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	<title>Der Knabe Hüssein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T23:15:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-03-12T15:08:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Knabe Hüssein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Buch des pazifistischen deutschen Schriftstellers [[Armin T. Wegner]] aus dem Jahr 1921, welches Erlebnisse des Autors während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] in der [[Türkei]] verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Der Autor, Träger des [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuzes]], war als deutscher Soldat in der Türkei. Auf der Hin- und Rückreise 1915 und 1916 erlebte (und fotografierte) er, wie neben den üblichen Kriegsgeschehnissen eine großangelegte [[Völkermord an den Armeniern|Vertreibung und Ermordung]] von [[Armenier]]n betrieben wurde, die durch die allgemeinen Wirren des Weltkrieges international unbeobachtet blieb. Aufgrund einer Erkrankung an [[Fleckfieber]] früh nach Deutschland zurückgekehrt, konnte Wegner die deutsche Regierung über die Vorgänge in der Türkei informieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter, Beltz und Gelberg; erweiterte Ausgabe 2002, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt; In Form eines offenen Briefes intervenierte er außerdem auch beim US-Präsidenten [[Woodrow Wilson]] („Ein Vermächtnis in der Wüste – Offener Brief an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Woodrow Wilson, über die Austreibung des armenischen Volkes in die mesopotamische Wüste“). Hier schildert der Autor, der 1916 eine Zeitlang mit Missionsschwestern [[Aleppo]]s zusammengearbeitet hatte, seine freilich subjektiven Beobachtungen als Sanitäter bezüglich der Situation der Armenier in der Türkei äußerst drastisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Erschlagen, erschossen, erhängt, vergiftet, erdolcht, erdrosselt, von Seuchen verzehrt, ertränkt, erfroren, verdurstet, verhungert, verfault, von Schakalen angefressen. Kinder weinten sich in den Tod. Männer zerschmetterten sich an Felsen, Schwangere stürzten sich, die Hände aneinandergebunden, mit Gesang in den Euphrat.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegners Hoffnung, die kaiserliche Diplomatie würde Einfluss auf die mit ihnen verbündeten Türken nehmen, wurde genauso enttäuscht wie die Erwartung nach 1918, die Siegermächte würden sich für das armenische Volk einsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter, Beltz und Gelberg; erweiterte Ausgabe 2002, S. 61&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiernach sprach sich Wegner immer wieder öffentlich für „eine deutsche Schuld“ am Schicksal der Armenier aus, z.&amp;amp;nbsp;B. in einer zusammen mit der [[Deutsch-Armenische Gesellschaft|Deutsch-Armenischen Gesellschaft]] und einer Zahl Missionsgesellschaften durchgeführten Großveranstaltung in der [[Berlin]]er [[Urania]], die einiges Aufsehen erregte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629162103/http://www.bautz.de/bbkl/w/wegner.shtml |autor=Martin Tamcke|artikel=WEGNER, Armin Theophil|band=13|spalten=585-588}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Aufführung und inhaltliche Beschreibungen der einzelnen Novellen --[[Benutzer:Projekt-Till|Projekt-Till]] 10:03, 30. Aug. 2007 (CEST)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die literarische Verarbeitung von Wegners Erlebnissen in der Türkei in den „Türkischen Novellen“, die in dem 1921 erschienenen Band &amp;#039;&amp;#039;Der Knabe Hüssein&amp;#039;&amp;#039; erschienen sind, gilt als eines der beeindruckendsten Werke des Schriftstellers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629162103/http://www.bautz.de/bbkl/w/wegner.shtml |autor=Martin Tamcke|artikel=WEGNER, Armin Theophil|band=13|spalten=585-588}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ba/020517wegner.html Rede des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters Klaus-Dieter Gröhler zur Enthüllung der Gedenktafel für Armin T. Wegner am 17. Mai 2002]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der österreichische Schriftsteller [[Stefan Zweig]] urteilte über Wegners Arbeit: „Hier hat der ergriffene Mensch ein Land und ein Volk in seiner schwersten Stunde gesehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller]], VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1975&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen aus der Türkei&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Im Hause der Geselligkeit&amp;#039;&amp;#039; (1920) sowie &amp;#039;&amp;#039;Weg ohne Heimkehr&amp;#039;&amp;#039; (1919) hatte der Schriftsteller schon zuvor mit der literarischen Verarbeitung seiner Erlebnisse begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Das Interesse an dem Werk &amp;#039;&amp;#039;Der Knabe Hüssein&amp;#039;&amp;#039; hatte sich schon in der Weimarer Republik in Grenzen gehalten und das Buch blieb auch politisch folgenlos. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] fiel das Buch den [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|Bücherverbrennungen]] zum Opfer. Danach wurde es über Jahrzehnte nicht mehr aufgelegt. In dem Band &amp;#039;&amp;#039;Der Knabe Hüssein und andere Erzählungen&amp;#039;&amp;#039; ist es seit 2012 wieder erhältlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.wallstein-verlag.de/9783835311046.html | titel=Wallstein Verlag: Der Knabe Hüssein und andere Erzählungen | zugriff=2016-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* „Völkermord: Geleugnete Geschichte - Die Türkei und die Massaker an den Armeniern“, [[Der Spiegel]], Nr. 16/2005, 2. Mai 2005.&lt;br /&gt;
* [[Martin Tamcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Armin T. Wegner und die Armenier: Anspruch und Wirklichkeit eines Augenzeugen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1996. ISBN 978-3-8258-2803-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Armin T. Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Der Knabe Hüssein.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ahnung und Aufbruch. Expressionistische Prosa. Herausgegeben und eingeleitet von [[Karl Otten]].&amp;#039;&amp;#039; Luchterhand, Darmstadt 1957, S. 490–508 ([https://archive.org/details/ahnungundaufbruc0000otte/page/490/mode/1up/ Digitalisat] im [[Internet Archive]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1186830328}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knabe Hussein, Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsliteratur (Erster Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-türkische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufarbeitung des Völkermords an den Armeniern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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