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	<title>Descensus testis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T00:51:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Descensus_testis&amp;diff=212993&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nameless23: +Wikilink</title>
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		<updated>2024-08-09T05:12:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Descensus testis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lateinisch]] für „Hodenabstieg, Herabsteigen des Hodens“) ist die mehrheitlich [[Fetus|fetale]] Wanderung des [[Hoden]]s vom Ort seiner [[Anlage (Biologie)|embryonalen Anlage]] hinter der [[Niere]] durch den [[Leistenkanal]] in den Hodensack ([[Skrotum]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray hoden.jpg|mini|Normale Anatomie nach Abstieg des Hodens in den Hodensack]]&lt;br /&gt;
Der Hoden entsteht im Bauchraum außerhalb des [[Bauchfell]]s (extraperitoneal) in Höhe der oberen [[Lendenwirbel]] im Bereich der Nierenanlage. Gesteuert durch das [[Anti-Müller-Hormon]] (AMH, produziert von den [[Sertoli-Zelle]]n) steigen die Hoden zunächst in der Transabdominalphase zum Beckenrand ab. Man bezeichnet diesen Abschnitt als transabdominellen Hodenabstieg. In der Literatur wird der Vorgang, der zum transabdominellen Abstieg führt, als ballonartige Anschwellung und Verkürzung des [[Gubernaculum testis|Gubernaculums]] durch [[Zellproliferation|Proliferation]] beschrieben, wodurch der Hoden mitgenommen wird. In der sich anschließenden Inguinoskrotalphase steigen die Hoden [[androgen]]vermittelt ([[Testosteron]]anstieg) entlang des [[Gubernaculum testis]] (dem unteren Keimdrüsenband) über den [[Leistenkanal]] in den Hodensack ab. Dabei bildet sich eine trichterförmige Ausstülpung des Bauchfells in das [[Skrotum]], der Processus vaginalis peritonei. Hier scheint eine Verkürzung des Gubernaculum durch Rückbildung die entscheidende Rolle zu spielen. Der Processus vaginalis bildet sich ebenfalls bis auf einen kleinen Rest, der im Hodensack verbleibt, zurück und der Hodensack kommuniziert nicht mehr offen mit der Peritonealhöhle. Das Gubernaculum testis bleibt als Hodeneigenband (&amp;#039;&amp;#039;Ligamentum testis proprium&amp;#039;&amp;#039;) und Nebenhodenschwanzband (&amp;#039;&amp;#039;Ligamentum caudae epididymidis&amp;#039;&amp;#039;) erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitliches Auftreten ==&lt;br /&gt;
Der Hodenabstieg erfolgt bei [[Wiederkäuer]]n bereits im dritten Fetalmonat. Beim [[Mensch]]en und [[Hausschwein|Schwein]] ist er etwa zur Geburt abgeschlossen. Beim [[Hauspferd|Pferd]] wandern die Hoden etwa zur Geburt durch den [[Leistenkanal]]. Beim [[Haushund|Hund]] wie auch bei der Hauskatze ist der Hodenabstieg zumeist erst Ende des ersten Lebensmonats abgeschlossen, bei neugeborenen Welpen sind fehlende Hoden im Hodensack also noch kein Grund zur Beunruhigung. Bei [[Nagetiere]]n erfolgt der Hodenabstieg erst zur [[Pubertät]] und auch erwachsene Tiere können die Hoden noch in die Bauchhöhle zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Störungen ==&lt;br /&gt;
Störungen des Hodenabstiegs ([[Maldescensus testis]]) sind relativ häufig und vermutlich genetisch bedingt. Sie können beide oder auch nur einen Hoden betreffen. Diese Entwicklungsstörungen führen zu [[Lageanomalie des Hodens|Lageanomalien des Hodens]] wie Kryptorchismus oder Hodenektopie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben die Hoden in der Bauchhöhle, so können keine fruchtbaren Spermien entstehen ([[Infertilität]]), da die Temperatur für die [[Spermatogenese]] zu hoch ist. Zudem neigen sie zur [[Tumor]]bildung. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens einen Hodentumor zu entwickeln, ist 3- bis 8-fach erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.amboss.com/de/wissen/Hodenhochstand |titel=Hodenhochstand - Wissen für Mediziner |zugriff=2019-01-02 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Störungen der Rückbildung des Processus vaginalis peritonei führen zu einer angeborenen [[Leistenhernie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Säugetiere ohne Hodenabstieg ==&lt;br /&gt;
Bei einigen Säugetieren (z. B. [[Elefanten|Elefant]], viele Meeressäugetiere, [[Faultier]]) findet kein Hodenabstieg statt. Bei ihnen bleiben die Hoden in der Bauchhöhle und sind dennoch in der Lage, fruchtbare Spermien zu produzieren. Die Tierarten ohne Hodenabstieg werden unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Testiconda&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|&amp;#039;&amp;#039;testis&amp;#039;&amp;#039;|de=Hoden}} und {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;condere&amp;#039;&amp;#039;|de=verstecken}}) zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alfred Benninghoff, Detlev Drenckhahn: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; 16. Auflage. Band 1, Urban &amp;amp; Fischer, Jena/München 2003, ISBN 3-437-42340-1.&lt;br /&gt;
* Bodo Christ, Franz Wachtler: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Embryologie&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein Medical, Wiesbaden 1998, ISBN 3-86126-163-4.&lt;br /&gt;
* L. Werdelin, A. Nilsonne: &amp;#039;&amp;#039;The evolution of the scrotum and testicular descent in mammals: a phylogenetic view.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Theor Biol.&amp;#039;&amp;#039; 196(1), 1999 Jan 7, S. 61–72. PMID 9892556&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Embryologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliches Geschlechtsorgan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nameless23</name></author>
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