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	<title>Despotie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T04:09:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Despotie&amp;diff=86683&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-36428-4: /* Despotie in der Antike */ Kommasetzung korrigiert</title>
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		<updated>2026-01-17T16:52:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Despotie in der Antike: &lt;/span&gt; Kommasetzung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Despotie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Despotismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|δεσποτία|despotía}}, von {{lang|grc|δεσπότης|despótes|de=Herr}}) ist eine [[Herrschaftsform]], in der ein [[Herrscher]] oder Oberhaupt wie etwa ein [[Staatsoberhaupt]] (&amp;#039;&amp;#039;Despot&amp;#039;&amp;#039; = unumschränkt Herrschender, Gewaltherrscher oder abwertend für einen herrischen, [[Tyrannei|tyrannischen]] Menschen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Despot &amp;#039;&amp;#039;Despot&amp;#039;&amp;#039;] in duden.de, abgerufen am 22. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;) die uneingeschränkte [[Herrschaft]] ausübt. Heutzutage wird mit dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Despotie&amp;#039;&amp;#039; eine „schrankenlose Gewalt-, Willkürherrschaft“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Despotie &amp;#039;&amp;#039;Despotie&amp;#039;&amp;#039;] in duden.de, abgerufen am 22. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ist mit Despotie eine Entartungsform der [[Monarchie]] gemeint ([[Tyrannis]]). Kennzeichen dieser Form ist [[Willkür (Recht)|Willkürherrschaft]], denn es entscheiden lediglich der Wille und die Willkür des Herrschers. Damit stellt die Despotie den höchsten Grad und die besondere Ausgestaltung eines [[Autokratie|autokratischen]] oder [[Absolutismus|absolutistischen]] Regierungssystems dar. Die Despotie ist aber nicht auf die Monarchie beschränkt, denn auch in einer [[Republik]] können Gewalthaber despotisch auftreten, soweit es ihnen gelingt, lediglich nach ihrem Willen die Geschicke der Bevölkerung zu bestimmen. Daher entspricht in der moderneren Typologie [[Politisches System|politischer Systeme]] die [[Totalitarismus|totalitäre]] [[Diktatur]] der Despotie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein bezeichnet Despotismus auch eine durch Willkür und Schrankenlosigkeit gekennzeichnete Herrschaftsordnung oder Regierungsweise. Der Begriff Despotismus wird aus der [[Staatstheorie]] nicht selten in andere Lebensverhältnisse übertragen. Im [[Kommunalpolitik|Gemeinde-]], [[Kirche (Organisation)|Kirchen-]], [[Verein]]s- oder [[Familie]]nleben wird der Begriff ebenfalls benutzt, wenn ein Einzelwille in ungerechtfertigter Weise anderen gegenüber dominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil der Herrscher oder die herrschende Gruppe ihre Macht in despotischer Weise ausüben und  Machtbefugnisse missbrauchen, wird dem Despotismus von manchen Staatstheoretikern jede Förderung des [[Gemeinwohl]]s abgesprochen. Die Despotie begründet als illegitime Herrschaftsform nach Ansicht vieler Staatstheoretiker ein [[Widerstandsrecht]], wie es im [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] in Deutschland in {{Art.|20|gg|juris}} Abs. 4 GG garantiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Despot ist im griechischen Wortursprung der ‚Herr‘, insbesondere über [[Sklave]]n und auch im Sinne von Hausherr. Die [[Griechen|griechische]] [[Polis]] war durch eine Trennung von Haushalt (&amp;#039;&amp;#039;[[oikos]]&amp;#039;&amp;#039;) und öffentlicher Sphäre charakterisiert. Wenn sich ein Politiker in der öffentlichen Sphäre so verhält wie im privaten Haushalt, d.&amp;amp;nbsp;h. die freien Bürger als Sklaven behandelt, spricht man in der antiken Tradition von Despotie.&lt;br /&gt;
Der Despotismus ist eine der ältesten Herrschaftsformen, denn immer wieder sind monarchische und auch [[Demokratie|demokratische]] Regierungen zu Despotien entartet. Bereits im [[Altertum]] bei den Griechen ([[Dionysios I. von Syrakus]]) und in der [[Römisches Reich|römischen]] Kaiserzeit ([[Caligula]]) finden sich viele Beispiele, und auch zur Zeit der [[Völkerwanderung]] beherrschten zahlreiche Stammesfürsten auf despotische Weise ihre Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] strebten manche Fürsten nach [[Absolutismus|absoluter Macht]] und so entsteht der  Fürstendespotismus. Im 17. Jahrhundert bezeichnete [[Ludwig XIV.]] von Frankreich sich als „Sonnenkönig“ und schaltete den Einfluss des Adels aus. In Deutschland entstand im 17. und 18. Jahrhundert ein [[patriarch]]alischer Despotismus, der durch ein eher väterlich-fürsorgliches Verhältnis zwischen Landesherrn und Landeskindern gekennzeichnet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stark despotische Reiche traten auch in [[Asien]] auf, wobei der Kaiser von [[Kaiserreich China|China]] die größte Macht ausübte und in der [[Qing-Dynastie]] einen aufgeklärten Despotismus errichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Zeit der [[Aufklärung]] wurde die absolute Staatsmacht von französischen Philosophen wie [[Jean-Jacques Rousseau]], [[Marie Jean Antoine Nicolas Caritat, Marquis de Condorcet|Condorcet]], [[Charles de Secondat, Baron de Montesquieu|Montesquieu]] und [[Voltaire]] sowie den englischen Denkern wie [[David Hume|Hume]] und auch von dem Gründervater der amerikanischen Demokratie [[Thomas Jefferson]] kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verweis auf einen drohenden „Sieg des russischen Despotismus“ diente dem [[SPD]]-Parteivorsitzenden [[Hugo Haase]] im August 1914 als Begründung für die Zustimmung zu den [[Kriegsanleihe|Kriegskrediten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://germanhistorydocs.ghi-dc.org/sub_document.cfm?document_id=816&amp;amp;language=german Erklärung der Sozialdemokratischen Partei zum Kriegsausbruch] abgegeben vom Fraktionsvorsitzenden Haase im Reichstag (4. August 1914)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neuerer Zeit trat der Despotismus wieder im [[Zeit des Nationalsozialismus|Dritten Reich]] (1933 bis 1945) unter [[Adolf Hitler]], in [[Spanien]] (1939 bis 1975) unter [[Francisco Franco]], in der [[Sowjetunion]] unter [[Josef Stalin]], in [[Italien]] (1922 bis 1943) unter [[Benito Mussolini]], in [[Chile]] (1973 bis 1990) unter [[Augusto Pinochet]], im damaligen Zaire (heute [[Demokratische Republik Kongo]]) unter [[Mobutu Sese Seko]], in [[Uganda]] unter [[Idi Amin]] oder in der [[Zentralafrikanische Republik|Zentralafrikanischen Republik]] unter [[Jean-Bédel Bokassa]] auf. Auch mehrere heutige Staaten in Asien und Afrika können als Despotien betrachtet werden, so etwa [[Nordkorea]], [[Turkmenistan]] oder [[Simbabwe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften einer Despotie ==&lt;br /&gt;
=== Despotie in der Antike ===&lt;br /&gt;
Vor der [[Antike]] war die Unterscheidung zwischen Despotie und anderen Formen der Herrschaft kaum begrifflich darzustellen, weil es keine Gesetze und Beschränkungen von Herrschaft gab. Nach dem griechischen Verständnis gab es vor der Polis und jenseits der Polis nur Despotie(n).&lt;br /&gt;
Im antiken Griechenland vor allem Athen entwickelte sich die [[attische Demokratie]], die zwischen einer legitimen und einer illegitimen Herrschaft unterscheiden konnte. Die &amp;#039;&amp;#039;Tyrannis&amp;#039;&amp;#039;, eine Entartung der Monarchie, war keine Despotie, weil der Rahmen des Politischen noch existierte. Erst wenn es dem Tyrannen gelingen würde, alle Bürger dauerhaft zu Sklaven zu machen und auch das Gedächtnis an eine Zeit vor der Tyrannis zum Verschwinden zu bringen, dann kann man nach antikem Verständnis von einer Despotie sprechen. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Diktatur&amp;#039;&amp;#039; war nach römischem Verständnis eine zeitlich beschränkte Alleinherrschaft. Diese Beschränkung unterschied sie von der Despotie. Noch im römischen Kaiserreich galten weiterhin de jure die Gesetze der Republik. De facto kann allerdings das Handeln einiger Kaiser als despotisch bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begriff &amp;#039;&amp;#039;Despotie&amp;#039;&amp;#039; nach der Antike ===&lt;br /&gt;
Die [[Untertan]]en sind ihrem Despoten zu unbedingtem [[Gehorsam]] verpflichtet. Es gibt kein [[Parlament]] und keine [[Politische Partei|Parteien]] oder diese bestehen nur zum Schein. Eine [[Opposition (Politik)|Opposition]] besteht nicht und eine Diskussion wird nicht geduldet. Kritiker und Abweichler werden gnadenlos verfolgt. Der Despot regiert zumeist durch [[Günstling]]e, die nicht selten große, aber ausschließlich von ihm herrührende politische Macht besitzen. Der Despot strebt jedoch danach, diese Macht durch das gezielte Schüren von [[Rivalität]] zu kontrollieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herrscher einer Despotie besitzt ein absolutes Machtmonopol, ihm allein unterstehen die Machtorgane [[Militär]] und [[Polizei]]. In der Regel gibt es eine [[Geheimpolizei]] für die im Sinne eines [[Überwachungsstaat]]s organisierte Verfolgung politischer Gegner. Oft orientiert sich die Politik dieser Staaten an einer [[Ideologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Immanuel Kant]] grenzte in seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Zum ewigen Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; (1795/6) Despotismus von [[Republikanismus]] dadurch ab, dass in jenem „der öffentliche Wille […] von dem Regenten als sein Privatwille gehandhabt wird“, mithin die [[Exekutive|ausführende Gewalt]] nicht von der [[Legislative|gesetzgebenden]] abgesondert sei. Insofern könne es Despotismus auch in [[Demokratie]]n geben.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Kant: &amp;#039;&amp;#039;Zum ewigen Frieden&amp;#039;&amp;#039;. {{Webarchiv |url=https://korpora.zim.uni-duisburg-essen.de/kant/aa08/352.html |text=online |wayback=20221014204632 |archiv-bot=2024-11-24 22:44:25 InternetArchiveBot}} auf www.korpora.org; zitiert bei [[Herfried Münkler]], [[Marcus Llanque]]: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Pauly]], Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 13: A–Fo. J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 1999, ISBN 3-476-01483-5, S. 721–731, hier S. 727.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Personenkult]] um einen Despoten nimmt häufig religiöse Züge an: Sein Abbild wird beispielsweise auf Medaillen und Porzellantellern dargestellt, man sieht ihn auf [[Denkmal (Gedenken)|Denkmälern]]; Straßen und Plätze sind nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titel „Despot“ ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Despot (Titel)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] entstand in [[Byzantinisches Reich|Byzanz]] der Titel des &amp;#039;&amp;#039;Despotes&amp;#039;&amp;#039;, der für die höhere Aristokratie reserviert war. Als höchster Titel nach dem des Kaisers geschaffen, konnte der Despot Inhaber einer &amp;#039;&amp;#039;Despotie&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Despotat&amp;#039;&amp;#039; sein, war aber auch ab 1261 der Titel des Thronfolgers, der gleichzeitig der Herrscher im [[Despotat Morea]] war. Die weibliche Form &amp;#039;&amp;#039;Despoina&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen weiblichen Despoten oder die Ehefrau eines Despoten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch außerhalb Byzanz, vor allem in [[Südosteuropa]] verbreitete sich der Titel als höchster Herrschertitel, so wurde [[Béla III.]] von [[Ungarn]] (regierte 1172–1196) der erste nichtbyzantinische &amp;#039;&amp;#039;Despotes&amp;#039;&amp;#039;. In der Regel wurde deren Herrschaftsgebiet dann als Despotat bezeichnet, wie das [[Despotat Epirus]] oder das [[Despotat Dobrudscha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der byzantinischen [[Liturgie]] wird der [[Priester (Christentum)|Priester]] vom [[Diakon]] bis heute als Despot angesprochen. Diese Titel sind neutral im Sinne von „Herrscher“ zu verstehen, ohne die heute übliche negative Bedeutung „Gewaltherrscher“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Herrschaftsformen]]&lt;br /&gt;
* [[Dystopie]] (Gegenbild zur positiven Utopie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Despot}}&amp;lt;!-- (ausnahmsweise) auch hier, weil die gleichnamige (WP-)BKL hierher verweist --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|suffix=0}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Despotismus|suffix=0}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Despotie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/Despotis1946 &amp;#039;&amp;#039;Despotism (1946)&amp;#039;&amp;#039;] Aufklärungsfilm für das Klassenzimmer, produziert von Encyclopaedia Britannica Films, 1946 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4149206-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Institution (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (griechische Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsstaat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autoritarismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsform]]&lt;/div&gt;</summary>
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