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	<title>Der Tod des Sardanapal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Tod_des_Sardanapal&amp;diff=264256&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 19. März 2026 um 12:27 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-19T12:27:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemälde&lt;br /&gt;
| bilddatei=La Mort de Sardanapale - Eugène Delacroix - Musée du Louvre Peintures RF 2346.jpg&lt;br /&gt;
| titel=Der Tod des Sardanapal&lt;br /&gt;
| künstler=Eugène Delacroix&lt;br /&gt;
| jahr=1827/28&lt;br /&gt;
| technik=Öl auf Leinwand&lt;br /&gt;
| höhe=395&lt;br /&gt;
| breite=495&lt;br /&gt;
| museum=Louvre&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Sardanapal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gemälde des französischen Malers [[Eugène Delacroix]]. Das 3,95 × 4,95 Meter große Gemälde hängt im [[Louvre]] in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Delacroix hatte das Bild für die Ausstellung 1827/28 im [[Pariser Salon]] gemalt. Er wollte mit diesem Bild bewusst provozieren, aber er war damit zu weit gegangen. Die Empörung der Öffentlichkeit war so groß, dass Delacroix, der Liebling des Pariser Salons, nach eigenen Angaben jahrelang keine Käufer für seine Werke fand. Erst mit dem Gemälde &amp;#039;&amp;#039;[[Die Freiheit führt das Volk]]&amp;#039;&amp;#039; gewann er die Gunst seines Publikums langsam wieder zurück.&lt;br /&gt;
Delacroix’ Vorliebe für [[orient]]alische Motive spiegelt sich auch in diesem Werk wider: Die Geschichte beruht auf der griechischen Sage um den (nicht historischen) [[Assyrisches Reich|assyrischen]] König [[Sardanapal]], der seine Stadt gegen einen übermächtigen Feind verteidigte. Doch als der Fluss [[Euphrat]] über die Ufer trat und die Stadtmauer zerstörte, ließ Sardanapal in seinem Palast einen riesigen Scheiterhaufen errichten, brachte seine Reichtümer in einen freigelassenen Raum, schloss sich dort mit seinen Dienern und Konkubinen ein und überantwortete alles den Flammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sage geht vermutlich auf den Konflikt zwischen dem [[Assyrisches Reich|assyrischen]] König [[Assurbanipal]] und seinem Bruder [[Šamaš-šuma-ukin]], dem König von [[Babylon]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Gemälde ==&lt;br /&gt;
Delacroix hält auf dem Gemälde den letzten Augenblick im Leben des Königs Sardanapal fest: Auf einem breiten Bett ruhend, um sich herum Kostbarkeiten und Tand angehäuft, betrachtet Sardanapal mit Gleichmut, wie in dem Zimmer alles Leben ausgelöscht wird. Diener ermorden seine nackten Konkubinen, ein Mundschenk steht an seiner Seite, er hält ein Tablett mit einer Karaffe, in der sich Gift befindet. Im Hintergrund züngeln bereits die ersten Flammen. Seinem Araberpferd, geschmückt wie eine Frau mit Perlen und Zöpfen wird von einem Diener ein Messer in die Brust gestoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Tod des Sardanapal“ bringt Delacroix&amp;#039; [[Romantik|romantische]] Bestrebungen wohl am radikalsten zum Ausdruck. Die [[Ästhetik#Romantik|Ästhetik]] des dramatischen Geschehens scheint wichtiger als das eigentliche Grauen, die strahlenden Farben, die [[Exotik]] und die rhythmischen Haltungen treten in den Vordergrund. Der intensive Schaffensprozess wird durch die Malweise zum Ausdruck gebracht und führt durch seine durchaus auch gewollte Künstlichkeit gleichzeitig zu einer gewissen Distanz. Delacroix nimmt hier die Rolle eines Verbindungsgliedes zwischen dem Ästhetizismus des [[Klassizismus (Malerei)|Klassizismus]] und der Romantik sowie der [[Moderne Kunst|Modernität]] ein. Die auf diesem Salon als neu betitelte, jedoch in sich sehr heterogene Schule der Romantiker bildete eine generelle Opposition zur dogmatischen „Klassik“. Ihnen gemeinsam war die Suche nach Freiheit, das Idol des [[Genie]]s und Dandys sowie die Darstellung des Besonderen, des Individuums, des Temperaments oder allgemein des flüchtigen Augenblicks. Der „Sardanapal“ seinerseits wirkte überschwänglich, [[ekstatisch]] und obszön und sollte Märchenhaftigkeit, Sinnlichkeit und Tyrannei vereinen. In all diesem reflektiert Delacroix das romantische Künstlertum, aber sozusagen im Extremzustand, verkörpert durch Sardanapal selbst im Moment dessen Untergangs. Er zeigt uns einen scheiternden, autonomen Despoten in seiner eigenen Welt, umgeben von schönen Konkubinen und prächtigen Farben, jedoch einsam und allein während seines selbst herangeführten Untergangs, ganz ähnlich wie Delacroix auch die Autonomie des romantischen Künstlers reflektiert, und zwar mit dem Preis der absoluten Einsamkeit in dessen künstlerischen Autonomie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christine Tauber |Titel=Ästhetischer Despotismus Eugène Delacroix&amp;#039; &amp;quot;Tod des Sardanapal&amp;quot; als Künstlerchiffre |Verlag=UVK Universitätsverlag Konstanz |Ort=Konstanz |Datum=2006 |Seiten=35 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild stieß beim zeitgenössischen Publikum auf Ablehnung und ein Unverständnis, das sich bis heute fortzusetzen scheint und sogar Delacroix selbst lange beschäftigte. Der nach antiker, [[hellenistisch]]er als auch nach zeitgenössischer französischer, restaurativ-bürgerlicher Sichtweise sehr negativ behaftete König Sardanapal ließ sich jedoch leicht zu einer geradezu heldenhaften Figur der Romantik transformieren. Delacroix schuf mit seinem „Sardanapal“ Ende 1827 ein bewusst provozierendes Gemälde, das viele Merkmale der französischen Romantik aufweisen sollte: den zügellosen [[Übermensch]]en als Helden, die Kombination von Erotik und Tod, den [[Orient]] als Dekor, große Bewegung statt ruhig-ausgewogenem Bildaufbau, Dominanz der Farbe über die Linie. Auch die romantische Idee des [[Das Erhabene|Erhabenen]] scheint durch. Seine Darstellung war in ihrer Gesamtheit auch geradezu typisch für die spätere Richtung der sogenannten [[Schwarze Romantik|schwarzen Romantik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser „asiatische Gewaltstreich“ (Delacroix) war [[Voyeurismus|voyeuristisch]] angelegt. Die Frauen sind der Besitz eines Mannes, der über ihr Leben und Verderben entscheidet. Sie sind sein erotisches Spielzeug, Objekte seiner Schaulust – und die des Publikums. Die damalige Öffentlichkeit konnte der Melange von Erotik und Tod nichts abgewinnen. Delacroix transferierte in Tod des Sardanapal erstmals so auch das Private in den Öffentlichen Raum, er zeigte den Tod Sardanapals in seinem privaten Gemach auf und verschob so „die entscheidende Schlacht ins Schlafzimmer des perversen Lüstlings [Sardanapals]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christine Tauber |Titel=Ästhetischer Despotismus Eugène Delacroix&amp;#039; &amp;quot; Tod des Sardanapal&amp;quot; als Künstlerchiffre. |Verlag=UVK Universitätsverlag Konstanz |Jahr=2006 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1846 fand Delacroix für dieses Bild einen Abnehmer aus England. 1921 wurde es von Frankreich für den [[Louvre]] aufgekauft und hängt dort heute nicht weit vom Gemälde &amp;#039;&amp;#039;Die Freiheit führt das Volk&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Kurz vor dem Verkauf nach England hat Delacroix eine kleinformatige Replik seines Gemäldes angefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christine Tauber]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/orientalismus-in-muenchen-goethe-haette-sich-das-so-gewuenscht-1611541.html Goethe hätte sich das so gewünscht]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039; vom 29. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daguerre de Hureaux, Alain. &amp;#039;&amp;#039;Delacroix. das Gesamtwerk.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1994.&lt;br /&gt;
* Dill, Ueli. &amp;#039;&amp;#039;Antike Mythen. Medien, Transformationen und Konstruktionen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009.&lt;br /&gt;
* [[Walter Friedlaender]]: &amp;#039;&amp;#039;Hauptströmungen der französischen Malerei von David bis Delacroix.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1977.&lt;br /&gt;
* Hoffmann-Curtius, Kathrin. &amp;#039;&amp;#039;Orientalisierung von Gewalt. Delacroix&amp;#039; „Tod des Sardanapal“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Projektionen – Rassismus und Sexismus in der visuellen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Annegret Friedrich. Marburg 1997.&lt;br /&gt;
* Jobert, Barthélemy. &amp;#039;&amp;#039;Delacroix.&amp;#039;&amp;#039; Princeton 1998.&lt;br /&gt;
* Lassaigne, Jacques. &amp;#039;&amp;#039;Eugène Delacroix.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1950.&lt;br /&gt;
* Schmidt-Linsenhoff, Viktoria. &amp;#039;&amp;#039;Ästhetik der Differenz/1. postkoloniale Perspektiven vom 16. bis 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;; 15 Fallstudien. Marburg 2010.&lt;br /&gt;
* Rautmann, Peter. &amp;#039;&amp;#039;Eugène Delacroix.&amp;#039;&amp;#039; München 1997.&lt;br /&gt;
* Rubin, James Henry. &amp;#039;&amp;#039;Eugène Delacroix, die Dantebarke. Idealismus und Modernität.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Death of Sardanapalus by Eugène Delacroix|Der Tod des Sardanapal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Tod des Sardanapal #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde von Eugène Delacroix]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antikenrezeption]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemälde des Louvre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tod in der Malerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weiblicher Akt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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