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	<title>Departement Hanau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T23:34:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Departement_Hanau&amp;diff=2466227&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie</title>
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		<updated>2024-06-12T12:45:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Departement Hanau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war von 1810 bis 1813 eine Verwaltungseinheit ([[Département]]) der mittleren Verwaltungsebene innerhalb des [[Großherzogtum Frankfurt|Großherzogtums Frankfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Das [[Département|Departement]] [[Hanau]] war in Umfang und Funktion das [[Fürstentum Hanau]] des [[Kurfürstentum Hessen|Kurfürstentums Hessen]], das mit der Bezeichnung eines „Departement“ belegt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem das Kurfürstentum durch [[Napoleon]] 1806 besetzt worden war, stand das Fürstentum Hanau bis 1810 zunächst unter französischer Militärverwaltung und kam 1810 zum Großherzogtum Frankfurt. Am 16. Mai 1810 wurde die Übergabe zwischen dem französischen Staatsrat [[Jean-Baptiste-Moïse Jollivet]] und dem Minister des Fürstprimas [[Karl Theodor von Dalberg]], [[Beust (Adelsgeschlecht)|Leopold von Beust]], im [[Stadtschloss Hanau]] in Anwesenheit zahlreicher Amtsträger des ehemaligen Fürstentums Hanau, darunter auch die [[Stadtrat|Stadträte]] der Hanauer Alt- und Neustadt vollzogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot;&amp;gt;Schumacher, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Regentschaftswechsel wurde von den [[Untertan]]en begrüßt, die die zurückliegenden Jahre französischer Besatzungsherrschaft als drückend empfunden hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot;/&amp;gt; Bedenken wegen der [[römisch-katholisch]]en [[Konfession]] des neuen Landesherren bestanden offensichtlich nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformen ===&lt;br /&gt;
==== Mittlere Verwaltungsebene ====&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1811 wurde die Verwaltung nach französischem Muster umgestaltet: Die überkommene, nach [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichem]] Muster in [[Kollegium (historisch)|Kollegien]] organisierte Verwaltung wurde durch eine streng hierarchische Verwaltung unter einem [[Präfekt (Frankreich)|Präfekten]] organisiert. Erster Präfekt wurde [[Heinrich von der Tann]], ein Spitzenbeamter aus dem von Dalberg ebenfalls erst frisch erworbenen Nachbarterritorium [[Nassau-Oranien-Fulda|Fulda]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot;/&amp;gt; Er amtierte bis 1813 und wurde dann nach Unruhen in der Stadt Hanau durch [[Carl Albrecht Wilhelm von Auer]] (1748–1830), später: [[Königreich Preußen|preußischer]] Kriegs- und Domänenrat und Akzisedirektor ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783598232299|Seite=27|Seiten=27–28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Departement Hanau besaß ein parlamentarisches Gremium, den &amp;#039;&amp;#039;Generaldepartementsrat&amp;#039;&amp;#039;, der allerdings nur beratende Funktion hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorsitzender des Hanauer &amp;#039;&amp;#039;Departementskollegiums&amp;#039;&amp;#039; – ein vom Großherzog ernanntes Staatsorgan –, das die fünf Hanauer Abgeordneten für das (allerdings ebenfalls nur beratend tätige) Parlament des Großherzogtums, die [[Ständeversammlung des Großherzogtums Frankfurt|Ständeversammlung]], wählte, wurde der Hanauer [[Rentkammer]]präsident [[Friedrich Ludwig von Motz]] (1732–1817). Als Abgeordnete für das Departement Hanau wählte es: [[Carl Friedrich Buderus von Carlshausen]], [[Ludwig Wilhelm Gayling von Altheim]], [[Ludwig Otto Toussaint]], Georg Wachs und Johann Karl Lavater.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommunale Verwaltungsebene ====&lt;br /&gt;
In der unteren Verwaltungsebene wurde die überkommene territoriale Struktur des frühneuzeitlichen Staates beibehalten, die Funktionen der Amtsträger und Verwaltungseinheiten aber mit [[Französische Sprache|französischen]] Bezeichnungen belegt: Aus [[Schultheiß|Dorfschultheißen]] und [[Bürgermeister]]n wurden „[[Maire]]s“, aus [[Stadtrat|Stadträten]] „Muncipalräthe“, aus den [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Ämtern]] „[[Frankreich#Administrative Gliederung|Distrikte]]“. Den Maires wurde eine [[Zuständigkeit]] im Umfang ihrer französischen Kollegen übertragen, was ihr Arbeitspensum enorm erhöhte und sofort Widerstand der überwiegend [[Ehrenamt|ehrenamtlich]] Tätigen auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch auf der unteren Verwaltungsebene wurde eine parlamentarische Instanz, die Munzipalräte, eingerichtet, mit allerdings sehr beschränkten Aufgaben und Kompetenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Distrikte des Departements Hanau ====&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste |breite=12em |gesamtbreite=40em |liste=&lt;br /&gt;
* [[Gericht Altengronau|Altengronau]]&lt;br /&gt;
* [[Amt Bornheimerberg|Bergen]]&lt;br /&gt;
* [[Amt Bieber|Bieber]]&lt;br /&gt;
* [[Amt Büchertal|Büchertal]]&lt;br /&gt;
* Stadt [[Gelnhausen]]&lt;br /&gt;
* Stadt [[Hanau]]&lt;br /&gt;
* [[Amt Schwarzenfels|Schwarzenfels]]&lt;br /&gt;
* [[Amt Steinau|Steinau]]&lt;br /&gt;
* [[Amt Windecken|Windecken]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Justiz ====&lt;br /&gt;
Mit Verordnung vom 5. Oktober 1812 wurde ab Anfang 1813 eine neue [[Gerichtsverfassung]] für das Großherzogtum geschaffen: In jeder Departementshauptstadt, und so auch in Hanau, wurde ein &amp;quot;Departementsgericht&amp;quot; zum Entscheid über [[Zivilrecht|zivilrechtliche]] Streitigkeiten eingerichtet. In der Praxis wurde lediglich das bestehende Hanauer &amp;#039;&amp;#039;Hofgericht&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Als zweite [[Instanz (Recht)|Instanz]] bestand in Frankfurt ein [[Appellationsgericht|Appellationshof]] und  der [[Staatsrat (Großherzogtum Frankfurt)|Staatsrat]] des Großherzogtums bildete darüber hinaus den übergeordneten Kassationshof.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Das Departement Hanau nahm geografisch eine zentrale Position im Großherzogtum ein. Darüber hinaus wurden von hier aus einige zentralstaatliche Aufgaben wahrgenommen. So waren alle [[Konsistorium|Konsistorien]] der Vorgängerstaaten des Großherzogtums – außer dem des Fürstentums Hanau – aufgelöst worden. Das Konsistorium in Hanau wurde im Großherzogtum oberste Kirchenbehörde für beide evangelischen Kirchen, die [[Evangelisch-lutherische Kirchen|Lutherische]] und die [[Reformierte Kirche]], des gesamten Großherzogtums, also auch in Frankfurt, Wetzlar und Fulda.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus nahm der Minister für Inneres, Justiz und Polizei, [[Franz Joseph von Albini]], den Dienstsitz seines Ministeriums im Stadtschloss Hanau.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 149f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Umwandlung des [[Kurfürstentum Hessen|Hessen-Kasseler]] Fürstentums Hanau in ein Departement des Großherzogtums Frankfurt bedeutete so eine Aufwertung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ende ==&lt;br /&gt;
1813 herrschte aufgrund der miserablen wirtschaftlichen Lage, der [[Konskription]] für die napoleonische Armee (das Großherzogtum hatte ein Kontingent von 2.800 Mann zu stellen und auszurüsten&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;), die ständige Unterbringung und Verpflegung durchziehender Truppen, besonders im [[Kinzig (Main)|Kinzigtal]], dem ständig drohenden [[Staatsbankrott]] und dem Verfall von Autorität der Regierung und des [[Legitimität]]sanspruchs des Großherzogs eine staatsfeindliche Stimmung im Departement. Bauern leisteten Widerstand gegen Militär, das [[Deserteur]]e, die sich bei den Bauern in [[Altengronau]] und [[Sterbfritz]] versteckt hatten, ergreifen wollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Schumacher, S. 171.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Vorfälle führten dazu, dass der Präfekt Heinrich von der Tann durch Carl Albrecht Wilhelm von Auer abgelöst wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schumacher&amp;quot;/&amp;gt; Das hielt den Verfall der Staatsgewalt, deren Schutzherr Napoleon im Absturz begriffen war, nicht mehr auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Auflösung des Großherzogtums Frankfurt fiel das Departement Hanau wieder an Kurhessen und erhielt seine alte Bezeichnung „Fürstentum Hanau“ zurück. Zugleich ging der ihm im Großherzogtum zugewachsene Bedeutungsgewinn wieder verloren. So war es nun nicht nur eine randliche und die von der Hauptstadt Kassel am weitesten entfernt gelegene Provinz, sondern auch der einzige Landesteil, der in den [[Landstände]]n des Kurfürstentums nicht vertreten war. Es brauchte die [[Julirevolution von 1830]], um diesen Schritt der Integration in den hessischen Kurstaat zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Adolph Winkopp]]: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer topographisch-statistischen Beschreibung des Großherzogtums Frankfurt&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1812, [https://books.google.de/books?id=-pMUAAAAQAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* Ralf Schumacher: &amp;#039;&amp;#039;Die politische Integration des Fürstentums Hanau in das Grossherzogtum Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hanauer Geschichtsverein]] 1844 e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Hanau in der Epoche Napoleons&amp;#039;&amp;#039; (= Hanauer Geschichtsblätter. 47). Hanau, ca. 2015, {{Falsche ISBN|978-3-935395-21-3}}, S. 137–185.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Departements im Großherzogtum Frankfurt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Departementhanau}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentliche Verwaltung (Großherzogtum Frankfurt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Hessen)|Hanau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Verwaltungseinheit (Main-Kinzig-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Hanau-Münzenberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Hanaus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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