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	<title>Desmoid-Tumor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T21:23:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Desmoid-Tumor&amp;diff=513279&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MBq: ref tags</title>
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		<updated>2025-08-22T18:43:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ref tags&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Desmoidtumor Darmbein.jpg|mini|Desmoidtumor des Darmbeins mit Weichteilinfiltration]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Desmoid-Tumor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Tumor]] aus der Gruppe der [[Fibromatose]]n, der sich an den Umhüllungen von Muskeln ([[Muskelfaszie]]n) bildet. Aufgrund seiner Neigung, in das umliegende Gewebe infiltrierend einzuwachsen, wird der insgesamt zwar gutartige Desmoid-Tumor klinisch zu den aggressiven Läsionen des Weichgewebes gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine [[Inzidenz (Medizin)|Inzidenz]] beträgt 1 zu 4 Millionen. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, nur bei 0,1 % aller Tumoren handelt es sich um einen Desmoid-Tumor. Am häufigsten betroffen sind Frauen nach der Schwangerschaft (durch einen Desmoid-Tumor im Bauchraum). Bei Kindern und Jugendlichen sind eher Extremitäten, Kopf und Nackenbereich betroffen, hier sind Männer häufiger betroffen als Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Desmoid-Tumor kann sich spontan zurückbilden oder langsam fortschreiten. Dabei kann es zu schmerzhaften Entzündungen, Beeinträchtigungen der Funktion benachbarter Organe und Einschränkungen der Beweglichkeit von Gliedmaßen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
=== Ätiologie ===&lt;br /&gt;
Die Ursachen sind weitgehend ungeklärt, eine erbliche Disposition gilt, außer beim [[Gardner-Syndrom]], einer Verbindung von [[Familiäre adenomatöse Polyposis|Familiärer adenomatöser Polyposis]] des Darmes, Desmoid-Tumor und [[Osteom]]en, als nicht gegeben. Eine Rolle spielt wahrscheinlich das [[Östrogen]], da der Tumor häufig in der Folge einer Schwangerschaft auftritt, sich in der [[Menopause]] oft spontan zurückbildet und mitunter auf eine antihormonelle Therapie anspricht. Daneben wird der Tumor häufiger infolge einer Verletzung in Narbengewebe beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Morphologie ===&lt;br /&gt;
Der grauweiße Tumor weist makroskopisch eine derbe Konsistenz auf und hat meist eine Größe von mehr als 5&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://alf3.urz.unibas.ch/pathopic/getpic-fra.cfm?id=009035 |wayback=20110223154441 |text=Makroskopisches Bild des Desmoid auf Patho Pic |archiv-bot=2023-12-11 03:54:05 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Tumor kommen [[histologisch]] gleichartig aussehende [[Fibroblast]]en vor, die nur geringe [[Kernatypie]]n aufweisen. Die Zellen sind in der gleichen Richtung ausgerichtet und befinden sich in einem wellen- bzw. wirbelförmigen [[Kollagen]]netz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Nach aktuellem Stand der interdisziplinären Diskussion sollte nach der Diagnosesicherung zuerst einmal abgewartet werden, da sich viele Tumoren spontan zurückbilden oder im Wachstum stehenbleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ejcancer.com/article/S0959-8049(14)01111-3/fulltext Übersichtsarbeit zum Europäischen Therapiekonsensus]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine mögliche Therapie ist die Operation. Voraussetzung ist, dass der Tumor vollständig entfernt werden kann, ohne dass die Funktion von Gliedmaßen bzw. Organen beeinträchtigt wird. In der Diskussion ist dabei aber der zu erzielende Sicherheitsabstand. Rezidive sind relativ häufig. Nach inkompletter Resektion oder bei inoperablen Fällen kann eine [[Strahlentherapie]] durchgeführt werden. Aber auch hier bleibt unklar, unter welchen Bedingungen diese genau zu indizieren ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID9869223&amp;quot;&amp;gt;M. T. Ballo, G. K. Zagars, A. Pollack: &amp;#039;&amp;#039;Radiation therapy in the management of desmoid tumors.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[International Journal of Radiation Oncology – Biology – Physics]].&amp;#039;&amp;#039; Band 42, Nummer 5, Dezember 1998, S.&amp;amp;nbsp;1007–1014, {{ISSN|0360-3016}}. PMID 9869223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sauer2009&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Rolf Sauer]] |Titel=Strahlentherapie und Onkologie |Verlag=Elsevier, Urban &amp;amp; Fischer Verlag |Datum=2009 |ISBN=978-3-437-47501-6 |Seiten=477– |Online=http://books.google.com/books?id=cuegmKcpo3MC&amp;amp;pg=PA477 |Abruf=2011-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Fällen, insbesondere auch bei Rückfällen oder inoperablen Fällen, erfolgt eine medikamentöse Therapie. Dies ist in der Regel eine Therapie mit Antikörpern oder eine [[Chemotherapie]]. In manchen Fällen ist auch eine antihormonelle Behandlung oder eine Behandlung mit entzündungshemmenden Mitteln wirksam. Die Wirkungsweise ist allerdings noch nicht erforscht. Auch eine Behandlung mit [[Interferon]] wurde erfolgreich getestet, ist jedoch oft schlecht verträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Desmoid hat die Eigenschaft, über Fasern in das umliegende Gewebe einzuwachsen. Diese äußerst dünnen Tumorgebiete sind dann in den üblichen [[Schnellschnitt]]en nur sehr schwer bis überhaupt nicht nachzuweisen, weshalb diese möglicherweise zu Unrecht als tumorfrei angegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medikamentöse Therapie ===&lt;br /&gt;
Seit August 2025 ist der [[Gamma-Sekretaseinhibitor]] Nirogacestat (Handelsname Ogsiveo) als Monotherapie für Desmoidtumoren zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutscher Ärzteverlag GmbH, Redaktion Deutsches Ärzteblatt |url=https://www.aerzteblatt.de/news/zielgerichtetes-medikament-fur-die-behandlung-von-desmoidtumoren-zugelassen-8e594e9b-cd07-463c-aca9-f722cff8b596 |titel=Zielgerichtetes Medikament für die Behandlung von Desmoidtumoren zugelassen |datum=2025-08-19 |sprache=de |abruf=2025-08-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der medikamentösen Therapie wurden erfolgversprechende Ergebnisse mit der Kombination von hochdosierten Gaben von Antiestrogen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Tamoxifen]]) in Verbindung mit [[Sulindac]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sulindac kann lebensgefährliche Nebenwirkung wie Hautzerstörung und Erblindung nach sich ziehen. Siehe [http://www.nytimes.com/2013/03/05/business/justices-to-take-up-case-on-generic-drug-makers-liability.html?hp&amp;amp;_r=0 &amp;#039;&amp;#039;New York Times.&amp;#039;&amp;#039; 5. März 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Sulindac in Deutschland nicht zugelassen ist, wird es oft zunächst mit [[Indometacin]] substituiert. Die Ergebnisse hierbei sind jedoch sehr viel schlechter als bei der Therapie mit Sulindac. Dies liegt daran, dass beide Medikamente zwar zur Therapie von [[Rheuma]] Verwendung finden, in ihrer Wirkungsweise jedoch nicht identisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulindac wandelt sich in der [[Biotransformation|Leber]] um in&lt;br /&gt;
# Sulindac-Sulfid, einen [[COX-2-Hemmer]], ähnlich dem Indometacin und&lt;br /&gt;
# Sulindac-Sulfon (Exisulind), welches scheinbar eine zusätzliche dämpfende Wirkung auf das Wachstum der entarteten Zellen hat (genauere Erkenntnisse dazu fehlen bisher), die beim Indometacin fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen eher als erster Schritt in der medikamentösen Therapie anzusehenden Substanzen wurden in den letzten Jahren aber insbesondere die [[Tyrosinkinase-Inhibitor]]en wie [[Imatinib]], [[Sunitinib]], [[Sorafenib]] oder [[Pazopanib]] in die Therapie eingeführt. In einer Phase-III-Studie (ClinicalTrials.gov number: NCT02066181) wurde die Wirkung von Sorafenib bei Patienten mit progressivem, symptomatischem oder rezidiviertem Desmoid-Tumor geprüft. Es ergab sich eine signifikant verlängerte progressionsfreie Überlebenszeit und ein nachhaltiger Response.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mrinal M. Gounder, Michelle R. Mahoney, Brian A. Van Tine, Vinod Ravi, Steven Attia |Titel=Sorafenib for Advanced and Refractory Desmoid Tumors |Sammelwerk=New England Journal of Medicine |Band=379 |Nummer=25 |Datum=2018-12-20 |ISSN=0028-4793 |Seiten=2417–2428 |DOI=10.1056/NEJMoa1805052}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Zulassung von Sorafenib zur Behandlung von Desmoid-Tumoren besteht weder in Deutschland noch in den USA (Stand 26. Februar 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei schweren Verläufen ist auch eine klassische Chemotherapie mit [[Anthracycline]]-basierten Protokollen wie bei Weichteilsarkomen möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Döhler|J. R. Döhler]], [[Horst Hamelmann|H. Hamelmann]], U. Lasson: &amp;#039;&amp;#039;Aggressive Fibromatosen.&amp;#039;&amp;#039; [[Der Chirurg]] 55 (1984), S. 174–178.&lt;br /&gt;
* Uta Höhle: &amp;#039;&amp;#039;Die Rezidive der aggressiven Fibromatosen – prognostische klinische und immunhistochemische Parameter für ihre Entstehung und Konsequenzen für die Therapie&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. WWU, 2008.&lt;br /&gt;
* Matthias Keller: &amp;#039;&amp;#039;Die extra-abdominelle Fibromatose: Bewertung operativer und strahlentherapeutischer Maßnahmen mit besonderer Berücksichtigung des Rezidivfalles&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation. TU München, 2014.&lt;br /&gt;
* Charisse Litchman: &amp;#039;&amp;#039;Desmoid Tumors&amp;#039;&amp;#039;. Springer Netherland, Berlin 2011, ISBN 978-94-007-1684-1.&lt;br /&gt;
* B. Kasper, C. Baumgarten, S. Bonvalot, R. Haas, F. Haller, P. Hohenberger, G. Moreau, W. T. van der Graaf, A. Gronchi; Desmoid Working Group: &amp;#039;&amp;#039;Management of sporadic desmoid-type fibromatosis: a European consensus approach based on patients&amp;#039; and professionals&amp;#039; expertise - a sarcoma patients EuroNet and European Organisation for Research and Treatment of Cancer/Soft Tissue and Bone Sarcoma Group initiative.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur J Cancer.&amp;#039;&amp;#039; 51(2), Jan 2015, S. 127–136.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sos-desmoid.de/ Projektseite der Universitäten Heidelberg und Berlin zu dem Desmoid]&lt;br /&gt;
* [http://www.gisg.de/ German Interdisciplinary Sarcoma Group]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=n3qjqUD_wfg Video des Schwerpunkts Tumororthopädie der Orthopädischen Klinik der LMU München]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Onkologische Krankheiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutartige Tumorbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinderonkologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MBq</name></author>
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