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	<title>Der Geist des Faschismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T00:36:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Big Bene am 21. April 2026 um 17:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-21T17:53:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Geist des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der deutschsprachige Titel der von [[Benito Mussolini]] 1932 veröffentlichten politischen Schrift &amp;#039;&amp;#039;La Dottrina del Fascismo&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: „Die Doktrin des Faschismus“). Der Text erschien zuerst als Einleitung zu dem Artikel &amp;#039;&amp;#039;Fascismo&amp;#039;&amp;#039; für die &amp;#039;&amp;#039;[[Enciclopedia Italiana]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen des Werkes ==&lt;br /&gt;
Der [[Italienischer Faschismus|italienische Faschismus]] unternahm erst mehrere Jahre nach dem [[Marsch auf Rom]] den Versuch, seine politischen Absichten theoretisch zusammenzufassen und [[Weltanschauung|weltanschaulich]] zu untermauern. Mussolini lieferte den „Leitfaden“ seines [[Herrschaft]]smodells gewissermaßen nach, als er bereits [[Diktatur|Diktator]] war: Erst nachdem sich das System des &amp;#039;&amp;#039;fascismo&amp;#039;&amp;#039; bereits konsolidiert hatte, veröffentlichte Mussolini seine Staats- und Gesellschaftstheorie. Der [[Spiritus rector|Spiritus Rector]] und wichtigste Mitgestalter dieses Unterfangens war [[Giovanni Gentile]], der Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;Enciclopedia Italiana&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Im ersten Teil &amp;#039;&amp;#039;Idee fondamentali&amp;#039;&amp;#039; – Grundgedanken – versucht Mussolini den Gedanken der „inhärenten Wahrheit“ der [[Faschismustheorie|faschistischen Theorie]] zu untermauern. Zu diesem Zweck beschreibt er die faschistische Anschauung über die Beziehung zwischen [[Individuum]] und [[Volksgemeinschaft|Gemeinschaft]] und artikuliert die Voraussetzungen des &amp;#039;&amp;#039;stato nuovo&amp;#039;&amp;#039;. Im zweiten Teil &amp;#039;&amp;#039;Dottrina politica e sociale&amp;#039;&amp;#039; – „Die politische und soziale Doktrin“ – stellt Mussolini die historischen und geistigen Grundlagen dar, auf denen die faschistische Bewegung beruhe. Insbesondere unternimmt er den Versuch, den Faschismus gegen die politischen Theorien der vorausgegangenen Jahrhunderte abzugrenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Faschismus sei demnach das Produkt und zugleich die Antithese zum „kraftlosen und [[Materialismus|materialistischen]] [[Positivismus]]“ des bürgerlichen 19. Jahrhunderts. Faschismus entspringe dem Fluss der Gegenbewegung. Er gewinne sein Wesen aus der Gegensätzlichkeit zu jenen Strömungen, die sein Aufkommen bewirkt hätten. Unverkennbar ist der Einfluss der Philosophie von [[Georges Sorel]], insbesondere in der antiindividualistischen Stoßrichtung des Werkes. In der hier von Mussolini dargelegten Vorstellung, dass das Leben für den Faschisten ein einziger „Kampf“ sei, manifestieren sich die [[Sozialdarwinismus|sozialdarwinistischen]] Wirkungskräfte auf den Faschismus. [[Ethik|Ethische]] Begründungen finde der Faschist in den [[Entität]]en der natürlichen Ordnungen der [[Familie]], Gemeinschaft und [[Nation]]. Über all diesen Gliederungen stehe der Staat als letztgültige Vollendung menschlichen Wollens. Der Staat verkörpere in sich alle Möglichkeiten individuellen Lebens: „Der faschistische Staat als Zusammenfassung und Vereinheitlichung aller Werte gibt dem Leben des ganzen Volkes seine Deutung, bringt es zur Entfaltung und kräftigt es.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Lehre eines [[Totalitarismus|totalitären]] Staates, die in einem straff korporativ-hierarchisch gegliederten Staatsaufbau mit einem Diktator an der Spitze verwirklicht werden soll, seien die durch den &amp;#039;&amp;#039;Willen zur Tat&amp;#039;&amp;#039; freigesetzten [[Synergie]]n der Volksmasse inbegriffen. Die Ingredienzien des faschistischen Erfolgsrezeptes, die Kardinaltugenden der Bewegung seien „Kampf und Arbeit“. Mittels dieser soll der Weg zur „höchsten Staatsform“, jener nämlich mit der höchsten Machtherrlichkeit, dem Reich, bereitet werden. Die Erneuerung des antiken &amp;#039;&amp;#039;[[Imperium Romanum]]&amp;#039;&amp;#039; wird als [[Politischer Mythos|nationaler Mythos]] und Zentrum des faschistischen Staatsgedankens sichtbar. Jede Anschauung, die sich dem Allmachtsanspruch des Staates widersetzt und den gesellschaftlichen Interessenausgleich über einen anderen Weg als das staatliche Diktat zu erreichen trachtet, müsse bekämpft werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ideen des [[Pazifismus]], [[Liberalismus]], [[Parlamentarismus]] und [[Sozialismus]] werden als Entgleisungen des „demoliberalen“ 19. Jahrhunderts abgelehnt, da sie dem einzelnen Menschen eine Bedeutung beimäßen, die ihm laut Mussolini nicht zusteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analyse ==&lt;br /&gt;
Im ersten Teil der Abhandlung, für den Gentile verantwortlich zeichnet, wird für den Faschismus eine [[Spiritualismus (Philosophie)|spiritualistische]] [[Weltanschauung]]&amp;lt;ref&amp;gt;im Original: &amp;#039;&amp;#039;„modo generale di concepire la vita“&amp;#039;&amp;#039; (I,2).&amp;lt;/ref&amp;gt; beansprucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Sebastian Schattenfroh: &amp;#039;&amp;#039;Die Staatsphilosophie  Giovanni Gentiles und die Versuche ihrer Verwirklichung im faschistischen Italien.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt a. M. 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abhandlung verklärt in der [[Rechtshegelianer|rechtshegelianischen]] Tradition, der Gentile anhing, „den italienischen Faschismus und dessen Führer Mussolini als Interpreten einer weltgeschichtlichen Mission“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Hrsg=[[Carl Kraus (Kunsthistoriker)|Carl Kraus]], [[Hannes Obermair]]|Titel=Mythen der Diktaturen. Kunst in Faschismus und Nationalsozialismus – Miti delle dittature. Arte nel fascismo e nazionalsocialismo |Verlag=Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol |Ort=Dorf Tirol |Datum=2019 |ISBN=978-88-95523-16-3 |Seiten=56–57}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Pathos|pathetische]] Ausdrucksweise, der aufgesetzte Heroismus und die schwülstige Diktion können indessen nicht über die mangelnden Inhalte und den [[Eklektizismus]] der faschistischen Ideologie hinwegtäuschen, die in Mussolinis Werk zutage treten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Kindlers neues Literatur-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 1988, Band 12, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgaben ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Enciclopedia italiana&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 14: Artikel Fascismo, Mailand 1932. &lt;br /&gt;
* Mussolini, Benito: &amp;#039;&amp;#039;Opera omnia&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von D. Susmel, Band 34, Florenz 1961.&lt;br /&gt;
* Mussolini, Benito: &amp;#039;&amp;#039;Der Faschismus, Philosophische, politische und gesellschaftliche Grundlehren.&amp;#039;&amp;#039; [[C. H. Beck]], München 1933.&lt;br /&gt;
* Mussolini, Benito: &amp;#039;&amp;#039;Der Geist des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;. Ein Quellenwerk, München 1940 (Tornisterschrift des Oberkommandos der Wehrmacht, Heft 38).&lt;br /&gt;
* Mussolini, Benito: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre des Faschismus&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Ernst Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theorien über den Faschismus.&amp;#039;&amp;#039; Köln/Berlin 1967, S. 205–220.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Geist Des Faschismus #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk|Geist des Faschismus, Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)|Geist des Faschismus, Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Italienisch)|Geist des Faschismus, Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faschismus (Italien)|Geist des Faschismus, Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur|Geist des Faschismus, Der]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Big Bene</name></author>
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