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	<title>Der Silbersee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Silbersee&amp;diff=1404395&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FordPrefect42: /* Weblinks */ +1</title>
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		<updated>2025-02-22T06:44:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; +1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Oper&lt;br /&gt;
| T = &lt;br /&gt;
| OT = Der Silbersee – Ein Wintermärchen&lt;br /&gt;
| OS = Deutsch&lt;br /&gt;
| Mus = [[Kurt Weill]]&lt;br /&gt;
| Lib = [[Georg Kaiser]]&lt;br /&gt;
| UA = 18. Februar 1933&lt;br /&gt;
| UAort = [[Altes Theater (Leipzig)]], [[Magdeburg]] und [[Erfurt]]&lt;br /&gt;
| Dauer = ca. 80 Minuten&lt;br /&gt;
| OrtZeit = &lt;br /&gt;
| Pers = *Ladendieb Severin ([[Tenor (Stimmlage)|Tenor]])&lt;br /&gt;
* Polizist Olim ([[Bass (Stimmlage)|Bass]])&lt;br /&gt;
* 2 Burschen (Tenor)&lt;br /&gt;
* 2 Verkäuferinnen ([[Sopran]])&lt;br /&gt;
* Lotterieagent (Tenor)&lt;br /&gt;
* Hausdame Fennimore (Sopran)&lt;br /&gt;
* Frau von Luber&lt;br /&gt;
* Baron Laur&lt;br /&gt;
* Chor ([[SATB]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Silbersee – Ein Wintermärchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Bühnenspiel von [[Kurt Weill]] in 3 Akten nach einem Text von [[Georg Kaiser]]. Es wurde am 18. Februar 1933 unter [[Detlef Sierck]] ([[Regisseur]]) und [[Gustav Brecher]] ([[Dirigent]]) in [[Leipzig]] uraufgeführt, 3 Wochen nach der [[Machtübernahme]] durch die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei]] am 30. Januar 1933. Es ist das letzte Projekt Weills vor seiner Flucht ins Ausland am 21. März 1933, dem „[[Tag von Potsdam]]“, und wurde nach der 16. Aufführung in Leipzig am 4. März 1933 von den Nationalsozialisten abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Olim, ein preußischer Polizist, schießt auf den flüchtenden Severin, der eine Ananas gestohlen hat und mit anderen Hunger leidenden Außenseitern am Silbersee haust. Severin überlebt, und Olim hat seither Gewissensbisse. Er gewinnt in der Lotterie den Hauptgewinn und kauft das Schloss am Silbersee vom in der [[Weimarer Republik]] demokratisch entmachteten Adel. Er nimmt den Angeschossenen zu sich auf, pflegt ihn, und will, dass dieser sein Freund wird. Severin wird depressiv und erhofft sich Befreiung durch Rache an dem Polizisten, der auf ihn geschossen hat, so dass sich auf dem Anwesen unterschwellig ein Konflikt entwickelt bis Severin schließlich erfährt, dass Olim jener Polizist war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Haushälterin tätige Frau von Luber spielt beide Männer gegeneinander aus, so dass sich Olim an Leib und Leben von Severin bedroht fühlt und Frau von Luber sein gesamtes Hab und Gut mit einer vermeintlichen Vollmacht übereignet. Frau von Luber feiert mit Baron Laur die Wiederherstellung der alten Herrlichkeit und verjagt Severin und Olim aus dem Schloss. Severin und Olim versöhnen sich letztlich und wollen nichts weiter als im Silbersee sterben. Dieser friert plötzlich zu und geleitet beide zur „Helligkeit“. Nach zahlreichen Anspielungen auf die damalige [[Machtergreifung]] [[Adolf Hitler]]s wendet sich das Finale nun mahnend an die Zuschauer, wie Olim und Severin ebenfalls nicht der nationalsozialistischen Hetze zu erliegen und sich vor Intrigen des Adels zu hüten: „Euch entlässt die Verpflichtung weiter zu leben noch nicht …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musik ==&lt;br /&gt;
Obwohl dem &amp;#039;&amp;#039;Silbersee&amp;#039;&amp;#039; ein Theaterstück zugrunde liegt und der Großteil der Handlung gesprochen wird, verlangt es in der musikalischen Ausarbeitung Weills ausgebildete Sänger und ein mittelgroßes Orchester. Weill nutzt dazu, ähnlich wie in anderen Werken, eine Vielzahl an Formen wie die [[Kantate]], Instrumental-Stücke, [[Moritat]]en und Lieder. Er stellt Grenzen von Gattungen und Genres in Frage. Die Nazis nannten das Stück deshalb über den Begriff der [[Entartete Musik|Entartung]] hinaus einen „musikalischen Bastard“. Weil es sich aufgrund seiner Beschaffenheit weder auf der Opern- noch auf der Theaterbühne hat durchsetzen können, fällt es noch heute schwer, eine geeignete Aufführungsform zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und Folgen ==&lt;br /&gt;
Die Schauspieloper wurde in den drei Städten Leipzig, Magdeburg und Erfurt zugleich uraufgeführt. Die Leipziger Uraufführung am 18. Februar 1933 vom [[MDR Sinfonieorchester|Leipziger Sinfonieorchester]] unter Leitung von [[Gustav Brecher]] wurde zunächst als „großer Tag des städtischen Theaters“&amp;lt;ref&amp;gt;Kritik im Berliner Tageblatt, 20. Februar 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefeiert. Während weniger parteiaffine Theaterkritiker positiv reagierten, griff die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NS]]-Presse das Werk scharf als „verkümmertes Denkdrama“ an:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Musik Kurt Weills bedeutet stilistisch (…) eine sehr bemerkenswerte Weiterbildung der Musik zur [[Dreigroschenoper]]. (…) Die Musik hat einen ganz starken dramatischen Nerv.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Leipziger neuste Nachrichten, 19. Februar 1933}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wer (…) das verkümmerte ‚Denkdrama‘ Georg Kaisers durchschaut, wird sich durch den unehrlichen sozialen Unterton des ‚Wintermärchens‘ nicht bluffen lassen. (…) Nun wird er &amp;#039;&amp;#039;(Gustav Brecher)&amp;#039;&amp;#039; ihn &amp;#039;&amp;#039;(Adolf Hitler)&amp;#039;&amp;#039; und die von ihm ausgehende, alles Ungesunde und Schädliche hinwegwerfende Kraft noch genau kennenlernen!&lt;br /&gt;
 |Quelle=[[Völkischer Beobachter]], 24. Februar 1933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Protesten und Boykottdrohungen wurde das Stück in allen drei Städten abgesetzt. Einen Tag nach dem Verbot des Stücks durch die NSDAP am 4. März 1933 wurde Georg Kaiser aus der [[Preußische Akademie der Künste|Preußischen Akademie der Künste]] ausgeschlossen. Am 10. Mai wurde das Stück auf dem Berliner [[Bebelplatz|Opernplatz]] in der durch [[Caspar Neher]] illustrierten Ausgabe [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|verbrannt]]. Im Mai 1940 nehmen sich Dirigent Brecher und seine Frau Gertrud Deutsch (Tochter von [[Felix Deutsch]]), beide seit sieben Jahren auf der Flucht, bei [[Ostende]] aus Angst, deutschen Besatzern in die Hände zu fallen, gemeinsam das Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde &amp;#039;&amp;#039;Der Silbersee&amp;#039;&amp;#039; nur selten und dabei häufig konzertant und verkürzt aufgeführt. Eine Kurzfassung mit reduzierter Orchesterbesetzung richteten [[Hans Lietzau]] und [[Boris Blacher]] für das [[Schlossparktheater]] West-Berlin zum 19. September 1955 ein und nahmen mit dieser Inszenierung auch an den [[Berliner Festspiele|Berliner Festwochen]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Theater in Berlin. Theaterpremieren 1945–1970&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. im Auftrage des Senats von Berlin. Heinz Spitzing, Berlin 1972. S. 183, 530.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Holland Festival]] in [[Den Haag]] zeigten [[Josef Heinzelmann]] und David Drew am 25. Juni 1971 eine 90-minütige Konzertfassung, erzählerisch von [[Lotte Lenya]] begleitet (Dirigent [[Gary Bertini]]). Am 10. September 1975 wurde in Berlin eine 50-minütige Konzertfassung von David Drew für fünf Solisten, Chor und Orchester ohne Dialogpartien dargeboten (Dirigent Gary Bertini). Unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Silverlake&amp;#039;&amp;#039; wurde am 20. März 1980 eine freie Bearbeitung mit einem englischen Libretto von Hugh C. Wheeler und einer erweiterten Bühnenmusik von Lys Simonette im New York State Theater in [[New York City]] aufgeführt. Regie führte [[Harold Prince]], Dirigent war [[Julius Rudel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Alan Rich: „Just When You Thought It Was Safe to Go Back to the City Opera.“ In: &amp;#039;&amp;#039;New York Magazine&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 13, Nr. 14, 7. April 1980, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1995 wurde eine Serie von sieben szenischen Vorstellungen der [[Neue Oper Wien|Neuen Oper Wien]] im Wiener Jugendstiltheater am Steinhof gegeben. Dirigent war [[Walter Kobéra]]. Inszeniert wurde das Werk damals von Bruno Berger-Gorsky.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Dirigent [[Ingo Metzmacher]] leitete am 15. Dezember 2007 eine konzertante Aufführung des Werks mit der [[Berliner Philharmonie]] und dem [[Rundfunkchor Berlin]] in Berlin, die von [[Deutschlandradio Kultur]] aufgezeichnet wurde. Am 29. Januar 2009 wurde das Wintermärchen am [[Theater Augsburg]] in einer sachlich reduzierten Inszenierung von Manfred Weiß gezeigt. Unter der Regie von Intendant [[Lars-Ole Walburg]] wurde das Werk am 19. März 2011 am [[Schauspielhaus Hannover]] gezeigt (Musikalische Leitung: Thomas Posth) und kam bei den Kritikern mehrheitlich gut an: „Am Ende sieht der ganze kunstvoll arrangierte Abend so aus, als hätte [[Tim Burton]] einen Stummfilm gedreht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Arndt: &amp;#039;&amp;#039;„Der Silbersee“ feiert am Schauspiel Hannover Premiere&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hannoversche Allgemeine Zeitung|HAZ]], 21. März 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Silbersee: ein Wintermärchen in drei Akten.&amp;#039;&amp;#039; Libretto (Stage works of Kurt Weill: librettos and other text-related materials in the Weill-Lenya Research Center). Bloch Erben, Berlin o.&amp;amp;nbsp;J.; {{OCLC|83195904}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Silbersee : a sourcebook.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Kurt Weill Foundation for Music, New York 1996, {{OCLC|41524135}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMSLP2|id=Der Silbersee (Weill, Kurt)|cname=Der Silbersee (Weill, Kurt)}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kwf.org/works/der-silbersee/ Der Silbersee], Kurt Weill Foundation of Music (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.universaledition.com/Kurt-Weill/komponisten-und-werke/komponist/764/werk/1926 Details und Hörbeispiel] bei der Universal Edition&lt;br /&gt;
* [https://www.tagesspiegel.de/kultur/deutsches-symphonie-orchester-silberseelenwanderung/1120630.html Interview] mit [[Ingo Metzmacher]] im [[Tagesspiegel]], der das Stück im Dezember 2007 in Berlin aufführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=300172591|LCCN=n82106661|VIAF=179832945}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Silbersee #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper von Kurt Weill]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Georg Kaiser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper in deutscher Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operntitel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oper aus dem 20. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik 1933]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FordPrefect42</name></author>
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