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	<title>Der Zupfgeigenhansl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T21:09:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Zupfgeigenhansl&amp;diff=235218&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gudrun Meyer: /* Inhalt */ Korr</title>
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		<updated>2025-11-25T10:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalt: &lt;/span&gt; Korr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Liederbuch &amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl&amp;#039;&amp;#039;. Zu der Folkband ähnlichen Namens siehe [[Zupfgeigenhansel]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder kurz: &amp;#039;&amp;#039;Der Zupf&amp;#039;&amp;#039;) ist der Name eines [[Liederbuch]]s des [[Wandervogel]]s und der [[Jugendbewegung]]. Die darin enthaltenen Lieder prägten den [[Fahrtenlied|Liedschatz der Jugendbewegung]] stärker als jedes andere Buch, hatten aber auch wesentlichen Einfluss auf die [[Jugendmusikbewegung]].&lt;br /&gt;
Der Name der Liedersammlung bezieht sich auf die „Zupfgeige“, eine scherzhafte oder mundartliche Bezeichnung für die [[Gitarre]] oder die unter den Wandervögeln beliebte [[Gitarrenlaute]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Liederbuch wurde von dem Medizinstudenten und späteren Arzt [[Hans Breuer (Jugendbewegung)|Hans Breuer]] herausgegeben, der seit 1904 auf Fahrten Volkslieder gesammelt hatte. Entstanden ist die Sammlung in der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Pachantey&amp;#039;&amp;#039; in Heidelberg, eine Gruppe von sechs Freunden, die ursprünglich aus der Wandervogelbewegung kamen: Breuer, Jahnke, Lißner, Ewald, Riegler und Starek.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Corona Hepp |Titel=Avantgarde |Verlag=dtv |Ort=München |Datum=1987 |ISBN=3-423-04514-0 |Seiten=27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erstausgabe erschien im Jahr 1909&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |url=https://www.welt.de/welt_print/article3432320/Die-schlichte-schoene-Art-des-Volkes.html |autor=Lutz G. Wenzel |titel=„Die schlichte, schöne Art des Volkes“ |werk=[[Die Welt]] |datum=24. März 2009 |zugriff=17. August 2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (mit einem Vorwort von Weihnachten 1908) in einer Auflagenhöhe von 500 Stück in der Druckerei Heinrich Hohmann in [[Darmstadt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;wienerzeitung&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |autor=Alexander Glück |url=http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wz_reflexionen/kompendium/?em_cnt=370756&amp;amp;em_cnt_page=2  |titel=Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht. Der „Zupfgeigenhansl“, das Liederbuch der Jugendbewegung |werk=Wiener Zeitung |datum=2. April 1999 |zugriff=20. Juni 2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab der vierten Auflage wurde das Buch im [[Friedrich Hofmeister|Verlag Friedrich Hofmeister]] in Leipzig verlegt. Mit der 10. Auflage von 1913 erhielt es seine endgültige Form, in der es bis heute erscheint. Daneben wurden in den folgenden Jahren auch Ausgaben mit Gitarren- (1914) und Klavierbegleitung (1916) verlegt. Heute erscheint das Buch im [[Schott Music|Schott-Verlag]], auf den die westdeutschen Verlagsrechte übergegangen waren. Die nach dem Zweiten Weltkrieg bei Schott erschienene Lizenzausgabe war allerdings um das Kapitel „Soldatenlieder“ gekürzt und hatte damit 43 Seiten weniger Umfang als die Originalausgabe.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Vorwort der Ausgabe Ed. Schott 3586 [ca. 1950], {{DNB|576978426}} heißt es dazu: „Aus zeitbedingten Gründen fehlen lediglich die Soldatenlieder, die mit Ausnahme der alten Landsknechtslieder allerdings nicht zum unbedingt wertvollsten Teil des Büchleins gehörten.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ab 1983 erschien die Melodieausgabe wieder als ungekürzter [[Nachdruck|Reprint]]. Parallel dazu erschienen ab 1982 in der DDR Reprints im Verlag VEB Friedrich Hofmeister, die um ein Nachwort von Eva-Maria Hillmann ergänzt waren. Ein bei Schott erschienener Fortsetzungsband namens &amp;#039;&amp;#039;Der neue Zupfgeigenhansl&amp;#039;&amp;#039; bietet einen Querschnitt durch die [[Folk]]-Szene der 1970er und 1980er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Auflage einer Publikation|Gesamtauflage]] des Zupfgeigenhansls ist unbekannt, wird aber auf über eine Million Exemplare geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{internetquelle |url=https://www.uni-koeln.de/ew-fak/Mus_volk/scripten/probst/jugend.html |autor=Gisela Probst-Effah |titel=Musikalische Jugendkulturen im 20. Jahrhundert |zugriff=23. Juni 2008}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon 1920 betrug sie 500.000 Exemplare, mit der 150. Auflage im Jahr 1927 waren 826.000 Exemplare gedruckt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wienerzeitung&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl&amp;#039;&amp;#039; war auch das Vorbild für den Namen des 1974 gegründeten Folk-Duos [[Zupfgeigenhansel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Sammlung enthält in den späteren Auflagen etwa 260 Lieder und gliedert sich in sechzehn thematische Bereiche: Abschied – [[Minne]]dienst – Liebesklage – [[Ballade (Gedicht)|Balladen]] – [[Geistliches Lied|Geistliche Lieder]] – Am Abend – Freude – Sommerlust – Auf der Landstraße – Auf Schiffen und [[Rollwagen (Transport)|Rollwägen]] – Spinnstube – Soldatenlieder – Schlemmlieder – Beim Bauer – Tanz – [[Anekdote |Schnurren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lediglich ein Teil der Lieder wurde direkt auf den Wandervogelfahrten gesammelt, zahlreiche Lieder wurden aus früher erschienenen Volksliedsammlungen übernommen. Hauptquelle war das &amp;#039;&amp;#039;Altdeutsche Liederbuch&amp;#039;&amp;#039; von [[Franz Magnus Böhme|Böhme]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{literatur |Autor=Horst Traut |Titel=Wir bauen alle an einem Turm. Volkslieder von gestern und heute |Verlag=Bund-Verlag |Ort=Köln |Jahr=1995 |Seiten=20 |ISBN=3-7663-1112-3 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; daneben wurden auch [[Johann Gottfried Herder|Herders]] &amp;#039;&amp;#039;[[Stimmen der Völker in Liedern]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Anton Wilhelm von Zuccalmaglio|Zuccalmaglios]] &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Volkslieder mit ihren Originalweisen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Des Knaben Wunderhorn]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Clemens Brentano|Brentano]] und [[Achim von Arnim|von Arnim]] und der &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Liederhort|Deutsche Liederhort]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Ludwig Erk|Erk]] und Böhme genutzt. Auch aus älteren [[Liederhandschrift]]en wie den &amp;#039;&amp;#039;[[Carmina Burana]]&amp;#039;&amp;#039; oder dem &amp;#039;&amp;#039;[[Lochamer-Liederbuch]]&amp;#039;&amp;#039; flossen einzelne Lieder in die Sammlung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[scherenschnitt]]artigen Illustrationen des Malers [[Hermann Pfeiffer (Künstler)|Hermann Pfeiffer]] (1883–1964) waren stilprägend für die Wandervogelpublikationen der 1910er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Liederbuch als Aushängeschild für die Wandervogelbewegung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl&amp;#039;&amp;#039; wurde „‚als Liederbuch zum Gebetsbuch einer Generation‘ und trug maßgeblich zur Steigerung der Bekanntheit und Anerkennung der Wandervogelbewegung bei.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kirstin Schreiber: Kulturkritik in der deutschen Jugendbewegung &lt;br /&gt;
‚Wandervogel‘ 1896–1914.&lt;br /&gt;
Dissertation. Siegen 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie sehr das Werk ihr Aushängeschild war, geht etwa aus seinem Nachwort hervor:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Hast du, geneigter Leser, das Büchlein wohl durchstudiert, [...] so suche einmal nach jenen sangesfrohen Bubenscharen, die alljährlich ihre heimatlichen Wälder und Berge&lt;br /&gt;
durchstreifen. Das sind die Wandervogel. Setze dich zu ihnen&lt;br /&gt;
ans Lagerfeuer und nimm vorlieb mit ihrem Feldkessel; laß dir&lt;br /&gt;
ihre Lieder singen, du wirst vieles, was hier steht, da wiederfinden.&lt;br /&gt;
Laß dir von ihren Abenteuern erzählen, von Burgen und mauerumkränzten Städtlein, die sie geschaut, von ihren Freinächten auf einsamer Jägerhütte, von ihrer beispiellos einfachen, spartanischen&lt;br /&gt;
Lebensart und du wirst inne werden, daß solche Jugendtage&lt;br /&gt;
golden seien, daß es nichts Schöneres für einen Buben gibt, als&lt;br /&gt;
eine gesunde Verwirklichung seiner romantischen Ideale, daß hier&lt;br /&gt;
Gesundheit, Freiheit und Freude leben [...]. Wohlan! Tritt herein in unsere Reihen! |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Breuer (Hg.): Der Zupfgeigenhansl, Leipzig 1912. Nachwort.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstätten ==&lt;br /&gt;
An die Entstehung des &amp;#039;&amp;#039;Zupfgeigenhansl&amp;#039;&amp;#039; im Haus am Klingenteich 27 (damals 17) in Heidelberg, wo zahlreiche Wandervögel zur Untermiete wohnten und das liebevoll „alte Pachantey“ genannt wurde, erinnert eine am Haus angebrachte Tafel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Ausgaben ===&lt;br /&gt;
* Hans Breuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich Hohmann, Darmstadt 1909.&lt;br /&gt;
* Hans Breuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich Hofmeister, 10. Auflage Leipzig 1913 (endgültige Ausgabe, auf der die meisten späteren Auflagen basieren).&amp;lt;br /&amp;gt;[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/content/titleinfo/2065449 Digitalisat] der 90. Auflage 1920; Exemplar der [[Universität Düsseldorf|Universitätsbibliothek Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
* Hans Breuer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl.&amp;#039;&amp;#039; Melodieausgabe mit Gitarren-Akkordbezifferung und Grifftabelle. Reprint der 10. Ausgabe, Leipzig 1913 (ED 3586). Schott, Mainz 1983, ISBN 3-7957-4002-9.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Scherrer (Musiker)|Heinrich Scherrer]]: (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zupfgeigenhansl.&amp;#039;&amp;#039; Für eine Singstimme mit Gitarrenbegleitsatz. Hofmeister, Leipzig 1914. Reprint: (ED 4055). Schott, Mainz 1953.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Salzmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Lieder des Zupfgeigenhansl: deutsche Volksweisen.&amp;#039;&amp;#039; Für eine Singstimme mit Klavierbegleitung. Friedrich Hofmeister, Leipzig 1913 (ED 4650). Reprint: (ED 4650) Schott, Mainz 1974.&lt;br /&gt;
* Bertold Marohl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der neue Zupfgeigenhansl.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz 1983, ISBN 3-7957-2062-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
* Albert Gutfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Volkslied in der Jugendbewegung, betrachtet am Zupfgeigenhansl. &amp;#039;&amp;#039; Gelnhausen 1934.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kaschuba: &amp;#039;&amp;#039;Volkslied und Volksmythos. Der „Zupfgeigenhansl“ als Lied- und Leitbuch der deutschen Jugendbewegung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für Volksliedforschung&amp;#039;&amp;#039;, 34. Jahrg., 1989, {{ISSN|0075-2789}}, S. 41–55. {{JSTOR|849188}} bei jstor.org (Subskriptionszugriff).&lt;br /&gt;
* Hans Lißner: &amp;#039;&amp;#039;Wie der Zupfgeigenhansl entstand.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung und Vermächtnis: ein Gedenkbüchlein um Hans Breuer&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag Erich Matthes]], Hartenstein 1932.&lt;br /&gt;
* Maike Mumm: &amp;#039;&amp;#039;Der Wandervogel in Heidelberg. Hans Breuer und die Entstehung des Zupfgeigenhansl 1908.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, 2009&amp;#039;&amp;#039;, 13. Jahrg., Heidelberg 2008, ISBN 978-3-924566-36-4.&lt;br /&gt;
* Charlotte Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Die literarischen Quellen des Zupfgeigenhansl: Eine volkskundliche Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; (Diss.) Göttingen 1950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.strubb.de/Singen%20in%20den%20Buenden.pdf Helmut König: &amp;#039;&amp;#039;Singen in den Bünden – Der Zupfgeigenhansl und seine Nachfolger&amp;#039;&amp;#039;]. (PDF, 140 kB)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.volksliederarchiv.de/lexikon/zupfgeigenhansl/ Liederlexikon: Der Zupfgeigenhansl]&amp;#039;&amp;#039; auf volksliederarchiv.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Zupfgeigenhansl #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liederbuch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur der Jugendbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterscheinen 1909]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gudrun Meyer</name></author>
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