<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Der_Bockerer_%281981%29</id>
	<title>Der Bockerer (1981) - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Der_Bockerer_%281981%29"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Bockerer_(1981)&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-25T16:51:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Bockerer_(1981)&amp;diff=1367671&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Der_Bockerer_(1981)&amp;diff=1367671&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-11T08:43:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Film&lt;br /&gt;
| Bild             = &lt;br /&gt;
| Deutscher Titel  = &lt;br /&gt;
| Originaltitel    = Der Bockerer&lt;br /&gt;
| Produktionsland  = Österreich, Deutschland&lt;br /&gt;
| Originalsprache  = [[Österreichisches Deutsch]]&lt;br /&gt;
| Erscheinungsjahr = 1981&lt;br /&gt;
| Länge            = 104&lt;br /&gt;
| FSK              = 12&lt;br /&gt;
| JMK              = &lt;br /&gt;
| Regie            = [[Franz Antel]]&lt;br /&gt;
| Drehbuch         = [[Kurt Nachmann]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[H. C. Artmann]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TV-Media-20221207&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Produzent        = [[Franz Antel]] mit&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Neue Delta-Film, Wien&amp;lt;br /&amp;gt; TIT-Film, München&amp;lt;br /&amp;gt; Bockerer-Film&lt;br /&gt;
| Musik            = [[Gerhard Heinz]]&lt;br /&gt;
| Kamera           = [[Ernst W. Kalinke|Ernst Kalinke]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; [[Fritz Baader (Kameramann)|Fritz Baader]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schnitt          = [[Irene Tomschik]]&lt;br /&gt;
| Besetzung        = 1&lt;br /&gt;
| Synchronisation  = &lt;br /&gt;
| Chronologie      = ja&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Bockerer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein österreichisch-deutscher [[Spielfilm]] aus dem Jahr [[Filmjahr 1981|1981]] von [[Franz Antel]], basierend auf dem im &amp;#039;&amp;#039;Thomas Sessler-Verlag&amp;#039;&amp;#039; verlegten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; Bühnenstück &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bockerer (Theaterstück)|Der Bockerer]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Ulrich Becher]] und [[Peter Preses]]. Erzählt wird mit [[Wiener Schmäh]] das Schicksal des Wiener Fleischhauers Karl Bockerer während der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]] von 1938 bis 1945. Als prinzipiell unpolitischer Mensch steht er den Ereignissen nach dem [[Anschluss Österreichs|Anschluss]] verständnislos gegenüber. Karl Bockerer weigert sich, den Führerkult der NS-Zeit mitzumachen und seine bisherigen Freunde, etwa den jüdischen Rechtsanwalt Rosenblatt oder den Sozialisten Hermann, zu verleugnen. Er muss miterleben, wie seine Frau von der Nazi-Propaganda fasziniert ist und sein Sohn Hans zum [[Sturmabteilung|SA]]-Mann wird. Der Bockerer ist kein Widerstandskämpfer, geht aber in der Tradition der [[Schelmenroman]]e mit seiner Naivität und Menschlichkeit seinen eigenen Weg, und das Regime tut ihn als relativ harmlosen Spinner ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
Der Film beginnt mit historischem schwarzweißem Bildmaterial vom Anschluss Österreichs an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]], die für die erste Szene in Farbe übergehen: Ein deutscher Soldat betritt die Fleischerei Bockerer und verlangt im [[Berliner Dialekt]] eine [[Bockwurst]], bekommt aber nach Kommunikationsschwierigkeiten letztendlich von Karl Bockerer eine Portion [[Leberkäse]]: {{&amp;quot; |Text=Aba net wei’ra uns befreit hot, sundern wei’ra ma sympathisch is!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach will Bockerer seinen Sohn Hansi zur Frau Hofrat schicken, um dorthin den Leberkäs für die regelmäßigen Kartenspiele im kleinen Kreis zu liefern – mit der Tochter Elisabeth ist sein Sohn seit einiger Zeit enger bekannt. Doch dieser hat keine Zeit. Es stellt sich heraus, dass er schon seit längerem Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] ist und sich nun anderen Aufgaben zu widmen hat. Trotz dieser für ihn unerfreulichen Nachricht freut sich der Bockerer auf den allwöchentlichen [[Tarock]]abend mit seiner Frau, dem Herrn Hatzinger und dem Juden Dr.&amp;amp;nbsp;Rosenblatt, der ihm eröffnet, dass er aufgrund der [[Nürnberger Gesetze]] in die [[Vereinigte Staaten|USA]] auswandern wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Tage später quält Hansi mit anderen SA-Männern im Beisein des [[Schutzstaffel|SS]]-Unterführers Gstettner im Hof eines Gemeindebaus [[Juden]] mittels [[Reibpartie]], bis er seinen Vater auf den Platz zukommen sieht. Aus Furcht vor Zurechtweisung durch den Vater befiehlt Hansi den Juden hastig, Zweierreihen zu bilden und woanders weiterzumachen. Bockerer, der die Szene knapp verpasst hat, will einem auf dem Boden liegenden zurückbleibenden Juden helfen, woraufhin ein Polizist dem verstörten Fleischhauer befiehlt, sich zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines Morgens erwacht der Bockerer und stellt fest, dass seine Frau nicht zu Hause ist. Irritiert sucht er in der ganzen Wohnung, bis er bemerkt, dass der [[20. April]] und somit sein Geburtstag ist. Den auf dem Tisch vergessenen Blumenstrauß seiner Frau – den sie dem Gauleiter anlässlich der Feierlichkeit zu des [[Führergeburtstag|Führers Geburtstag]] überreichen wollte – interpretiert er fälschlicherweise als Geschenk an sich. Voller Tatendrang will er sein Geschäft öffnen. Doch wieder hindert ein Polizist ihn an seinem Vorhaben, da dieses Datum auch der Geburtstag von [[Adolf Hitler]] ist und deshalb alle Geschäfte geschlossen zu bleiben haben. In diesem Moment begreift er, dass seine Familie seinen Geburtstag vergessen hat. Lediglich sein alter Freund Alfred Hatzinger hat an seinen Geburtstag gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Bockerer sich auf dem [[Wien Westbahnhof|Wiener Westbahnhof]] von seinem jüdischen Freund Rosenblatt – welcher die Gelegenheit zur Ausreise nutzt – verabschiedet, trifft er seinen Freund Hermann, mit dem er sich „auf a Glaserl“ zum [[Heuriger|Heurigen]] verabredet. Dort kommt es zwischen dem Bockerer und Hermann, der sich als [[Kommunismus|Kommunist]] bereits im Visier der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] befindet, zu einer Auseinandersetzung mit einigen deutschen Gästen. Zufällig sind einige SA-Männer und SS-Unterführer Gstettner ebenfalls anwesend und Hansi bekommt von Gstettner Pistole und Auftrag, Hermann und den Bockerer festzuhalten. Der Bockerer ist entsetzt, dass ihn sein eigener Sohn mit einem Totschläger attackiert. Dieser soll die beiden bewachen, nach einem inneren Kampf mit seinem Pflichtgefühl lässt er seinen Vater mit seinem Freund Hermann laufen. Gstettner weiß, dass die beiden nicht einfach so entkommen sind, deckt Hansi aber und erpresst ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bockerer muss schließlich zum Verhör bei der Gestapo erscheinen, wo er lautstark an der Rechtmäßigkeit seiner Behandlung zweifelt. Kurz bevor er abgeführt werden soll, ruft Gstettner (zeitlich unabhängig, aber auf Wunsch von Hansi) an und schlägt vor, die Tatsachen ein wenig zu verdrehen, damit der Bockerer gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen wird Hermann gefangen genommen und ins [[KZ Dachau]] eingeliefert, wo er durch einen „Arbeitsunfall“ am Tag seiner Einlieferung stirbt. Als sich Bockerer später bei dessen Witwe nach Hermann erkundigt, klärt diese ihn auf. Sie übergibt ihm ein Schreiben, unter anderem mit dem Wortlaut, dass Hermann „dank Aussage Bockerer“ gefasst werden konnte. Bockerer ist außer sich und gibt der Witwe Geld für die Anforderung der [[Bestattungsurne|Urne]] mit der Asche ihres Mannes. Danach geht er ins [[Café]] Tosca&amp;lt;!--Wird in den Filmangaben ohne Anführungszeichen genannt.--&amp;gt; und sucht dort nach Hansi, der zuvor die Avancen des homosexuellen SS-Unterführers Gstettner abgewehrt hat. Es kommt zu einem heftigen Streit zwischen Vater und Sohn, währenddessen der Bockerer seinen Sohn aus seinem Haus wirft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hansi verlässt in weiterer Folge die SA und kehrt zu seiner Freundin Elisabeth zurück, mit der er daraufhin zusammenzieht. Gstettner ärgert sich über die gescheiterte Erpressung Hansis und intrigiert, sodass Hansi an die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] muss. Elisabeth vermittelt die Versöhnung mit seinem Vater. Während dieser Aussprache eröffnet er seinem Vater, dass er auf seinem ersten Heimaturlaub seine Elisabeth heiraten will. Bald kommt jedoch die Benachrichtigung, dass er in der [[Schlacht um Stalingrad]] gefallen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang vom Nazi-Regime zur [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Besetzung Österreichs]] durch die [[Alliierte]]n wird wieder mit kommentierten Original-Aufnahmen dargestellt. Herr Hofrat, ehrenamtlich bei der Familien-Zusammenführungs-Behörde tätig, bringt den kleinen Karli, Sohn der bei einem Bombenangriff ums Leben gekommenen Elisabeth und damit Bockerers Enkelkind, zu ihnen in die Fleischhauerei. Auch Herr Rosenblatt kehrt als Angehöriger der [[United States Forces in Austria]] nach Wien zurück, womit Bockerer endlich wieder eine Tarockpartie mit dem Satz „Ihr Blatt, Herr Rosenblatt!“ eröffnen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besetzung ==&lt;br /&gt;
In der Reihenfolge, wie im Vorspann des Films genannt:&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |liste=&lt;br /&gt;
* [[Karl Merkatz]]: Karl Bockerer&lt;br /&gt;
* [[Alfred Böhm (Schauspieler)|Alfred Böhm]]: Alfred Hatzinger&lt;br /&gt;
* [[Hans Holt]]: Herr Hofrat&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdiF-DerBockerer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Marte Harell|Marthe Harell]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; Baronin&lt;br /&gt;
* [[Ida Krottendorf]]: Sabine (Binerl) Bockerer&lt;br /&gt;
* [[Rolf Kutschera]]: Historiker&lt;br /&gt;
* [[Erni Mangold]]: Besitzerin des Café Tosca&amp;lt;!--Wird in den Filmangaben ohne Anführungszeichen genannt.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Heinz Marecek]]: Dr. Rosenblatt&lt;br /&gt;
* [[Marianne Nentwich]]: Anna Hermann&lt;br /&gt;
* [[Teddy Podgorski]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; Pfalzner&lt;br /&gt;
* [[Sieghardt Rupp]]: Herr Hermann&lt;br /&gt;
* [[Regina Sattler|Regine Sattler]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; Elisabeth&lt;br /&gt;
* [[Franz Stoß]]: General&lt;br /&gt;
* [[Georg Schuchter]]: Hansi Bockerer&lt;br /&gt;
* [[Walter Schmidinger (Schauspieler)|Walter Schmidinger]]: Franz Schebesta&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glaserei-Schebesta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Dolores Schmidinger]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; Mitzi Haberl&lt;br /&gt;
* [[Michael Schottenberg]]: Gstettner&lt;br /&gt;
* [[Michael Toost]]: Inspektor&lt;br /&gt;
* [[Senta Wengraf]]: Erna Hofrat&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdiF-DerBockerer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Klausjürgen Wussow|Klaus-Jürgen Wussow]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; SS-Offizier&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdiF-DerBockerer&amp;quot; /&amp;gt; Dr. von Lamm&amp;lt;ref name=&amp;quot;ORF-Programm-20221207&amp;quot;&amp;gt;[[#ORF-Programm, 07.12.2022|ORF-Programm, 7. Dezember 2022]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Karl Merkatz: Der Bockerer.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Wilke (Schauspieler)|Jürgen Wilke]]: Parteigenosse&lt;br /&gt;
* [[Gustav Knuth]]: Vater Knabe&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdiF-DerBockerer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kurt Nachmann]]: Herr Blau&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Buch|Gabi Buch]]:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; Frau Blau&lt;br /&gt;
* [[Erich Padalewski]]: Mann mit totem Kater&lt;br /&gt;
* [[Martin Obernigg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Adolf Lukan]]: Guritsch&lt;br /&gt;
* [[Hilde Sochor]]: Sabine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht im Vorspann:&lt;br /&gt;
* [[Herbert Fux]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;TV-Media-20221207&amp;quot;&amp;gt;[[#TV-Media, 07.12.2022|TV-Media, 7. Dezember 2022]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Karl Merkatz: Der Bockerer.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
Franz Antel wurde zu seinem Film durch eine Aufführung des Stücks &amp;#039;&amp;#039;Der Bockerer&amp;#039;&amp;#039; im [[Volkstheater (Wien)|Volkstheater]] angeregt. Innerhalb von sechs Wochen hatte er die Finanzierung gesichert und sein Ensemble zusammengestellt. An der Produktion waren neben Franz Antel selbst die &amp;#039;&amp;#039;Neue Delta-Film Ges.m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; in [[Wien]] (siehe dieser Filmfirma in [[Carl Szokoll#Nach dem Krieg]]), die &amp;#039;&amp;#039;TIT Filmproduktion GmbH&amp;#039;&amp;#039; in München und als Auftraggeber in die &amp;#039;&amp;#039;Bockerer-Film Ges.m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot;&amp;gt;Dem ersten Bild im Vorspann sind die Produktionsdaten wie folgt zu entnehmen:&amp;lt;br /&amp;gt; {{&amp;quot; |Text=Ein Franz Antel-Film der / Neuen Delta-Film Ges.m.b.H., Wien, / in Co-Produktion mit der / TIT-Film, München, / im Auftrag der / Bockerer-Film Ges.m.b.H.}}&amp;lt;br /&amp;gt; Im Weiteren wird im Vorspann nur {{&amp;quot; |Text=Drehbuch [[Kurt Nachmann]]}} angeführt; anders als vielfach genannt, wird hier [[H. C. Artmann]] nicht erwähnt. Für die Bauten wird [[Herta Pischinger]] angeführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Nachspann wird als Mitwirkung die [[Wien-Film]] angeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TV-Media-20221207-2&amp;quot; /&amp;gt; Anders als vielfach angeführt, wird im Vorspann nur [[Kurt Nachmann]] angeführt, [[H. C. Artmann]] jedoch nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TV-Media-20221207-2&amp;quot;&amp;gt;Zum Drehbuch ohne H.&amp;amp;nbsp;C. Artmann und zur Mitwirkung der Wien-Film vgl. auch [[#TV-Media, 07.12.2022|TV-Media, 7. Dezember 2022]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Karl Merkatz: Der Bockerer.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Nachspann des Films ist zu entnehmen: {{&amp;quot; |Text=Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Prof.Steiner-&amp;lt;!--Ohne Leerzeichen, sic!--&amp;gt; / [[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|Dokumentationszentrum des Österr. Widerstandes]] / Historische Beratung: [[Carl Szokoll]]}}. Für die Produktionsleitung zeichnete [[Kurt Kodal]] zuständig. Unterstützt und gefördert wurde der Film vom [[Bundesministerium für Unterricht und Kunst]] sowie vom [[Filmfonds Wien|Wiener Filmförderungsfonds]], die Finanzierung erfolgte von einer &amp;#039;&amp;#039;Profinanz&amp;#039;&amp;#039; in Salzburg.&lt;br /&gt;
[[Datei:Oskar-Werner-Platz Panorama.jpg|mini|Blick vom Oskar Werner-Platz in die Garbergasse. Mitte rechts das als Drehort dienende Gebäude der Fleischhauerei]]&lt;br /&gt;
Es wurde am im Film erwähnten Handlungsort Garbergasse in [[Wien-Mariahilf]] gedreht. In einem Eckhaus richtete die Filmarchitektin [[Herta Hareiter|Herta Pischinger]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vorspann&amp;quot; /&amp;gt; einen Fleischerladen samt zugehöriger Wohnung ein. Ein in der Nähe liegendes Abbruchhaus diente ebenfalls als Filmkulisse. Nach fünf Wochen Drehzeit konnte die Abbruchfirma mit ihrer Arbeit beginnen, so dass, wie im Drehbuch vorgesehen, schließlich eine scheinbar von Bombenschäden geprägte Ruine zur Verfügung stand. An der Seitenwand des Nachbarhauses der Fleischerei Karl Bockerer, in dem Schebestas Glaserei untergebracht ist, ist eine Straßentafel mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Garbergasse&amp;#039;&amp;#039; im Wiener Bezirk [[Mariahilf]] angebracht, daneben eine Tafel mit der Hausnummer &amp;#039;&amp;#039;Garbergasse&amp;amp;nbsp;9.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Glaserei-Schebesta&amp;quot;&amp;gt;Auf Schebestas Geschäftsportal, zu sehen gegen Ende des Films, als Schebesta dem [[Wahnsinn]] verfallen aus dem Geschäft läuft, steht: „Glaserei / Franz Schebesta“. Ganz am Filmende kommt noch einmal das Geschäftsportal in Großaufnahme ins Bild mit Tafeln mit dem Straßennamen und der Hausnummer. Links davon im Hintergrund ist das Haus mit der Fleischerei Karl Bockerer.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szene, in der Juden das Pflaster von Symbolen des [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaates]] säubern müssen, wurde in der Obkirchergasse im [[19. Wiener Gemeindebezirk]] gedreht. Die Szene, in der Häftlinge auf Lastwagen zum Polizeigebäude transportiert werden, entstand beim [[Polizeigebäude Rossauer Lände]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Premiere hatte der Film am 19. März 1981 im Wiener [[Apollo Kino (Wien)|Apollo Kino]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Seit Jahren hatte Antel sporadisch mit durchaus ambitionierten Inszenierungen versucht, sein Image als Regisseur belangloser Komödien zu korrigieren, doch erst mit &amp;#039;&amp;#039;Der Bockerer&amp;#039;&amp;#039; erhielt er die erhoffte Anerkennung. Bundespräsident [[Rudolf Kirchschläger]] gratulierte ihm zu diesem Film, und das Unterrichtsministerium präsentierte ihn in einem Separat-Kino bei den [[Internationale Filmfestspiele von Cannes|Filmfestspielen von Cannes]]. Dort erhielt Antel eine Einladung zum [[Internationales Filmfestival Moskau|Moskauer Filmfestival]]. In Moskau wurden Antel und Hauptdarsteller Merkatz stürmisch gefeiert. Im November gab es dann eine eigene Premiere für den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] in Bonn. 1981 wurde &amp;#039;&amp;#039;Der Bockerer&amp;#039;&amp;#039; als [[Liste der österreichischen Vorschläge für die Oscar-Nominierung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film|österreichischer Beitrag zur Oscar-Nominierung]] geschickt, unterlag aber 1982 im [[Liste der Beiträge für den besten fremdsprachigen Film für die Oscarverleihung 1982|Wettbewerb um den besten ausländischen Film]] gegen &amp;#039;&amp;#039;[[Mephisto (Film)|Mephisto]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur]]: Franz Antel: &amp;#039;&amp;#039;Verdreht, verliebt, mein Leben&amp;#039;&amp;#039; (2001), S.&amp;amp;nbsp;225&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Publikumszuspruch hielt sich in Grenzen, besonders das Kinopublikum der Bundesrepublik Deutschland zeigte wenig Interesse. Antel vermutete, ihm sei übel genommen worden, „daß wir die Deutschen so dargestellt haben, wie ja heute niemand mehr gewesen sein will“, zumal der Film ganz ohne deutsche Beteiligung zustande kam.&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur]]: Franz Antel: &amp;#039;&amp;#039;Verdreht, verliebt, mein Leben&amp;#039;&amp;#039; (2001), S.&amp;amp;nbsp;232.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der DDR dagegen wurde der &amp;#039;&amp;#039;Bockerer&amp;#039;&amp;#039; ein unerwarteter Erfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur]]: Franz Antel: &amp;#039;&amp;#039;Verdreht, verliebt, mein Leben&amp;#039;&amp;#039; (2001), S.&amp;amp;nbsp;237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritiken ==&lt;br /&gt;
Trotz der internationalen Anerkennung für seinen Film musste Antel feststellen, dass die heimische Presse an ihrem üblichen abschätzigen Urteil gegen Antel-Filme festhielt. In der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Profil (Zeitschrift)|Profil]]&amp;#039;&amp;#039; erschien ein Artikel, in der Antel als „Heimatlands Altmeister des seichten Filmschmähs“ bezeichnet wurde, der seinen Film dem Publikum ruhig hätte ersparen können. Der Kinoversion fehle „jene Brisanz, die bislang alle Bühnenaufführungen des Stücks so beklemmend machte“. Konstant würde Ergriffenheit mit Rührseligkeit verwechselt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur]]: Franz Antel: &amp;#039;&amp;#039;Verdreht, verliebt, mein Leben&amp;#039;&amp;#039; (2001), S.&amp;amp;nbsp;230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Lexikon des internationalen Films]] meint, der Film sei den „überholten Mustern des Volksstücks verhaftet“, sodass er „ein letztlich zahmes Spektakel“ biete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LdiF-DerBockerer&amp;quot;&amp;gt;{{LdiF|6645|abruf=2022-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1981 wurde Karl Merkatz beim &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Filmfestival Moskau|Internationalen Filmfestival Moskau]]&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Bester Schauspieler&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet, eine &amp;#039;&amp;#039;Goldener Preis&amp;#039;&amp;#039;-Nominierung gab es für Franz Antel.&lt;br /&gt;
* 1982 bekam Karl Merkatz einen &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Filmpreis|Deutschen Filmpreis]]&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Filmpreis/Beste darstellerische Leistungen|Bester Darsteller]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmreihe ==&lt;br /&gt;
Dem Film folgten ab 1996 drei weitere Filme nach. Die daraus entstandene Filmreihe besteht sohin aus vier Teilen:&lt;br /&gt;
* 1. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Der Bockerer&amp;#039;&amp;#039; (1981)&lt;br /&gt;
* 2. Teil: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bockerer II – Österreich ist frei]]&amp;#039;&amp;#039; (1996; Thema: Besetztes Österreich in der [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Nachkriegszeit]])&lt;br /&gt;
* 3. Teil: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bockerer III – Die Brücke von Andau]]&amp;#039;&amp;#039; (2000; Thema: Die Niederschlagung des [[Ungarischer Volksaufstand|Ungarischen Volksaufstandes]] im Oktober 1956 durch die Invasion der [[Sowjetarmee]])&lt;br /&gt;
* 4. Teil: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bockerer IV – Prager Frühling]]&amp;#039;&amp;#039; (2003; Thema: Die gewaltsame Niederschlagung des &amp;#039;&amp;#039;[[Prager Frühling]]s&amp;#039;&amp;#039; durch die im August 1968 in Prag einmarschierenden Truppen des [[Warschauer Pakt]]es)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Franz Antel, [[Peter Orthofer]] (Bearbeitung): &amp;#039;&amp;#039;Verdreht, verliebt, mein Leben.&amp;#039;&amp;#039; Amalthea, Wien und München 2001, ISBN 3-85002-464-4, S.&amp;amp;nbsp;225–237.&lt;br /&gt;
* Teresa Guggenberger: &amp;#039;&amp;#039;Der österreichische Film als Medium des Geschichtsunterrichts. Darstellungen von österreichischen TäterInnen&amp;lt;!-- sic!--&amp;gt; des Nationalsozialismus im österreichischen Film nach 1945 und die Veränderung der TäterInnendarstellungen&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; [[Diplomarbeit]] an der [[Karl-Franzens-Universität Graz]], Graz 2018 ([https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/2705316/full.pdf Volltext online]; PDF, 1.243&amp;amp;nbsp;KB). Hier insb. die Kapitel „3.3 Der Bockerer“ ([https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/2705316/full.pdf#page=49 S.&amp;amp;nbsp;44–48]) und „4.1 Filmanalyse zu &amp;#039;&amp;#039;Der Bockerer&amp;#039;&amp;#039;“ ([https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/2705316/full.pdf#page=59 S.&amp;amp;nbsp;54–68]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0082087}}&lt;br /&gt;
* {{Filmportal|654f2afa28b94fa3aa528f7c44f57545}}&lt;br /&gt;
* {{Anker|ORF-Programm, 07.12.2022}} [https://tv.orf.at/program/orf2/derbockere1158.html &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Karl Merkatz: Der Bockerer.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;Auftakt zum preisgekrönten TV-Mehrteiler mit Karl Merkatz.&amp;#039;&amp;#039; Ausstrahlung am 7. Dezember 2022 in [[ORF 2]]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[ORF]]-TV-Programm,&amp;#039;&amp;#039; 7. Dezember 2022.&amp;lt;!--https://web.archive.org/web/20221208214532/https://tv.orf.at/program/orf2/derbockere1158.html--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Anker|TV-Media, 07.12.2022}} [https://www.tv-media.at/programm/ORF2/der-bockerer/2022-12-07/77594471620 &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Karl Merkatz: Der Bockerer.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[TV-Media]],&amp;#039;&amp;#039; 7. Dezember 2022.&amp;lt;!--https://web.archive.org/web/20221210042755/https://www.tv-media.at/programm/ORF2/der-bockerer/2022-12-07/77594471620--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Der Bockerer&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Filme von Franz Antel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bockerer #Der}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmtitel 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Film]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatfilm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturverfilmung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmreihe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franz Antel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
	</entry>
</feed>