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	<title>Der Ochse und sein Hirte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T23:35:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Ochse_und_sein_Hirte&amp;diff=936225&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Xqt: Bot-unterstützte Begriffsklärung: Waka - Link(s) ersetzt durch Waka (Gedicht)</title>
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		<updated>2025-04-18T07:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot-unterstützte Begriffsklärung: Waka - Link(s) ersetzt durch &lt;a href=&quot;/index.php/Waka_(Gedicht)&quot; title=&quot;Waka (Gedicht)&quot;&gt;Waka (Gedicht)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Ochse und sein Hirte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. in der verbreitetsten Variante auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;die zehn Ochsenbilder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|c=十牛圖|p=Shíniú tú}}; {{jaS|十牛図|jūgyūzu}}; in manchen Varianten sind es auch nur fünf, sechs oder acht Bilder) ist ein Motiv aus der chinesischen [[Tradition]] des [[Chan]]-[[Buddhismus]]. Die ursprüngliche Variante bestand aus einem kurzen Vers mit illustrierenden Holzschnitten. Sie beschreiben bzw. bebildern den spirituellen Weg eines typischen Zen-Buddhisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es sich bei dem abgebildeten Tier um einen [[Wasserbüffel]] handelt (das [[Kanji]] {{zh|c=牛|kurz=1}} steht eigentlich für „[[Hausrind|Rind]]“), hat sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ochsenbilder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; im deutschen Sprachraum durchgesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dumoulin334&amp;quot;&amp;gt;Dumoulin 1985, S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Grundlage für den bis heute noch populärsten Bildzyklus (insgesamt sind vier überliefert)&amp;lt;ref&amp;gt;Dumoulin 1985, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde von dem [[Song-Dynastie|song]]-chinesischen [[Linji zong|Linji]]-[[Chan]]-Meister [[Kuoan Shiyuan]] ({{zh|kurz=1|c=廓庵師遠|p=Kuòān Shīyuǎn|w=Kuo-an Shih-yuan}}) um 1150 geschrieben und illustriert. Später fügte Chi-yuan ein Vorwort und kurze Geleitworte zu jedem Bild hinzu. Diese Version erfuhr in China und Korea keine große Verbreitung, erfreute sich aber im [[Japanisches Mittelalter|mittelalterlichen Japan]] großer Beliebtheit. In China und Korea war die frühere Version des Chan-Meisters [[Pu Ming]] ({{zh|kurz=1|c=普明|p=Pǔ Míng|w=P&amp;#039;u-ming}}) wesentlich beliebter, die sich in vielerlei Hinsicht von der von Kuòān unterscheidet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoriOx&amp;quot;&amp;gt;Tetsuro Mori: &amp;#039;&amp;#039;The Kyoto School in Light of the Tradition of Zen Buddhism: From Zen’s Ten Oxherding Pictures to the &amp;#039;Logic of Locus&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Bulletin of the Institute for World Affairs.&amp;#039;&amp;#039; Kyoto Sangyo University, No. 21, 2005, S. 108f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuòāns Version wurde im Japan des 17. Jahrhunderts zusammen mit [[Waka (Gedicht)|Waka]]-Gedichten von [[Shōtetsu]] (1380–1458) in einer Anthologie von Zen-Schriften namens &amp;#039;&amp;#039;Zenshū shiburoku&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht, das oft als einführende Lektüre für Zen-Schüler verwendet wurde. Die Originale von Kuoan sind verlorengegangen. Zu den beliebtesten Versionen der zehn Ochsenbilder der Gegenwart zählen die Drucke des Hanga-Holzschneiders [[Tokuriki Tomikichirō]] (1902–2000). Im Westen wurde die Bilderserie insbesondere durch die Übersetzung ins Englische von [[Daisetz Teitaro Suzuki|D. T. Suzuki]] (erstmals 1927 in &amp;#039;&amp;#039;Essays in Zen Buddhism: First Series.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dumoulin334&amp;quot; /&amp;gt;) mit Illustrationen des in der [[Muromachi-Zeit]] wirkenden Priesters [[Shūbun]] († spätes 15. Jahrhundert) vom Tempel [[Shōkoku-ji]] bekanntgemacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoriOx&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Nachfolgend die Bildernamen der Kuoan-Version,&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Tetsuro Mori: &amp;#039;&amp;#039;Ekstase und Ausdruck – Zu Schelling und Nishida.&amp;#039;&amp;#039; Vortrag auf dem Internationalen Schellingkongress in Tokio und Kyoto im Jahre 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; kombiniert mit den Bildern von Shūbun:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &amp;quot;Looking for the Ox&amp;quot;, by Tenshō Shūbun.jpg|1&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Die Suche nach dem Ochsen&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 2.jpg|2&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Das Finden der Ochsenspur&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 3.jpg|3&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Das Finden des Ochsen&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 4.jpg|4&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Das Fangen des Ochsen&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 5.jpg|5&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Das Zähmen des Ochsen&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 6.jpg|6&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Die Heimkehr auf dem Rücken des Ochsen [d.&amp;amp;nbsp;h., das Ego wurde gezähmt]&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 7.jpg|7&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Der Ochse ist vergessen, der Hirte bleibt&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 8.jpg|8&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Die vollkommene Vergessenheit von Ochs und Hirte&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 9.jpg|9&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Zurückgekehrt in den Grund und Ursprung&lt;br /&gt;
 Oxherding pictures, No. 10.jpg|10&amp;lt;nowiki&amp;gt;)&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Das Hereinkommen auf den Markt mit offenen Händen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Heinrich Dumoulin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dumoulin 1985, S. 261&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; steht der Ochs für das „eigentliche, tiefe [[Selbst]]“ und der Hirt „für den [[Mensch]]en schlechthin“. Dumoulins Interpretation dieser [[Parabel (Sprache)|Parabel]] des „Zen-Vorgangs &amp;#039;&amp;#039;par excellence&amp;#039;&amp;#039;“ lautet wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Hirte hat den Ochsen verloren und steht allein auf weiter Flur (1. Bild), aber kann der Mensch sein Selbst verlieren? Er sucht und erblickt die Spur des Ochsen (2. Bild), es gibt eine Vermittlung, eine Hilfe, bei der auch religiöse Dinge wie [[Sutra|Sutren]] und [[Buddhistischer Tempel|Tempelklöster]] eine Rolle spielen können. Den Spuren nachgehend, findet er den Ochsen (3. Bild), aber noch ist es nur ein fernes, intellektuelles [[Wissen]] oder [[Intuition|intuitives]] Fühlen um den Ochsen, er zähmt das Tier mit heißem Bemühen (4. Bild) und weidet es mit sorgfältiger Wachsamkeit (5. Bild). Diese zwei Stufen beinhalten die Übung in der Zen-Halle, die harte, peinvolle Übung bis zum Erfassen der [[Erleuchtung (Buddhismus)|Erleuchtung]] und die unabdingbare Übung des Erleuchteten. Der Übende erlangt volle Sicherheit, schon schwingt sich der Hirte auf den Rücken des Ochsen und kehrt, die Flöte spielend, triumphierend heim (6. Bild), die Freude des Hirten und der erhobene Kopf des schon nicht mehr nach Gras gierenden Tieres zeigen die erlangte volle Freiheit an. Beide sind nun eins, der Hirte in seiner Freiheit bedarf nicht mehr des «Ochsen», er vergisst ihn wie nach dem berühmten Wort [[Zhuangzi|Chuang-tzu’s]] Falle und Netz unnütz werden, wenn der Hase und der Fisch gefangen sind. So ist der Hirte allein, ohne den Ochsen (7. Bild). Nun verschwinden beide, Ochs und Hirte, im gründenden und umfassenden Nichts des Kreisrunds (8. Bild). Wenn der Hirte wieder erscheint, sind alle Dinge um ihn so, wie sie sind (9. Bild) – der Alltag des Erleuchteten. Und der Hirte kommt herein in die Stadt und auf den Markt und beschenkt alle ringsum (10. Bild). Der Erleuchtete lebt mit allen seinen Mitmenschen und wie alle seine Mitmenschen, aber die Güte, die er ausstrahlt, rührt von seiner Erleuchtung her.|Heinrich Dumoulin|&amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Zen-Buddhismus.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Indien und China.&amp;#039;&amp;#039; Francke-Verlag, Bern 1985, S. 261&amp;amp;nbsp;ff.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Dumoulin]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Zen-Buddhismus.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Indien und China&amp;#039;&amp;#039;. Francke-Verlag, Bern 1985, ISBN 3-7720-1554-9, S. 261&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* Rekidō Ōtsu (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Ochs und sein Hirte: eine altchinesische Zen-Geschichte; mit japanischen Bildern aus dem 15. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (erläutert von Meister Daizohkutsu R. Ohtsu. Übersetzung von Kōichi Tsujimura und Hartmut Buchner). Neske-Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-7885-0236-3.&lt;br /&gt;
* [[Bogdan Snela]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Ochs und sein Hirte: Zen-Augenblicke&amp;#039;&amp;#039; (mit Kommentaren und ausgewählten Texten von [[Hugo M. Enomiya-Lassalle]]. Mit Tuschzeichnungen von [[Tatsuhiko Yokoo]] und Kalligraphien von Yoshiko Yokoo. Deutsche Übersetzung der Texte zu den 10 Ochsenbildern von Guido Joos). [[Kösel-Verlag]], München 1990, ISBN 3-466-20325-2.&lt;br /&gt;
* [[Zenkai Shibayama]]: Zen in Gleichnis und Bild [Japan 1970], Bern-München-Wien: Scherz-Verlag 1974&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Das [[Zen-Glossar]] beschreibt bekannte Ausdrücke aus dem Zen sowie dem Chan und erläutert die, für das Verständnis der Zen-Philosophie wichtige, wechselseitige Abhängigkeit der Begriffe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ox-herding pictures|Der Ochse und sein Hirte}}&lt;br /&gt;
* Texte: Kyosho Nr. 245 – 259 (Jahrgang 1994–1996), überarbeitete Fassung; Bilder: Werke von [[Yokoo Tatsuhiko]], Mitglied der Sanbōkyōdan Society [http://homepage2.nifty.com/sanbo_zen/cow_d.html]&lt;br /&gt;
* Texte: Zen-Guide Deutschland [http://www.zen-guide.de/zen/texte/id/237&amp;amp;titel=die+10+Ochsenbilder]&lt;br /&gt;
* Texte: Nach dem Buch: Zen und die Kultur Japans: Klosteralltag in Kyōto., Hrsg. von Claudius Müller; Bild: vermutlich Shūbun, Shokuku-ji, Kyōto, Japan [http://www.azentrix.de/index.html]&lt;br /&gt;
* [[Paul Reps]], [[Nyogen Senzaki]]: [http://www.iloveulove.com/spirituality/buddhist/tenbulls.htm Bilder und Text] in Englisch, aus: &amp;#039;&amp;#039;Zen Flesh, Zen Bones: A Collection of Zen and Pre-Zen Writings.&amp;#039;&amp;#039; Anchor Books, Garden City, N.Y. 1957. (Nachdruck: Penguin, London 2000, ISBN 0-14-028832-5)&lt;br /&gt;
* [http://mro.org/zmm/training/zenarts/oxherdinggallery.php Ochsenbilder der Zen Mountain Monastery]&lt;br /&gt;
* [http://www.shokoku-ji.or.jp/english/e_museum/collections/painting/jyugyuzu.html Ten Oxherding Pictures] – die zehn Shubun zugeschriebenen Illustrationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ochse und sein Hirte, Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistische Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buddhistische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk (Buddhismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft (Bildende Kunst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hirtenwesen in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rind (Bildende Kunst)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xqt</name></author>
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