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	<title>Der geteilte Himmel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Erzählung. Zum Film siehe [[Der geteilte Himmel (Film)]], zum Musical siehe [[Der geteilte Himmel (Musical)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine 1963 erschienene [[Erzählung]] von [[Christa Wolf]], die 1964 von [[Konrad Wolf]] unter [[Der geteilte Himmel (Film)|demselben Namen]] verfilmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzählt wird das Leben der Studentin Rita Seidel, die in „den letzten Augusttagen des Jahres 1961“ nach einem physischen wie psychischen Zusammenbruch im Sanatorium erwacht. Ihr Freund Manfred Herrfurth ist von einer Chemikertagung in Westberlin nicht zurückgekehrt. Rita ist zehn Jahre jünger als Manfred und stammt aus einem eher bäuerlichen Milieu, Manfred dagegen stammt aus dem Großbürgertum. Als eine von ihm verbesserte Spinnmaschine von Wirtschaftsbürokraten abgelehnt wird, flieht er allein in die Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählperspektive ist nicht chronologisch, was eher untypisch für die damalige DDR-Literatur ist. Christa Wolf verwendet viele Rückblenden, wie z.&amp;amp;nbsp;B. bei der Geschichte von Manfred und Rita, d.&amp;amp;nbsp;h., sie bedient sich der Technik des analytischen Erzählens. Den Erzählrahmen bildet das Sanatorium, in dem ebenfalls viele nicht sortierte Rückblenden benutzt werden. Damit wird eine sogenannte Psychologie des Erinnerns hervorgerufen. Außerdem setzt Christa Wolf viele Perspektivenwechsel ein, um den Leser zu einer Identifikation mit den Figuren zu bewegen und seine Sympathien zu lenken. Mit dem Verfahren des analytischen Erzählens wird das Ende zwischen Rita und Manfred nacherzählt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-B0509-0010-006, Christa Wolf.jpg|mini|Christa Wolf 1963]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handlung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung handelt von der neunzehnjährigen Rita Seidel und ihrem Freund Manfred Herrfurth und spielt vor dem [[Johannistag]] (24. Juni) des Jahres 1961, also kurz vor dem [[Mauerbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rita und Manfred, grundverschieden – sie vom Lande, er aus der Stadt, sie schwärmerisch, er technisch-rational –, begegnen sich beim Dorftanz und werden ein Paar. Sie leben dann gemeinsam bei seinen Eltern in [[Halle (Saale)|Halle]].&amp;lt;ref&amp;gt;Die Stadt wird kein einziges Mal namentlich genannt, ist aber unschwer zu erkennen. Es riecht nach Chemie, Malzkaffee oder Braunkohle, je nach Windrichtung, es gibt einen Fluss und einen [[Roter Turm (Halle (Saale))|Turm am Markt]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Manfred arbeitet als Chemiker, Rita besucht das [[Institut für Lehrerbildung]] und arbeitet als Teil ihrer Ausbildung in einer [[Sozialistische Brigade|Sozialistischen Brigade]] des [[Waggonbau Ammendorf|Waggonbauwerks Ammendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred wächst in einer zerstrittenen Familie auf. Er verliert den Glauben an das sozialistische Wirtschaftssystem, nachdem eine seiner Entwicklungen von den Wirtschaftsfunktionären der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] abgelehnt wird. Deshalb geht er über [[Ost-Berlin|Berlin (Ost)]] in den [[West-Berlin|Westteil]] der Stadt. Rita reist ihm nach und versucht, ihn zur Rückkehr zu bewegen, doch er will bleiben. Rita aber fühlt sich im Westen fremd und fährt nach Halle zurück. Kurz darauf wird die [[Berliner Mauer]] gebaut und trennt die beiden endgültig. Rita versucht, sich umzubringen&amp;lt;ref&amp;gt;Das wird nur angedeutet.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird dabei ohnmächtig und erwacht später im Krankenhaus. Aus der Perspektive der soeben erwachten Patientin erzählt sie rückblickend ihre Geschichte mit Manfred.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stil ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Erzählung findet auf zwei [[Erzählverhalten|Ebenen]] statt. Die erste Ebene spielt im Krankenhaus (nach ihrem Unfall) und wird von Rita in der allwissenden Erzählerrede ([[auktorial]]) erzählt. Dort wird im [[Präsens]] beschrieben, wie ihr Leben im Krankenhaus abläuft (Gespräche mit Besuchern etc.) Diese Ebene ist folglich das Jetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Ebene wird die ganze [[Handlung (Erzählkunst)|Handlung]] beschrieben, alles das, was in der Inhaltszusammenfassung steht. Diese Ebene wird im [[Präteritum]], aber auch mit [[Direkte Rede|direkter Rede]] von einer dritten Person geschildert. Diese Person ist keine aus der Erzählung, sie ist einfach der Erzähler, der auch mehr Informationen hat als Rita selbst.&lt;br /&gt;
Oft sind diese Ebenen durch [[Gliederung|Kapitel]] getrennt, jedoch erfolgt solch ein Wechsel auch nicht selten von einem Absatz zum anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christa Wolfs Gebrauch der direkten Rede erinnert stark an den von [[Eveline Hasler]] ([[Anna Göldin (Roman)|Anna Göldin]]). Genau wie bei ihr muss die direkte Rede nicht zwingend in Anführungszeichen stehen.&lt;br /&gt;
Abgesehen davon ist die Erzählung aber leicht verständlich formuliert. Viel mehr als der [[Basiswortschatz]] wird nicht gebraucht; dafür setzt Wolf aber historische Kenntnisse voraus, die vor allem die [[DDR]] vor dem Mauerbau betreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rita ===&lt;br /&gt;
Anfänglich ist Rita ein junges, unerfahrenes Mädchen in einem kleinen Dorf in Ostdeutschland. Ihre Kindheit ist sicher nicht leicht gewesen, da sie ohne Vater aufwuchs und die Schule wegen Geldmangel frühzeitig hat beenden müssen. Dennoch bekommt sie eine Arbeit im örtlichen Versicherungsbüro. Diese Arbeit jedoch gefällt ihr nicht sonderlich. Die große Wende kommt mit dem Eintreffen von Manfred und Schwarzenbach. Als sie von Schwarzenbach die Möglichkeit bekommt, ihr Leben zu ändern, zögert sie daher nicht und nimmt ihre Chance wahr. Von nun an muss sie weitgehend auf eigenen Füßen stehen, da ihre neue Umgebung, ihre neuen Bekanntschaften ihr noch fremd sind. Sie schafft es aber sehr gut, ihr Leben in der Stadt zu organisieren, vor allem durch die Hilfe ihrer Arbeitskollegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zeit wird sie immer reifer und trifft zunehmend selbst Entscheidungen, indem sie z. B. in die Stadt zieht. Sie ist auch eine sehr wichtige Person für Manfred. So hört sie ihm oft geduldig zu, während dieser ihr seine Sorgen erzählt. Und oft steht sie ihm auch mit gutem Rat zur Seite. So gesehen übernimmt sie in dieser Hinsicht auch die Rolle der Eltern, für welche Manfred keine sehr innigen Gefühle hegt und die er deshalb auch nie um Hilfe bitten würde. Doch umgekehrt ist es ähnlich. Manfred muss auch des Öfteren als Tröster für Rita in Erscheinung treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend kann man sagen: Rita ist eine eigenständige, reife Frau geworden, die ihr Leben meistern kann und auch nach mehreren Schicksalsschlägen (Tod des Vaters, Trennung von Manfred, …) immer wieder aufsteht und weitermacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezug zur historischen Wirklichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christa Wolf vermeidet typische Inhalte sozialistischer Propagandaliteratur, indem sie die Situation der Wirtschaft und die Gründe für die mangelhafte materielle Versorgung der Bevölkerung einfach und direkt anspricht – mehr macht die Autorin nicht. Am Ende überwiegt immer der positive zuversichtliche Gedanke, und so werden die Anforderungen des sozialistischen Regimes an die Literatur trotzdem erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolf zeichnet ein realistisches Bild der Entwicklung der DDR von einer vorkommunistischen Gesellschaft ausgehend bis zum langsamen Hinführen zum Sozialismus der beginnenden sechziger Jahre. Rita und Manfred repräsentieren die beiden rivalisierenden Gesellschaftsformen der damaligen Zeit. Manfred sieht als einzige Möglichkeit gegen die Willkür und Unfähigkeit der politischen Führung in der DDR die Flucht in die BRD. Rita hingegen erkennt zwar die Mängel am sozialistischen System, doch ist sie bereit, materielle Einbußen in Kauf zu nehmen, um ihren Anteil zum Vervollkommnungsprozess der sozialistischen Idee beizutragen.&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Christa Wolf stand damals der DDR und dem Sozialismus loyal gegenüber. Deshalb und weil der Text keine Zweifel an der grundsätzlichen Einstellung zum Sozialismus aufkommen lässt, ist es Christa Wolf überhaupt möglich, die bislang nicht erwünschten, weil nicht als lebensnah geltenden Verfahren der [[Montage (Literatur)|Montagetechnik]] ([[Rückblende]]n) und [[innerer Monolog]] anzuwenden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Der geteilte Himmel (Film)}}&lt;br /&gt;
[[Konrad Wolf]] verfilmte 1964 den Roman für die [[DEFA]] unter dem gleichen Titel. &amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039; wurde wegen seines Inhalts und auch wegen der formalen Umsetzung in der [[Akademie der Künste der DDR]] intensiv und kontrovers diskutiert. Andererseits wurde er international mehrfach sehr anerkennend bewertet. Er erschien 1999 auf DVD und 2009 neu in der &amp;#039;&amp;#039;Filmedition suhrkamp&amp;#039;&amp;#039;, zusammen mit einer weiteren Christa-Wolf-Adaption (&amp;#039;&amp;#039;Selbstversuch&amp;#039;&amp;#039;) von Peter Vogel aus dem Jahr 1989.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theater ==&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 2013 hatte eine Bühnenversion der Erzählung am [[Staatsschauspiel Dresden]] Premiere. Die Uraufführung wurde für die Bühne eingerichtet von [[Felicitas Zürcher]] und [[Tilmann Köhler]] unter Mitarbeit des Ensembles. Regie führte Tilmann Köhler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Beschreibung des Theaterstücks |url=http://www.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/spielplan/der_geteilte_himmel/beschreibung |wayback=20130515234910 }} auf staatsschauspiel-dresden.de, abgerufen am 21. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 20. Januar 2023 hatte das [[Musical]] [[Der geteilte Himmel (Musical)|&amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;]] am [[Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin|Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin]] seine Uraufführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlagsausgaben ==&lt;br /&gt;
* Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung (Illustrationen von [[Willi Sitte]]) [[Mitteldeutscher Verlag]], Halle (Saale) 1963 (Erstausgabe [http://d-nb.info/57694209X DNB]).&lt;br /&gt;
* Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung, Reclam, Leipzig 1964&lt;br /&gt;
* Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung, Weiß, Berlin-Schöneberg 1964 (erste „Westausgabe“ [http://d-nb.info/455741212 DNB]).&lt;br /&gt;
* Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung, dtv 915, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1973, ISBN 3-423-00915-2.&lt;br /&gt;
* Christa Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Der geteilte Himmel&amp;#039;&amp;#039;, Erzählung (Mit einem Kommentar von [[Sonja Hilzinger]]), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-18887-3 (= &amp;#039;&amp;#039;Suhrkamp BasisBibliothek – Arbeitstexte für Schule und Studium&amp;#039;&amp;#039;, Band 87).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundärliteratur ==&lt;br /&gt;
* Martin Reso (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Der geteilte Himmel“ und seine Kritiker.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation mit einem Nachwort des Herausgebers. Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 1965 ([http://d-nb.info/452023181 DNB]).&lt;br /&gt;
* Rüdiger Bernhardt: &amp;#039;&amp;#039;Christa Wolf: Der geteilte Himmel.&amp;#039;&amp;#039; Bange, Hollfeld 2004, ISBN 978-3-8044-1812-7 (= &amp;#039;&amp;#039;Königs Erläuterungen und Materialien&amp;#039;&amp;#039;, Band 426).&lt;br /&gt;
* Dieter Sevin: &amp;#039;&amp;#039;Christa Wolf, Der geteilte Himmel, Nachdenken über Christa T.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete Auflage. Oldenbourg, München 1999, ISBN 978-3-637-01428-2 (= &amp;#039;&amp;#039;Oldenbourg-Interpretationen&amp;#039;&amp;#039;, Band 28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/cwolf/g_himmel.html Inhalt auf www.zum.de]&lt;br /&gt;
* {{Toter Link |datum=2025-10 |url=https://core.ac.uk/download/pdf/197553863.pdf |text=Die Position von Christa Wolf in der DDR-Literatur am Beispiel des Romans „Der geteilte Himmel“}}, Diplomarbeit von Sandra Batarilo, Osijek 2015 (PDF, 870 KB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Werke von Christa Wolf}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4202572-2|VIAF=205827657}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:geteilte Himmel #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Christa Wolf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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