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	<title>Deprivation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deprivation&amp;diff=80769&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KnightMove: Satz in Einleitung statt BKH</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deprivation&amp;diff=80769&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-30T01:01:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Satz in Einleitung statt BKH&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deprivation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la| privare}}&amp;#039;&amp;#039; ‚berauben‘) bezeichnet allgemein den Zustand der Entbehrung, des Entzuges, des Verlustes oder der Isolation von etwas Vertrautem sowie das Gefühl einer Benachteiligung. Sie ist nicht zu verwechseln mit der [[Depravation (Medizin)|Depravation]], der Verschlechterung einer medizinischen Symptomatik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Psychische Deprivation}}&lt;br /&gt;
Innerhalb der Psychologie wird auf dem Gebiet der Wahrnehmung bzw. der sensorischen Stimulierung sowie der emotionalen Beziehungen von „Deprivation“ gesprochen. In der Psychoanalyse wird auch der „Vaterverlust“ als Deprivation begriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Perzeptive Deprivation ===&lt;br /&gt;
Sie ist abzugrenzen von der sensorischen Deprivation. Der Informationsgehalt von [[Perzeption|Außenreizen]] ist vermindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|sprachliche Deprivation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sensorische Deprivation ===&lt;br /&gt;
[[Sensorische Deprivation]], also Mangel an Außenreizen (Farben, Geräuschen, Mitmenschen, Gesprächen usw.) führt zu [[Halluzination]]en und zu Denkstörungen. Diese wird bei [[Verhörprotokoll|Verhören]], [[Folter]]ungen und zur [[Gehirnwäsche]] eingesetzt, aber auch zu [[Bewusstseinserweiterung]] und Entspannung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Weiße Folter]], [[Isolationshaft]], [[Camera silens]], [[BDSM]], [[Floating]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emotionale Deprivation ===&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Deprivation&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;[[Deprivationssyndrom]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[anaklitische Depression]]&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man in der [[Pädiatrie|Kinderheilkunde]] die mangelnde Umsorgung und fehlende [[Nestwärme]] bzw. Vernachlässigung von Babys und Kleinkindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Kratzer: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=https://www.spektrum.de/news/paedagogik-die-folgen-der-ns-erziehung/1555862 | wayback=20190202213539 | text=Pädagogik: Erziehung für den Führer. – Um eine Generation aus Mitläufern und Soldaten heranzuziehen, forderte das NS-Regime von Müttern, die Bedürfnisse ihrer Kleinkinder gezielt zu ignorieren.}} Die Folgen dieser Erziehung wirken bis heute nach, sagen Bindungsforscher.&amp;#039;&amp;#039; [[Spektrum der Wissenschaft]], 17. Januar 2019.  „&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bis Kriegsende erreichte es, durch NS-Propaganda beworben, eine Auflage von 690 000 Stück. Aber auch nach dem Krieg wurde es – vom gröbsten Nazijargon bereinigt – bis 1987 noch einmal von fast genauso vielen Deutschen gekauft: am Ende insgesamt 1,2 Millionen Mal.“ Damit zählte es zu den meistverkauften Erziehungragebern und zum offiziellen Lehrmaterial vährend der NS-Zeit und danach bis in die 70er Jahre.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!-- Dringender Ausbau des Kapitels erforderlich und geplant. Bitte um Untertsützung. Text muss noch angepasst und Bezug + EN hergestellt werden. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Symptomatik, für die auch der Begriff [[Hospitalismus]] verwendet wird, ist aus Krankenhäusern, Säuglingsstationen und Heimen sowie Gefängnissen bekannt. Dauert die Deprivation länger an, kann es zu &amp;#039;&amp;#039;psychischem Hospitalismus&amp;#039;&amp;#039;, einer dem [[Autismus]] ähnelnden Unfähigkeit, soziale Kontakte aufzubauen, oder zu [[Sprachstörung]]en kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Kasper Hauser]], [[Wolfskind]], [[René A. Spitz]], [[Harold M. Skeels]], [[Mary Ainsworth]], [[Fremde Situation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mutterdeprivation/Mutterentbehrung ===&lt;br /&gt;
Auf der Basis von klinisch-psychologischen Forschungen zeigen sich bei Kindern mit Mutterentbehrung häufiger Depressionen, Defizite in der Sprachentwicklung, Persönlichkeitsstörungen und Jugendkriminalität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vaterdeprivation ===&lt;br /&gt;
[[Alexander Mitscherlich]] beschrieb diese Form der Deprivation als Entbehrung des Vaters oder Vaterverlust. Folgen hiervon seien seelische und [[psychosomatische Störung]]en, [[selbstverletzendes Verhalten]], Beziehungsstörungen, soziale Auffälligkeiten bis hin zur [[Kriminalität]], Leistungsversagen, [[kognitiv]]e Defizite und psychosexuelle [[Identität]]sprobleme.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Mitscherlich: &amp;#039;&amp;#039;Auf dem Weg zur vaterlosen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Soziale Deprivation&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet jede Form von sozialer Ausgrenzung, welche stattfinden kann durch Zugehörigkeit zu einer sozialen [[Randgruppe]] und/oder [[Relative Armut|Armut]]. Mögliche Folgen sozialer Deprivation können sein: [[Alkoholismus]], [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderung]], [[Extremismus]], [[Messie-Syndrom]], Tabletten-/Drogen[[sucht]], [[Resignation]], schwere/mittelschwere [[Depression]]en bis hin zu [[Suizid]]&amp;amp;shy;gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Objektive Deprivation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Objektive Deprivation&amp;#039;&amp;#039; ist die anhand von Standards (zum Beispiel Einkommensverteilung) messbare materielle Benachteiligung.&amp;lt;ref&amp;gt;Berthold Dietz: &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der Armut: Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Campus, 1997, S.&amp;amp;nbsp;99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Relative Deprivation&amp;#039;&amp;#039; bedeutet objektiv verstanden eine relative „Benachteiligung in der positionalen Ausstattung mit sozialstrukturell vermittelten Chancen und Mitteln, die qua gesellschaftlicher Definition erforderlich sind, um eine bestimmte gesellschaftlich akzeptierte Position aufrechterhalten zu können und damit eine gesellschaftliche Existenz zu sichern.“&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Baum: &amp;#039;&amp;#039;Relative Deprivation und politische Partizipation. Sozialstrukturelle Bedingungen politischer Beteiligung&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1978, ISBN 3-261-02514-X, S.&amp;amp;nbsp;21. Vgl. Gerd Iben: &amp;#039;&amp;#039;Kompensatorische Erziehung: Analysen amerikanischer Programme.&amp;#039;&amp;#039; Juventa-Verlag, München 1974, ISBN 3-7799-0604-X, S.&amp;amp;nbsp;13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierfür sind folgende Teilaspekte der gesellschaftlichen Existenz von Bedeutung: 1. die Sicherung des sozioökonomischen Status durch eine ausreichende Verfügung über Einkommen, Bildung (Wissen) sowie berufliche Chancen; 2. die Sicherung des sozialen Status durch ausreichende Verfügung über statussichernde Symbole sowie Zuschreibungen; 3. die Sicherung des Interaktions- und Kooperationsspielraums durch ausreichend verfügbare Kontakte zur organisierten Öffentlichkeit, zu informellen Gruppierungen, die über die eigene [[Primärgruppe]] hinausgehen sowie Kooperationsmöglichkeiten im öffentlichen Umfeld und der beruflichen Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relative Deprivation führt zu einer jeweils unterscheidbaren [[Soziale Lage|sozialen Lage]]:&lt;br /&gt;
* die nicht hinreichende Sicherung des sozioökonomischen Status bezeichnet [[Sozial schwach|soziale Schwäche]];&lt;br /&gt;
* die nicht hinreichende Sicherung des sozialen Status bezeichnet [[Stigmatisierung]];&lt;br /&gt;
* die Störung oder der Verlust von Kontakten und Kommunikationschancen bezeichnet [[soziale Isolation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;normative Deprivation&amp;#039;&amp;#039; wird eine Form der Benachteiligung verstanden, die als eine solche gesellschaftlich anerkannt ist, zum Beispiel bezogen auf die rechtlich normierte Höhe einer staatlichen Unterstützungsleistung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Subjektive Deprivation ===&lt;br /&gt;
Von &amp;#039;&amp;#039;relativer Deprivation&amp;#039;&amp;#039; im Sinne einer subjektiven Deprivation wird gesprochen, wenn eine Person durch [[Theorie des sozialen Vergleichs|Vergleich mit anderen Mitgliedern ihrer Bezugsgruppe]] feststellt, dass sie hinsichtlich ihrer Erwartungen und Wünsche benachteiligt ist. Sie wird dann unzufrieden und enttäuscht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Zwischen Erwartungen und Möglichkeiten zur Wunschbefriedigung, oder zwischen dem, was man hat, und dem, worauf man glaubt einen berechtigten Anspruch zu haben, wird subjektiv eine Diskrepanz wahrgenommen, die zu dysfunktionalen Gefühlen der Unzufriedenheit oder des Ressentiments gegen andere führt. Nicht objektive oder strukturelle Diskrepanzen (zum Beispiel soziale Ungleichheit, soziale Spannung, Statusunterschiede oder ökonomische Unterschiede in der Ressourcenverteilung), sondern subjektiv wahrgenommene bzw. eingeschätzte Diskrepanzen erzeugen eine relative Deprivation respektive eine soziale, politische oder ökonomische Unzufriedenheit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Peter O. Güttler: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpsychologie: Soziale Einstellungen, Vorurteile, Einstellungsänderungen&amp;#039;&amp;#039;. 4. Aufl. Oldenbourg, 2003, S.&amp;amp;nbsp;171.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die relative Deprivation wird als &amp;#039;&amp;#039;subjektive Deprivation&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, da man das subjektive Erleben von Benachteiligung und das eigene Gefühl von [[Diskriminierung]] und von Vernachlässigung, unabhängig von der tatsächlichen Situation, erleben kann. Subjektive Deprivation kann indes auch gruppenspezifisch erlebt werden (zum Beispiel schichtspezifische Gefühle der Benachteiligung gegenüber dem gesellschaftlich Üblichen auf multiplen Ebenen der Lebenslage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich können zwei Quellen für das Aufkommen von relativer Deprivation und das damit verbundene Gefühl von Unzufriedenheit ausgemacht werden: Entweder entsteht dies durch den Vergleich mit einer [[Bezugsgruppentheorie|Bezugsgruppe]] oder aber durch den Vergleich mit der eigenen Vergangenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Rabea Krätschmer-Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Geht es den Arbeitslosen zu gut? Zur Soziologie von Deprivation und Protest.&amp;#039;&amp;#039; DUV, 2004, S.&amp;amp;nbsp;37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multiple Deprivation ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;multiple (mehrfache) Deprivation&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man es, wenn jemand (in der Regel ein Kind) in mehrfacher Hinsicht benachteiligt ist und dadurch keine guten Entwicklungschancen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Risikofaktoren ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Einfluss von Risikofaktoren auf die [[Intelligenzentwicklung]]&amp;lt;br /&amp;gt; (Gabarino)&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#8DB6CD&amp;quot; class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Zahl der Risikofaktoren&lt;br /&gt;
! Durchschnitts-IQ der Kinder&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#B9D3EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| keine Risikofaktoren || 119&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#B9D3EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| ein Risikofaktor   ||  116&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#B9D3EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| zwei Risikofaktoren || 113&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#B9D3EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| vier Risikofaktoren || 93&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#B9D3EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
| acht Risikofaktoren || 85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;background-color:#8DB6CD; text-align:center;&amp;quot;| &amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://agnewsarchive.tamu.edu/stories/CFAM/toxicity.htm | wayback=20080201074738 | text=&amp;#039;&amp;#039;„Social Toxicity“ Showing Effects in Children&amp;#039;&amp;#039;.}} Abgerufen am 17. Januar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Risikofaktoren für die kindliche Entwicklung sind unter anderem:&lt;br /&gt;
* Sowohl [[absolute Armut]] als auch [[relative Armut]]&lt;br /&gt;
* [[Arbeitslosigkeit]] der Eltern&lt;br /&gt;
* eine eigene [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderung]]&lt;br /&gt;
* [[Bildungsarmut]] der Eltern&lt;br /&gt;
* [[Waise|Mutterlosigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Mutterschaft Minderjähriger|sehr junge Eltern]]&lt;br /&gt;
* [[Alleinerziehende|Vaterlosigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Drogenmissbrauch]] der Eltern&lt;br /&gt;
* [[psychische Krankheit]] der Eltern&lt;br /&gt;
* eine hohe Anzahl an [[Verwandtschaftsbeziehung#Geschwister|Geschwistern]]&lt;br /&gt;
* Unterversorgung mit [[Wohnraum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast jedes Kind trägt einen Risikofaktor, doch erst das Zusammenwirken vieler Risikofaktoren führt zu einem messbaren Unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Konzept der multiplen Deprivation in der Praxis ===&lt;br /&gt;
In der Praxis konnte gezeigt werden, dass ein Risikofaktor alleine in vielen Fällen noch keine Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung hat. Wenn jedoch mehrere Risikofaktoren zusammenkommen, ist die kindliche Entwicklung gefährdet.&amp;lt;ref&amp;gt;Toni Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsrisiken bei armen und sozial benachteiligten Kindern und die Wirksamkeit früher Hilfen&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Weiß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frühförderung mit Kindern und Familien in Armutslagen&amp;#039;&amp;#039;. Ernst Reinhardt Verlag, München/Basel 2000, ISBN 3-497-01539-3, S.&amp;amp;nbsp;144.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Beisenherz: &amp;#039;&amp;#039;Kinderarmut in der Wohlfahrtsgesellschaft. Das Kainsmal der Globalisierung&amp;#039;&amp;#039;. Leske und Budrich, Opladen 2002, S.&amp;amp;nbsp;315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde untersucht, welchen Einfluss Risikofaktoren auf die intellektuelle Entwicklung des Kindes haben. Bei ein oder zwei Risikofaktoren scheint die Entwicklungsbehinderung nicht besonders gravierend zu sein. Ab vier Risikofaktoren war die kindliche Entwicklung jedoch stark beeinträchtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde das Konzept unter anderem bei der [[AWO-Studie]] genutzt. Es konnte gezeigt werden, dass arme Kinder oft auch multipel depriviert waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWO&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://gew-bremen.de/Binaries/Binary2203/Zusammenfassung_AWO-Studie.pdf | wayback=20120201014458 | text=&amp;#039;&amp;#039;AWO-Armutsstudie: Von 100 armen Kita-Kindern schafften es nur vier aufs Gymnasium&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 612&amp;amp;nbsp;kB). Abgerufen am 17. Januar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das heißt, sie waren auch noch anderen Risikofaktoren ausgesetzt als nur der Armut. Diese Risikofaktoren lagen in der Grundversorgung, der Gesundheit, der sozialen Lage und der kulturellen Lage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AWO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folgen ===&lt;br /&gt;
Folgen schwerwiegender Deprivation können sein:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reaktive Bindungsstörungen im Kindesalter&amp;#039;&amp;#039;; Symptome gemäß ICD-10: abnormes Beziehungsmuster zu Betreuungspersonen (widersprüchliche soziale Reaktionen, Mischung aus Annähern und Vermeiden), Emotionale Störung (Mangel an Ansprechbarkeit, Apathie), [[psychosozialer Minderwuchs]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bindungsstörungen im Kindesalter mit Enthemmung&amp;#039;&amp;#039;; Symptome gemäß ICD-10: Diffusität im selektiven Bindungsverhalten während der ersten fünf Lebensjahre, Anklammerungsverhalten im Kleinkindalter, aufmerksamkeitssuchendes Verhalten in der frühen Kindheit, Schwierigkeiten beim Aufbau enger Beziehungen zu Gleichaltrigen, Störungen des Sozialverhaltens&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Hospitalismus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudodebilität]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Zweiphasensystem VII &amp;amp; OUF]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Deprivation ==&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;German Index of Socioeconomic Deprivation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden gesellschaftliche, wirtschaftliche und gesundheitliche Daten in ihrer regionalen Verteilung betrachtet. Es stellt sich heraus, dass in Regionen mit einer schlechten Bildungs-, Beschäftigungs- und Einkommenssituation gesundheitliche Kenndaten ebenfalls verschlechtert sind. So finden sich dort häufiger Fälle von Lungenkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch ist dort generell die Lebenserwartung verkürzt. Regionen mit hoher regionaler sozioökonomischer Deprivation finden sich vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands, aber auch im Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Bayern schneiden am besten ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Niels Michalski, Marvin Reis et al. |url=https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JHealthMonit_2022_S5_Revision-GISD.pdf?__blob=publicationFile |titel=German Index of Socioeconomic Deprivation (GISD): Revision, Aktualisierung und Anwendungsbeispiele |werk=Journal of Health Monitoring |hrsg=Robert Koch-Institut |datum=2022-12-09 |format=PDF, 4,7MB |sprache=de |abruf=2024-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[News-Deprivation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[René A. Spitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Säugling zum Kleinkind. Naturgeschichte der Mutter-Kind-Beziehungen im ersten Lebensjahr&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-608-91823-X (englische Erstausgabe: &amp;#039;&amp;#039;The First Year of Life&amp;#039;&amp;#039;, 1965). Die Originalstudie wurde als &amp;#039;&amp;#039;Hospitalism: An Inquiry into the Genesis of Psychiatric Conditions in Early Childhood&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;The Psychoanalytic Study of the Child&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1 (1945), und &amp;#039;&amp;#039;Hospitalism: A Follow-Up Report&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;The Psychoanalytic Study of the Child&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2 (1946) publiziert.&lt;br /&gt;
* [[John Bowlby]]: &amp;#039;&amp;#039;Maternal Care and Mental Health&amp;#039;&amp;#039;. [[World Health Organization]], Genf 1952&lt;br /&gt;
* Mary Ainsworth et al.: &amp;#039;&amp;#039;Deprivation of Maternal Care. A Reassessment of its Effects&amp;#039;&amp;#039;. World Health Organization, Genf 1962&lt;br /&gt;
* Josef Langmeier, [[Zdeněk Matějček]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Psychische Deprivation]] im Kindesalter, Kinder ohne Liebe&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Urban &amp;amp; Schwarzenberg, München 1977.&lt;br /&gt;
* [[Walter Runciman, 3. Viscount Runciman of Doxford|Walter G. Runciman]]: &amp;#039;&amp;#039;Relative Deprivation and Social Justice: a Study of Attitudes to Social Inequality in Twentieth-Century Britain&amp;#039;&amp;#039;. 1966&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.archive.org/details/PsychogenicD Rene Spitz’s Film &amp;#039;&amp;#039;Psychische Erkrankung in der Kindheit (Psychogenic Disease in Infancy)&amp;#039;&amp;#039; (1957)]&lt;br /&gt;
* [http://www.dreilindenfilm.de/index2.html &amp;#039;&amp;#039;Kinder ohne Liebe&amp;#039;&amp;#039; 1963, gekürzte deutsche Fassung auf DVD, 2008]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=http://www.medpsych.uni-freiburg.de/OL/glossar/|wayback=20081216030929|text=Glossar Medizinische Psychologie /-Soziologie}}&lt;br /&gt;
* Rolf Merkle: [https://www.palverlag.de/lebenshilfe-abc/deprivation.html &amp;#039;&amp;#039;Deprivation.&amp;#039;&amp;#039;] Eintrag im &amp;#039;&amp;#039;Psychologie Lexikon&amp;#039;&amp;#039; des PAL-Verlags.&lt;br /&gt;
* Michael Thomsen: [https://www.reliaslearning.de/blog/reizmangelzustaende-vermeiden-reaktionen-auf-sensorische-deprivation &amp;#039;&amp;#039;Reizmangelzustände vermeiden – Reaktionen auf sensorische Deprivation&amp;#039;&amp;#039;] auf reliaslearning.de. 13.&amp;amp;nbsp;September 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4011475-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motivation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biopsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfliktforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KnightMove</name></author>
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