<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Deregulierung</id>
	<title>Deregulierung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Deregulierung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deregulierung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-25T20:48:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deregulierung&amp;diff=27720&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cethegus: /* Kritik */ Re-Regulierungen durch Deregulierungen ersetzt, da es die gemeinte Aussage ins Gegenteil verkehrte; sieh Diskussionsseite!</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deregulierung&amp;diff=27720&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-02T16:14:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kritik: &lt;/span&gt; Re-Regulierungen durch Deregulierungen ersetzt, da es die gemeinte Aussage ins Gegenteil verkehrte; sieh Diskussionsseite!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deregulierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet in der [[Ordnungspolitik]], einem Teilbereich der [[Wirtschaftspolitik]], die Vereinfachung von [[Marktregulierung]] durch den Abbau [[staat]]licher Vorschriften und Normen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
Absicht der Deregulierung ist die [[Liberalisierung]] der Märkte, mit dem Ziel&lt;br /&gt;
* [[Innovation]]en durch [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] zu fördern&lt;br /&gt;
* [[Investition]]en zu fördern und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen&lt;br /&gt;
* in den Unternehmen höhere [[Wirtschaftlichkeit|Effizienz]] zu erreichen&lt;br /&gt;
* dem Staat eine Entlastung der [[Öffentlicher Haushalt|öffentlichen Haushalte]] zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ziele können alle gemeinsam oder einzeln, getrennt verfolgt werden. Ansatzpunkte von Deregulierungen können die Stärke (Verringerung der Anzahl von Spezialvorschriften) und der Umfang (Verringerung der Anzahl der Bereiche) der Regulierung sein. Sie können sich auf Preise, Mengen, [[Normung|Normen]], Vorschriften –&amp;amp;nbsp;wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Umweltrecht|Umweltschutzbestimmungen]]&amp;amp;nbsp;– beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begründet wird Deregulierung mit den Grenzen der Steuerbarkeit&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wirtschaft der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-518-28752-4, S. 324–349, Kapitel 10: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Steuerung&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; komplexer Prozesse. Geht die staatliche Regulierung zu weit, dann ergeben sich daraus negative [[Mikroökonomik|mikro-]] und [[Makroökonomik|makroökonomischen]] Folgen, die z.&amp;amp;nbsp;B. wirtschaftliche Aktivitäten verhindern oder in eine falsche Richtung lenken.&amp;lt;ref&amp;gt;Jamal Ibrahim Haidar: [http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2066558 &amp;#039;&amp;#039;Impact of Business Regulatory Reforms on Economic Growth&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Japanese and International Economies&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 26(3), Elsevier, S. 285–307.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus [[Wettbewerbspolitik|wettbewerbspolitischer]] Sicht soll mit Hilfe von Deregulierungen eine Beseitigung von [[marktwirtschaft]]lichen [[Wettbewerbsverzerrung|Verzerrungen]] erreicht werden. Viele Ökonomen gehen allerdings bei [[Marktversagen]] von der Notwendigkeit staatlicher Eingriffe aus, während er sich in Fällen, in denen kein Marktversagen vorliegt, aus dem Marktgeschehen zurückziehen sollte, etwa bei [[Privates Gut|privaten Gütern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung ===&lt;br /&gt;
Verschiedene Studien messen der Deregulierung eine jobschaffende Wirkung bei. Laut einer von BAK Basel Economics, dem [[Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung]] (IAW) Tübingen und der [[Prognos]] AG Basel erstellten Analyse der Daten von 20 [[Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung|OECD]]-Ländern für den Zeitraum 1980 bis 1998 zieht eine Deregulierung der Gütermärkte mittelfristig eindeutig positive Wachstums- und Beschäftigungseffekte nach sich. Eine Deregulierung des Arbeitsmarktes beeinflusse die Entwicklung der [[Arbeitslosigkeit]] laut der Studie jedoch nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.boeckler.de/21880_21883.htm Böckler Impuls 20/2007]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Institut der deutschen Wirtschaft]] Köln (IW) kam 2006 hingegen zu dem Ergebnis, dass der Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit an der gesamten Arbeitslosigkeit in Ländern mit weniger Regulierung mit knapp 20 % sehr viel geringer sei als in Deutschland mit über 50 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Weniger Vorschriften bringen Jobs&amp;#039;&amp;#039;. |url=http://www.iwkoeln.de/de/infodienste/iwd/archiv/beitrag/68785 |wayback=20131112153108 }} In: &amp;#039;&amp;#039;Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039; Köln (iwd), Nr. 16, 20. April 2006, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deregulierung auf den [[Finanzmärkte]]n wird einer Studie zufolge nach der [[Finanzkrise ab 2007]] als krisenverschärfend beurteilt. Stabilisierend wirkte sich dagegen ein deregulierter Arbeitsmarkt aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Storbeck: [https://www.zeit.de/wirtschaft/2010-07/wirtschaft-krise/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Weniger Staat, mehr Krise.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Die Zeit|Zeit Online]], 2. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kartell- und Preisregulierung ===&lt;br /&gt;
Die Deregulierung alleine führt nicht immer zu (dauerhaft) funktionierenden Märkten. Beispielsweise hat die Zerschlagung des [[AT&amp;amp;T]]-Konzerns 1984, der durch die Regulierung des amerikanischen Telekommunikationsmarktes zum [[Monopolist]]en geworden war, zu vielen einzelnen Gesellschaften geführt, die miteinander im Wettbewerb standen. Inzwischen sind aber durch gegenseitige Aufkäufe aus dem ursprünglichen Kreis nur noch drei davon übrig. Um funktionierende Märkte zu erhalten, werden deswegen auch staatliche Eingriffe durch [[Kartellbehörde]]n als erforderlich angesehen. [[Privatisierung]] geht insofern nicht nur mit Formen der Deregulierung, sondern auch mit Re-Regulierung Hand in Hand: neben dem Wettbewerbsrecht gilt dies etwa für die [[Preispolitik]]. So wurden im Zusammenhang mit Privatisierungen in OECD-Ländern zahlreiche Regulierungsbehörden eingerichtet. Der Politikwissenschaftler [[Giandomenico Majone]] spricht daher davon, dass Deregulierung „ein notorisch missverständlicher Terminus“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Giandomenico Majone: &amp;#039;&amp;#039;Liberalization, Re-Regulation, and Mutual Recognition: Lessons from Three Decades of EU Experience.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scottish Jean Monnet Centre Working Paper Series.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1, Nr. 1, Januar 2009, S. 1–36, hier S. 11, {{Webarchiv | url=http://www.gla.ac.uk/media/media_111516_en.pdf | wayback=20131112154049 | text=Giandomenico Majone: Liberalization, Re-Regulation, and Mutual Recognition: Lessons from Three Decades of EU Experience}}(PDF; 367 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Perspektive der Theorie des [[Regulativer Kapitalismus|regulativen Kapitalismus]] wird vertreten, dass das Ausmaß der Regulierung durch die Bemühungen um Privatisierung und [[Globalisierung]] seit Anfang der [[1980er]] Jahre eher zu- als abgenommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
=== Rechtliche Deregulierung ===&lt;br /&gt;
* Umwandlung öffentlich-rechtlicher [[Monopolversicherung]]en in juristische Personen des Privatrechts&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Rabe (Manager)|Thomas Rabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Liberalisierung und Deregulierung im Europäischen Binnenmarkt für Versicherungen.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, 1997. ISBN 3428487699.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In den USA der [[Airline Deregulation Act]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regulierung ===&lt;br /&gt;
* [[Staatsmonopol]]e&lt;br /&gt;
* [[Flugsicherung (Deutschland)|Flugsicherung in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Ladenschlussgesetz]]e&lt;br /&gt;
* [[Buchpreisbindung]]&lt;br /&gt;
* [[Schornsteinfeger]] hatten bis Dezember 2012 Gebietsmonopole ([[Kehrmonopol]]). In Deutschland hatte man nicht die Freiheit, sich seinen Schornsteinfeger frei auszusuchen. Im Jahr 2007 gab es 7.810 bestellte Bezirksschornsteinfegermeister.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/072/1607269.pdf Antwort der Bundesregierung auf eine &amp;#039;Kleine Anfrage&amp;#039;] (PDF; 105&amp;amp;nbsp;kB) bundestag.de; Stand 15. November 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Glühbirnenverbot]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Andrew Sayer stimmt der Analyse von [[Michael Hudson]] zu, dass die Finanzbranche in den USA seit den [[1980er]]-Jahren die Konzentration von Reichtum genutzt hat, um die Regierung, das Justizministerium und die Aufsichtsbehörden zu kaufen, damit sie die Finanzbranche deregulieren und Finanzbetrug entkriminalisieren. Deregulierungen hätten nur den großen Akteuren genützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew Sayer: &amp;#039;&amp;#039;Warum wir uns die Reichen nicht leisten können&amp;#039;&amp;#039;. München 2017, S. 310 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deregulierungskommission]]&lt;br /&gt;
* [[Neoliberalismus]]&lt;br /&gt;
* [[Deregulierung der Kriegsführung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Christoph A. Müller: [http://www.kmu.unisg.ch/org/kmu/web.nsf/SysWebRessources/Publikationen_Mueller_Christoph_Deregulierung/$FILE/Mueller_Dereg_und_Unternehmertum_Webversion.pdf &amp;#039;&amp;#039;(De-)Regulierung und Unternehmertum.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF)&amp;lt;!-- nicht erreichbar am 30. November 2022 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Samuel Klaus: [https://www.samuelklaus.ch/pdf/09-03_SKlaus_DeRegulierung_der_netzbasierten_Infrastruktur.pdf &amp;#039;&amp;#039;DeRegulierung der netzbasierten Infrastruktur – Identifikation und Analyse von Lenkungsinstrumenten im Rahmen von De-/Regulierungsvorgängen in Primärinfrastruktursektoren&amp;#039;&amp;#039;.] 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4201191-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsliberalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cethegus</name></author>
	</entry>
</feed>