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	<title>Der wunderbare Mandarin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T16:45:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lia-dell&amp;#039;ara-san-paolo1956-mandarino-meraviglioso-bn.jpg|mini|Der „Wunderbare Mandarin“, Szene]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der wunderbare Mandarin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Ungarische Sprache|ungarischer]] Originaltitel &amp;#039;&amp;#039;A csodálatos mandarin&amp;#039;&amp;#039;) op. 19 ([[Szőllősy-Verzeichnis|Sz]] 73, BB 82) ist eine [[Einakter|einaktige]] [[Ballett|Tanz]][[pantomime]] des ungarischen Komponisten [[Béla Bartók]] auf eine Vorlage von [[Menyhért Lengyel]]. Die Uraufführung am 27. November 1926 in [[Geschichte des Kölner Theaters#Kölns erste Oper am Habsburgerring|Köln]] löste wegen der angeblich unmoralischen Handlung einen [[Theaterskandal]] aus. Anschließend verbot der damalige Kölner Oberbürgermeister [[Konrad Adenauer]] die weitere Aufführung des Werkes. 1928 arbeitete Bartók das Werk zu einer [[Suite (Musik)|Suite]] um, die ebenso wie das vollständige Werk in verschiedenen Einspielungen vorliegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bartók Béla 1927.jpg|mini|Béla Bartók 1927]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung der Tanzpantomime ==&lt;br /&gt;
Bartóks Tanzpantomime &amp;#039;&amp;#039;Der wunderbare Mandarin&amp;#039;&amp;#039; spielt in der damaligen Gegenwart. Im Gegensatz zu seinem „optimistisch gestimmten Ballett“ &amp;#039;&amp;#039;[[Der holzgeschnitzte Prinz]]&amp;#039;&amp;#039; (1914–1916), das Märchenmotive aufgreift und mit einem [[Happy End]] schließt, thematisiert Bartók in diesem Werk die „Häßlichkeit und Widerlichkeit der zivilisierten Welt“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Everett Helm]]: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1986, ISBN 3-499-50107-4, S. 85.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit einer „[[Katharsis (Literatur)|katharsisähnlichen]] Lösung“ des Konflikts.&amp;lt;ref&amp;gt;Everett Helm: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1986, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Werk treten nur sieben Solotänzer auf:&lt;br /&gt;
* Der [[Mandarin (Titel)|Mandarin]]&lt;br /&gt;
* Das Mädchen&lt;br /&gt;
* Älterer Freier&lt;br /&gt;
* Jüngerer Freier&lt;br /&gt;
* Drei Strolche&lt;br /&gt;
Die Tanzpantomime ist so konzipiert, dass die drei „Strolche“ und das Mädchen bis zum Schluss auf der Bühne präsent sind, während die Freier, dargestellt von verschiedenen Tänzern, nacheinander auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauplatz der Handlung ist ein schäbiges Vorstadtzimmer. Drei [[Zuhälterei|Zuhälter]], im Stück „Strolche“ genannt, zwingen ein junges Mädchen zur [[Prostitution]]. Ihre Aufgabe ist es, vom Fenster aus [[Freier (Prostitution)|Freier]] heranzulocken (Erstes, zweites und drittes „Lockspiel“), die anschließend von den Strolchen ausgeraubt werden. Nach zwei mittellosen Freiern tritt als dritter Gast der [[Mandarin (Titel)|Mandarin]], ein wohlhabender Chinese, auf. Dreimal versuchen die Strolche, den Mandarin zu ermorden, aber er kann nicht sterben, bis ihn das Mädchen umarmt.&lt;br /&gt;
Bartók selbst beschrieb die Handlung der Tanzpantomime vor der Drucklegung bei [[Universal Edition]] nur kurz und ging kaum auf den Symbolgehalt des Werkes ein, wie die „[[Entfremdung]]“ und das Schwanken des Mandarins zwischen „absoluter Gefühlskälte“ und „einer verzehrenden Leidenschaft“&amp;lt;ref&amp;gt;Analyse von Leo Black, zitiert bei: Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem ärmlichen Vorstadtzimmer zwingen drei Strolche ein Mädchen, Männer, die ausgeraubt werden sollen, von der Straße heraufzulocken. Ein schäbiger Kavalier und ein schüchterner Jüngling, die sich anlocken lassen, werden als arme Schlucker hinausgeworfen. Der dritte Gast ist der unheimliche Mandarin. Das Mädchen sucht seine angsterregende Starrheit durch einen Tanz zu lösen, aber da er sie ängstlich umfängt, flieht sie schaudernd vor ihm. Nach wilder Jagd holt er sie ein, da stürzen die Strolche aus ihrem Versteck, plündern ihn aus und versuchen, ihn unter Kissen zu ersticken. Aber er erhebt sich und blickt sehnsüchtig nach dem Mädchen. Da durchbohren sie ihn mit dem Schwert: er wankt, aber seine Sehnsucht ist stärker als die Wunden: er stürzt sich auf das Mädchen. Da hängen sie ihn auf: aber er kann nicht sterben. Erst als man den Körper herabgenommen und das Mädchen ihn in die Arme genommen hat, fangen seine Wunden an zu bluten und er stirbt. |[[Béla Bartók]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 128–129.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
=== Besetzung ===&lt;br /&gt;
Die szenische Aufführung des gesamten Werkes erfordert neben den Tänzern einen gemischten [[Chor (Musik)|Chor]] und ein großes Orchester in folgender Besetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Blasinstrument|Bläser]]: 3 [[Flöte]]n: 2. und 3. Flöte auch Piccoloflöte; 3 [[Oboe]]n, 3. auch [[Englischhorn]]; 3 [[Klarinette]]n; [[Bassklarinette]]; 3 [[Fagott]]e, davon das dritte auch [[Kontrafagott]]; 4 [[Waldhorn|Hörner]] in F (2. und 4. auch [[Tenortuba]]); 3 [[Trompete]]n in C; 3 [[Posaune]]n; [[Basstuba]]&lt;br /&gt;
* [[Pauke]]n; [[Schlagwerk (Musik)|Schlagzeug]] (6 Spieler): [[Xylophon]] (plus [[Triangel]]), Becken, [[Tamtam]], [[kleine Trommel]], [[Rührtrommel]], [[große Trommel]]&lt;br /&gt;
* [[Celesta]], [[Harfe]], [[Klavier]], [[Orgel]]&lt;br /&gt;
* [[Streichinstrument|Streicher]]: erste [[Violine]]n, zweite Violinen, [[Bratsche]]n, [[Violoncello|Violoncelli]], [[Kontrabass|Kontrabässe]]&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.universaledition.com/Bela-Bartók/komponisten-und-werke/komponist/38/werk/1947 Besetzung nach Angaben der Universal Edition].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Aufführungsdauer der Tanzpantomime beträgt etwa 30 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stilistisch ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der wunderbare Mandarin&amp;#039;&amp;#039; gehört wie [[Igor Fjodorowitsch Strawinski|Strawinskis]] [[Le sacre du printemps| Sacre du printemps]] zum [[Expressionismus (Musik)|musikalischen Expressionismus]] und gilt als Bartóks kompromisslosestes Werk, das sich „rücksichtslos modern“, ohne „gefühlvolle Innigkeit“ gibt. Bartók zeigt in diesem Werk eine meisterhafte [[Klangfarbe]]ntechnik.&amp;lt;ref&amp;gt;Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 132–133, mit Bezug auf eine Analyse von Leo Black.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verwendet [[Glissando|Posaunenglissandi]] und schrille Signal-Collagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Petersen, in: Beiheft der CD mit der Schola Cantorum New York und den [[New Yorker Philharmoniker]]n unter [[Pierre Boulez]], Sony 1971, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim abschließenden Todeskampf und der „Verklärung“ des Mandarins, der in der Konzertsuite fehlt, verwendet Bartók neben einem [[Vokalise]]n singenden gemischten Chor an einigen Stellen sogar [[Viertelton-Musik|Vierteltöne]] der Violinen.&amp;lt;ref&amp;gt;Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bartók charakterisiert die Strolche und mit ihnen die Großstadt-Atmosphäre durch hämmernde 6/8-Akkorde, das Mädchen durch [[Quinte|Quint]]-Intervalle und Klarinettensoli zu Beginn der drei „Lockspiele“. Der zweite Freier, ein schüchterner Jüngling, zu dem das Mädchen Zuneigung empfindet, weist „›positive‹ Tonfolgen in einer neuartigen, zukunftsweisenden [[Diatonik]]“ auf. Das Leitintervall des Mandarins schließlich ist die kleine [[Terz (Musik)|Terz]], verbunden mit schneidend dissonanten Akkorden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Fladt, in: Beiheft zur Einspielung des kompletten Balletts unter Claudio Abbado, DGG 410598-2, 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der wunderbare Mandarin&amp;#039;&amp;#039; gehört neben der Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Herzog Blaubarts Burg]] &amp;#039;&amp;#039; und dem Ballett &amp;#039;&amp;#039;[[Der holzgeschnitzte Prinz]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(A fából faragott királyfi)&amp;#039;&amp;#039; zu den drei Bühnenwerken Bartóks. Nach den erfolgreichen Uraufführungen der beiden vorgenannten Werke plante Bartók zunächst eine weitere Oper, wartete aber vergeblich auf ein Libretto. Nachdem er in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Nyugat]]&amp;#039;&amp;#039; (Abendland) Menyhért Lengyels [[Groteske|groteskes]] [[Pantomime]]-Stück „Der wunderbare Mandarin“ gelesen hatte, fand er Gefallen an dem Sujet und traf im Juni 1918 mit Lengyel eine Vereinbarung über die Vertonung des Stückes. Noch im selben Monat begann er mit der Konzeption des Werkes, das in seiner Vorstellung die Stadt und die „Antinatur“ charakterisieren sollte:&amp;lt;ref&amp;gt;Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 126–127.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich mache mir schon Gedanken zum Mandarin; es wird eine höllische Musik, wenn sie gelingt. Am Anfang – eine ganz kurze Einleitung vor noch geschlossenem Vorhang – erklingt schrecklicher Lärm, Geklirre, Gepolter und Getute: ich führe die werten Zuhörer aus dem weltstädtischen Straßentrubel hinaus zu einem Apachenlager.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des [[Österreich-Ungarn#Ende der Doppelmonarchie|Zusammenbruchs der Habsburger Doppelmonarchie]] und der anschließenden politischen Umwälzungen in [[Ungarn#Von 1918 bis 1945|Ungarn]] vollendete Bartók 1919 die Klavierfassung des Werkes, die er in einem privaten Konzert vortrug. Nach dem Scheitern der [[Föderative Ungarische Sozialistische Räterepublik |ungarischen Räteregierung]] und dem Beginn des [[Miklós Horthy|Horthy-Regimes]] schwanden jedoch zunächst die Aussichten auf eine Aufführung, und so begann Bartók erst 1923 mit der [[Instrumentation]], die er bis 1924, als eine Aufführung in Budapest geplant war, abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch dieser Plan zerschlug sich, und so erfolgte erst 1926 die Uraufführung in Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Opernhaus-Habsburgerring.jpg|mini|Das alte Kölner [[Opernhaus am Habsburgerring]], Ort der Uraufführung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kölner Uraufführung der Tanzpantomime im Anschluss an Bartóks Oper &amp;#039;&amp;#039;Herzog Blaubarts Burg&amp;#039;&amp;#039; unter dem ungarischen Dirigenten [[Eugen Szenkar]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.archiphon.de/Private-Edition-WU/Szenkar/Szenkar-vita-WU.pdf |text=Vita von Eugen Szenkar |archivebot=2018-04-06 04:33:44 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Choreographie von Hans Strohbach&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Kieser und Katja Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Ballettführer&amp;#039;&amp;#039;, Philipp Reclam junior, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-15-010603-7, S. 525–526.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde ein Theaterskandal. Nach Presseberichten verließen viele Zuschauer während der Aufführung Türen knallend den Saal, andere, die bis zum Ende geblieben waren, pfiffen und schrien „Pfui“. Die wenigen Beifall klatschenden Zuschauer wurden in der Presse „als eine kleine Rotte grüner Jungen“ bezeichnet, die „[[Claqueur|bestellte Beifallsarbeit]]“ geleistet hätten.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Lempfried&amp;quot;&amp;gt;[http://www.koelnklavier.de/texte/varia/skandal_4.html Wolfgang Lempfrid: Skandal und Provokation in der Musik, Kapitel 4]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der anschließenden Diffamierungskampagne, die von übersteigertem Nationalismus bis zu [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] Äußerungen reichte, wurde kaum auf die Musik und die Inszenierung eingegangen.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Lempfried&amp;quot;/&amp;gt; Wegen der angeblich unmoralischen Handlung ließ der damalige Kölner Oberbürgermeister [[Konrad Adenauer]] alle weiteren Aufführungen der Tanzpantomime verbieten.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Lempfried&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bartók, der nach dem Kölner Fiasko und einem eher verhaltenen Erfolg in Prag&amp;lt;ref&amp;gt;Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Werk retten wollte, arbeitete es 1928 zu einer etwa 18-minütigen Konzertsuite um, wobei er etwa zwei Drittel der Musik des Gesamtwerks übernahm.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Griffith in: Beiheft zu [[Georg Solti]]s Einspielung: &amp;#039;&amp;#039;Der wunderbare Mandarin (Suite)&amp;#039;&amp;#039;, CD Decca 430 352-2, 1990.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Suite, in der die Schluss[[apotheose]] mit dem leuchtenden Mandarin und dem Chor entfiel, wurde am 15. Oktober 1928 in Budapest unter der Leitung von [[Ernst von Dohnányi]] uraufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt; Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk. &amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, S. 284.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach der Wiederaufführung der Tanzpantomime in der Choreographie von [[Aurel von Milloss]] 1942 an der [[Teatro alla Scala|Mailänder Scala]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://bsbndb.bsb.lrz-muenchen.de/pdfNDB_n17-529-01.pdf |text=Aurel Milloss in der NDB |archivebot=2018-04-06 04:33:44 InternetArchiveBot}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] begann sich das Werk international durchzusetzen. In Ungarn wurde das Werk bis 1946 nicht aufgeführt, stand aber seitdem mehrfach auf dem Spielplan der Budapester [[Oper (Budapest)|Ungarischen Staatsoper]].&amp;lt;ref&amp;gt;Everett Helm: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 1986, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die musikalische Qualität des Werkes wurde spätestens nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs allgemein erkannt. [[Hans Renner (Musikschriftsteller)|Hans Renner]] beschrieb beispielsweise 1959 in &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Konzertführer]]&amp;#039;&amp;#039; die Konzertsuite als „[[Pieter Bruegel der Ältere|brueghelsche Höllenphantastik]]“, aber auch als „großartige Musik […] eines kompromißlosen Neuerers“, bei dem „schroffe atonale Klangballungen inmitten impressionistisch oszilierender Farbmischungen“ stehen. Stilistisch siedelte er Bartóks Werk „klanglich etwa zwischen Debussy und Schönberg stehend“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Renner: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Konzertführer&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1959, Ausgabe 1961, S. 650.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage gehört das Werk sowohl zum Bühnenrepertoire als auch, meist in der Fassung als Suite, zum Konzertrepertoire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tibor Tallián: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók: Sein Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Corvina, Budapest 1988, ISBN 963-13-2325-0, S. 124–135&lt;br /&gt;
* [[Annette von Wangenheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartók, &amp;quot;Der wunderbare Mandarin&amp;quot;. Von der Pantomime zum Tanztheater.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Overath bei Köln, 1985, ISBN 3-924953-01-5&lt;br /&gt;
* Daniel-Frédéric Lebon: &amp;#039;&amp;#039;Béla Bartóks Handlungsballette in ihrer musikalischen Gattungstradition.&amp;#039;&amp;#039; Köster, Berlin 2012, ISBN 978-3-89574-810-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufzeichnungen ==&lt;br /&gt;
=== Gesamtaufnahmen ===&lt;br /&gt;
Während die Suite aus dem &amp;#039;&amp;#039;wunderbaren Mandarin&amp;#039;&amp;#039; in zahlreichen Aufnahmen vorliegt, existieren nur wenige Aufnahmen des gesamten Balletts.&lt;br /&gt;
* Schola Cantorum New York, [[New Yorker Philharmoniker]] unter [[Pierre Boulez]], Sony 1971&lt;br /&gt;
* [[Ambrosian Singers]], [[London Symphony Orchestra]] unter [[Claudio Abbado]], DGG 1983&lt;br /&gt;
* [[Detroit Symphony Orchestra]] u. The Kenneth Jewell Chorale unter [[Antal Dorati]], Decca 1985&lt;br /&gt;
* [[City of Birmingham Symphony Orchestra|City of Birmingham Symphony-Chorus und Orchester]] unter [[Simon Rattle]], Aufnahme 1992, EMI 1994&lt;br /&gt;
* [[Boston Symphony Orchestra]] unter [[Seiji Ozawa]], Newton 1994&lt;br /&gt;
* [[Chicago Symphony Orchestra]] u. Chicago Symphony Chorus unter Pierre Boulez, DGG 1994&lt;br /&gt;
* [[London Symphony Orchestra]] unter [[Kent Nagano]], Erato und Elatus 1997&lt;br /&gt;
* Budapest Festival Orchestra unter [[Iván Fischer]], Philips 1998&lt;br /&gt;
* Bournemouth Chorus und Sinfonieorchester unter [[Marin Alsop]], Naxos, 2004&lt;br /&gt;
Daneben liegt auch eine Fassung für zwei Klaviere auf CD vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfilmung der Tanzpantomime ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Csodálatos mandarin&amp;#039;&amp;#039; (Der wunderbare Mandarin), Regie: [[Márta Mészáros]], Eurofilm Stúdió 2001 (35 Minuten)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.imdb.de/title/tt0245848/fullcredits#cast Nachweis in der IMDb]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.klassika.info/Komponisten/Bartok/Ballett/Sz_079/index.html Kurzbeschreibung]&lt;br /&gt;
* [http://www.universaledition.com/Bela-Bartók/komponisten-und-werke/komponist/38/werk/1947 Besetzung]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.berliner-philharmoniker.de/forum/programmhefte/details/heft/revolution-evolution/ | wayback=20110105092317 | text=Analyse in einem Programmheft der Berliner Philharmoniker 2004}}&lt;br /&gt;
* [https://www.naxos.com/MainSite/BlurbsReviews?itemcode=5.110088&amp;amp;catnum=5110088&amp;amp;filetype=AboutThisRecording&amp;amp;language=German Analyse von Richard Whitehouse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300013353|LCCN=n83044697|VIAF=181854648}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wunderbare Mandarin #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Choreografie (Ballett)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballettmusik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Béla Bartók]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk nach Menyhért Lengyel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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