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	<title>Der Fall Bienlein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Werk: &lt;/span&gt;Parameter language&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tintin-Wandgemaelde in Bruessel.jpg|mini|Wandgemälde nach einer Szene aus dem Band: Tim, Haddock und Struppi fliehen über eine Feuertreppe ([[Comic-Strip-Route in Brüssel]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Fall Bienlein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Französische Sprache|französischer]] Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Les aventures de Tintin: L&amp;#039;Affaire Tournesol&amp;#039;&amp;#039;) ist der 17. [[Tim und Struppi|Tim-und-Struppi-Band]] des belgischen Comiczeichners [[Hergé]]. Er erschien 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Im [[Tim und Struppi#Schloss Mühlenhof|Schloss Mühlenhof]] ereignen sich seltsame Dinge: Fensterscheiben und Spiegel gehen ohne ersichtlichen Grund zu Bruch, Gläser zerspringen in der Hand. Im Park wird ein Mann niedergeschossen, doch während [[Tim und Struppi#Tim|Tim]] versucht, den Schützen zu finden, verschwindet das Opfer spurlos. Auch die Polizei ist ratlos. Im allgemeinen Chaos taucht unerwartet [[Tim und Struppi#Professor Bienlein|Professor Bienlein]] auf. Er sagt, er müsse für einige Tage nach [[Genf]] reisen und bricht ohne weitere Erklärungen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seit der Abreise des Professors keine Scheiben mehr zu Bruch gehen, hegt Tim den Verdacht, er könne mit den mysteriösen Ereignissen etwas zu tun haben. In seinem Labor entdecken sie eine seltsame Apparatur, die sie aber zunächst nicht einordnen können. Es begegnet ihnen auch ein Mann, der dort offenbar eingebrochen war. Ihm gelingt zwar die Flucht, er verliert aber eine Zigarettenschachtel, auf der der Name eines Genfer Hotels steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tim und [[Tim und Struppi#Kapitän Haddock|Kapitän Haddock]] fliegen sofort nach Genf, da ihnen klar wird, dass der Professor in Gefahr ist. Sie werden auf Schritt und Tritt beobachtet, offenbar von Agenten eines fremden Staates. Im Hotel verpassen sie den Professor knapp, erfahren aber, dass dieser den [[Zug (Schienenverkehr)|Zug]] nach [[Nyon]] nehmen will – den sie (infolge eines „Unfalls“) ebenfalls nicht mehr erreichen. Während der Fahrt mit dem Taxi wird erstmals deutlich, dass sie ihr Ziel nicht erreichen sollen: Sie werden von einem schwarzen Wagen von der Straße gedrängt und landen im [[Genfersee]]. Sie können sich selbst aus der misslichen Lage befreien und reisen nach Nyon weiter, wo derselbe schwarze Wagen versucht, sie zu überfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Tim und der Kapitän an der gesuchten Adresse in Nyon eintreffen, entdecken sie Dokumente, nach denen Bienlein an der Entwicklung einer [[Ultraschall]]-Waffe gearbeitet hatte. Würde sie fertiggestellt, wäre es eine [[Massenvernichtungswaffe]]. Im Keller des Gebäudes finden sie, gefesselt und geknebelt, Professor Topolino, den Kontaktmann von Bienlein. Der erklärt ihnen, dass Bienlein ihn kontaktiert habe, weil er dessen Rat brauchte. Während sich die drei unterhalten, wird das Haus, in dem sie sich befinden, in die Luft gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie das Krankenhaus verlassen haben, rekapituliert Tim: Bienlein ist die Entwicklung einer Massenvernichtungswaffe gelungen und zwei Gruppen von Agenten aus [[Tim und Struppi#Königreich Syldavien|Syldavien]] bzw. [[Tim und Struppi#Bordurien|Bordurien]] versuchen, diese in ihren Besitz zu bringen. Eine Zigarette der jeweils in Bienleins Labor und Topolinos Haus vorgefundenen Marke führt sie zur bordurischen Botschaft, wo sie in der Nacht in ein Handgemenge zwischen Borduren und Syldaviern geraten. Dabei wird Bienlein erneut entführt, diesmal von den Syldaviern. Die beiden verfolgen die Flüchtigen über den See nach [[Frankreich]] hinein, zuerst mit einem [[Hubschrauber|Helikopter]] und dann mit einem gestoppten Wagen eines [[Italiener]]s, der in halsbrecherischer Fahrt den gesuchten Wagen einholt. Dort finden sie Bienlein aber nicht, da er unter dem Rücksitz und nicht wie erwartet im Kofferraum versteckt war. Die Entführer starten anschließend mit einem [[Leichtflugzeug|Kleinflugzeug]] Richtung Syldavien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück in Genf organisieren Tim und der Kapitän Flugtickets nach Syldavien, erfahren aber, dass das Flugzeug mit dem entführten Professor in Bordurien zur Landung gezwungen wurde. Sie schaffen es (ausgerechnet mit Hilfe ihrer auffällig unauffälligen &amp;#039;&amp;#039;Schatten&amp;#039;&amp;#039;), den Flug zu wechseln und fliegen nach Szohôd, der Hauptstadt von Bordurien. Dort (angekündigt) werden sie zunächst freundlich empfangen – um ihnen zu ihrem [[Schritte auf dem Mond|erfolgreichen Flug zum Mond]] zu gratulieren – und ihnen persönliche Leibwächter beiseite gestellt. Diese sind natürlich Agenten, die die Helden überwachen sollten. Den beiden gelingt es jedoch beim Abendessen, die Agenten betrunken zu machen und danach zu fliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verstecken sich in der [[Oper]], wo sie auf [[Tim und Struppi#Nebenfiguren|Bianca Castafiore]] treffen. Mit ihrer Hilfe können sie dem Polizeichef von Bordurien, [[Tim und Struppi#Weitere Gegenspieler und Bösewichte|Sponsz]], der ihr eine Aufwartung macht, die Entlassungspapiere von Bienlein entwenden. Dieser sitzt im Geheimdienstgefängnis auf einer Burg und soll zur Kooperation und („freiwilligen“) Überlassung seiner Pläne gezwungen werden. Tim und der Kapitän machen sich verkleidet dorthin auf, wo es ihnen auch gelingt, den Professor zu befreien, kurz bevor der Schwindel auffliegt. Es beginnt eine halsbrecherische Fahrt zur Grenze, unter anderem mit einem gestohlenen [[Panzer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Hause angekommen vernichtet der Professor (auf für den Kapitän wie üblich schmerzhafte Weise) die Pläne seiner Entwicklung, da er ihre Gefährlichkeit verstanden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Im 1956 erschienenen Band flammen die alten Feindseligkeiten zwischen [[Tim und Struppi#Königreich Syldavien|Syldavien]] und [[Tim und Struppi#Bordurien|Bordurien]] wieder auf – wie zuvor schon in [[König Ottokars Zepter]] sowie in [[Reiseziel Mond]] und [[Schritte auf dem Mond]]. Diesmal karikiert Hergé den [[Kalter Krieg|Kalten Krieg]] zwischen dem [[Kapitalismus]] und dem [[Kommunismus]]. Plekszy-Gladz, der [[Diktatur|Diktator]] von Bordurien, erinnert an [[Josef Stalin|Stalin]], während die Borduren selbst aber oft als Karikaturen der [[Nazi]]s gesehen werden. Dies aufgrund ihrer SS-ähnlichen Uniformen und aufgrund ihres Grußes „Amaih Pleksy-Gladz“, der an das nationalsozialistische „[[Hitlergruß|Heil Hitler]]“ erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gare Cornavin.JPG|mini|Der Bahnhof Genf Cornavin]]&lt;br /&gt;
Das Werk gilt auch als eines der zeichnerisch besten von Hergé. Die Bilder sind sehr detailreich und lebendig. Auch stellt Hergé den Personenkult um Plekszy-Gladz in allen möglichen Formen dar. Seine Ikone, der [[Schnurrbart]], der auch die Flagge Borduriens ziert, erscheint auf Uniformen als [[Dienstgrad|Gradabzeichen]], auf der Fassade von Gebäuden und als Markenzeichen und in der Stoßstangenform von Autos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Band ist der einzige, der teilweise in der [[Schweiz]] spielt. Die real existierenden Orte, namentlich Nyon und Genf, sind sehr präzise abgebildet. Hergé hatte die Gegend selbst oft besucht. Den Bahnhof [[Bahnhof Genève-Cornavin|Genève Cornavin]] (das Innere ist jedoch an den [[Bahnhof Lausanne]] angelehnt) und das [[Hotel Cornavin]], wo sich noch heute eine Statue von Tim und Struppi befindet, zeichnete er realistisch nach. Nur das Zimmer von Bienlein („Zimmer 122, vierte Etage“) gibt es so nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Farr: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Tim und Struppi.&amp;#039;&amp;#039; Carlsen Comics, Hamburg 2006, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Haus von Topolino an der Adresse „Route de Saint-Cergue“ in Nyon existiert noch immer als „maison de Tintin“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem auf Hergés Bruder zurückgehenden Oberst Sponsz (im brüsselschen Dialekt „Schwamm“ bedeutend) hat auch der Salbader [[Tim und Struppi#Nebenfiguren|Fridolin Kiesewetter]] seinen ersten Auftritt. Er wird, bis auf [[Tim in Tibet]], in allen folgenden Alben auftreten. Er geht auf einen Händler zurück, welchen Herge während des Krieges in Boitsfort antraf.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Farr: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Tim und Struppi.&amp;#039;&amp;#039; Carlsen Comics, Hamburg 2006, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als wiederkehrendes Ärgernis – besonders für Haddock – führt Hergé auch den Metzger Schnitzel ein. Wie ein [[Leitmotiv]] wird wieder und wieder die Telefonnummer vom Mühlenhof mit derjenigen der Metzgerei verwechselt, was zu allerlei komischen Situationen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dargestellte Buch von Leslie E. Simons „Deutsche Forschung im 2. Weltkrieg“ gibt es wirklich, nur dass Herge sich die Freiheit nahm, das Deckblatt zu verändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Farr: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Tim und Struppi.&amp;#039;&amp;#039; Carlsen Comics, Hamburg 2006, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso existierte die abgebildete Schallkanone wirklich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news | first = Sven Felix | last = Kellerhoff | date = 2013-04-24 | title = Die „Windkanone“ und andere bizarre Wunderwaffen | newspaper = Welt | url = https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article115593608/Die-Windkanone-und-andere-bizarre-Wunderwaffen.html | access-date = 2022-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web |url= https://rf-gk.ru/de/samye-neveroyatnye-razrabotki-vtoroi-mirovoi-voiny-sekretnye-proekty/ |title= Die unglaublichsten Entwicklungen des zweiten Weltkriegs. |language=de |access-date= 2022-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der exzentrische [[Verkehrsrowdy]] Arturo Cartoffoli mit seiner [[Lancia]] geht wohl auf [[Arturo Benedetti Michelangeli]] zurück, welcher sich auch für Autos begeisterte. E.P. Jacobs wird auf dem Plakat „Faust“ unter dem Namen Jacobini mit Bianca Castafiore verewigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Farr: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren von Tim und Struppi.&amp;#039;&amp;#039; Carlsen Comics, Hamburg 2006, S. 148–149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaptionen ==&lt;br /&gt;
Das Abenteuer wurde in beiden bisherigen Comicverfilmungen verwendet, in jener von 1962 und jener von 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.tintinologist.org/ tintinologist.org]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hergé]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=&lt;br /&gt;
   |Titel=L’affaire Tournesol&lt;br /&gt;
   |Reihe=Les aventures de Tintin&lt;br /&gt;
   |BandReihe=17&lt;br /&gt;
   |Verlag=Casterman&lt;br /&gt;
   |Ort=Paris / Tournai&lt;br /&gt;
   |Datum=1984&lt;br /&gt;
   |ISBN=2-203-00117-8&lt;br /&gt;
   |Sprache=fr&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1956}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Hergé&lt;br /&gt;
   |Titel=Tim und Struppi.&lt;br /&gt;
   |Reihe=Die Abenteuer von Tim und Struppi&lt;br /&gt;
   |BandReihe=Band 7&lt;br /&gt;
   |Band=Band 10: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Bienlein&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Auflage=23.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Carlsen&lt;br /&gt;
   |Ort=Reinbek bei Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-551-01510-4&lt;br /&gt;
   |Seiten=&lt;br /&gt;
   |JahrEA=1968}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Tim und Struppi-Alben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|VIAF=308183749}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fall Bienlein}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tim-und-Struppi-Album]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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