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	<title>Der General in seinem Labyrinth - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T06:43:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_General_in_seinem_Labyrinth&amp;diff=2507045&amp;oldid=prev</id>
		<title>213.232.100.122: /* Zitate */</title>
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		<updated>2025-06-05T06:53:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zitate&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der General in seinem Labyrinth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{esS|El general en su laberinto}}) ist ein Roman des [[Kolumbien|kolumbianischen]] Literatur-Nobelpreisträgers [[Gabriel García Márquez]] aus dem Jahr 1989.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Bogotá]] aus tritt [[Simón Bolívar]], der Befreier großer Teile [[Südamerika]]s von [[Südamerikanische Unabhängigkeitskriege|Spanien]], im Mai 1830 seine letzte Reise an. Auf dem [[Río Magdalena]] führt sie ihn hinab in das Dorf [[Soledad (Kolumbien)|Soledad]]&amp;lt;!--272,9u--&amp;gt; ganz in der Nähe des [[Karibisches Meer|Karibischen Meeres]]. Bolívar stirbt am 17. Dezember des Reisejahres in dem Landhaus San Pedro Alejandrino – ein paar Kilometer landeinwärts von [[Santa Marta]].&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 131, 6. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--versteckte Kommentare verweisen auf Stellen (seite,zeile) in der verwendeten Ausgabe (ggf. durch Semikolon getrennt)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin-left:1em;float:right;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Stationen auf Bolívars letzter Reise im Jahr 1830&amp;lt;br /&amp;gt; von Bogotá nach Santa Marta in Kolumbien&lt;br /&gt;
! Kapitel !! Seite in der&amp;lt;br /&amp;gt;verwendeten&amp;lt;br /&amp;gt;Ausgabe !! Zeit !! Ort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 || 11 || 8. Mai || Bogotá&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 || 55 || 1. Reisetag || [[Facatativá]]&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:Facatativá|Facatativá]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--58--&amp;gt;, [[Guaduas]]&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:Guaduas|Guaduas]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--82--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 || 94 || 15. Mai&amp;lt;!--115--&amp;gt; || [[Honda (Kolumbien)|Honda]], Puerto Real De La Cruz&amp;lt;!--131--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 || 135 || 21. Mai  || [[Mompós|Mompox]], [[Zambrano (Kolumbien)|Zambrano]]&amp;lt;ref&amp;gt;span. [[:es:Zambrano (Colombia)|Zambrano]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--158--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 || 176 ||  || [[Turbaco]]&amp;lt;ref&amp;gt;span. [[:es:Turbaco|Turbaco]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6  || 218  || 16. Juni  || [[Cartagena (Kolumbien)|Cartagena de Indias]]&amp;lt;!--247,253--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7 || 257 || 5. September  || Turbaco, Soledad&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8  || 300  || November&amp;lt;!--302--&amp;gt;/Dezember&amp;lt;!--312--&amp;gt; || Soledad&amp;lt;!--309--&amp;gt;, Santa Marta&amp;lt;!--316--&amp;gt;, Alejandrino&amp;lt;!--325--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = right&lt;br /&gt;
| Richtung    = horizontal&lt;br /&gt;
| Kopfzeile   = &lt;br /&gt;
| Kopfzeile_align = center&lt;br /&gt;
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| Breite      = &lt;br /&gt;
| Bild1       = Route Simón Bolívar 1830.png&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = {{Farblegende|red|Bolívars Reiseroute}}&lt;br /&gt;
| Breite1     = 192&lt;br /&gt;
| Bild2       = La Muerte del Libertador - Antonio Herrera Toro.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = [[Antonio Herrera Toro]]&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:Antonio Herrera Toro|Antonio Herrera Toro]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (1889): La Muerte&amp;lt;br /&amp;gt; del Libertador (Bolívar auf dem Sterbebett)&lt;br /&gt;
| Breite2     = 275&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Die Vorgeschichte&lt;br /&gt;
Der Erzähler blickt zurück bis in die frühe Kindheit des Helden. Der dreijährige Simón hat daheim auf der [[Hazienda|Hacienda]] San Mateo bei [[Caracas]] einen Traum von einem gefräßigen Esel.&amp;lt;!--36,15--&amp;gt; Ein paar Jahre später liest der Junge unter Anleitung seines Lehrers [[Simón Rodríguez]] begierig ein Buch nach dem anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 125, 5. Z.v.o. und auch S. 173, 3. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als 19-Jähriger heiratet er María Teresa Rodríguez del Toro y Alayza. Das Glück währt nur kurz. Die junge Frau stirbt.&amp;lt;!--327,6--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der verwendeten Ausgabe hat Karin Schüller eine Chronologie „Simón Bolívar und seine Zeit. Historischer Abriß“&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Schüller in der verwendeten Ausgabe, S. 353–359.&amp;lt;/ref&amp;gt; beigefügt. Rückblicke auf die vor der erzählten Zeit liegenden Lebensjahre 1783–1829 finden sich auch im Romantext zuhauf und verständlicherweise noch vielschichtiger als in dem Abriss. Aus der Fülle seien nur einige wenige herausgegriffen: 1819 flieht der spanische Vizekönig Juan Sámano,&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:Juan José de Sámano y Uribarri|Juan José de Sámano y Uribarri]]&amp;lt;/ref&amp;gt; bepackt mit Goldschätzen der [[Geschichte Kolumbiens|Ureinwohner]], von Bogotá aus.&amp;lt;!--21 mitte--&amp;gt; Das Attentat vom 25. September 1828 auf Bolívar wird im Text mehrfach erwähnt; das erste Mal im ersten Kapitel.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 26, 6. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der erzählten Geschichte (siehe unten) ist Bolívar auf dem Wege ins Exil nach Europa, bleibt aber letztendlich im Lande. Keiner glaubt ihm 1830 seine Flucht aus Amerika, die er das erste Mal 1824 in Pativilca&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:Pativilca|Pativilca]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--27,3u--&amp;gt; angedroht hatte. Nachdem ihm dort in der Einöde nördlich vom [[Lima]] sterbenselend gewesen war, hatte er sich aufgerafft und bei [[Schlacht von Junín|Junín]] und [[Schlacht bei Ayacucho|Ayacucho]] zusammen mit seinem Freund Generalfeldmarschall [[Antonio José de Sucre|Sucre]] zwei entscheidende Siege im Kampf um die Befreiung [[Hispanoamerika|Spanisch-Amerikas]] errungen.&amp;lt;!--28 unten bis 29--&amp;gt; Am 20. Januar 1830 hatte Bolívar dann Ernst gemacht und auf der verfassungsgebenden Versammlung Sucre als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Wahrscheinlich hatte er bei der Gelegenheit sich General [[Rafael Urdaneta|Urdaneta]] zum Feind gemacht.&amp;lt;!--33,5u bis 34,8u--&amp;gt; Am 1. März hatte er Don Domingo Caycedo&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:Domingo Caycedo|Domingo Caycedo]]&amp;lt;/ref&amp;gt; zu seinem Nachfolger bestimmt und sang- und klanglos den Regierungssitz verlassen.&amp;lt;!--35,8u--&amp;gt; Bolívar hatte den jahrelangen Kampf gegen die Separatisten aufgegeben. Zum Beispiel wollte General [[José Antonio Páez|Páez]] bereits 1827 Venezuela von [[Großkolumbien]] abtrennen.&amp;lt;!--34 unten--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Die Geschichte&lt;br /&gt;
Er habe keine Freunde mehr, behauptet Bolívar. Auch die Studenten&amp;lt;!--23,8--&amp;gt; Bogotás wollen von „Bolívars Idee der Integration“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 323, 1. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt; der südamerikanischen Länder [[Venezuela]], Kolumbien, [[Ecuador|Ekuador]], [[Peru]] und [[Bolivien]] nichts mehr wissen. Der ehemalige Präsident von Bolivien, Kolumbien und Diktator&amp;lt;!--198,2u--&amp;gt; von Peru&amp;lt;!--47,12u--&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A2&amp;quot; /&amp;gt; trägt kein Rangabzeichen, als er Bogotá in Richtung Cartagena de Indias&amp;lt;!--16,2u--&amp;gt; verlässt. In der Hafenstadt will er ein Schiff nach Europa nehmen. London wäre ein möglicher Zielhafen.&amp;lt;!--180 oben;181 oben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geleit geben Bolívar eine überschaubare Schar von getreuen [[Veteran|Berufssoldaten]] aus Venezuela&amp;lt;!--16 unten;212,4u--&amp;gt;. Das sind auf „Prinzenschulen erzogene [[Kreolen|kreolische]] Aristokraten“.&amp;lt;!--212 mitte bis 213 mitte--&amp;gt; Im Verlauf dieser letzten Reise Bolívars stellt sich heraus, die Altgedienten im Gefolge des Generals ertragen sogar die Niederlage – ihr Kriegsherr hat abgedankt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 359, Eintrag anno 1829.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl – Verbitterung macht sich schon breit. Der General hat das gemeinsame Lebenswerk leichthin aufgegeben.&amp;lt;!--216 mitte--&amp;gt; Unerträglich wird allerdings die zunehmende Ungewissheit bei der Reise ins Nirgendwo dann doch.&amp;lt;!--215 oben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der endgültigen Abreise aus Bogotá hatte Bolívar noch seine Vertraute und Geliebte [[Manuela Sáenz]] empfangen.&amp;lt;!--14 unten--&amp;gt; Er hatte die Tochter einer begüterten Kreolin und eines verheirateten Spaniers&amp;lt;!--199--&amp;gt; 1822 in [[Quito]] kennengelernt.&amp;lt;!--38,9--&amp;gt; Sie war zum Oberst in seinem Generalstab aufgestiegen.&amp;lt;!--38,12u--&amp;gt; Unterwegs erfährt Bolívar, Manuela kämpft von Bogotá aus für die gemeinsamen Ziele weiter. Er nennt die Kämpferin seine „liebenswerte Närrin“.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 99, Mitte&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Manuela hatte Bolívar mit unzähligen Frauen geschlafen und war kinderlos geblieben.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich bin nicht mehr ich“, gesteht sich Bolívar ernüchtert ein, als ihn am Wege kaum einer erkennt. War er doch der bekannteste Mann in den oben genannten neuen südamerikanischen Republiken gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 61 Mitte&amp;lt;/ref&amp;gt; Während er hier und da übernachtet, kommt es allerdings zu etlichen Begegnungen mit Honoratioren. Als bei solch einem Gespräch ein Vergleich seiner Person mit [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] naheliegt, wehrt er diesen ab mit dem Wort, er habe sich nicht krönen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 108 Mitte. Siehe auch S. 162, 13. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Flussreise magert Bolívar zwar ab, verfärbt sich grüngelb&amp;lt;!--177,17--&amp;gt; und muss mit hohem Fieber in seiner Hängematte liegenbleiben&amp;lt;!--99,1u;100,7--&amp;gt;, doch manchmal rafft er sich auf. Als Bolívar zum Beispiel von Honda Abschied nimmt, tanzt er die Nacht durch.&amp;lt;!--101,2u bis 102 oben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Diener José Palacios bleibt vom ersten bis zum letzten Tag der Reise an der Seite des Generals. Der ehemalige Sklave, Sohn einer Afrikanerin und eines Spaniers, hat alle Schlachten Bolívars in vorderster Front mitgeschlagen.&amp;lt;!--126--&amp;gt; Der General trifft an seinem Wege auf Scharen von Landstreichern. Die sind aus seinem Heer entlassen und beklagen sich bei ihrem Heerführer. Bolívar rechtfertigt im Nachhinein alle erinnerten Opfer: „Die Einheit hat keinen Preis.“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 132, 6. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für manche Gegner ist die Abreise Bolívars in Richtung Europa Anlass, aus der Fremde heimzukehren. Nicht aber für [[Francisco de Paula Santander|Santander]]. Der ehemalige Freund und Vizepräsident Kolumbiens&amp;lt;!--71 unten--&amp;gt; wartet vorsichtig in Europa ab. Am 2. März 1831 erfährt er in Florenz vom Tode seines Widersachers und nimmt sich noch ein halbes Jahr mit der Rückkehr Zeit.&amp;lt;!--155 oben--&amp;gt; General Santander hat allen Grund zur Vorsicht. Als Mitwisser des Attentats vom 25. September 1828&amp;lt;!--72,5u;202,10u--&amp;gt; auf Bolívar war er der Todesstrafe entronnen und mit Verbannung nach Paris begnadigt worden.&amp;lt;!--76 unten--&amp;gt; Manuela war es gewesen, die Bolívar vor den angreifenden Attentätern gerettet hatte.&amp;lt;!--202,11u--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter Zambrano kommt dem Flussreisenden Bolívar ein Dampfschiff des Kommodore [[Río Magdalena#Geschichte|Elbers]] entgegen. Der rührige Deutsche hat sein Wasserfahrzeug „El Libertador“ benannt. Bolívar liest den Schriftzug unter der Reling und ruft sich ins Gedächtnis: „Wenn ich denke, daß ich das bin!“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 168, 3. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Endlich in Cartagena angelangt, stellt sich heraus, es liegt gerade kein Schiff zur Abfahrt nach Europa im Hafen und auf Bolívars Pass muss gewartet werden.&amp;lt;!--177 unten--&amp;gt; Die Reisekasse des Generals ist leer geworden. Unterwegs war er gegenüber ehemaligen Angehörigen seines Heeres zu freigiebig gewesen.&amp;lt;!--179 unten--&amp;gt; Unumwunden gesteht er dem Präfekten von Cartagena seine Notlage&amp;lt;!--180,3u--&amp;gt; und bekommt prompt Geld. Von Cartagena aus korrespondiert Bolívar mit London.&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:José Fernández Madrid|José Fernández Madrid]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--181,8--&amp;gt; Drei der Honoratioren Cartagenas suchen den General auf und registrieren fassungslos, Bolívar ist geschrumpft.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A4&amp;quot; /&amp;gt; Vor den Besuchern macht sich Bolívar über seine Nachfolger im Präsidentenamt lustig.&amp;lt;ref&amp;gt;Domingo Caycedo, eng. [[:en:Joaquín Mosquera|Joaquín Mosquera]] (Verwendete Ausgabe, S. 184 Mitte)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gespräch der hohen Herren wird Marschall Sucre erwähnt. Der überaus kundige Erzähler redet an der Stelle dazwischen: Sucre befände sich gerade auf dem Wege von Bogotá nach Quito.&amp;lt;!--186--&amp;gt; Über den ganzen Roman hinweg stellt sich heraus, dass das Wort Bolívars von den abhandengekommenen Freunden (siehe oben) sich als Übertreibung erweist. Zumindest in Sucre hat er einen wahren Freund behalten. Der gerät auf seiner genannten Reise am 4. Juni im Wald von Berruecos&amp;lt;!--242 unten--&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;span. [[:es:La Unión (Nariño)|Berruecos]]&amp;lt;/ref&amp;gt; in einen Hinterhalt und wird ermordet. Als sich die Gäste aus Cartagena verabschieden, schnappt Bolívar ein geflüstertes Wort auf, nach dem er schon wie ein Toter aussähe.&amp;lt;!--188,15--&amp;gt; Doch der vermeintlich Tote hatte sich gegen Ende der Gespräche noch ziemlich lebendig geäußert, er bedauere die Rebellion gegen die Spanier. Denn eine Rebellion zöge die nächste nach sich – ein Vorgang, offenbar ohne Ende.&amp;lt;!--188 oben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 22. Juni ist ein Glückstag. Bolívar hält seinen Pass mit der Ausreisegenehmigung in den Händen.&amp;lt;!--218--&amp;gt; Das Gefühl der Freiheit wird beim Anblick der heruntergekommenen Stadt Cartagena gedämpft. Der General verflucht die zu teuer bezahlte „Scheißunabhängigkeit“ von Spanien.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 222 Mitte&amp;lt;/ref&amp;gt; Bolívar wird von den Getreuen zum Bleiben genötigt. Denn General Urdaneta habe einen Staatsstreich vor.&amp;lt;!--227 unten--&amp;gt; Auf die Nachricht vom Tode Sucres hin spuckt Bolívar Blut und will nicht mehr nach Europa.&amp;lt;!--249 mitte--&amp;gt; Als General Páez Venezuela tatsächlich von Großkolumbien abtrennt&amp;lt;!--266 oben--&amp;gt;, schickt Bolívar 2000 Mann gegen den Separatisten los&amp;lt;!--255,9;256,11u;268,8--&amp;gt;. Bolívars Truppe kommt nicht weit. Das Kriegsglück hat den großen Feldherren von einst verlassen.&amp;lt;!--310,4u;312,10;328,1u--&amp;gt; Urdaneta kommt am 5. September zur Freude von Manuela&amp;lt;!--294,4--&amp;gt; tatsächlich an die Macht und bietet Bolívar den Präsidentensessel der Republik Kolumbien an. Bolívar lehnt ab. Mit einem Staatsstreich will er nicht an die Macht gelangen.&amp;lt;!--257;262,12u--&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A5&amp;quot; /&amp;gt; Als der General mitansehen muss, wie Großkolumbien auseinanderfällt, möchte er doch noch reisen. In [[Jamaika]] werde er geliebt, so meint er.&amp;lt;!--309,1u--&amp;gt; Einer seiner Ärzte will die Lunge&amp;lt;!--319,1--&amp;gt; kurieren, empfiehlt dem Todkranken Luftveränderung und bewegt ihn zu einer Reise in die Ausläufer der [[Sierra Nevada de Santa Marta|Sierra Nevada]]&amp;lt;!--325,12u--&amp;gt; auf eine Zuckerrohrplantage in La Florida de San Pedro Alejandrino.&amp;lt;!--313,3;325,14u--&amp;gt; Bolívar nimmt den Seeweg über Santa Marta.&amp;lt;!--316--&amp;gt; Chronische [[Malaria]] diagnostiziert der andere Arzt.&amp;lt;!--321,1--&amp;gt; Von den Schmerzen sucht der Sterbende Ablenkung mit Blicken auf die schneebedeckten Sierra-Gipfel.&amp;lt;!--331,8--&amp;gt; Der Geruch heißer [[Melasse]] erinnert Bolívar an die Zuckerrohrplantage daheim in San Mateo bei Caracas.&amp;lt;!--325 unten--&amp;gt; So verfügt er, seine sterblichen Überreste sollen nach Venezuela überführt werden und stirbt am 17. Dezember.&amp;lt;!--344,2u--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
* Bolívar: „Niemand ist liberaler als ich.“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 99, 4. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kurz bevor Bolívar stirbt, klagt er: „Wie komme ich aus diesem Labyrinth heraus!“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 344, 18. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Interpretation ==&lt;br /&gt;
Bolívars qualvoller Abschied von der großen Idee der Freiheit in der Einigkeit ganz Südamerikas wird mit einer Flussreise symbolisiert; durch einen Abstieg vom kolumbianischen Hochland an den Atlantik; gleichsam als hadernder Abgesang auf ein entbehrungsreiches Kämpferleben vorgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des Helden wird im ganzen Buch nur einmal genannt: Simón José Antonio de la Santísima Trinimas Bolívar y Palacios.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 54, 15. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sonst ist stets vom General die Rede. Erwähnt sei noch die einmalige Nennung des Vaters Oberst Juan Vicente Bolívar. Dem Vater war mehrfach die [[Ius primae noctis|Vergewaltigung]] von Personen aus dem [[Gesinde|Hausgesinde]] vorgeworfen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 169, 8. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann ist noch von Bolívars „afrikanischem Blut“ die Rede. Ein Ururgroßvater väterlicherseits hatte mit einer Sklavin einen Urahnen des Generals gezeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 235, 13. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
José Palacios, der treue alte Diener des Generals, äußert mehrfach: „Was mein Herr denkt, weiß nur mein Herr.“&amp;lt;ref&amp;gt;zum Beispiel verwendete Ausgabe, S. 25, 6. Z.v.u. oder auch S. 232, 18. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach gibt sich der Erzähler zwar nicht allwissend, doch er behält den historischen Überblick. Zum Beispiel trennt sich Bolívar zu Beginn des zweiten der acht Kapitel von seiner Geliebten und Mitkämpferin Manuela Sáenz für immer.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 131, 6. Z.v.u.&amp;lt;/ref&amp;gt; Fortan wird die Geliebte nur noch in Rückblenden erwähnt. Gegen Ende des letzten Kapitels teilt der Erzähler dem Leser schnell noch das Ende der Geliebten mit. Manuela Sáenz wird neunundfünfzig und stirbt an der Pest. Ihre Hütte wird – mit unersetzlichen Briefen Bolívars darin – von der Gesundheitspolizei angezündet.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 335, 3. Z.v.u. bis S. 336 unten&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Erzähler gestattet sich weitere Blicke in die Zukunft. Obwohl der Roman mit dem Tode des Helden im Jahr 1830 endet, wird die knappe Schilderung der Santander-Episode (siehe oben) auf 1831 ausgedehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existieren zwei Erzählebenen – oben im Kapitel „Handlung“ dieses Artikels mit &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039; benannt. Der Erzähler wechselt andauernd aus der Geschichte in die Vorgeschichte. Beim unaufmerksamen Lesen können beide Ebenen manchmal nicht auseinandergehalten werden, weil sie weder durch Tempus noch durch sonstige Stilmittel angezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich erfreut den Leser der eine oder andere poesievolle Einwurf – zum Beispiel: „Das Licht war goldenes Mehl,…“&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 190, 13. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oder – ein Glas voll [[Leuchtkäfer]] in der Hand eines Einheimischen leuchtet diesem des Nachts heim.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwendete Ausgabe, S. 236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
* Ploetz&amp;lt;ref&amp;gt;Ploetz, S. 119–126.&amp;lt;/ref&amp;gt; widmet dem Roman das letzte Kapitel ihrer García-Márquez-Biographie. Bolívar sei mit seinem Traum von der amerikanischen Einheit gescheitert, weil weder das Bürgertum in den Spanisch sprechenden Ländern noch die Mächtigen in den übrigen Ländern seinerzeit an einem solchen Amerika interessiert gewesen wären. 1830 habe Bolívar vom kolumbianischen Kongress den Laufpass bekommen. In dem Roman werde der Protagonist mit sich selbst, also mit der Legende vom Helden, konfrontiert. Bolívar habe sich vor der festen Bindung mit einer geliebten Frau gefürchtet. Das Rütteln am Sockel des Bolívar-Monuments sei García Márquez nicht nur in Lateinamerika übelgenommen worden. Zudem habe die Überbetonung der Historie dem Roman geschadet.&lt;br /&gt;
* García Márquez habe als Siebenjähriger die Hacienda, auf der Bolívar starb, aufgesucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Saldívar, S. 91, Mitte&amp;lt;/ref&amp;gt; Saldívar, der sich bezüglich des Romans in seinem Buch übermäßige Zurückhaltung auferlegt, interpretiert den Río Magdalena im Text als „den Fluß des Todes und der Zerstörung“.&amp;lt;ref&amp;gt;Saldívar, S. 151, 10. Z.v.o.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
Das Buch wurde noch im Erscheinungsjahr ins Arabische, Deutsche, Schwedische und Portugiesische übersetzt. In den Jahren 1990 bis 2000 folgten Übertragungen ins Französische, Türkische, Baskische, Hebräische, Japanische, Persische, Ungarische, Italienische, Polnische, Chinesische, Niederländische, Rumänische, Vietnamesische und Albanische.&amp;lt;ref&amp;gt;eng. [[:en:The General in His Labyrinth#Publication history|The General in His Labyrinth]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Textausgaben ===&lt;br /&gt;
; Verwendete Ausgabe&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der General in seinem Labyrinth. Roman. Aus dem kolumbianischen Spanisch von Dagmar Ploetz.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 1989, ISBN 3-462-02013-7 (mit zwei Kartenskizzen von Erwin Butschan auf der vorderen und hinteren Innenklappe jeweils doppelseitig, textbezogen gezeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Dagmar Ploetz]]: &amp;#039;&amp;#039;Gabriel García Márquez.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Hamburg 1992, ISBN 3-499-50461-8.&lt;br /&gt;
* Dasso Saldívar: &amp;#039;&amp;#039;Reise zum Ursprung. Eine Biographie über Gabriel García Márquez. Aus dem Spanischen von Vera Gerling, Ruth Wucherpfennig, Barbara Romeiser und Merle Godde.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02751-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
García Márquez widmet sein Buch [[Álvaro Mutis]], der ihm die Idee zu dem Text geschenkt habe (Verwendete Ausgabe, S. 7).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
García Márquez schreibt, Bolívar habe ein Territorium – fünfmal so groß wie Europa – von spanischer Herrschaft befreit (Verwendete Ausgabe, S. 54, 12. Z.v.u.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A3&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
García Márquez nimmt die ausgesprochene Behauptung von der Kinderlosigkeit Bolívars sofort zurück und behauptet das Gegenteil (Verwendete Ausgabe, S. 79, 1. Z.v.u.). Auf Befragen gibt Bolívar seinem Diener José Palacios die Zahl der geliebten Frauen an. Die „Eintagslieben“ nicht mitgerechnet, käme er auf 35 Damen (Verwendete Ausgabe, S. 203, 7. Z.v.u.). An diese Zeiten erinnert eine Szene im Buch. Bolívar lässt ein junges Mädchen kommen und legt sich in der Nacht daneben. Das Spüren der jugendlichen Hitze genügt dem Kranken (Verwendete Ausgabe, S. 236–237).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei seinem Tode habe Bolívar nur noch 39 Kilogramm gewogen (Verwendete Ausgabe, S. 182, 1. Z.v.u.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;A5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Erzähler merkt an, Urdaneta habe mit seinem Staatsstreich 1830 den ersten von 49 Bürgerkriegen angezettelt, die Kolumbien bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durchgemacht habe (Verwendete Ausgabe, S. 257, 13. Z.v.o.).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=|VIAF=178277881}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:General In Seinem Labyrinth #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Gabriel García Márquez]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Spanisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biografie (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Simón Bolívar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolumbianische Literatur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>213.232.100.122</name></author>
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