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	<title>Der Ring des Polykrates - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:05:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Ring_des_Polykrates&amp;diff=508879&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Rezeption */</title>
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		<updated>2026-01-31T16:40:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schiller Polykrates Almanach 1798.png|miniatur|Beginn der Ballade im &amp;#039;&amp;#039;Musen-Almanach für das Jahr 1798&amp;#039;&amp;#039; (Erstdruck, Ausschnitt von S. 24)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Ring des Polykrates&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine im Juni 1797 geschriebene und im &amp;#039;&amp;#039;[[Musen-Almanach]]&amp;#039;&amp;#039; für das Jahr 1798 zuerst erschienene berühmte [[Ballade (Gedicht)|Ballade]] [[Friedrich Schiller]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://ora-web.swkk.de/digimo_online/digimo.entry?source=digimo.Digitalisat_anzeigen&amp;amp;a_id=4558 | wayback=20120418201504 | text=&amp;#039;&amp;#039;Musen-Almanach für das Jahr 1798&amp;#039;&amp;#039;}}, digitale Ausgabe der HAAB, Weimar; darin Schillers Ballade, S. 24–29 (Image 29–31), abgerufen am 1. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie behandelt das Thema, dass größter Erfolg umso gewisser tiefen Sturz befürchten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2019-08-28 Pythagorion (KPFC) 01.jpg|miniatur|hochkant=1.25|Pythagorio, erbaut auf den Ruinen der antiken Stadt Samos]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Farao Amasis.JPG|miniatur|Pharao [[Amasis (Pharao)|Amasis]] (Ägyptens König)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ballade beginnt mit den folgenden Worten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er stand auf seines Daches Zinnen,&lt;br /&gt;
Er schaute mit vergnügten Sinnen&lt;br /&gt;
Auf das beherrschte Samos hin.&lt;br /&gt;
„Dies alles ist mir untertänig,“&lt;br /&gt;
Begann er zu Ägyptens König,&lt;br /&gt;
„Gestehe, daß ich glücklich bin.“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Handlung der Geschichte wird auf zwei Tage zusammengedrängt. Zwölf der sechzehn Strophen behandeln ein einzig von Erfolgsmeldungen unterbrochenes, allenfalls mehrstündiges Gespräch des [[Tyrannis|Tyrann]]en [[Polykrates (Tyrann von Samos)|Polykrates]] von Samos mit seinem Freund, dem auf der reichen Insel [[Samos]] zu Besuch weilenden [[Pharao]] [[Amasis (Pharao)|Amasis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang, indes die beiden auf „das beherrschte Samos“ blicken, rühmt sich Polykrates seines [[Glück]]es. Damit sind zwei antike Vorstellungen angesprochen: der [[Wankelmut]] der [[Tyche]] (der [[Fortuna]], des Glücks) und der die Vergeltung (die [[Nemesis]]) auf sich herabrufende [[Übermut]] (die [[Hybris]]). Dreimal weist der um Polykrates immer besorgter werdende Freund diesen auf bestehende Gefahren hin (den Feldzug in Kleinasien, die Gefahr für seine Flotte, die Seemacht der Kreter). Doch kaum ausgesprochen, werden die [[Warnung]]en gegenstandslos: Ein Siegesbote bringt das Haupt des besiegten gegnerischen Feldherrn, die samische Flotte fährt bekränzt ein, und die Meldung „Die Kreter hat der Sturm zerstreuet“ wird überbracht. Amasis, dadurch nicht beruhigt, sondern entsetzt („Mir grauet vor der Götter Neide, | des Lebens ungemischte Freude | ward keinem Irdischen zuteil“), rät Polykrates, seinen teuersten Schatz ins Meer zu werfen, um seinem Glück selbst ein Unglück hinzuzufügen. Polykrates, „von Furcht beweget“, wirft seinen Lieblingsring in die Fluten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anderntags erscheint der Koch: Der Ring des Polykrates hat sich in einem gefangenen Fisch gefunden. Amasis verlässt den Polykrates auf der Stelle: „Die Götter wollen dein Verderben, | fort eil ich, nicht mit dir zu sterben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Schiller konnte sich darauf verlassen, dass seine Leser Polykrates’ künftiges Geschick kannten: Er wurde 522 v. Chr. vom persischen [[Satrap]]en [[Oroites]] gefangen, auf [[Mykale]] getötet, sein Leichnam gekreuzigt. Bereits Schillers Quelle [[Herodot]] hatte im 3. Buch seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Historien des Herodot|Historien]]&amp;#039;&amp;#039; diesen Kontrast von Erfolg und schmählichem Ende hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kreis um Schiller erfuhr die Ballade neben vielfältiger Zustimmung durchaus auch Kritik, wie der Briefwechsel Schillers mit seinem Freund [[Christian Gottfried Körner]] zeigt. Körner hielt den Stoff für zu trocken. Er meinte, ein erzählendes Gedicht fordere eine menschliche Hauptfigur, und für diese die stärkste Beleuchtung. Dies vermisse er im Ring des Polykrates. Dadurch werde die Wirkung des Ganzen geschwächt. Das Schicksal könne nie der Held eines Gedichts werden, aber wohl ein Mensch, der mit dem Schicksal kämpft. Diese Einwände ließ Schiller teilweise gelten, verwies aber auf die Meinung [[Johann Wolfgang von Goethe]]s, der Körners Begriff, aus dem dieser urteile und tadele, für zu eng ansehe, und diese Gedichte, zu denen der Ring des Polykrates gehört, als eine neue, die Poesie erweiternde Gattung angesehen wissen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schiller-institut.de/seiten/schill97.htm Schiller-Institut: &amp;#039;&amp;#039;Dichterpflänzchen&amp;#039;&amp;#039; zu Schillers Geburtstag 1998], abgerufen am 29. November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Luserke-Jaqui]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schiller-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2005, S. 280f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Trockenheit, die Du […] auch am Polycrates bemerkst mag von dem Gegenstand wohl kaum zu trennen seyn; weil die Personen darinn nur um der Idee willen da sind, und sich als Individuen derselben subordinieren. Es fragte sich also bloß, ob es erlaubt ist, aus dergleichen Stoffen Balladen zu machen; denn ein größres Leben möchten sie schwerlich vertragen, wenn die Wirkung des Uebersinnlichen nicht verlieren soll. Ich habe von der Ballade keinen so hohen Begriff, daß die Poesie nicht auch als bloßes Mittel dabei statthaben dürfte.|Autor=Friedrich Schiller|Quelle=Brief an Körner vom 2. Oktober 1797}}&lt;br /&gt;
Die Ballade bindet alle Motive in eine schnelle Handlung ein. Sie zeigt, dass der Vers straffer formulieren und schärfer pointieren kann als z.&amp;amp;nbsp;B. belehrende Prosa über die Kehrseite historischer Erfolge. Ihr Schluss, der das kommende Unheil weg lässt, konnte den Zeitgenossen [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] als Vorwegnahme von dessen Glück und Ende erscheinen. Sie gehörte zum festen Bestand des gymnasialen [[Deutschunterricht]]s bis wenigstens in die 1970er Jahre hinein und wurde in diesem Zusammenhang oft parodiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Greiner (Literaturkritiker)|Ulrich Greiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten&amp;#039;&amp;#039;. München 2009, S. 30ff, ISBN 978-3-406-59069-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Ringes ist eine bekannte [[Sage|Wandersage]], die unter anderem auch in der [[Hagiographie|Heiligenlegende]] des Bischofs [[Asaph (Bischof)|Asaph]] auftaucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Niehaus: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch der wandernden Dinge. Vom Ring des Polykrates bis zum entwendeten Brief&amp;#039;&amp;#039;. München 2009, ISBN 978-3-446-23405-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalische Parodien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Ring des Polykrates&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel einer 1869 in München uraufgeführten &amp;#039;&amp;#039;Burleske mit Gesang und Tanz in einem Aufzuge&amp;#039;&amp;#039; von [[August Schäffler]] (ein [[Franken (Region)|fränkischer]] Dichter, Schriftsteller, Archivar und Geschichtsforscher&amp;lt;ref&amp;gt;[[August Sperl]]: &amp;#039;&amp;#039;Schäffler, August, Archivar und Geschichtsforscher, 1837–1891.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Anton Chroust]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensläufe aus Franken.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. 1922, S. 386–393.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und Max Stahl mit der Musik von [[Georg Kremplsetzer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://operone.de/komponist/kremplsetzer.html www.operone.de: Titel und Hauptautoren], abgerufen am 1. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Der Ring des Polykrates&amp;#039;&amp;#039; ist auch der Titel einer einaktigen, heiteren [[Oper]] des Komponisten [[Erich Wolfgang Korngold]]. Das Libretto folgt frei dem gleichnamigen Lustspiel von [[Heinrich Teweles]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/um/content/titleinfo/1857560 Heinrich Teweles: &amp;#039;&amp;#039;Der Ring des Polykrates&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 1. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Werk entstand 1913/14 und wurde 1916 uraufgeführt. Die Handlung spielt im Jahre 1797. Zwei Paare, ein Ehepaar und dessen Dienerpärchen, erleben eine glückliche Liebe. Ein Gast sät Zweifel, man beschließt, nach dem Vorbild von Schillers druckfrischer Ballade den Ring zu werfen, und die Schicksalsfrage nach dem Vorleben der Frauen wird gestellt. Doch das Glück hat Bestand. Der Gast wird „den Göttern geopfert“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zazzerino.info/Korngold/Oper/007/index.shtml Inhaltsangabe nach dem Textbuch von 1915 bei www.zazzerino.info], abgerufen am 30. November 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Wolfgang Korngold: &amp;#039;&amp;#039;Der Ring des Polykrates&amp;#039;&amp;#039;. Textbuch, Mainz 1915&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildliche Darstellungen ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align = center&lt;br /&gt;
 | Bild1= Matthäus Merian, 0001.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = „Der Ring des Polykrates“, Kupferstich von [[Matthäus Merian]] dem Älteren, 1630.&lt;br /&gt;
 | Breite1=480&lt;br /&gt;
 | Bild2= Schiller Spiel zu Gedichten und Dramen Ring des Polykrates.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = „Der Ring des Polykrates“, Chromolithographie, um 1890. Teil eines Spiels zu Gedichten und Dramen von [[Friedrich Schiller]].&lt;br /&gt;
 | Breite2=275&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Das Motiv entsprechender Schicksalsumkehr bei [[Kroisos#Krösus und Solon: Das Motiv der Hybris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Moritz: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Balladen. Analysen für den Deutschunterricht&amp;#039;&amp;#039;, Schöningh, Paderborn 1972, ISBN 3-506-72814-8.&lt;br /&gt;
* [[Historien des Herodot|Herodot]] 3,39 ff.: Der Ring des Polykrates. Übersetzung [[Adolf Schöll]] (1829) [https://books.google.de/books?id=2Wc-AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA339 S.&amp;amp;nbsp;339 books.google], Egon Gottwein nach [[Johann Christian Felix Bähr]] [https://www.gottwein.de/Grie/herod/hdt03039.php gottwein.de].&lt;br /&gt;
* Herodot 3,120-125: Der Tod des Polykrates. Übersetzung Adolf Schöll (1829) [https://books.google.de/books?id=FXlEAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA402 S.&amp;amp;nbsp;402 books.google]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [https://www.friedrich-schiller-archiv.de/inhaltsangaben/schiller-der-ring-des-polykrates-inhaltsangabe-interpretation-und-quelle/ Über Inhalt, Aufbau, Interpretation und Entstehung der Ballade Schillers]&lt;br /&gt;
* [https://www.projekt-gutenberg.org/schiller/gedichte/chap059.html Die Ballade im Projekt Gutenberg]&lt;br /&gt;
* Rezitationen: [https://www.youtube.com/watch?v=JFeUkzkxQQ4 YouTube], [https://www.youtube.com/watch?v=zYKdU0TdoLw YouTube].&lt;br /&gt;
* Operneinakter von [[Erich Wolfgang Korngold]], Ausschnitt einer Aufführung des [[Theater Augsburg]]: [https://www.youtube.com/watch?v=27b_GHrBqTg].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schillers Werke}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ring Des Polykrates #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Friedrich Schiller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Weimarer Klassik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antikenrezeption]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ring in der Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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