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	<title>Derneburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Derneburg&amp;diff=298438&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw: /* Umbau zum Schloss */ archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-12-01T13:49:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Umbau zum Schloss: &lt;/span&gt; archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = Derneburg&lt;br /&gt;
| Alternativname          = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = &lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Holle&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Derneburg Gemeinde Holle.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 52/05/52&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 10/07/50&lt;br /&gt;
| Nebenbox                = &lt;br /&gt;
| Bundesland              = NI&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix             = &lt;br /&gt;
| Höhe                    = 100 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Fläche                  = &lt;br /&gt;
| Einwohner               = 570&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2017-11-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.holle.de/media/custom/1740_3361_1.PDF?1428990498 Einwohnerzahlen der Ortsteile der Gemeinde Holle], abgerufen am 27. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1974-03-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 31188&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 05062&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = &lt;br /&gt;
| Poskarte                = &lt;br /&gt;
| Bild                    = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Derneburg Schloss Gesamt.jpg|mini|hochkant=1.4|[[Schloss Derneburg]] mit [[Glashaus (Holle)|Glashaus]] und Kutscherhaus, rechts die Domäne]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Derneburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Astenbeck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Ortsteile der Gemeinde [[Holle]] im [[Landkreis Hildesheim]]. Derneburg liegt im [[Harzvorland]] an der [[Kreisstraße]]&amp;amp;nbsp;306 zwischen der [[Hildesheimer Börde]] und dem [[Burg Wohldenberg|Wohldenberg]]. Eine [[Anschlussstelle (Autobahn)|Anschlussstelle]] der [[Bundesautobahn 7]] trägt den Namen Derneburg/[[Salzgitter]]. Astenbeck liegt rund einen Kilometer von Derneburg entfernt. Die Orte liegen idyllisch an einem Flusstal, wo die [[Nette (Innerste)|Nette]] in die [[Innerste]] mündet. Die Ortsgeschichte wurde seit dem 13. Jahrhundert durch das [[Kloster]] Derneburg bestimmt, das im 19. Jahrhundert in das [[Schloss Derneburg]] umgewandelt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am 1. März 1974 wurde Derneburg in die Gemeinde Holle eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart/Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Derneburg und Astenbeck ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Astenbeck Gutshof.jpg|mini|Brennereigut Astenbeck (heute nicht mehr in Betrieb)]]&lt;br /&gt;
Obwohl sich Derneburg und Astenbeck dem Besucher heute als zwei räumlich voneinander getrennte Orte präsentieren, gehören sie doch zusammen. Derneburg ist die größere Siedlung, die in mehreren Abschnitten zwischen 1960 und 1973 entstand. Im 12. Jahrhundert bestand Derneburg nur aus einem Herrenhof, der dem Grafen [[Hermann I. von Winzenburg]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Astenbeck ist ein 826 erstmals urkundlich erwähntes Dorf mit ca. 1000 [[Morgen (Einheit)|Morgen]] Land. Seit dem Mittelalter gehört es mit Derneburg zu einem gemeinsamen Gutsbezirk. Astenbeck wird durch einige ältere Wohnhäuser, vor allem durch die 1818 errichtete Kornbrennerei und die (nunmehr geschlossene) Gutsschenke des [[Ernst Friedrich Herbert zu Münster#Familiensitz in Derneburg|Fürsten zu Münster]], geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster- und Schlossgeschichte ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Derneburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klosterperiode ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Derneburg Schloss neu.jpg|mini|Schloss Derneburg (Westseite)]]&lt;br /&gt;
Ursprünglich stand in Derneburg ein Herrenhof, den die Brüder [[Hermann I. von Winzenburg|Hermann I.]] und Heinrich von Winzenburg von [[Burchard I. von Loccum]] zum [[Lehnswesen|Lehen]] hatten. Hermann ermordete 1130 seinen Lehnsherren. Daraufhin übergab sein Sohn [[Hermann II. von Winzenburg|Hermann II.]] als Sühne für die Tat seines Vaters seinen Hof in Derneburg dem Bischof Bernhard I. von Hildesheim mit der Maßgabe, ein Nonnenkloster zu gründen. Dies entstand 1213, als der [[Konvent (Kloster)|Konvent]] der [[Augustinerinnen|Augustiner-Nonnen]] von Holle nach Derneburg verlegt wurde. In den darauf folgenden 10 Jahren erweiterte das Kloster seinen Besitz und fügte diesem unzählige Grundstücke und Zehntabgaben der umliegenden Dörfer hinzu. Anfang des 14. Jahrhunderts verarmte das Kloster und 1370 erfolgte die [[Exkommunikation]]. 1443 kam das Kloster an die [[Zisterzienser]], die Nonnen aus dem [[Kloster Wöltingerode]] nach Derneburg schickten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1523 stellte sich die Klosterpfarrei St. Andreas im Rahmen der [[Hildesheimer Stiftsfehde]] unter den Schutz [[Erich I. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Erichs I. von Calenberg]], weil immer wieder Plünderungen durch Reiter Herzog [[Heinrich II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Heinrichs II.]] stattfanden. Kloster Derneburg – als [[Exklave]] [[Fürstentum Calenberg|Calenbergs]] – wurde deshalb erst 1543 durch die Kirchenvisitation der Markgräfin [[Elisabeth von Brandenburg (1510–1558)|Elisabeth von Brandenburg]], Fürstin von Calenberg-Göttingen, reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation]] im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde das Kloster in ein lutherisches Jungfrauenstift umgewandelt, das sich bis ins 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert im Besitz der [[Herzogtum Braunschweig|Herzöge von Braunschweig]] befand. 1643, nach der Wiederherstellung des [[Bistum Hildesheim#Nach dem Dreißigjährigen Krieg|Bistums Hildesheim]] in Vorbereitung des [[Westfälischer Friede|Westfälischen Friedens]], wurde das Kloster rekatholisiert und 1651 als [[Filiation (Zisterzienser)|Filiation]] von [[Zisterzienser]]mönchen aus der rheinischen [[Abtei Altenberg]] besiedelt. Durch mehrfache Plünderungen und Kontributionen während des Dreißigjährigen Krieges waren die Gebäude zerrüttet; die Mönche trafen noch drei alte Stiftsdamen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zisterzienser begannen mit einer regen Bautätigkeit, ergriffen Maßnahmen zur Landschaftsverbesserung rund um den Klosterstandort. Mit zisterziensischen Wasserbaukunst regulierten sie die Gewässer und gewannen Äcker und Weideland. Von 1735 bis 1749 schufen die Zisterzienser die [[barock]]e Klosterkirche (Baumeister [[Johann Daniel Köppel]]) und die Gebäude der Domäne. 1803 wurde die Abtei [[Säkularisation|säkularisiert]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://klosterdatenbank.germania-sacra.de/gsn/78 Augustiner-Chorfrauenstift Derneburg (GSN: 78). In: Germania Sacra] abgerufen am 27.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nicolaus Strube: &amp;#039;&amp;#039;Die Zisterzienser in Derneburg (1651 – 1803). Eine späte Filiation Altenbergs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Altenberger Blätter]]&amp;#039;&amp;#039; 60 (November 2014), S. 29–36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umbau zum Schloss ====&lt;br /&gt;
Durch Säkularisation lösten die [[Preußen]] 1803 das Kloster mit 14&amp;amp;nbsp;Mönchen auf und machten es zu einer preußischen Staatsdomäne. Vier Jahre später besetzten französische Truppen das Gut und plünderten es. 1815 fiel Derneburg als Teil des [[Hochstift Hildesheim|Hochstifts Hildesheim]] nach dem [[Wiener Kongress]] an das [[Welfen|welfische]] Königreich Hannover. König [[Georg III. (Vereinigtes Königreich)|Georg III.]] schenkte das verwahrloste ehemalige Kloster Derneburg und dessen Grundbesitz dem hannoverschen Minister [[Ernst Graf zu Münster]] als Dank für dessen Verhandlungserfolge beim Kongress. Sein Sohn [[Georg Herbert zu Münster|Georg Herbert Graf zu Münster]] wandelte 1846–1848 das Klostergebäude in ein Schloss um. Die Gebäude bekamen im Zuge von Um- und Neubauten eine architektonische Gestaltung im englisch-gotischen [[Tudorstil]], der in Niedersachsen ungewöhnlich war, aber der Vorstellungswelt des in London aufgewachsenen Grafen entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.derneburg.de/schloss-derneburg/geschichte/die-grafen |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Grafen&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170526013819 }}. Auf: derneburg.de, abgerufen am 10. Juni 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war das Schloss ein [[Lazarett]] der [[Wehrmacht]], nach dem Krieg ein Lazarett der [[Britische Rheinarmee|britischen Rheinarmee]]. Im Schloss suchten nach dem Krieg viele [[Heimatvertriebene]] Zuflucht, so dass ein Flüchtlingslager entstand. Darin lebten in einem Altenbereich fünf Jahre lang rund 250 ältere Menschen. Daraus entstand das St. Josef-Heim der [[Deutscher Caritasverband|Caritas]], das 1952 nach Hildesheim verlegt wurde, da der nach England geflohene Graf zu Münster seine Schlossräume zurückforderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 erwarb das Land Niedersachsen den Grundbesitz des Schlosses für den Betrieb der früher benachbarten Schlossdomäne. Das Schloss blieb weiter im Besitz der Familie Münster, die es 1975 nach fünf Generationen durch Peter Graf zu Münster für 300.000 [[Deutsche Mark|DM]] an den Künstler [[Georg Baselitz]] veräußerte. 2006 erwarb der US-amerikanische [[Broker]] und Kunstsammler [[Andrew Hall|Andrew J. Hall]] die Immobilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Anja Lösel: [http://www.stern.de/kultur/kunst/derneburg-ein-schloss-fuers-oel-1506486.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Schloss für Öl&amp;#039;&amp;#039;] im [[Stern (Zeitschrift)|Stern]] vom 1. September 2009, abgerufen am 2. Juni 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach wurde das Schloss in Kooperation mit der Schloss Derneburg Museum gGmbH wieder mit der angrenzenden Domäne zusammengeführt und Schloss und Domäne wurden von Grund auf saniert, um der [[Hall Art Foundation]] als öffentlich zugängliche Ausstellungsfläche zu dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Sehenswürdigkeiten neben dem Schloss Derneburg sind die folgenden Einrichtungen, die unter Graf Ernst zu Münster mit Hilfe des hannoverschen Architekten [[Georg Ludwig Friedrich Laves]] geschaffen wurden:&lt;br /&gt;
* [[Teetempel (Derneburg)|Teetempel Derneburg]] (1827) &amp;#039;&amp;#039;(im Volksmund)&amp;#039;&amp;#039;. Tempelartiges Bauwerk im antiken griechischen Stil mit [[Dorische Ordnung|dorischen]] Säulen auf dem Donnerberg als Aussichtspunkt des Grafen Ernst zu Münster mit Kaminzimmer.&lt;br /&gt;
* Lavesbrücke (1838). 1992 rekonstruierte Fußgängerbrücke über die [[Nette (Innerste)|Nette]] mit dem „Lavesbalken“, einem [[Linsenträger]] unterhalb. Die Bauweise ermöglicht eine zierliche Brücke beim Überspannen längerer Strecken.&lt;br /&gt;
* [[Mausoleum des Grafen Ernst zu Münster]] (1839). Als ägyptische Steilpyramide von 10,51 m Höhe errichtet. Im Inneren befindet sich das von-Münstersche Familiengrab für den Bauherren und weitere Familienangehörige.&lt;br /&gt;
* Turmruine bei Astenbeck, die früher Teil der Sichtachse zum Tee-Tempel war. Heute ist die Sichtachse durch den Baumbewuchs verdeckt, der Turm ist jedoch von der Bundesstraße B&amp;amp;nbsp;6 aus zu sehen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;170&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Derneburg Mausoleum neu.jpg|Pyramidenförmiges [[Mausoleum des Grafen Ernst zu Münster]]&lt;br /&gt;
Derneburg Teetempel neu.jpg|[[Teetempel (Derneburg)|Teetempel Derneburg]] auf dem Donnerberg&lt;br /&gt;
Lavesbrücke Derneburg 2020.jpg|Lavesbrücke mit unterhalb liegendem [[Linsenträger]]&lt;br /&gt;
Astenbecker Turm - panoramio.jpg|Turmruine bei Astenbeck&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hall Art Foundation ===&lt;br /&gt;
Auf [[Schloss Derneburg]] und der dazugehörigen Domäne befindet sich eines der bedeutendsten und größten Museen für deutsche und amerikanische [[Gegenwartskunst]] nach 1945. Unterhalten wird das Museum von der [[Hall Art Foundation]], die 2007 vom britisch-amerikanischen Kunstsammlerehepaar Christine und [[Andrew Hall]] ins Leben gerufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hallartfoundation.org/de/ hallartfoundation.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie legen besonderen Wert auf die Sammlung von Werkgruppen ausgewählter Künstler. Das Museum zeigt unter anderen Werke von [[Georg Baselitz]], [[Joseph Beuys]], [[Nicole Eisenman]], [[Ólafur Elíasson]], [[Eric Fischl]], [[Anselm Kiefer]], [[Barbara Kruger]], [[Ed Ruscha]], [[Julian Schnabel]], [[Andy Warhol]] und [[Franz West (Künstler)|Franz West]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovLzNzYXQuZGUvU0NNU190cmFuc2Zlcl9TQ01TX2IzNjlhYWQ4LWQ0NzQtNDgzMy1hNTZmLTVlMWM2MTE5YTU5MQ ardmediathek.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schloss, zugehörige Gebäude und Außenflächen im Park ermöglichen mehrere gleichzeitige Einzelausstellungen. Im [[Skulpturengarten|Skulpturenpark]] finden sich Werke von Künstlern wie [[Tracey Emin]], [[Antony Gormley]], [[Jeppe Hein]], [[Jörg Immendorff]], [[Jonathan Meese]] oder Julian Schnabel. Der Gesamtkomplex befindet sich während des laufenden Betriebes im weiteren Aufbau, Ziel der Stiftung sind 10.000 m² sanierte Ausstellungsfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefanie von Wietersheim |Titel=Hall of Art – Schloss Derneburg |Sammelwerk=Deutsches Adelsblatt |Band=Nr. 10 (Titelthema) |Auflage= |Ort= |Datum=2022-10-15 |ISBN= |ISSN=0012-1193 |Seiten=22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lavespfad und Glashaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Derneburg-Glasshouse.02.JPG|mini|Das Glashaus]]&lt;br /&gt;
Seit 1988 verbindet der von der Gemeinde Holle angelegte, 2,5 km lange „Laves-Kulturpfad“ die historischen Bauten und Einrichtungen des Architekten [[Georg Ludwig Friedrich Laves]]. Es ist ein Rundweg, der zu Laves-Brücke, Mausoleum, Teehaus, Fischerhaus und zum Glashaus führt. Jährlich kommen etwa 20.000 Besucher nach Derneburg wegen der historischen Stätten rund um das Schloss und auf dem Lavespfad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das unmittelbar an das Schloss Derneburg angrenzende &amp;#039;&amp;#039;[[Glashaus (Holle)|Glashaus]]&amp;#039;&amp;#039;. Das frühere [[Gewächshaus]] des Schlosses ist heute ein kultureller Veranstaltungsort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landschaftspark ===&lt;br /&gt;
Als Graf Ernst Friedrich Herbert zu Münster das ehemalige Kloster Derneburg erhielt, ließ er durch den hannoverschen Architekten Laves einen Landschaftsgarten im englischen Stil um das Schloss anlegen. Dabei war er bemüht, auch Wiesen und Felder sowie landschaftlichen Nutzungen dienende Gebäude, Mühlen und Teiche in seine romantischen Gestaltungsbemühungen im heimatlichen Derneburg einzuschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Derneburger Fischteiche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Derneburg Fischerhäuser.jpg|mini|Fischerhäuser von etwa 1880]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Derneburger Teiche Mariensee zwei Inseln.jpg|mini|Der Mariensee der Derneburger Fischteiche]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zur Zeit des Abtes Gottfried Arnu (1718–1766) von [[Zisterzienser]]&amp;amp;shy;mönchen aus dem damaligen Derneburger Kloster angelegten Fischteiche gehören zum Naturschutzgebiet „[[Mittleres Innerstetal mit Kanstein]]“. Seit 1955 gehörten die Teiche zur [[Staatsdomäne|staatlichen Domäne]] Derneburg und wurden ebenfalls als Fischteiche genutzt. Als die staatliche Domäne Derneburg im Jahr 2007 aufgelöst wurde, kaufte die [[Paul-Feindt-Stiftung]] für Naturschutz und Landschaftspflege die Teiche einschließlich der [[Wassermühle Derneburg]] vom Land Niedersachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.derneburg.de/index.php/fischteiche/geschichte Fischteiche – Geschichte]&amp;#039;&amp;#039;, Website Derneburg der Gemeinde Holle. Abgerufen am 13.&amp;amp;nbsp;April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.derneburg.de/index.php/fischteiche/fischteiche Fischteiche]&amp;#039;&amp;#039;, Website Derneburg der Gemeinde Holle. Abgerufen am 13.&amp;amp;nbsp;April 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier befindet sich das Kerngebiet einer binnenländischen Brutpopulation des [[Mittelsäger]]s. Weitere Brutvögel sind [[Haubentaucher]], [[Zwergtaucher]], [[Schwarzhalstaucher]], [[Graureiher]], [[Eisvögel]], [[Wasseramsel]]. Der erste erfolgreiche Brutnachweis eines [[Seidensänger]]s in Deutschland fand hier 1975 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Kulturlandschaft ===&lt;br /&gt;
Derneburg liegt innerhalb der 11 km² großen historischen [[Kulturlandschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Ornamental Farm Söder und Derneburg&amp;#039;&amp;#039;, die von landesweiter Bedeutung ist. Diese Zuordnung zu den [[Kulturlandschaften in Niedersachsen]] hat der [[Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz|Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz]] (NLWKN) 2018 getroffen. Ein besonderer, rechtlich verbindlicher Schutzstatus ist mit der Klassifizierung nicht verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wiegang: &amp;#039;&amp;#039;HK64 Ornamental Farm Söder und Derneburg&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlandschaftsräume und historische Kulturlandschaften landesweiter Bedeutung in Niedersachsen. Landesweite Erfassung, Darstellung und Bewertung&amp;#039;&amp;#039;, Hannover, 2019, S. 302–303&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND         = DE&lt;br /&gt;
|PROZENT      = ja&lt;br /&gt;
|TITEL        = Ortsratswahl 2021&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wahlen.kreis-hi.de/wahlen/20210912/03254022/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=29&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_12 Gemeinde Holle – Derneburg Ortsratswahl 12.09.2021], abgerufen am 8.&amp;amp;nbsp;November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TITEL2       = &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wbt.:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 74,2 % (+7,0 %p)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|JAHRNEU      = 2021&lt;br /&gt;
|JAHRALT      = 2016&lt;br /&gt;
|PARTEI1      = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1    = 54.9&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT1 = 59.9&lt;br /&gt;
|PARTEI2      = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2    = 36.7&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT2 = 40.1&lt;br /&gt;
|PARTEI3      = Grüne BL&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3    = 8.4&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT3 = 0.0&lt;br /&gt;
|FARBE3       = 22cc00&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2021]] verteilen sich die fünf Sitze im Ortsrat wie folgt (in Klammern Veränderung zur [[Kommunalwahlen in Niedersachsen 2016|Wahl 2016]]):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[SPD]]: 3 Sitze (±0)&lt;br /&gt;
* [[CDU]]: 2 Sitze (±0)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Das gekrönte „D“ des Derneburger Wappens ist dem Wappen des [[Abt]]s Gottfried Arnu entnommen, unter dessen Leitung die Mönche des [[Zisterzienserorden]]s das Derneburger Kloster im 18. Jahrhundert wesentlich umgestalteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Nähe zu den Autobahnen [[Bundesautobahn 7|7]] mit der Anschlussstelle 63 &amp;#039;&amp;#039;Derneburg/Salzgitter&amp;#039;&amp;#039; und [[Bundesautobahn 39|39]] sowie zur [[Bundesstraße 6|B&amp;amp;nbsp;6]] und [[Bundesstraße 444|B&amp;amp;nbsp;444]] sorgen für eine gute Anbindung im Individualverkehr. Der [[Bahnhof Derneburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bahnhof.de/bahnhof-de/bahnhof/Derneburg-28Han-29-1037828 Derneburg (Han)] auf bahnhof.de&amp;lt;/ref&amp;gt; liegt an der [[Bahnstrecke Hildesheim–Goslar]]. Der noch befahrbare Teil der [[Bahnstrecke Derneburg–Seesen]] wird nur noch als Werksanschluss genutzt. Es stehen Busverbindungen ([[Regionalverkehr Hildesheim]] und [[Regionalbus Braunschweig]]) z.&amp;amp;nbsp;B. nach [[Hildesheim]], [[Bockenem]] und [[Seesen]] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2008 legte Andrew Hall, Gründer der auf Schloss Derneburg ansässigen Hall Art Foundation, den [[Hedgefonds]] Astenbeck Capital Management auf, den er nach dem benachbarten Dorf Astenbeck benannte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alison Sider and Rob Copeland |url=https://www.wsj.com/articles/oil-trader-andrew-hall-is-closing-his-astenbeck-hedge-fund-1501776384 |titel=Oil Trader Andrew Hall Is Closing His Astenbeck Hedge Fund |hrsg=The Wall Street Journal |datum=2017-08-03 |sprache=en |abruf=2024-07-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Adolf Schultz]]: &amp;#039;&amp;#039;Burgen und Schlösser des Braunschweiger Landes.&amp;#039;&amp;#039; Braunschweig 1980, ISBN 3-87884-012-8&lt;br /&gt;
* [[Ernst Andreas Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Derneburg bei Hildesheim.&amp;#039;&amp;#039; S. 139–141, in: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Steine reden könnten.&amp;#039;&amp;#039; Band III, Landbuch-Verlag, Hannover 1995, ISBN 3-7842-0515-1.&lt;br /&gt;
* Nicolaus Strube: &amp;#039;&amp;#039;Ästhetische Lebenskultur nach klassischen Mustern. Der hannoversche Staatsminister Ernst Friedrich Herbert Graf zu Münster im Lichte seiner Kunstinteressen.&amp;#039;&amp;#039; Hannover 1992, ISBN 3-7752-5862-0&lt;br /&gt;
* Nicolaus Strube: &amp;#039;&amp;#039;Die Zisterzienser in Derneburg (1651–1803). Eine späte Filiation Altenbergs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Altenberger Blätter]]&amp;#039;&amp;#039; 60 (November 2014), S. 29–36.&lt;br /&gt;
* Heinz-Peter Gerber: &amp;#039;&amp;#039;Der Laves-Kulturpfad in Holle – Derneburg.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-8067-8517-1&lt;br /&gt;
* Heinz-Joachim Tute: &amp;#039;&amp;#039;Historische Gärten im Landkreis Hildesheim.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 1996 des Landkreises Hildesheim.&amp;#039;&amp;#039; S. 150–152.&lt;br /&gt;
* Rainer Schomann (Hrsg.), [[Urs Boeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Park des Schlosses Derneburg&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Historische Gärten in Niedersachsen, Katalog zur Landesausstellung, Eröffnung am 9. Juni 2000 im Foyer des Niedersächsischen Landtages in Hannover&amp;#039;&amp;#039;. Hannover, 2000, S. 148–149.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Derneburg}}&lt;br /&gt;
* [http://www.holle.de/ Website der Gemeinde Holle]&lt;br /&gt;
* {{Ebidat |ID=6898 |Name= |Autor=Gudrun Pischke und Stefan Eismann}}&lt;br /&gt;
* [http://www.derneburg.de/ Derneburg.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.holle.de/Gemeinde/Sehensw%C3%BCrdigkeiten/Laves-Kulturpfad? Laves-Kulturpfad]&lt;br /&gt;
* [http://historische-gaerten-niedersachsen.net/schloss-derneburg Beschreibung der Parklandschaft Derneburg] bei der &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsischen Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://klosterdatenbank.germania-sacra.de/gsn/78 „Augustiner-Chorfrauenstift Derneburg“ (GSN: 78)], in: [[Germania Sacra]]&lt;br /&gt;
* [https://www.kulturium.de/Kulturhandbuch/index.php?NavID=2364.8&amp;amp;loc=&amp;amp;object=7|2364.1128.1 Derneburg im Kulturhandbuch der Region Hildesheim]&lt;br /&gt;
* [http://www.hallartfoundation.org/de/ Homepage Hall Art Foundation auf Schloß Derneburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile Gemeinde Holle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4290599-0|LCCN=|NDL=|VIAF=244672528}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Hildesheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hildesheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Holle)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserkloster in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Landkreis Hildesheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Landkreis Hildesheim]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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