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	<title>Des Fremdlings Abendlied - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:55:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Des_Fremdlings_Abendlied&amp;diff=2648717&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bautsch: /* Der Wanderer */ Wikilinks</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Des_Fremdlings_Abendlied&amp;diff=2648717&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-01T22:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Der Wanderer: &lt;/span&gt; Wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Des Fremdlings Abendlied&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines 1821 erschienenen [[Gedicht]]s von [[Georg Philipp Schmidt von Lübeck]]. Herausgegeben wurde es im Rahmen eines Gedichtbands Schmidt von Lübecks durch [[Heinrich Christian Schumacher]]. Das Werk ist auch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Wanderer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, den [[Franz Schubert]] seiner Vertonung des Gedichts gegeben hat. Das [[Melancholie|melancholische]] Gedicht gehört, nicht zuletzt dank der vielzitierten Schlusszeile und der Schubert-Vertonung, zu den bekanntesten Gedichten der deutschen [[Romantik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left: 2em; font-style: italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich komme vom Gebirge her&lt;br /&gt;
Die Dämm’rung liegt auf Wald und Meer;&lt;br /&gt;
Ich schaue nach dem Abendstern&lt;br /&gt;
Die Heimath ist so fern, so fern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es spannt die Nacht ihr blaues Zelt&lt;br /&gt;
Hoch über Gottes weite Welt,&lt;br /&gt;
Die Welt so voll und ich allein,&lt;br /&gt;
Die Welt so groß und ich so klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wohnen unten Haus bei Haus,&lt;br /&gt;
Und gehen friedlich ein und aus;&lt;br /&gt;
Doch ach, des Fremdlings Wanderstab&lt;br /&gt;
Geht landhinauf und landhinab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint in manches liebe Thal&lt;br /&gt;
Der Morgen- und der Abend-Strahl,&lt;br /&gt;
ich wandle still und wenig froh,&lt;br /&gt;
und immer fragt der Seufzer: wo?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonne dünkt mich matt und kalt,&lt;br /&gt;
Die Blüthe welk, das Leben alt,&lt;br /&gt;
Und was sie reden, tauber Schall,&lt;br /&gt;
Ich bin ein Fremdling überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo bist du, mein gelobtes Land,&lt;br /&gt;
Gesucht, geahnt und nie gekannt?&lt;br /&gt;
Das Land, das Land so hoffnunggrün,&lt;br /&gt;
Das Land, wo meine Rosen blüh’n?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo meine Träume wandeln geh’n,&lt;br /&gt;
Wo meine Todten aufersteh’n,&lt;br /&gt;
Das Land, das meine Sprache spricht,&lt;br /&gt;
Und alles hat, was mir gebricht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich übersinne Zeit und Raum,&lt;br /&gt;
Ich frage leise Blum’ und Baum;&lt;br /&gt;
Es bringt die Luft den Hauch zurück:&lt;br /&gt;
„Da, wo du nicht bist, ist das Glück!“&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Philipp Schmidt von Lübeck: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Altona 1847. S.&amp;amp;nbsp;76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analyse ==&lt;br /&gt;
=== Formale Aspekte ===&lt;br /&gt;
Das Gedicht umfasst acht [[Strophe]]n zu je vier Zeilen mit vierhebigen [[Jambus|Jamben]]. Es verwendet ausschließlich Paarreime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltliche Aspekte ===&lt;br /&gt;
Die erste Strophe beginnt mit der Schilderung einer malerischen Seelenlandschaft. In den Strophen 1 bis 5 wird die Schwermut des [[Lyrisches Ich|lyrischen Ichs]] dargestellt. Es ist von einer Sehnsucht nach Heimat getrieben, kann aber in der „vollen“ und „großen Welt“ nicht bestehen. Ebenso distanziert es sich von der Gesellschaft, deren Reden ihm als „tauber Schall“ erscheinen, wobei es zugleich das „friedliche“ Leben anderer Menschen bewundert. Seine Sehnsucht macht ihm eine Rückkehr in die unvollkommene Welt unmöglich, weshalb es schwermütig konkludiert: „Ich bin ein Fremdling überall.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strophen 6 und 7 bringen die Wunschvorstellungen des lyrischen Ichs von einem „gelobten Land“, das es vergeblich gesucht und geahnt hat, zum Ausdruck. In diesem Land manifestieren sich die innersten Wünsche des lyrischen Ichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abschließende achte Strophe drückt die Unvereinbarkeit der Natur seiner Innenwelt mit jener der Außenwelt aus und endet mit dem tragisch anmutenden „Hauch der Luft“: „Da, wo du nicht bist, ist das Glück.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung ===&lt;br /&gt;
Das in melancholischem Ton verfasste Gedicht ist ein typisches Werk der deutschen Romantik. Es behandelt zahlreiche wesentliche Motive romantischer [[Lyrik]], wie etwa [[Sehnsucht]], [[Heimweh]], [[Einsamkeit]], [[Weltschmerz]] und [[Wandermotiv|Wanderschaft]]. Die letzte Zeile des Gedichts gehört zu den bekanntesten [[Zitat]]en der Romantik, da sie [[Sentenz|sentenzenhaft]] das romantische Gefühl des Weltschmerzes, der Verzweiflung aufgrund der Unzulänglichkeit der Welt und der unstillbaren Sehnsucht, zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vers &amp;#039;&amp;#039;Land, das meine Sprache spricht&amp;#039;&amp;#039; wurde 1980 als Titel einer [[Land, das meine Sprache spricht (1980)|Verfilmung der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Der 20. Juli&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Alexander Lernet-Holenia]] verwendet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertonungen Franz Schuberts ==&lt;br /&gt;
=== Der Wanderer ===&lt;br /&gt;
Für seine Vertonung versah Franz Schubert das Gedicht mit dem Titel „Der Wanderer“ und gewichtete somit das [[Wandermotiv]] noch stärker. Er kürzte das Gedicht, nahm leichte Änderungen am Text vor und löste die Strophenstruktur auf. Das Lied trägt im Schubert-Werkverzeichnis die Nummer [[Deutsch-Verzeichnis|D]] 489 (in einer früheren Version des Verzeichnisses: D 493) und ist nicht zu verwechseln mit dem Lied D 649, das gleichfalls den Titel „Der Wanderer“ trägt, aber ein anderes Gedicht (von [[Friedrich von Schlegel]]) vertont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied ist in [[cis-Moll]] gehalten. Das Vorspiel ist geprägt von [[Triole (Musik)|Triolen]] in wechselnden [[Akkord]]en und nimmt die melancholische Stimmung vorweg. Der schwermütige Anfangsteil ist mit „Sehr langsam“ überschrieben und steigert sich beim Übergang zur Beschreibung des „gelobten Landes“ (bei Schubert „geliebtes Land“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Schubert-Album für mittlere Stimme&amp;#039;&amp;#039;, Band I, C. F. Peters, Leipzig, S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;) über „Etwas geschwinder“ bis zu „Geschwind“. Der tragische Schlussteil, der freilich in [[Dur]] endet, ist wieder [[a tempo]] zu spielen. Neben diesen Tempowechseln ist das Stück auch reich an [[Dynamik (Musik)|Crescendi]], [[Dynamik (Musik)|Decrescendi]], [[Dissonanz]]en und anderen dramatisierenden Stilmitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motivik aus dem Wanderer-Vorspiel wird in der [[Durchführung (Musik)|Durchführung]] des [[Sonatensatzform|Hauptsatzes]] in Schuberts [[Klaviersonaten Nr. 19 bis 21 (Schubert)#Schuberts letzte Sonate: Klaviersonate Nr. 21, B-Dur, D 960|letzter Klaviersonate (Nummer 21 in B-Dur, D 960)]] ab Takt 151 zitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wanderer-Fantasie ===&lt;br /&gt;
In der [[Satz (Musikstück)|viersätzigen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Wanderer-Fantasie]]&amp;#039;&amp;#039; für [[Klavier]] verarbeitete Schubert die musikalischen und außermusikalischen [[Thema (Musik)|Themen]] seines Liedes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Philipp Schmidt von Lübeck: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Altona 1847.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schubert-Album für mittlere Stimme&amp;#039;&amp;#039;. Band I, C. F. Peters, Leipzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einspielungen ==&lt;br /&gt;
* Franz Schubert: „Der Wanderer“ auf der CD &amp;#039;&amp;#039;schubert lieder&amp;#039;&amp;#039; mit [[Dietrich Fischer-Dieskau]] und [[Gerald Moore]]. Deutsche Grammophon GmbH, Hamburg 2003.&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=HTPmozjYABs Franz Schubert: „Der Wanderer“ D 489, Interpretation des Liedes] von [[Heinrich Schlusnus]] auf YouTube&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=BR8_n-B8qu0 Franz Schubert: „Der Wanderer“ D 493, Interpretation des Liedes] von [[Dietrich Fischer-Dieskau]] auf YouTube&lt;br /&gt;
* Franz Schubert: &amp;#039;&amp;#039;Wanderer-Fantasie&amp;#039;&amp;#039; auf der gleichnamigen CD mit [[Maurizio Pollini]]. Deutsche Grammophon GmbH, Hamburg 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.impresario.ch/karaoke/show_karaoke.php?id=65 Begleitung zum Mitsingen auf &amp;#039;&amp;#039;Impresario&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Romantik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bautsch</name></author>
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