 120 mmol/l sinken, ehe Symptome auftreten, also eine Verringerung um 25&amp;amp;nbsp;mmol/l. Cl&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; ist vergleichsweise unwichtig. Das Verteilungsvolumen für [[Natriumchlorid|NaCl]] im [[Blutplasma|Plasma]] plus [[Interstitium (Anatomie)|Interstitium]] ist 25 % des Körpergewichts, also 17 Liter bei 70&amp;amp;nbsp;kg. Ein nierengesunder Mensch könnte also theoretisch insgesamt 17 Liter Wasser ohne Zufuhr von Elektrolyten trinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn große Mengen schnell getrunken werden, hält der Übertritt vom Plasma ins Interstitium nicht Schritt und es kann zu Komplikationen aufgrund des Sinkens der Plasmakonzentrationen kommen. Beispiel aus einer Studie: 9 Liter Wasser in 7 Stunden verringerten die Na+-Konzentration auf 122 mmol/l. |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.charite.de/klinphysio/lehre/ask_y_prof/ask_your_prof.htm |wayback=20131219231601 |text=Charité, Institut für Klinische Physiologie, &amp;#039;&amp;#039;Ask your professor&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gefahr für den Körper stellt die Aufnahme destillierten Wassers also erst bei großen Mengen dar, und dies auch nur dann, wenn der Elektrolytmangel nicht über die Nahrung ausgeglichen wird. Gelangt destilliertes Wasser allerdings, zum Beispiel durch eine [[Infusion]], direkt ins [[Blut]], so kann es&amp;amp;nbsp;– wie auch normales Trinkwasser&amp;amp;nbsp;– dazu führen, dass Körperzellen infolge des [[Osmose]]vorgangs zerplatzen (siehe [[Hämolyse]] und [[Isotonische Kochsalzlösung|Isotonie]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;spek&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auf andere Weise entmineralisiertes Wasser ==&lt;br /&gt;
Die Destillation ist wegen der dafür aufzuwendenden Energie teuer und ökologisch ungünstig. Für die meisten Anwendungen wird deshalb anstelle von destilliertem Wasser das mit geringerem Aufwand hergestellte &amp;#039;&amp;#039;[[demineralisiertes Wasser|demineralisierte Wasser]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Es wird durch [[Ionenaustauscher]] oder [[Umkehrosmose]] entmineralisiert und kommt unter den Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;destillatgleiches Wasser&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;VE-Wasser&amp;#039;&amp;#039; („&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;oll &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ntsalzt“), &amp;#039;&amp;#039;[[Demineralisiertes Wasser|Deionat]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Batteriewasser&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Bügelwasser&amp;#039;&amp;#039; in den Handel. Diese Produkte werden durch Entfernen von Kationen und Anionen mit Hilfe von Ionenaustauscherharzen gewonnen und unterscheiden sich von destilliertem Wasser durch möglicherweise im Wasser verbliebene apolare oder organische Stoffe oder Verunreinigungen aus den Austauscherharzen. [[Keimfrei]]heit ist für in Kunststoffgefäßen gelagertes Wasser ebenfalls nicht garantierbar. Solche Produkte sollten deshalb nicht als &amp;#039;&amp;#039;destilliertes Wasser&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden. Auch zur Herstellung von [[Reinstwasser]] werden Umkehrosmose und Ionenaustauscher genutzt, wobei durch mehrstufige Verfahren und durch die Kombination mit Filtern und Aktivkohlefiltern sowie mit UV-Bestrahlung (zur Entkeimung und Photooxidation organischer Verunreinigungen) eine hohe Reinheit erreicht wird. Die Umkehrosmose wird auch zur [[Meerwasserentsalzung]] (Herstellung von [[Süßwasser]]) genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|7520416-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7520416-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasser in der Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Destillation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Laborverbrauchsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sauerstoffverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserstoffverbindung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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