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	<title>Der Kuckuck und der Esel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T21:18:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Kuckuck_und_der_Esel&amp;diff=1059227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Typografie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Kuckuck_und_der_Esel&amp;diff=1059227&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-31T09:19:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Der Kuckuck und der Esel.mid|mini|Melodie: nach Carl Friedrich Zelter &amp;#039;&amp;#039;Es ist ein Schuss gefallen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein bekanntes deutsches [[Kinderlied]], zu dem [[August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]] 1835 den Text schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: &amp;#039;&amp;#039;Unsere volkstümlichen Lieder.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, hrsg. und neu bearbeitet von Karl Hermann Prahl. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1900, S. 44; {{archive.org|unserevolkstmli00unkngoog|Blatt=n59}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Melodie geht zurück auf [[Carl Friedrich Zelter]]s 1810 entstandene Vertonung des humoristischen Gedichtes &amp;#039;&amp;#039;Es ist ein Schuss gefallen&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Wolfgang von Goethe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Zelter Es ist ein Schuss gefallen.jpg|Zelters Kunstlied]] verdoppelt in der zweiten Hälfte das Tempo, was in der Volksliedversion ausgeglichen ist.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuckuck und Esel.jpg|mini|hochkant=1.2|&amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039;, Scherenschnitt, frühes 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Im Lied ist der [[Kuckuck]]sruf im Mai dargestellt, in den der [[Hausesel|Esel]] mit seinem Schreien einfällt. Der [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] ist verwandt mit dem bekannten Volkslied über den Wettstreit des Kuckucks mit der [[Nachtigall]] aus &amp;#039;&amp;#039;[[Des Knaben Wunderhorn]]&amp;#039;&amp;#039;, in dem der Esel als Schiedsrichter den Kuckuck zum Sieger erklärt, weil er so schulmeisterlich brav nach den Regeln der Tonlehre singt ({{&amp;quot;|Der Kukuk drauf fing an geschwind · Sein Sang durch [[Terz (Musik)|Terz]] und [[Quarte|Quart]] und [[Quinte|Quint]].}}), während das freie Jubilieren der Nachtigall dem Esel zu unverständlich ist ({{&amp;quot;|Du machst mir&amp;#039;s kraus! I-ja! I-ja! Ich kann&amp;#039;s in Kopf nicht bringen!}}) – dieses Lied hat Gustav Mahler als [[Gustav Mahler#Orchester- und Klavierlieder|&amp;#039;&amp;#039;Lob des hohen Verstands&amp;#039;&amp;#039; (No. 10 &amp;#039;&amp;#039;Humoresken/Lieder aus Des Knaben Wunderhorn&amp;#039;&amp;#039;)]], aber auch [[Carl Loewe|Johann Karl Gottfried Loewe]] als Kunstlied vertont.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.lieder.net/lieder/get_text.html?TextId=4525 Lob des hohen Verstands]&amp;#039;&amp;#039;; Text auch in [[Friedrich Karl von Erlach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Volkslieder der Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Ausg., 1835, S. 23 ([http://books.google.at/books?id=a2ATAAAAQAAJ&amp;amp;lpg=PA24&amp;amp;ots=x6D_oVeBvV&amp;amp;pg=PA23 books.google])&amp;lt;/ref&amp;gt; Dahinter steht der antike Mythos vom [[Musikwettstreit zwischen Pan und Apollo]], bei dem sich [[Midas]] als unglücklicher Schiedsrichter Eselsohren zuzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039; ist der Streit zwischen diesen beiden in ihrer Selbstüberschätzung dargestellt. Ähnlich blamabel wie als Wettrichter ist die Rolle des Esels hier, er kann zwar an Lautstärke mithalten, gibt aber dem schon an sich eher schlichten, geradezu einfallslosen Kuckucksruf eine wenig rühmliche Konkurrenz und Begleitung. Insgesamt erinnert die von Fallersleben in wenigen Worten lapidar erzählte Handlung, die sich in keinerlei Interpretation oder moralisierenden Folgerungen verliert, an Sinnsprüche wie {{&amp;quot;|Unter den Blinden ist der Einäugige König}} und den Wettstreit der Großtuer, wie der im deutschen [[Schwank]] zum Themenrepertoire gehört: Nur das Wort {{&amp;quot;|schrei&amp;#039;n}} in Bezug auf die Laute auch des Kuckucks lässt erkennen, dass die Formulierung {{&amp;quot;|Das klang so schön und lieblich}} ironisch zu verstehen ist: Der Gesangswettbewerb wird von zwei Schreihälsen bestritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter Rühmkorf]] zählte in seiner Rede bei Entgegennahme des [[Hoffmann-von-Fallersleben-Preis|Hoffmann-von-Fallersleben-Preises für zeitkritische Literatur]] &amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039; zu Hoffmanns (im Sinne eines Diktums von [[Gottfried Benn]]) „‚sechs bis acht vollendeten Gedichten‘ [...], die sich am Ende eines entsagungsvollen Lebens schließlich als Ernte betrachten und der Nachwelt als sozusagen ‚hinter-lassungsfähige Gedichte‘ präsentieren ließen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hoffmann-von-fallersleben-gesellschaft.de/Preistraeger/Reden/Ruehmkorf_D.pdf Preisrede Rühmkorf] (PDF-Datei; 54&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Text ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoffmann von Fallersleben - Der Kuckuck und der Esel (1837).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039;, Druckfassung 1837]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Kuckuck und der Esel,&lt;br /&gt;
Die hatten großen&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;auch: &amp;#039;&amp;#039;einen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Streit,&lt;br /&gt;
𝄆 Wer wohl am besten sänge 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 Zur schönen Maienzeit. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kuckuck sprach: „das kann ich!“&lt;br /&gt;
Und hub&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;auch: &amp;#039;&amp;#039;fing&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; gleich an zu schrei’n.&lt;br /&gt;
𝄆 „Ich aber kann es besser!“ 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 Fiel gleich der Esel ein. 𝄇&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klang so schön und lieblich,&lt;br /&gt;
So schön von fern und nah:&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;auch: &amp;#039;&amp;#039;Von ferne und von nah&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
𝄆 Sie sangen alle beide 𝄇&lt;br /&gt;
𝄆 Kuku kuku ia!&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;auch: &amp;#039;&amp;#039;Kuckuck, Kuckuck, i-a!&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 𝄇&amp;lt;ref&amp;gt;August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: &amp;#039;&amp;#039;Gedichte. Neue Sammlung.&amp;#039;&amp;#039; Aderholz, Breslau 1837, S. 97; [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10703210?page=105 digitale-sammlungen.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
Textvarianten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Melodie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;score sound raw&amp;gt;&lt;br /&gt;
\header { tagline = ##f }&lt;br /&gt;
\layout { indent=0 \context { \Score \remove &amp;quot;Bar_number_engraver&amp;quot; } }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
global = { \key f \major \time 4/4 \partial 4 }&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
chordNames = \chordmode { \global \set ChordNames.midiInstrument = #&amp;quot;acoustic guitar (nylon)&amp;quot;&lt;br /&gt;
  s4 | f,1\p | g,:m | c,:7 | f,1&lt;br /&gt;
     | f,1 | g,:m | c,1:7 | f,1&lt;br /&gt;
     | f,2 d,:m | d,:7 g,:m | f,: c,:7 | f,1&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sopranoVoice = \relative c&amp;#039;&amp;#039; { \global&lt;br /&gt;
  c4 | a c a c | bes bes r bes g bes g bes | a2 r4&lt;br /&gt;
  c8( bes) | a4 a a a | bes bes r4&lt;br /&gt;
  bes8( a) | g4 g g g | a a r4&lt;br /&gt;
  f | f g a bes | c4.( d8 c4)&lt;br /&gt;
  bes | a a g g | f2 r4 \bar &amp;quot;|.&amp;quot;&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verse = \lyricmode {&lt;br /&gt;
  Der Ku -- ckuck und der E -- sel,&lt;br /&gt;
  die hat -- ten gro -- ßen Streit,&lt;br /&gt;
  wer wohl am bes -- ten sän -- ge,&lt;br /&gt;
  wer wohl am bes -- ten sän -- ge&lt;br /&gt;
  zur schö -- nen Mai -- en -- zeit,&lt;br /&gt;
  zur schö -- nen Mai -- en -- zeit.&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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    \new ChordNames \chordNames&lt;br /&gt;
    \new Staff \with { midiInstrument = &amp;quot;vibraphone&amp;quot; }&lt;br /&gt;
      \sopranoVoice&lt;br /&gt;
      \addlyrics \verse&lt;br /&gt;
  &amp;gt;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  \layout { }&lt;br /&gt;
  \midi {&lt;br /&gt;
    \tempo 4=156&lt;br /&gt;
  }&lt;br /&gt;
}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
=== Musikalische Rezeption ===&lt;br /&gt;
Es existieren zahlreiche musikalische Bearbeitungen und Variationen des Liedes, darunter Variationen für Violine, Violoncello und Klavier von [[Hans Poser (Komponist)|Hans Poser]] und ein Satz für Sopran und Klavier von [[Hans-Klaus Heinz]] (op. 72, 9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gibt es ein gleichnamiges Lied von der deutschen [[Deathcore]]-Band [[We Butter the Bread with Butter]], das auf diesem Lied beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Künstlerische Rezeption ===&lt;br /&gt;
Das Lied wurde in einer sogenannten [[Radio-Feature|Langen Radio-Nacht]] zum Thema „Sängerkrieg“ mit dem Titel „ich brech dir das reimbein, dein satz wird hinken“ mit als beispielhaftes Leitmotiv vorangestellt und künstlerisch verarbeitet. Die Sendung wurde vom [[Deutschlandradio|Deutschlandradio Berlin]] erstellt und im bundesweiten [[Hörfunk|Hörfunk-Programm]] [[Deutschlandradio Kultur]] am 30. Juli 2004 erstmals ausgestrahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/ich-brech-dir-das-reimbein-dein-satz-wird-hinken-100.html |titel=Sascha Verlan, Almut Schnerring : &amp;#039;&amp;#039;ich brech dir das reimbein, dein satz wird hinken&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2022-09-16}} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://ingeb.org/Lieder/DerKucku.html &amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039;] [https://ingeb.org/images/DerKucku.GIF Noten nach Carl Friedrich Zelter] und [https://ingeb.org/Lieder/derkucku.mid Melodie] auf &amp;#039;&amp;#039;ingeb.org&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://liederfarm.de/der-kuckuck-und-der-esel.html &amp;#039;&amp;#039;Der Kuckuck und der Esel&amp;#039;&amp;#039;] Liedbuchnachweis mit Tonart und Takt auf &amp;#039;&amp;#039;Liederfarm.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Xaver Frühbeis: [https://www.br-klassik.de/programm/sendungen-a-z/mittagsmusik/mittagsmusik-extra-volkslieder-194.html &amp;#039;&amp;#039;Sängerkrieg am Waldesrand. „Der Kuckuck und der Esel“.&amp;#039;&amp;#039;] BR-Klassik, Mittagsmusik extra, 4. Januar 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Amadeus (Film)|Amadeus]]&amp;#039;&amp;#039; wird die Melodie als von [[Antonio Salieri]] für Kaiser [[Joseph II.]] komponierter Marsch gespielt, die von [[Wolfgang Amadeus Mozart]] verbessert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1233837761|VIAF=538162181238308290008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuckuck und der Esel #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkslied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinderlied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kuckuck in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esel in der Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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