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	<title>Der kleine Cohn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T15:37:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_kleine_Cohn&amp;diff=1018987&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-08-25T17:37:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum Leuchtturm &amp;#039;&amp;#039;Kleiner Kohn&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Julssand]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der kleine Cohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch „Kohn“ geschrieben) ist ein [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitisches]] [[Stereotyp]] auf „den [[Juden]]“ im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] unter [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] [[Cohn]], abgeleitet vom [[Hebräische Sprache|hebräischen]] Begriff [[Kohanim|&amp;#039;&amp;#039;Kohen&amp;#039;&amp;#039;]], ist ein verbreiteter Nachname unter den europäischen Juden, er stand somit als [[Synonymie|Synonym]] für alle Vorurteile gegen die jüdische Bevölkerung des beginnenden 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
Der Entstehungszeitpunkt des antisemitischen Stereotyps der Figur des „kleinen Cohn“ ist nicht gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lied ==&lt;br /&gt;
=== Text ===&lt;br /&gt;
Um 1900 komponierte [[Julius Einödshofer]] (1863–1930) das 4-strophige [[Couplet]] &amp;#039;&amp;#039;Haben Sie nicht den kleinen Cohn gesehen?&amp;#039;&amp;#039; Der Text lautet:&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Froher Sang und lustger Klang. 1115 beliebteste und neueste Liederreime und Schlager&amp;#039;&amp;#039;, Bardtenschlager, Reutlingen 1912, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. Zu einer Illumination&lt;br /&gt;
geht auch mit einer Maid, Herr Cohn;&lt;br /&gt;
die Maid glüht für Herrn Cohn gar sehr,&lt;br /&gt;
fast mehr als rings das Flammenmeer&lt;br /&gt;
deshalb ist doppelt groß ihr Schreck,&lt;br /&gt;
als plötzlich Cohn war von ihr weg.&lt;br /&gt;
Das kam daher, weil er gesehn&lt;br /&gt;
die liebe Ehehälfte gehen!&lt;br /&gt;
Die Maid ist trostlos, ganz verzagt,&lt;br /&gt;
und geht zum Schutzmann hin und fragt:&lt;br /&gt;
[Refrain:]&lt;br /&gt;
Hab’n Sie nicht den kleinen Cohn geseh’n?&lt;br /&gt;
Sah’n Sie ihn denn nicht vorübergeh’n?&lt;br /&gt;
In der Volksmenge,&lt;br /&gt;
kam er in’s Gedränge.&lt;br /&gt;
Da hab’n Sie nun den Schreck,&lt;br /&gt;
der Cohn ist weg!&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Der Schutzmann sucht und sagt: „I, wo,&lt;br /&gt;
gehn Sie doch hin ins Fundbureau,&lt;br /&gt;
’s ist möglich, daß man aus der Stadt,&lt;br /&gt;
ihn dort schon abgeliefert hat.“&lt;br /&gt;
Die Maid geht hin, doch war dort nix,&lt;br /&gt;
kein Cohn –, nur ’ne Konservenbüchs’.&lt;br /&gt;
Was mache ich jetzt bloß vor Schreck!&lt;br /&gt;
ich bin ganz futsch, der Cohn ist weg!&lt;br /&gt;
Und händeringend klagt die Maid&lt;br /&gt;
nun auf der Straße laut ihr Leid:&lt;br /&gt;
[Refrain]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. Um unsre Maid, da bildet sich&lt;br /&gt;
ein Menschenknäuel, ganz fürchterlich,&lt;br /&gt;
und gleich herrscht nun in dem Gewühl,&lt;br /&gt;
das allergrößte Mitgefühl.&lt;br /&gt;
Es bleiben fragend alle steh’n:&lt;br /&gt;
hab’n Sie denn nicht den Cohn gesehn?&lt;br /&gt;
Es pflanzt der Ruf sich brausend fort,&lt;br /&gt;
und wird dann zum geflügelt’ Wort -,&lt;br /&gt;
ob hoch, ob niedrig, arm und reich,&lt;br /&gt;
wenn man sich trifft, so frägt man gleich:&lt;br /&gt;
[Refrain]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; float:left;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
4. Es ruft mich freundlicher Applaus,&lt;br /&gt;
ich komme dankbar noch mal ’raus,&lt;br /&gt;
und freue mich, daß dieses Lied&lt;br /&gt;
Berlin so ins Gemüthe zieht.&lt;br /&gt;
Deshalb ist doppelt groß mein Schreck,&lt;br /&gt;
der Kleine is noch immer weg.&lt;br /&gt;
Und wenn Sie jetzt in’ Tunnel gehn,&lt;br /&gt;
so bitt’ ich Sie, sich zumzusehn,&lt;br /&gt;
ach frag’n Sie doch beim Glase Bier,&lt;br /&gt;
und frage noch mal hier:&lt;br /&gt;
[Refrain]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lied wurde von dem Sänger [[Guido Thielscher]] vorgetragen als Teil der am 18. Januar 1902 im Berliner [[Thalia-Theater (Berlin)|Thalia-Theater]] uraufgeführten Revue &amp;#039;&amp;#039;Seine Kleine. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu „Seine Kleine“ vgl. die Kritik zur 50. Aufführung von [[Siegfried Jacobsohn]]: Possenjammer, &amp;#039;&amp;#039;Die Welt am Montag&amp;#039;&amp;#039; (Berlin), Jg. 8, Nr. 12 vom 24. März 1902, Abgedruckt in: Gunther Nickel, Alexander Weigel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Jacobsohn. Gesammelte Schrifte 1900–1926&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, 2005, S. 125–126.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anlass ===&lt;br /&gt;
Vorbild für das Lied war eine Episode mit dem Rechtsanwalt Fritz Cohn (1875–1943), Sohn des Verlegers [[Emil Cohn (Verleger)|Emil Cohn]], worüber die Journalistin [[Margret Boveri]] berichtet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Um die Jahrhundertwende ging während einer Pause im [[Apollo-Theater (Berlin)|Apollo-Theater]] der kleine Mann im Gedränge verloren, seine Freundin rief in die Menge: ‚Habt ihr nicht den kleinen Cohn gesehen?‘ Der Ruf setzte sich von Mund zu Mund durch die Foyers fort und schwoll zum Chor an. Die Mitglieder des Ensembles nahmen ihn auf, gaben ihm eine Melodie – und es entstand das, was man in meiner Kindheit vor dem Ersten Weltkrieg noch einen Gassenhauer nannte, der Schlager ‚Habt ihr nicht den kleinen Cohn gesehn?‘&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Boveri: &amp;#039;&amp;#039;Wir lügen alle.&amp;#039;&amp;#039; 1965, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Max Marcus in Berlin verlegte Musikstück galt als der Schlager des Jahres. Alfred Kerr schrieb dazu einen Berliner Plauderbrief für die &amp;#039;&amp;#039;Königsberger Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Februar 1902 mit dem Titel „Ha’m Sie nicht den kleinen Cohn gesehn?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1931 das antisemitische Verzeichnis &amp;#039;&amp;#039;[[Philipp Stauff|Semi-Kürschner]]&amp;#039;&amp;#039; behauptete, Vorbild für den „kleinen Cohn“ sei der Jurist [[Martin Carbe]] gewesen, geborener Cohn und älterer Bruder von Fritz, widersprach der Schriftsteller [[Kurt Tucholsky]], jedoch ohne auf Fritz Cohn namentlich hinzuweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ignatz Wrobel [alias Kurt Tucholsky]: [http://www.textlog.de/tucholsky-sigilla-veri.html  &amp;#039;&amp;#039;Sigilla Veri&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne|Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;, 29. September 1931, Nr. 39, S. 483.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Textdichter ===&lt;br /&gt;
Wer den Text des Liedes &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Cohn&amp;#039;&amp;#039; verfasst hat, war umstritten. Als Autoren von &amp;#039;&amp;#039;Seine Kleine&amp;#039;&amp;#039; traten zunächst Leopold Ely sowie die Direktoren des Thalia-Theaters, Jean Kren und Alfred Schönfeld auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Theaterkritiker Ludwig Renner (geb. 1. Oktober 1868 in Hamburg, gest. 11. Juni 1932 in [[Bad Hofgastein|Hof Gastein]]) starb, hieß es in der Presse zunächst, er sei der Dichter von &amp;#039;&amp;#039;Der Kleine Cohn&amp;#039;&amp;#039; gewesen. Jedoch beanspruchte Emil Rosendorff (geb. 13. Dezember 1877 in Berlin, gest. 18. März 1942 im [[Ghetto Litzmannstadt]]),&amp;lt;ref&amp;gt;zu Emil Rosendorff siehe Eva Weissweiler, Lilli Weissweiler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ausgemerzt! Das [[Lexikon der Juden in der Musik]] und seine mörderischen Folgen&amp;#039;&amp;#039;, Dittrich, Köln 1999, S. 299, 410.&amp;lt;/ref&amp;gt; den Text verfasst zu haben, von Renner stammt laut Rosendorff „nur die Refrainidee“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Elbogen]]: Lex Cohn, &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne|Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. Jg., 21. Juni 1932, Nr. 25, S. 948, {{archive.org|DieWeltbhne28-11932|Blatt=n965}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rosendorff schrieb in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne|Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;, er habe von Kren und Schönfeld für &amp;#039;&amp;#039;der kleine Cohn&amp;#039;&amp;#039; zunächst ein Honorar von 20&amp;amp;nbsp;Mark erhalten. Nachdem diese sich selbst als Textdichter ausgaben, habe er, Rosendorff erst in einem gerichtlichen Vergleich ein höheres Honorar erlangt.&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Rosendorff: &amp;#039;&amp;#039;Ein Weltschlagerhonorar!&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Weltbühne&amp;#039;&amp;#039;, 28. Jg., 5. Juli 1932, Nr. 27, S. 35, {{archive.org|DieWeltbhne28-21932|Blatt=n56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Alfred Schmasow]] wird als Autor genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmasow hat den Text eines anderen Couplets geschrieben, mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Ich habe den kleinen Cohn gesehn&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://i.ebayimg.com/t/AK-LITHO-Schlager-Der-Cohn-ist-da-Liedtext-u-Motive-des-Lieds-1902-gel-/00/s/MTAzN1gxNjAw/z/lwIAAOSwxcRW9~jI/$_57.JPG Postkarte „Der Cohn ist da!“] aus dem Jahr 1902&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Postkarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleine COHN.jpg|mini|Postkarte von etwa 1905]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch das Couplet populär gewordene Figur des „kleinen Cohn“ fand bis in die [[1920er]] Jahre auch auf antisemitischen Postkarten und Karikaturen Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbreitung auf Bildpostkarten ging vom Verlag Max Marcus aus, aufgegriffen wurde das Motiv von zahlreichen Postkartenverlagen wie Bruno Bürger &amp;amp; Ottilie in Leipzig, darunter auch jüdische Firmen. Der „kleine Cohn“ wird in allen möglichen Situationen gezeigt und dabei lächerlich gemacht, wie die Postkartenserien „Der kleine Kohn in allen Lebenslagen“ (Verlag J. Wollstein, Berlin) oder „Der kleine Cohn von der Wiege bis zum Grabe“ (Verlag des [[Kikeriki]], Wien) unterstreichen. Die bildliche Darstellung bedient sich der gängigen antisemitischen Klischees: Auf den Postkartenbildern erscheint er extrem kleinwüchsig, krummbeinig, oft mickrig und schmächtig, immer aber mit übergroßer Hakennase. Die „Witze“ auf Kosten der Figur knüpfen an angeblich „jüdische“ negative Eigenschaften an. Mehrere Karten, die auf die unterstellte Geldgier von Juden anspielen, drehen sich um eine verlorene und wiedergefundene Mark. Eine mit „[[Café Bauer (Berlin)|Cafe Bauer]]“ betitelte Karte (Verlag V.S. &amp;amp; G. Saulsohn, Berlin) textet:&amp;lt;ref&amp;gt;Spott und Hetze, Atlasnummer 03/0626&amp;lt;/ref&amp;gt; „Hier ‚Unter’n Linden‘, das war stark, / Verlor der kleine Cohn ’ne Mark / Drum liess gleich buddeln unsere Stadt, / Bis man das Geld gefunden hat. / Nun jubelt er im Café laut, / Das Glück ihm aus den Augen schaut / Und alle Gäste gross und klein / Sich gleichfalls freuen ungemein.“ Einige Karten zeigen, wie der kleine Mann unter Hohngelächter ausgemustert wird. Solche Postkarten, die zumeist mit „Gruß von der [[Musterung]]“ überschrieben waren, wurden benutzt, um das Ergebnis der eigenen Musterung mitzuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Artikel ==&lt;br /&gt;
Das Erfurter Blumen- und Wachswarenunternehmen [[Christoph Schmidt (Unternehmer)|J.C. Schmidt]] bot 1911/12 einen Satz &amp;#039;&amp;#039;Familie Cohn nach dem Cohnversartionlexicohn. Eine cohnfuse Familienabhandlung&amp;#039;&amp;#039; an, bestehend aus einem „vorzulesenden Vortrag“ einer „mechanischen Figur des kleinen Cohn“, einer „haarsträubenden Perücke“ und einer „Quietschnase“.&amp;lt;ref&amp;gt;J. C. Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Katalog über [[Cotillon-Artikel|Cotillon]]-, Ball- u. Scherzartikel&amp;#039;&amp;#039;, Erfurt 1911/12, Nachdruck Olms (der Ausgabe Erfurt 1911), 1999, [https://books.google.de/books?id=rPtlvFwZnpEC&amp;amp;pg=PA86 S. 86]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die Figur des kleinen Cohn wurde vielfach literarisch aufgegriffen und war Gegenstand einer der ersten Sitzungen der [[Wiener Psychoanalytische Vereinigung|Wiener Psychoanalytischen Vereinigung]] in der Wohnung [[Sigmund Freud]]s, an der [[Wilhelm Stekel]], [[Max Kahane (Mediziner)|Max Kahane]], [[Rudolf Reitler]], [[Alfred Adler]] und ein bislang nicht identifizierter Schriftsteller teilnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Stekel: &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Kohn&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Masken der Sexualität&amp;#039;&amp;#039;. 2. und 3. Aufl. Wien 1924, S. 137–148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankfurt Am Main-Zeil-Grand Bazar-Palais Rothschild-Schmoller-um 1910.jpg|mini|Grand Bazar um 1910]] Der Philosoph [[Theodor W. Adorno]] brachte das Lied in Verbindung mit einer 1929 verfassten Angstphantasie, worin der kleine Cohn im Kaufhaus „Grand Bazar“ an der Frankfurter [[Zeil]] zum „Opfer eines Ritualmordes“ wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Tiedemann (Hrsg.), Theodor W. Adorno: &amp;#039;&amp;#039;Musikalische Schriften, Band 5&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1984 (Gesammelte Schriften 18), S. 18–19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu Reinhard Pabst (Hrsg.), Theodor W. Adorno: &amp;#039;&amp;#039;Kindheit in Amorbach. Bilder und Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 2003, S. 112–113.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Dichterin [[Else Lasker-Schüler]] verwendete das Motiv mehrfach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kleinere der beiden 1900 bis 1904 erbauten Frankfurter Rathaustürme wurde im Volksmund „[[Langer Franz|Kleiner Cohn]]“ genannt. Seine äußere Gestalt entsprach dem [[Salmensteinsches Haus|Salmensteinschen Haus]], einem um 1810 abgebrochenen Gebäude auf der [[Frankfurter Stadtbefestigung|Frankfurter Stadtmauer]] in der Nähe der einstigen [[Frankfurter Judengasse|Judengasse]].&amp;lt;ref&amp;gt;Tobias Picard, Institut für Stadtgeschichte: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt am Main in frühen Farbdias 1936 bis 1943&amp;#039;&amp;#039;, Sutton Verlag, 2011, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der nationalsozialistischen Propaganda wurde die Figur des kleinen Cohn ebenfalls benutzt, so beispielsweise von dem Gesangstrio [[Die drei Rulands]] in einer Radiosendung nach dem [[Novemberpogrom]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Das „Rulands-Eck“. Antisemitismus im Kabarett&amp;#039;&amp;#039;. [[doi:10.23691/jgo:article-98.de.v1]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinen Cohn1.jpg|mini|Postkarte]]&lt;br /&gt;
* [[Dietz Bering]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Name als Stigma: Antisemitismus im deutschen Alltag, 1812-1933.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1992, ISBN 3-608-95782-0, S. 206–211.&lt;br /&gt;
* [[Fritz Backhaus]]: &amp;#039;&amp;#039;„Hab’n Sie nicht den kleinen Cohn geseh’n?“ Ein Schlager der Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abgestempelt. Judenfeindliche Postkarten.&amp;#039;&amp;#039; Auf der Grundlage der Sammlung Wolfgang Haney hrsg. von [[Helmut Gold]] und [[Georg Heuberger]]. Umschau/Braus, Heidelberg 1999, S. 235–240, ISBN 3-8295-7010-4.&lt;br /&gt;
* Julia Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Vermessen – gezeichnet – verlacht. Judenbilder in populären Zeitschriften 1918–1933.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2005, ISBN 3-593-37745-4, S. 82–85.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spott und Hetze. Antisemitische Postkarten 1893–1945. Aus der Sammlung Wolfgang Haney.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Juliane Peters (Atlas des Historischen Bildwissens; 3) Directmedia Publishing, Berlin 2009 (über 50 Bildpostkarten zum „kleinen Cohn“).&lt;br /&gt;
* [[Clemens Schwender]]: &amp;#039;&amp;#039;Visueller Humor als Kritik und Ausgrenzung am Beispiel der Postkartenserie „Der kleine Cohn“ – Entwicklung einer Humortheorie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen des Sag- und Zeigbaren. Humor im Bild von 1900 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Frank Becker &amp;amp; Antonia Gießmann-Konrads, wbg., Darmstadt 2020, S. 49–59, ISBN  978-3-534-40417-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/der-antisemitische-stereotyp/ Artikel] auf [[Shoa.de]] über die Tradition des visuellen „Judenbildes“ in der deutschsprachigen Propaganda (mit Abb. des Postkartenmotivs)&lt;br /&gt;
* [http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/hd/km/jd/index.htm &amp;#039;&amp;#039;Abgestempelt: Judenfeindliche Postkarten&amp;#039;&amp;#039;] Webseite zur Ausstellung des [[Jüdisches Museum Frankfurt|Jüdischen Museums Frankfurt]] und des [[Museum für Kommunikation Frankfurt|Museums für Kommunikation Frankfurt]] im [[Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg|Kurpfälzischen Museum Heidelberg]] 2000 (mit Bilddokumentation)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=dpbj6apyvag Julius Einödshofer: Der kleine Kohn] – Video in dem Leute das Lied singen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kleine Cohn #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum im Deutschen Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Gesellschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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