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	<title>Der Giftpilz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T10:17:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Giftpilz&amp;diff=2834135&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2026-02-16T17:51:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Giftpilz – Ein Stürmerbuch für Jung u. Alt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein von [[Ernst Hiemer]] geschriebenes [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitisches]] Kinderbuch, das 1938 von [[Julius Streicher]] im [[Nürnberg]]er &amp;#039;&amp;#039;Verlag [[Der Stürmer]]&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben wurde. Das 64 Seiten umfassende Buch enthält neben den Texten, die im Stile der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Propaganda]] geschrieben sind, ebenfalls antisemitische Zeichnungen von [[Philipp Rupprecht]] (unter dem Künstlernamen &amp;#039;&amp;#039;Fips&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Das Buch soll Kinder im Geiste der [[NS-Propaganda|nationalsozialistischen Propaganda]] erziehen. Es beginnt mit einer einleitenden Erzählung, in der eine Mutter ihrem Sohn beim [[Speisepilz#Sammeln und Bestimmen|Pilzesammeln]] davon erzählt, dass es auch unter den Menschen „[[Giftpilz]]e“ gebe. Der Giftpilz unter den Menschen sei der [[Jude]]. Es schließen sich 15 Kapitel an, die sich jeweils mit einem „Aspekt“ des [[Judentum]]s befassen. Jedes Kapitel endet mit einem kurzen Gedicht, in dem der Inhalt des Kapitels zusammengefasst wird. So wird beispielsweise beschrieben, woran man – im Sinne der nationalsozialistischen [[Rassenlehre]] – einen Juden erkennen könne. Beim Anblick eines [[Kruzifix]]es solle man, so die Ermahnung, „an den grauenhaften Mord der Juden auf [[Golgota|Golgatha]]“ denken (Vorwurf des [[Gottesmord]]es). Ferner wird über die [[jüdische Religion]] behauptet, dass nach der Lehre des Judentums nur die Juden Menschen wären. Das Buch enthält ferner Geschichten, in denen sich jüdische Ärzte an deutschen Mädchen vergehen oder jüdische Rechtsanwälte und Händler Deutsche betrügen. Außerdem wird ein Zusammenhang zwischen [[Jüdischer Bolschewismus|Kommunismus und Judentum]] behauptet. &amp;#039;&amp;#039;Der Giftpilz&amp;#039;&amp;#039; schließt damit, dass es keine „anständigen Juden“ geben könne und dass es ohne die „[[Endlösung der Judenfrage|Lösung der Judenfrage]]“ keine Rettung der Menschheit geben könne. Das letzte Kapitel des Buches befasst sich vor allem mit der Person [[Julius Streicher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Das Kinderbuch war eine Art Vorbote der beginnenden Judenverfolgung im Dritten Reich. Es griff gängige Vorurteile und antisemitische Ressentiments auf, die auf der damaligen Rassenlehre beruhten. Das Buch richtete sich vordergründig an junge Leser und gab ihnen Tipps, wie man einen Juden erkennen könne, beispielsweise an seinem Geruch, der im Buch als „widerlich“ und „süßlich“ beschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Peter Althaus |Titel=Mauscheln: Ein Wort als Waffe |Verlag=Walter de Gruyter |Datum=2002 |ISBN=3-11-017290-9 |Seiten=190}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch erreichte eine Auflage von 60.000. Gelegentlich wurde es als Schulbuch eingesetzt. Von der Parteiführung hochgelobt, gilt es heute als Paradebeispiel für die antisemitische Agitation, die sich vor allem an Kinder und jugendliche Leser richtet. Dennoch wurde das Buch aufgrund seines plakativen und unglaubwürdig übertriebenen Antisemitismus auch von Teilen der [[Schutzstaffel|SS]] und des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]] nicht positiv, sondern sogar als „jugendgefährdend“ charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz Schreckenberg |Titel=Erziehung, Lebenswelt und Kriegseinsatz der deutschen Jugend unter Hitler: Ein kritischer Überblick |Verlag=LIT Verlag |Ort=Münster |Datum=2001 |ISBN=3-8258-4433-1 |Seiten=44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Gerhard Paul (Historiker)|Gerhard Paul]] |url=http://www.akens.org/akens/texte/info/33/333407.html |titel=„Von Judenangelegenheiten hatte er bis dahin keine Ahnung.“ Herbert Hagen, der Judenreferent des SD aus Neumünster |hrsg=Akens.org |abruf=2013-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher]] wurde das Buch von der Anklage als Beweismittel gegen Streicher verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{HauptkriegsverbrecherIGH1947 |Titel=31. Tag, 10. Januar 1946, Nachmittagssitzung |Band=5 |Seiten=116–151 |zenoID=20002758466}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Illegale Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Onlineversandhändler Amazon sah sich scharfer Kritik ausgesetzt, weil das Nazipropagandabuch &amp;#039;&amp;#039;Der Giftpilz&amp;#039;&amp;#039; auf seinen Seiten käuflich erworben werden konnte. Seit April 2020 ist es dort nicht mehr erhältlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Thaidigsmann |url=https://www.juedische-allgemeine.de/politik/nazischmoeker-bei-amazon/ |titel=Nazischmöker bei Amazon |datum=2020-02-21 |sprache=de |abruf=2020-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=[[Zentralrat der Juden in Deutschland]] K.d.ö.R |url=https://www.juedische-allgemeine.de/politik/straftaten-kinderbuch-halal-messe/ |titel=Straftaten, Kinderbuch, Halal-Messe |datum=2020-02-20 |sprache=de |abruf=2020-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Recherchen von Sebastian Heidelberger und Timo Robben für die [[Funk (Medienangebot)|Funk]]-Sendung [[STRG|STRG&amp;lt;nowiki /&amp;gt;_FF]] ergaben, dass der Versandhandel „Der Schelm“ Nachdrucke volksverhetzender Medien verkauft, darunter auch „Der Giftpilz“ und andere Nazipropaganda. Die Behörden ermittelten gegen den Versandhandel.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Heidelberger, Timo Robben: {{YouTube |id=zMftjthI-EM |titel=Online-Shops für Nazis: Wir suchen die Anbieter |uploader=[[STRG F|STRG&amp;lt;nowiki /&amp;gt;_F]] |upload=2020-02-18 |abruf=2022-04-22}},&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihren Recherchen steht hinter der Versandsfirma der vorbestrafte Ex-[[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]]-Mann [[Adrian Preißinger]], der nach Russland geflohen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Werthschulte |url=https://www1.wdr.de/radio/cosmo/magazin/netzwelt/nazi-onlineshops-100.html |titel=„Online Shops für Nazis“ – Rechte Literatur frei Haus |titelerg=Flimmern – Sehenswertes aus Netz und TV |hrsg=[[COSMO (Radiosender)|Cosmo]] auf [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] |datum=2020-02-21 |sprache=de |offline=1 |archiv-url=http://web.archive.org/web/20200222081239/https://www1.wdr.de/radio/cosmo/magazin/netzwelt/nazi-onlineshops-100.html |archiv-datum=2020-02-22 |abruf=2020-02-22}} {{&amp;quot; |Text=Die beiden Reporter von Strg-F finden aber heraus: An allen Adressen, mit denen Preißinger verknüpft ist –&amp;amp;nbsp;in Berlin, in Leipzig oder in Tschechien&amp;amp;nbsp;– ist er nicht auffindbar. Er hat sich ins Ausland abgesetzt, nach Russland.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Konrad Litschko |Titel=Rechtsextremist will Hitler verlegen: Der Hetzwerker |Sammelwerk=[[die tageszeitung|taz]] |Datum=2016-05-26   |Online=https://taz.de/Rechtsextremist-will-Hitler-verlegen/!5304558/ |Abruf=2020-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ralf Julke |url=https://www.l-iz.de/politik/sachsen/2020/04/Sachsens-Ermittler-werten-die-Beweismitel-zum-rechtsradikalen-Versandhandel-aus-Leipzig-noch-aus-325191 |titel=Sachsens Ermittler werten die Beweismitel zum rechtsradikalen Versandhandel aus Leipzig noch aus |werk=l-iz.de |datum=2020-04-06 |abruf=2022-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim Versandhandel „Der Schelm“ gab es im Dezember 2020 eine Razzia der [[Polizei Sachsen|sächsischen Polizei]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Razzia-bei-rechtsextremem-Versandhandel-Der-Schelm,schelm100.html |titel=Razzia bei rechtsextremem Versandhandel „Der Schelm“ |hrsg=[[Panorama (Magazin)|Panorama]]  |datum=2020-12-18 |abruf=2022-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
* [[Nationalsozialistische Propaganda]]&lt;br /&gt;
* [[Holocaust]]&lt;br /&gt;
* [[Protokolle der Weisen von Zion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Marie Schoeß&lt;br /&gt;
   |url=https://www.br.de/mediathek/podcast/nachtstudio/im-dunkel-des-museums-depots-folge-7-der-giftpilz-in-der-jugendbibliothek-blutenburg/2099422&lt;br /&gt;
   |titel=&amp;quot;Der Giftpilz&amp;quot; in der Jugendbibliothek Blutenburg&lt;br /&gt;
   |titelerg=Im Dunkel des Museums-Depots (Folge 7)&lt;br /&gt;
   |werk=Podcast&lt;br /&gt;
   |hrsg=BR 2&lt;br /&gt;
   |datum=2025-06-17&lt;br /&gt;
   |abruf=2025-06-17&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Giftpilz #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Propaganda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung und Erziehung im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judenverfolgung im Deutschen Reich (1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitisches Buch]]&lt;/div&gt;</summary>
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