<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dernbach_%28Westerwald%29</id>
	<title>Dernbach (Westerwald) - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dernbach_%28Westerwald%29"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dernbach_(Westerwald)&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T06:29:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dernbach_(Westerwald)&amp;diff=197314&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mombacher: /* Bürgermeister */ Überprüfung Archivlinkvorschlag --&gt; neuer Link (besser, ersetzt zwei Links, da Amtseinführung direkt belegt)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dernbach_(Westerwald)&amp;diff=197314&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-15T12:27:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bürgermeister: &lt;/span&gt; Überprüfung Archivlinkvorschlag --&amp;gt; neuer Link (besser, ersetzt zwei Links, da Amtseinführung direkt belegt)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Art               = Ortsgemeinde&lt;br /&gt;
| Wappen            = DEU Dernbach (Westerwald) COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad       = 50/27/31/N&lt;br /&gt;
| Längengrad        = 07/47/14/E&lt;br /&gt;
| Lageplan          = Dernbach im Westerwaldkreis.png&lt;br /&gt;
| Bundesland        = Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
| Landkreis         = Westerwaldkreis&lt;br /&gt;
| Verbandsgemeinde  = Wirges&lt;br /&gt;
| Höhe              = 260&lt;br /&gt;
| PLZ               = 56428&lt;br /&gt;
| Vorwahl           = 02602&lt;br /&gt;
| Gemeindeschlüssel = 07143010&lt;br /&gt;
| Gliederung        = 6 [[Ortsteil]]e&lt;br /&gt;
| Website           = [https://www.wirges.de/ www.wirges.de]&lt;br /&gt;
| Bürgermeister     = Ferdinand Düber&lt;br /&gt;
| Bürgermeistertitel = Ortsbürgermeister&lt;br /&gt;
| Partei            = CDU&lt;br /&gt;
| Adresse           = Rathaus Hauptstraße 17&amp;lt;br /&amp;gt;56428 Dernbach&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dernbach 002.jpg|mini|300px|Dernbach (Westerwald), Luftaufnahme (2016)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dernbach Nordansicht.jpg|mini|300px|Panorama von Dernbach (Ausschnitt) mit Pfarrkirche St. Laurentius]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dernbach (Westerwald)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ortsgemeinde (Rheinland-Pfalz)|Ortsgemeinde]] im [[Westerwaldkreis]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Sie gehört der [[Verbandsgemeinde Wirges]] an. Dernbach ist gemäß Landesplanung als [[Mittelzentrum]] ausgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionaldaten&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz |url=https://infothek.statistik.rlp.de/MeineHeimat/content.aspx?id=103&amp;amp;g=0714310010&amp;amp;l=3&amp;amp;tp=2047 |titel=Mein Dorf, meine Stadt |abruf=2019-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überregional bekannt wurde der Ort durch die katholische Ordensgemeinschaft der [[Arme Dienstmägde Jesu Christi|Dernbacher Schwestern]] und durch das [[Autobahndreieck Dernbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den meisten Gemeinden in der Region hat Dernbach keinen fränkischen, sondern einen keltischen Namen, der im Übrigen nicht auf eine (so frühe) Ansiedlung hinweist. Das Wort bedeutet „Waldbach“&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen im Engersgau.&amp;#039;&amp;#039; Strüder’sche Buchdruckerei und Buchhandlung, Neuwied 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt; und gewinnt erst im Hochmittelalter als Orts- und Familienname an Bedeutung. Die häufigsten Schreibweisen sind: Derinbach, Derenbach, Dermbach, Teernbach und (um 1800) amtlich auch Dörnbach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Max Domarus |Hrsg=Verein für Denkmalschutz und Heimatpflege Dernbach |Titel=Geschichte von Dernbach |Datum=1926-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es im 13. Jahrhundert schon mehrere gleichnamige Dörfer gibt, wird in den alten Urkunden und Texten die Formulierung „Derinbach im Banne Montabaur“ verwendet, um Verwechslungen auszuschließen. Die korrekte Form ist heute Dernbach, bzw. umgangssprachlich „Dernbach bei Montabaur“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt nördlich von [[Montabaur]] am Nordostrand der waldreichen [[Montabaurer Höhe]] und gehört zum [[Naturpark Nassau]], der dort seine höchsten Erhebungen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde gehören die [[Wohnplatz|Wohnplätze]] Auf dem Köppel, Grenzweg, Klosterhof Maria-Hilf, Ritzmühle und Waldhof.{{GemeindeverzeichnisRP |Ref=1 |Stand=2022 |Seiten=78}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbarorte von Dernbach sind die Stadt [[Wirges]] im Norden, die Ortsgemeinde [[Staudt]] im Nordosten, die Stadt Montabaur im Südosten, die Ortsgemeinde [[Hillscheid]] im Südwesten, die Stadt [[Ransbach-Baumbach]] im Westen und die Ortsgemeinde [[Ebernhahn]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Nordöstlich von Dernbach beginnt das sogenannte Emser Gangrevier&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mineralienatlas.de/?l=6674&amp;amp;lang=de&amp;amp;language=german |titel=Grube Schöne Aussicht |werk=Mineralienatlas – Fossilienatlas |abruf=2016-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (etwa 35&amp;amp;nbsp;km lang) mit einem außergewöhnlichen Gangverhalten. Außer Mineralien wie [[Bromargyrit]], [[Jodargyrit]], [[Capgaronnit]] und [[Embolit]], die nur hier gefunden werden, sind vor allem Vorkommen von [[Limonit|Eisenstein]], [[Blei]]- und [[Silber]]erzen seit frühester Zeit bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taunusmineralien.de/ems-braubach.html |titel=Bad Ems – Braubach |werk=Mineralien aus dem Taunus |abruf=2016-12-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Mit normalen Temperaturen (Monatsdurchschnitte) von − 2&amp;amp;nbsp;°C im Januar bis über 22&amp;amp;nbsp;°C im Juli und monatlichen Regenmengen um 60&amp;amp;nbsp;mm (statistischer Jahresdurchschnitt) gilt das örtliche Klima als gemäßigt, warm und relativ niederschlagsreich.&lt;br /&gt;
{{Klimatabelle&lt;br /&gt;
| TABELLE = &lt;br /&gt;
| DIAGRAMM TEMPERATUR = deaktiviert&lt;br /&gt;
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG = deaktiviert&lt;br /&gt;
| DIAGRAMM NIEDERSCHLAG HÖHE = 200&lt;br /&gt;
| QUELLE = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.climate-data.org/europa/deutschland/rheinland-pfalz/dernbach-159703/ AM Online Projects: Klima Dernbach]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Überschrift = &lt;br /&gt;
| Ort = Dernbach&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Höchsttemperatur für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| hmjan =  2.7&lt;br /&gt;
| hmfeb =  4.3&lt;br /&gt;
| hmmär = 8.5&lt;br /&gt;
| hmapr = 13.2&lt;br /&gt;
| hmmai = 17.6&lt;br /&gt;
| hmjun = 20.9&lt;br /&gt;
| hmjul = 22.2&lt;br /&gt;
| hmaug = 21.5&lt;br /&gt;
| hmsep = 19.0&lt;br /&gt;
| hmokt = 13.2&lt;br /&gt;
| hmnov =  7.1&lt;br /&gt;
| hmdez =  4.0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Niedrigsttemperatur für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| lmjan =  −2.1&lt;br /&gt;
| lmfeb =  −1.7&lt;br /&gt;
| lmmär =  0.5&lt;br /&gt;
| lmapr =  3.8&lt;br /&gt;
| lmmai =  7.4&lt;br /&gt;
| lmjun = 10.8&lt;br /&gt;
| lmjul = 12.3&lt;br /&gt;
| lmaug = 12.1&lt;br /&gt;
| lmsep = 9.6&lt;br /&gt;
| lmokt =  5.7&lt;br /&gt;
| lmnov =  2.1&lt;br /&gt;
| lmdez =  −0.6&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Temperatur für den jeweiligen Monat in °C --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| avjan = 0.3&lt;br /&gt;
| avfeb = 1.3&lt;br /&gt;
| avmär = 4.5&lt;br /&gt;
| avapr = 8.5&lt;br /&gt;
| avmai = 12.5&lt;br /&gt;
| avjun = 15.8&lt;br /&gt;
| avjul = 17.2&lt;br /&gt;
| avaug = 16.8&lt;br /&gt;
| avsep = 14.3&lt;br /&gt;
| avokt = 9.4&lt;br /&gt;
| avnov = 4.6&lt;br /&gt;
| avdez = 1.7&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- durchschnittliche Niederschlagsmenge für den jeweiligen Monat in mm --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| nbjan = 61&lt;br /&gt;
| nbfeb = 48&lt;br /&gt;
| nbmär = 54&lt;br /&gt;
| nbapr = 46&lt;br /&gt;
| nbmai = 62&lt;br /&gt;
| nbjun = 70&lt;br /&gt;
| nbjul = 71&lt;br /&gt;
| nbaug = 69&lt;br /&gt;
| nbsep = 58&lt;br /&gt;
| nbokt = 55&lt;br /&gt;
| nbnov = 61&lt;br /&gt;
| nbdez = 69&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Dernbach Wohnhaus (Westgiebel).png|mini|Westansicht (Ausschnitt) des restaurierten Burghofs in Dernbach]]&lt;br /&gt;
Dernbach wurde im Jahre 1220 erstmals als „derinbach“ urkundlich erwähnt. Das mittelalterliche Ortsbild wurde damals noch ganz von der auf einem Hochplateau gelegenen Höhenwasserburg und der unmittelbar danebenstehenden St. Laurentiuskapelle beherrscht. Der Sakralbau im spätromanischen Stil war vermutlich schon nach 1136 erbaut worden, während die Burg der „[[Dernbach (Adelsgeschlecht)|Herren von Dernbach]]“ (1213 zuerst genannt) etwa um 1200 entstand. Die niederadeligen Ritter aus der Gefolgschaft der mächtigen und weit verzweigten [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|Isenburger]] (an ihrem Wappenschild erkennbar), die u.&amp;amp;nbsp;a. mit dem Haus Staffel (bei Limburg) verwandt waren, urkundlich mit den Herren von Grenzau in Verbindung standen und ab 1217 zur Burgmannschaft von Humbach/Montabaur gehörten, starben gegen Ende des 14. Jahrhunderts aus. [[Burg Dernbach (Dernbach)|Burg Dernbach]], 1380 an Dietrich von [[Stammliste des Hauses Isenburg#Mittlere Linie Isenburg-Grenzau|Isenburg-Grenzau]] verkauft, wurde nach dessen Tod 1416 zunächst an die Schwiegersöhne Wilhelm von Staffel und Friedrich „Hilgen“ von Lorch vererbt, bevor die [[Johann Hilchen von Lorch|Hilchen von Lorch]] (Stammsitz: [[Lorch (Rheingau)|Lorch a.&amp;amp;nbsp;R.]]) sie nebst der zugehörigen Mühle (später „Ritzmühle“ genannt) als alleinige Herren übernahmen und für etwa 300 Jahre behielten. In der frühen „Nassauer Zeit“ (1812–15) wurde die historische Burg zum heutigen Burghof umgebaut. Die altehrwürdige St. Laurentiuskapelle blieb dagegen bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts weitestgehend unverändert erhalten. Sie wurde am 14. Januar 1901 niedergelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pöller&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marianne Pöller |Titel=Chronik von Dernbach |Verlag=Eigenverlag, 1976/77 |Datum= |Seiten=125–129, 193–205}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hellmuth Gensicke]] |Titel=Landesgeschichte des Westerwaldes |Verlag=Selbstverlag der Historischen Kommission für Nassau in Wiesbaden |Datum=1958 |Seiten=160, 233}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergbau ===&lt;br /&gt;
Obwohl der Eisensteinbergbau und der Abbau von Silber (für das mittelalterliche Münzwesen) seit jeher von den Erzbischöfen des [[Kurfürstentum Trier|Kurfürstentums Trier]] forciert wurden, stammt das älteste schriftliche Zeugnis für ein Eisenbergwerk bei Dernbach erst aus der Zeit nach 1614. Die „Alte Grube“ bildete die Grundlage und den Ausgang der industriellen Schöpfungen der Unternehmerfamilie des [[Johann Marioth]] aus Lüttich, der als [[Metallurgie|Hüttenmeister]] in Montabaur später mehrere Bergwerke und [[Eisenwerk|Eisenhütten]] im Westerwald besaß. Die sog. Mariot’sche Kompagnie (1672 gegr.) betrieb den Stollenbau bis 1758; nach der Übernahme durch die Nieverner Hütte lag die Förderung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts still (fast 100 Jahre). 1873/74 nahm die Bergwerksgesellschaft Phönix den Betrieb wieder auf. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebten die Dernbacher Bergwerke unter den Bedingungen der Mangelwirtschaft während der beiden Weltkriege einen letzten Aufschwung vor ihrer Stilllegung 1945. Die Ortsbezeichnungen „Schöne Aussicht“, „Silberstollen“ und „Hoffmannsgrube“, sowie das ehemalige Grubenhaus am Ortseingang (Osten) von Dernbach erinnern an die über vierhundertjährige Bergbaugeschichte des Ortes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pöller&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schule ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundschule Dernbach.jpg|mini|Pfarrer-Giesendorf-Grundschule in Dernbach bei Montabaur]]&lt;br /&gt;
Dernbach hatte einen eigenständigen Schulbetrieb, lange vor der Einführung der Schulpflicht im [[Herzogtum Nassau]] (1806–1866). Die 1821 begonnene Schulchronik vermerkt einen früheren Beschäftigten der Burg, der noch unter den Herren von Hilchen gedient hatte, als ersten Lehrer des kurtrierischen Dorfes. Der Nachfolger unterrichtete ab 1750 in seinem Wohnhaus an der Hauptstraße (nach 1970 Standort Bankfiliale), bevor die Gemeinde 1767 zunächst einen öffentlichen Unterrichtsraum und 1779 das erste Schulhaus am späteren Rathausplatz (heute Standort Pfarrzentrum) errichtete. Bei der Ernennung Dernbachs zum eigenen Schulbezirk (1817) war die Organisation des Unterrichts für mehr als einhundert Schüler bereits eine Herausforderung, die – angesichts der rasch anwachsenden Einwohner- und Kinderzahl – nur zeitlich gestaffelt in mehreren „Abteilungen“ bewältigt werden konnte. Die Situation entspannte sich auch nicht, als die nach der Gründung des Klosters hinzugekommenen Zöglinge der [[Dernbacher Schwestern]] 1854 ihre eigene Waisenhausschule bekamen. Erst die neue und größere Schule von 1866 (direkt neben dem Mutterhaus) wurde dem Andrang von mittlerweile über zweihundert Schulkindern gerecht. Sie diente der Gemeinde – mit einem Erweiterungsbau von 1912 – auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch zwei Jahrzehnte als „Volksschule“, bis 1965 das Millionenprojekt „Pfarrer-Giesendorf-Schule“ in der Hilchenstraße erfolgreich realisiert war. Sie ist heute als Betreuende Grundschule eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Pöller: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Dernbach.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, 1976/77, S. 101–123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrkirche St. Laurentius.png|mini|Pfarrkirche St. Laurentius]]&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche St.-Laurentius-Kapelle aus dem 12. Jahrhundert war das erste bekannte Gotteshaus am Ort und zugleich das älteste, markanteste und bedeutendste feste Gebäude neben der Burg, in der für die ortsadelige Familie ein eigener Altarraum ([[Burgkapelle]]) zu Ehren des [[Heiliges Kreuz|heiligen Kreuzes]] zur Verfügung stand. In der im 17. Jahrhundert etwas abseits „beym heiligen born“ entstandenen [[Marienkapelle]] (wahrscheinlich eine [[Stiftung]] der Burg) wurden ebenfalls wochentags und an Festtagen [[Heilige Messe|Messen]] gelesen. Darüber hinaus waren die „Kommunionpflichtigen“ auf die Hauptkirche in Wirges angewiesen (damals [[Kirchspiel]], heute [[Pfarrei]] neuen Typs). Gleichwohl gab es im 18. und 19. Jahrhundert wiederholt Bestrebungen zum Bau einer eigenen großen [[Pfarrkirche]], die nach der allgemeinen Auffassung ihren Platz möglichst mitten im Dorf haben sollte. Als nach dem verheerenden Großbrand von 1894 ([[Pfingstsonntag]]) die Standortfrage geklärt und alle weiteren Hürden mit maßgeblicher Unterstützung des Klosters überwunden waren, konnte die neue Pfarrkirche St. Laurentius – wohl nach Entwurf der Freiburger Architekten [[Max Meckel]] und [[Carl Anton Meckel]]&amp;lt;ref&amp;gt;Das Künstlerlexikon [[Thieme-Becker]] nennt die Kirche als Werk des Sohnes Carl Anton Meckel, der aber um 1900 noch weitestgehend gemeinsam mit seinem Vater Max Meckel († 1910) arbeitete.&amp;lt;/ref&amp;gt; – in nur zweijähriger Bauzeit ausgeführt und am 10. August 1901 (Festtag des [[Laurentius von Rom|Hl. Laurentius]]) durch Bischof [[Dominikus Willi]] eingeweiht werden. Die Ernennung zur selbstständigen Pfarrei im [[Bistum Limburg]] erfolgte zum 1. März 1914 – wenige Monate vor Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Max Domarus |Hrsg=Verein für Denkmalschutz und Heimatpflege Dernbach |Titel=Geschichte von Dernbach |Datum=1926-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Katharina Kasper ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Maria Katharina Kasper}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Katharina Kasper (1820 - 1898).jpg|mini|hochkant|Katharina Kasper (1820–1898)]]&lt;br /&gt;
Überregional und international bekannt wurde Dernbach durch das Leben und Werk seiner bedeutendsten Tochter, der heiligen Maria Katharina Kasper. Mit Förderung des damaligen Bischofs, [[Peter Joseph Blum]], gründete sie 1851 in ihrem Heimatort Dernbach das erste neue [[Kloster]] im [[Bistum Limburg]] der [[Arme Dienstmägde Jesu Christi|Dernbacher Schwestern]]. Es folgten weitere Niederlassungen im Inland (1853 beginnend), in Europa sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika (ab 1868).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dernbach (Westerwald), die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;regionaldaten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right; margin:0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1815 ||668&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1835 ||822&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||1.093&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||1.763&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||1.998&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 ||2.272&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1961 ||2.543&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 ||2.759&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1987 ||2.504&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1997 ||2.676&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 ||2.526&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2011 ||2.375&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2017 ||2.499&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| {{EWDJ|DE-RP}} || {{EWZT|DE-RP|07143010}}{{EWR|DE-RP}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding-top:.5em; width:400px;&amp;quot;| [[Datei:Einwohnerentwicklung von Dernbach (Westerwald).svg|mini|400px|Einwohnerentwicklung von Dernbach von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwischenfälle ===&lt;br /&gt;
Am 3. Dezember 1963 verunglückte ein Hubschrauber des Typs [[Piasecki H-21|Piasecki H-21C]] der [[Heeresfliegertruppe (Bundeswehr)|deutschen Heeresflieger]] ([[Luftfahrzeugkennzeichen]] &amp;#039;&amp;#039;QF+466&amp;#039;&amp;#039;) bei Dernbach. Beide Insassen kamen ums Leben. Nähere Einzelheiten sind im Monat Juni 2025 mangels ausführlichem Untersuchungsbericht nicht verfügbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://asn.flightsafety.org/wikibase/75651 Unfallbericht Piasecki H-21 QF+466], [[Aviation Safety Network WikiBase]] (englisch), abgerufen am 9. Juni 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. In der Ortsmitte steht die katholische Pfarrkirche St. Laurentius, die zum Bistum Limburg gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://westerwald.bistumlimburg.de/index.php?_1=38663&amp;amp;_0=10&amp;amp;sid=10b9a96bdfaf07264985b50331350880|title=Bistum Limburg, St. Laurentius Dernbach|accessdate=2011-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der katholische Orden Arme Dienstmägde Jesu Christi hat in Dernbach seinen Hauptsitz. Die rund 300 evangelischen Christen Dernbachs werden von der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://kirche-wirges.de/pfarrbezirke/|title=Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges|accessdate=2011-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Dernbach.png|mini|Dernbacher Rathaus von 1950/52 mit Brunnen]]&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] in Dernbach (Westerwald) besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2024|Kommunalwahl am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024]] in einer [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#PV|personalisierten Verhältniswahl]] gewählt wurden, und dem [[ehrenamt]]lichen [[Ortsbürgermeister]] als Vorsitzendem. Zur Wahl 2024 erhöhte sich die Anzahl der Ratssitze gemäß dem [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#Anzahl der Ratsmitglieder|rheinland-pfälzischen Kommunalwahlrecht]] nach drei Wahlperioden wieder von 16 auf 20, da die Einwohnerzahl zum [[Stichtag]] auf über 2500 gestiegen war. Zugleich änderte sich das Wahlverfahren, da zwei Wahlvorschlagslisten eingereicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:4em&amp;quot;| Wahl || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; |  [[Wählergruppe|WGJ]]{{FN|*}} || style=&amp;quot;width:6em&amp;quot; | Gesamt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2024 || 14 || 6 || 20 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-kw24.wahlen.23degrees.eu/wahlen/ratswahlen-gemeindeebene/1431001000 |titel=Dernbach, Gemeinderatswahl 09.06.2024 |werk=Kommunalwahlergebnisse Dernbach |hrsg=Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |abruf=2024-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2019 || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | per [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#MW|Mehrheitswahl]] || 16 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: {{Webarchiv |url=https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kg/ergebnisse/1431001000.html |text=Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Dernbach |wayback=20190730124540}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | per Mehrheitswahl || 16 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: {{Webarchiv |url=http://www.wahlen.rlp.de/kw/wahlen/2014/gemeinderatswahlen/ergebnisse/1431001000.html |text=Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Dernbach |wayback=20150620041725}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | per Mehrheitswahl || 16 Sitze&amp;lt;ref&amp;gt;Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: {{Webarchiv |url=http://www.wahlen.rlp.de/kw/wahlen/2009/gemeinderatswahlen/ergebnisse/1431001000.html |text=Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Dernbach |wayback=20140512231918}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2004 || colspan=&amp;quot;2&amp;quot; | per Mehrheitswahl || 20 Sitze{{0|00}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{FNZ|*|WGJ: Wählergruppe Jankowitsch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Ferdinand Düber (CDU) wurde am 31.&amp;amp;nbsp;März 2021 Ortsbürgermeister von Dernbach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Quirmbach |url=https://wirges.gremien.info/meeting/3598 |titel=Protokoll: Sitzung des Ortsgemeinderats am 31. März 2021 |werk=Bürgerinformationssystem |hrsg=Verbandsgemeinde Wirges |format=PDF; 57,4 kB |abruf=2025-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#BM|Direktwahl]] am 14.&amp;amp;nbsp;März 2021 war er als einziger Kandidat mit einem Stimmenanteil von 79,6 % gewählt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stephanie Kühr |url=https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/westerwaelder-zeitung_artikel,-tritt-er-in-die-fussstapfen-seines-vaters-mit-ferdi-dueber-stellt-sich-ein-urderwischer-zur-buergermeis-_arid,2211156.html |titel=Tritt er in die Fußstapfen seines Vaters? Mit Ferdi Düber stellt sich ein Ur-Derwischer zur Bürgermeisterwahl |hrsg=Westerwälder Zeitung |datum=2021-01-15 |abruf=2021-03-15 |kommentar=Nur Artikelanfang frei zugänglich}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Quirmbach |url=https://ol.wittich.de/titel/419/ausgabe/12/2021/artikel/00000000000025848610-OL-419-2021-12-12-0 |titel=Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Dernbach am 14. März 2021 |werk=Das Rathaus – Informationen für die Bürger in der VG Wirges, Ausgabe 12/2021 |hrsg=Linus Wittich Medien GmbH |datum=2021-03-16 |abruf=2021-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Direktwahl am 9.&amp;amp;nbsp;Juni 2024 setzte Düber sich mit 66,5 % gegen einen Mitbewerber durch und wurde damit für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-kw24.wahlen.23degrees.eu/wahlen/direktwahlen-gemeindeebene/1431001000 |titel=Dernbach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024 |werk=Kommunalwahlergebnisse Dernbach |hrsg=Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |abruf=2024-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dübers Vorgänger Andreas Quirmbach (CDU) hatte das Amt 2009 von Joachim Letschert übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://feuerwehr-dernbach.org/article/58 |titel=Feuerwehr Dernbach hat neue Wehrführung – Hohe Auszeichnung für Armin Nörtershäuser |hrsg=Freiwillige Feuerwehr Dernbach/Ww. |datum=2008-09-02 |abruf=2020-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuletzt bei der [[Kommunalwahlrecht (Rheinland-Pfalz)#BM|Direktwahl]] am 26.&amp;amp;nbsp;Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 77,81 % für in seinem Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz |url=https://www.wahlen.rlp.de/de/kw/wahlen/kd/gebiete/1430000000000.html |titel=Direktwahlen 2019 |abruf=2020-06-29 |kommentar=siehe Wirges, Verbandsgemeinde, zweite Ergebniszeile}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 2020 kündigte Quirmbach allerdings an, das Amt aus gesundheitlichen Gründen bereits im Frühjahr 2021 niederlegen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stephanie Kühr |url=https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/westerwaelder-zeitung_artikel,-andreas-quirmbach-hoert-auf-warum-der-dernbacher-ortschef-sein-buergermeisteramt-abgeben-will-_arid,2123074.html |titel=Andreas Quirmbach hört auf: Warum der Dernbacher Ortschef sein Bürgermeisteramt abgeben will |hrsg=Westerwälder Zeitung |datum=2020-05-18 |abruf=2020-06-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung |Blasonierung=Wappen viermal geteilt von Rot, Silber, Schwarz, Silber und Rot. |Zusatz= |Quelle=Hellmuth Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1958, S. 229 |Begründung=Balkenornamentik und Farben gehen auf den Schild der Ritter von Dernbach zurück, der durch die Verwendung der beiden Balken des Hauses [[Isenburg (Adelsgeschlecht)|Isenburg]] (Rot und Schwarz für Nieder- bzw. Ober-Isenburg) ihre Herkunft als Isenburger [[Ministerialen]]familie erkennen lässt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Dernbach verfügt über eine Grundschule, die Pfarrer-Giesendorf-Schule, und den Raiffeisen-Campus, ein privates G8/GTS-Gymnasium in Trägerschaft der Raiffeisen-Campus eG.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Dernbach.png|mini|Bahnhofsgebäude von 1902/06, heute anderweitig genutzt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DernbachWesterwaldBahnhof4.jpg|mini|Der Bahnhaltepunkt Dernbach]]&lt;br /&gt;
* Östlich des Ortes verläuft die [[Bundesstraße 255|B&amp;amp;nbsp;255]] zwischen Montabaur und [[Rennerod]].&lt;br /&gt;
* Die Gemeinde verfügt über einen [[Haltepunkt]] an der Eisenbahnstrecke [[Bahnstrecke Limburg-Staffel–Siershahn|Unterwesterwaldbahn]], der durch die Züge der Linie RB29 ([[Limburg an der Lahn]]–[[Diez|Diez Ost]]–[[Elz (Westerwald)#Eisenbahn|Elz Süd]]–[[Montabaur]]–[[Wirges]]–[[Siershahn]]) der [[Hessische Landesbahn|Hessischen Landesbahn]] (HLB), Bereich [[Dreiländerbahn]] nach dem [[Rheinland-Pfalz-Takt]] täglich ca. im Stundentakt bedient wird.&lt;br /&gt;
* Die nächste Autobahnanschlussstelle ist &amp;#039;&amp;#039;Montabaur&amp;#039;&amp;#039; an der [[Bundesautobahn 3|A&amp;amp;nbsp;3]] [[Köln]]–[[Frankfurt am Main]], etwa drei Kilometer entfernt. Die Verbindung zwischen der A&amp;amp;nbsp;3 und der [[Bundesautobahn 48|A&amp;amp;nbsp;48]] wird das &amp;#039;&amp;#039;[[Autobahndreieck Dernbach]]&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
* Der nächstgelegene [[Intercity-Express|ICE]]-Halt ist der [[Bahnhof Montabaur]] an der [[Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main]]. Die Strecke unterquert den westlichen Rand der Gemeinde im [[Dernbacher Tunnel]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Herz-Jesu-Krankenhaus am Südring.jpg|mini|Herz-Jesu-Krankenhaus am Südring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krankenhaus ===&lt;br /&gt;
Seit 1904 ist Dernbach Standort des Herz-Jesu-Krankenhauses der Kongregation der [[Arme Dienstmägde Jesu Christi|Armen Dienstmägde Jesu Christi]]. Der historische Gebäudekomplex an der Rheinstraße/Südring (nun das sog. Herz-Jesu-Heim) wurde 1972 durch einen modernen Neubau ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster &amp;quot;Maria Hilf&amp;quot;.png|mini|Mutterhaus der Ordensgemeinschaft Arme Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach]]&lt;br /&gt;
Das Kloster „Maria Hilf“ der heiligen [[#Katharina Kasper|Maria Katharina Kasper]] bildet zusammen mit der Pfarrkirche St. Laurentius (1901) das Ortszentrum von Dernbach. Nach bescheidenen Anfängen um 1850/51 war das erste „Klösterchen“ des ehemals „Frommen Vereins“ junger Mädchen für die stetig expandierende Ordensgemeinschaft kontinuierlich erweitert und bis heute den Erfordernissen der Zeit angepasst worden. Nach dem umfangreichen Neubau von 1961/66 ist die renovierte Klosterkirche der einzige noch erhaltene Teil des früheren Mutterhauses. In der Klosterkirche befinden sich die Gebeine der heiligen Maria Katharina Kasper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
1926: [[Max Eugen Domarus]] (1866–1946), Direktor Staatsarchiv Wiesbaden, Verfasser der „Geschichte von Dernbach“, dafür erster Ehrenbürger von Dernbach, hielt sich hier oft zur Erholung auf, als Gast der Dernbacher Schwestern. Nach ihm wurde auch die Dr.-Domarus-Straße in Dernbach benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter ===&lt;br /&gt;
* [[Maria Katharina Kasper]] (1820–1898), heiliggesprochene katholische Ordensgründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi&lt;br /&gt;
* [[Franz Kaspar]] (* 1938), römisch-katholischer Theologe, Religionspädagoge, Generalvikar im Bistum Limburg&lt;br /&gt;
* [[Elke Luise Barnstedt]] (* 1956), Juristin&lt;br /&gt;
* [[Jörg Zirfas]] (* 1961), Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Ralph Dommermuth]] (* 1963), Gründer, Vorstandsvorsitzender und größter Aktionär der United Internet AG&lt;br /&gt;
* [[Michael Kraft (Fußballspieler)|Michael Kraft]] (* 1966), Torwart und Torwarttrainer&lt;br /&gt;
* [[Jürgen R. Müller]] (* 1966), Jurist und Fachautor&lt;br /&gt;
* [[Tanja Machalet]] (* 1974), Politikerin (SPD), seit 2021 MdB, zuvor MdL Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
* [[Peter Bell (Kunsthistoriker)|Peter Bell]] (* 1977), Kunsthistoriker&lt;br /&gt;
* [[Pascale Müller]] (* 1990), Journalistin&lt;br /&gt;
* [[Davic Meder]] (* 1992), Volleyballspieler&lt;br /&gt;
* [[Paul Scheugenpflug]] (* 1998), Jazzmusiker&lt;br /&gt;
* [[Alem Koljic]] (* 1999), Fußballspieler&lt;br /&gt;
* [[Angelina Köhler]] (* 2000), Schwimmerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmäler in Dernbach (Westerwald)]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Naturdenkmale in Dernbach (Westerwald)]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Neu-Dernbach]], Gemeinde [[Bad Endbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wirges.de/vg_wirges/Ortsgemeinden/Dernbach/ Die Ortsgemeinde Dernbach (Westerwald) auf den Webseiten der Verbandsgemeinde Wirges]&lt;br /&gt;
* [https://www.swr.de/landesschau-rp/hierzuland/dernbach-hauptstrasse/-/id=100766/did=14854006/nid=100766/dasv6p/index.html Dernbach bei Hierzuland (SWR)]&lt;br /&gt;
* {{RPB ORT|nr=o14310010}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Orte in der Verbandsgemeinde Wirges&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Westerwaldkreis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4239312-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Westerwaldkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1220]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mombacher</name></author>
	</entry>
</feed>