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	<title>Der Elfstier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:57:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Elfstier&amp;diff=2440773&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-04-27T05:23:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grimm&amp;#039;s Fairy Tales.djvu|mini|&amp;#039;&amp;#039;Grimm&amp;#039;s Fairy Tales by Brothers Grimm&amp;#039;&amp;#039;, 1865, englische Ausgabe 1912]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Elfstier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wasserstier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein mythischer [[Hausrind|Stier]] im [[Irland (Insel)|irischen]] und [[Schottland|schottischen]] [[Volksmärchen]], von der [[Isle of Man]] sowie aus [[Norddeutschland]]. Die Erzählung vom Elfstier ist in den &amp;#039;&amp;#039;[[Irische Elfenmärchen|Irischen Elfenmärchen]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] enthalten, die sie 1825 aus &amp;#039;&amp;#039;Fairy legends and traditions of the South of Ireland&amp;#039;&amp;#039; von [[Thomas Crofton Croker]] übersetzten. Auch in Deutschland sind ähnliche Sagen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie und Aussehen ==&lt;br /&gt;
Das Motiv der Stiergestalt von Fruchtbarkeit bringenden mythischen Figuren ist von der Frühzeit bis zu den Volkssagen der Neuzeit feststellbar. Ein unter Wasser lebender Stier, entweder im Meer oder in einem See, kommt in regelmäßigen Abständen an Land und paart sich dort mit den am Ufer weidenden Kühen. Im [[Irische Sprache|irischen]] und [[schottisch-gälische Sprache|schottisch-gälischen]] wird er &amp;#039;&amp;#039;tarbh uisge&amp;#039;&amp;#039;, in [[Manx (Sprache)|Manx]], der ausgestorbenen Sprache der Insel Man, &amp;#039;&amp;#039;tarroo ushtey&amp;#039;&amp;#039; genannt (beides bedeutet „Wasserstier“).&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Maier: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;99&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Elfstier wird in Irland als klein, mausfarbig, mit gestutzten Ohren, kurzen Hörnern und kurzen Beinen, aber einem langen Leib mit glattem Fell beschrieben. Er ist sehr stark und angriffslustig, weidet immer nachts nahe an einem Gewässer und frisst das grüne Korn. Seine Anwesenheit erkennt man an der großen Unruhe, die die ganze Rinderherde erfasst. Ein Mensch kann den Elfstier nur erblicken, wenn er durch ein von Elfen gebohrtes Astloch oder durch eine von einem Elfenschuss durchlöcherte Tierhaut blickt. Allerdings ist er dann, wenn er tatsächlich den Elfstier gesehen hat, auf diesem Auge für immer blind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Irische Sage ==&lt;br /&gt;
Die Kuh eines Pächters, dessen Grundstück an einem Fluss lag, ließ sich niemals von einem normalen Stier decken. An einem bestimmten Tage aber verließ sie die Herde, ging zum Ufer gegenüber einer kleinen dichtbewachsenen Insel und schwamm hinüber. Nach ihrer Rückkehr warf sie jedes Mal ein Kalb, das genauso wie der Elfstier aussah. Einmal zu [[Martinstag|Martini]] sagte der Pächter zu seinen Leuten, als die Rede auf den Weihnachtsbraten kam, dass er diese Kuh schlachten wolle, denn sie habe ihren Dienst am Pflug getan und viele schöne Jungstiere geworfen. Im gleichen Augenblick durchbrach die Kuh zusammen mit allen ihren Jungen die Wand des Stalles und lief mit ihnen zum Fluss. Sie schwammen über ihn zur Insel, wo sie im Dickicht verschwanden und nie wieder gesehen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schottische Sage ==&lt;br /&gt;
Anfang des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts soll die Sage vom Elfstier schon in [[Island]] bekannt gewesen sein (&amp;#039;&amp;#039;Eyrbyggia-Saga&amp;#039;&amp;#039;, Cap.&amp;amp;nbsp;63) und dürfte von dort nach Schottland gelangt sein. Eine Kuh verschwindet plötzlich, jemand sieht sie auf der Weide mit einem grauen Stier, der offenbar dem mäusefarbigen Stier der irischen Sage gleicht. Im Winter steht die Kuh auf einmal trächtig vor dem Stall und wirft gegen den Sommer ein Stierkalb, das so groß ist, dass sie beim Kalben umkommt. Eine alte blinde Hellseherin ruft, als sie das Kalb brüllen hört: „Das ist das Gebrüll eines Elfen und nicht eines lebendigen Wesens, ihr werdet wohltun, es sogleich zu töten!“ Aber wegen der Schönheit des Tieres wird das nicht getan. Es wächst gewaltig heran und durchbohrt mit den Hörnern im vierten Jahr seinen eigenen Herrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Sage ==&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Sage wird in Deutschland erzählt: Im Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Der abenteuerliche Simplicissimus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen]] (Buch&amp;amp;nbsp;V, Cap.&amp;amp;nbsp;10) ist zu lesen, dass aus dem [[Mummelsee]] (dem See der [[Nixen]]) ein brauner Stier herausgestiegen sei und sich zu dem anderen Vieh gesellt habe. Eine Nixe oder ein [[Nöck]] sei ihm gefolgt, um ihn wieder zurückzutreiben, aber erst als ihm alles Leid der Irdischen angedroht wurde, sei er wieder in den See zurück getaucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Sagen über Elfstiere: Wassergeist an der [[Kesselquelle]] bei [[Zwiefalten]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Birlinger]] / [[Michel Buck|Michael Richard Buck]]: Sagen, Märchen und Aberglauben. Freiburg im Breisgau 1861, S. 130. {{Zeno.org|2000456331X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Wasserstier im [[Muswillensee]] bei [[Wiechendorf]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adalbert Kuhn]] / [[Wilhelm Schwartz (Philologe)|Wilhelm Schwartz]]: Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Mecklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen. Leipzig 1848, S. 256–257. {{Zeno.org|20005198666}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Wasserstier im [[Wesendorf#Gewässer|Wesendorfer See]], in der „Bullenkuhle“ bei [[Hankensbüttel]] und im [[Balksee]] sowie Elfstiere, die aus dem Hügel bei [[Schwienau|Melzingen]] und aus der Anhöhe zwischen [[Beverbeck]] und Bardenhagen in der [[Lüneburger Heide]] kamen.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Kuhn: Sagen, Gebräuche und Märchen aus Westfalen und einigen andern, besonders den angrenzenden Gegenden Norddeutschlands 1–2. Band 1, Leipzig 1859, S. 287–298. {{Zeno.org|20005209072}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Maier (Religionswissenschaftler)|Bernhard Maier]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48234-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://books.google.at/books?id=1EwAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP50&amp;amp;lpg=PP50&amp;amp;dq=Elfstier&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=zWCCdFFYnZ&amp;amp;sig=gsg3u-Vm7FioYjTPEGY5GPQrb8M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=jDicToGOC-zP4QTwq7WmBA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Elfstier&amp;amp;f=false Thomas Crofton Croker, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Irische Elfenmärchen&amp;#039;&amp;#039;, Fleischer, 1826, S.&amp;amp;nbsp;XLVI&amp;amp;nbsp;f.] &amp;lt;br&amp;gt;Neuauflage: Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig, Erste Auflage 1987, ISBN 978-3-458-32688-5.&lt;br /&gt;
* [https://www.sagen.at/texte/maerchen/maerchen_irland/elfenmaerchen/tiere.html &amp;#039;&amp;#039;Irische Elfenmärchen&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel&amp;amp;nbsp;XV, &amp;#039;&amp;#039;Elfische Tiere&amp;#039;&amp;#039;. In: www.sagen.at › Märchen]&lt;br /&gt;
* [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11755437?page=33 Wilhelm Mannhardt: Germanische Mythen: Forschungen. Berlin: Schneider 1858, S. 8ff.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Elfstier #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologischer Stier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tiermärchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Irische Elfenmärchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabeltier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sagengestalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologisches Wasserwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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