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	<title>Deonomastik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deonomastik&amp;diff=512663&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Franz Halac: /* Terminologie */</title>
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		<updated>2026-04-20T22:47:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Terminologie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deonomastik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt sich mit Wörtern, die von Namen abgeleitet sind. Sie ist eine Teildisziplin der [[Historische Sprachwissenschaft|historischen Sprachwissenschaft]] im Schnittfeld von [[Namenforschung]], [[Wortschatz]]- und [[Wortbildung]]sforschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deonomastik umfasst:&lt;br /&gt;
* Das Erschließen des Deonymenbestands eines Wort- und Namenwortschatzes [[Etymologie|etymologisch]] und [[Lexikographie|lexikographisch]]. &lt;br /&gt;
* Die Untersuchung [[Semantik|semantischer]] und [[Kognition|kognitiver]] Prozesse der [[Metapher|metaphorischen]] und [[Metonymie|metonymischen]] oder [[Synekdoche|synekdochalen]] Bedeutungsübertragung. &lt;br /&gt;
* Die Untersuchung der [[Morphologie (Linguistik)|morphologischen]] und gegebenenfalls [[Phraseologie|phraseologischen]] Bildungsprozesse, die bei der Deonymisierung von Eigennamen zum Tragen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deonyme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Bezeichnungen, die durch [[Derivation (Linguistik)|Ableitung]] von [[Eigenname]]n entstanden sind (vgl. [[#Beispiele für Deonyme|Beispiele]]). Auch Eponym wird verwendet (vgl. Artikel [[Eponym (Sprachwissenschaft)]] sowie [[#Terminologie|Abschnitt Terminologie]] unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei handelt es sich zum einen um [[Gattungsname]]n (Appellativa), [[Stoffname]]n (Kontinuativa), [[Verb]]en, [[Adjektiv]]e oder [[Interjektion]]en, die jeweils aus Eigennamen abgeleitet sind, zum anderen um abgeleitete Eigennamen, sofern diese (wie zum Beispiel aus Personennamen abgeleitete Ortsnamen) durch Ableitung aus anderen Eigennamen entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie ==&lt;br /&gt;
Der Terminus &amp;#039;&amp;#039;Deonomastik&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[latein]]isch und [[Altgriechische Sprache|griechisch]] basierte Neuschöpfung (aus lateinisch {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;de&amp;#039;&amp;#039;}} „von, ab“ und griechisch {{lang|grc|ὀνομαστικόν|ónomastikón}} „namensbezogen“), die der italienische Linguist [[Enzo La Stella]] 1982 in einem für die methodische und terminologische Formierung der Deonomastik grundlegenden Beitrag einführte, indem er aus {{itS|derivativo onomastico}} („Ableitung aus einem Namen“) die [[Schmelzwort|Kontraktion]] {{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;deonomastico&amp;#039;&amp;#039;}} (später eingedeutscht als &amp;#039;&amp;#039;Deonomastikon&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;Deonomastika&amp;#039;&amp;#039;) bildete und hieraus auch den Namen der Disziplin ({{lang|it|&amp;#039;&amp;#039;la deonomastica&amp;#039;&amp;#039;}} „die Deonomastik“) ableitete.&amp;lt;ref&amp;gt;La Stella: &amp;#039;&amp;#039;Deonomastica…&amp;#039;&amp;#039; (1982), S.&amp;amp;nbsp;13: „La DEONOMASTICA studia l’origine e l’evoluzione semantica dei derivativi onomastici“, „Abbiamo pertanto optato per DEONOMASTICO, forma contratta e a tutti comprensibile di &amp;#039;&amp;#039;derivativo onomastico&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bezeichnung der Disziplin hat sich diese Begriffsbildung seither besonders in der [[Romanische Sprachen|romanischen]] und in der deutschsprachigen [[Sprachwissenschaft]] durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Eigennamen als Basis einer Ableitung, für den in der vorausgegangenen Forschung außer den allgemein üblichen Termini für Eigennamen ([[Toponym]], [[Anthroponym]], [[Ethnonym]] und so weiter) kein eigener [[Terminus|Terminus technicus]] üblich war, hat sich im Anschluss an La Stella&amp;lt;ref&amp;gt;La Stella: &amp;#039;&amp;#039;Deonomastica…&amp;#039;&amp;#039; (1982), S.&amp;amp;nbsp;13: „il „generante“ o EPONIMO“; ebenda: „Abbiamo visto che eponimo è l’individuo dal cui nome deriva un vocabolo comune“; ebenda, S.&amp;amp;nbsp;14: {„In sintesi: l’&amp;#039;&amp;#039;eponimo&amp;#039;&amp;#039; (nome proprio) dà origine al &amp;#039;&amp;#039;deonomastico&amp;#039;&amp;#039; (vocabolo comune) attraverso la &amp;#039;&amp;#039;banalizzazione&amp;#039;&amp;#039;“; derselbe, &amp;#039;&amp;#039;I deonomastici nella guerra…&amp;#039;&amp;#039; (1982), S.&amp;amp;nbsp;111: „&amp;#039;&amp;#039;Eponimo&amp;#039;&amp;#039; è il nome proprio (di persona o &amp;#039;&amp;#039;antroponimo,&amp;#039;&amp;#039; di popolo o &amp;#039;&amp;#039;etnonimo,&amp;#039;&amp;#039; di luogo o &amp;#039;&amp;#039;toponimo&amp;#039;&amp;#039; dal quale, attraverso il processo di &amp;#039;&amp;#039;banalizzazione,&amp;#039;&amp;#039; deriva il &amp;#039;&amp;#039;deonomastico,&amp;#039;&amp;#039; nome comune“).&amp;lt;/ref&amp;gt; die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Eponym (Sprachwissenschaft)|Eponym]]&amp;#039;&amp;#039; eingebürgert (von griechisch {{lang|grc|ἐπι|epi}} „an, bei, nach“ und [[Äolisches Griechisch|äolisch]]/[[Dorisches Griechisch|dorisch]] {{lang|grc|ὄνυμα|onyma}} „Name“). Mit einer Bedeutungsverschiebung vom Namensträger auf dessen Namen, die in den Altertumswissenschaften schon seit dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert vereinzelt vollzogen wurde, knüpft diese Begriffsverwendung an die schon im antiken und altertumswissenschaftlichen Sprachgebrauch vorherrschende Hauptbedeutung des Begriffs im Sinne von „namengebend, Namengeber“ an, wonach ein Eponym der Träger eines Eigennamens ist (meist eine mythische oder geschichtliche Gründergestalt), auf den ein Ethno- oder Toponym zurückgeführt wird (siehe [[eponymer Heros]]), oder ein Amtsträger ([[Archon (Amt)|Archon]], [[Consulat|Konsul]] oder sonstiger „eponymer Beamter“), mit dessen Namen in Datumsangaben die Kalenderperiode seiner Amtszeit benannt wurde (siehe [[Archon eponymos]], [[Eponymenliste]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Ergebnis der Ableitung wiederum, das Namensderivat, für das in der älteren deutschen Fachsprache Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Eigennamenwort&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Appellativname&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Wackernagel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Appellativnamen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Germania – Vierteljahrsschrift für Deutsche Alterthumskunde|Germania]] 4&amp;amp;nbsp; (1859), S.&amp;amp;nbsp;129–159; 5&amp;amp;nbsp;(1860), S.&amp;amp;nbsp;290–356.&amp;lt;/ref&amp;gt; gebräuchlich waren, haben sich in der Deonomastik im Anschluss an eine in der Germanistik von [[Wolfgang Fleischer (Germanist)|Wolfgang Fleischer]] eingeführte Begrifflichkeit&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Fleischer: &amp;#039;&amp;#039;Deonymische Derivation.&amp;#039;&amp;#039; 1980. Wieder abgedruckt in derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Name und Text. Ausgewählte Studien zur Onomastik und Stilistik.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Irmhild Bartz. Niemeyer, Tübingen 1992, S.&amp;amp;nbsp;58–66, hier S.&amp;amp;nbsp;58:&amp;lt;/ref&amp;gt; die Termini &amp;#039;&amp;#039;Deonym&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;deonymische Ableitung&amp;#039;&amp;#039; etabliert, während der von La Stella hierfür geprägte Terminus &amp;#039;&amp;#039;Deonomastikon&amp;#039;&amp;#039; sich in dieser Bedeutung weniger durchsetzen konnte, sondern vorwiegend noch als Gattungsbezeichnung (in Analogie zu {{lang|grc|[βιβλίον] ὀνομαστικόν|[biblion] onomastikon}} „Buch über Namen, [[Onomastikon]]“) für ein Wörterbuch von Deonymen beibehalten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der englischsprachigen oder vom englischen Sprachgebrauch geprägten Sprachwissenschaft und in der [[Slawistik]], soweit sie sich ebenfalls mit Ableitungen aus Eigennamen befassen und sich der deonomastischen Terminologie in der Nachfolge La Stellas nicht angeschlossen haben, wird demgegenüber als &amp;#039;&amp;#039;Eponym&amp;#039;&amp;#039; das Ergebnis der Ableitung bezeichnet, ohne festen Gegenbegriff für den als Basis zugrunde liegenden Eigennamen, der hierbei weder terminologisch noch oft der Sache nach von seiner abgeleiteten oder appellativierten Verwendung unterschieden wird. Diese Verwendungsweise des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Eponym&amp;#039;&amp;#039; knüpft an eine im [[Amerikanisches Englisch|amerikanischen Englisch]] im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aufgekommene [[Bedeutungsverschiebung]] an, bei der die Bedeutung des Terminus vom Namensträger nicht auf dessen Namen, sondern auf die Ableitung aus seinem Namen übertragen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;George Elliott Howard: &amp;#039;&amp;#039;An introduction to the local constitutional history of the United States.&amp;#039;&amp;#039; Baltimore 1889, S.&amp;amp;nbsp;242: „The Party&amp;amp;nbsp;[…] derives its eponym from the oldest and chief member of the patry“; anonym, &amp;#039;&amp;#039;Naming the Streets,&amp;#039;&amp;#039; in: Morning Oregonian 29 (Portland, Oregon, 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1891), S.&amp;amp;nbsp;4: „Each street, so named, will bear an historical eponym of local fame“; Morris M. Cohn, &amp;#039;&amp;#039;An introduction to the study of the Constitution,&amp;#039;&amp;#039; Baltimore 1892, S.&amp;amp;nbsp;148: „They [the Athenians] carried the eponym of the clan or gens which had the largest possessions“, lexkiographischer Erstbeleg dann bei Abala Kanta Sen, &amp;#039;&amp;#039;The student’s comprehensive Anglo-Bengali dictionary, compiled from the best modern lexicons,&amp;#039;&amp;#039; Kalkutta 1892, S.&amp;amp;nbsp;398, [[s.&amp;amp;nbsp;v.]] Eponym, Eponyme: „a name, as of a country or people, derived from that of an individual“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist außerhalb der Sprachwissenschaft besonders in wissenschafts- und technikgeschichtlicher sowie in populärwissenschaftlicher Literatur verbreitet, wo es dann zumeist um „kommemorative“ Ableitungen aus den Namen von Entdeckern, Erstbeschreibern und anderen geschichtlichen Personen oder um Appellativierungen von [[Markenname]]n geht, hat jedoch auch in die sprachwissenschaftliche Literatur Einzug gehalten, wo sie zwar verschiedentlich als „weniger angemessen“ und Quelle möglicher Missverständnisse kritisiert wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Schweickard: &amp;#039;&amp;#039;Deonomastik…&amp;#039;&amp;#039; (1992), S.&amp;amp;nbsp;4.&amp;lt;/ref&amp;gt; aber weiterhin in Konkurrenz zur deonomastischen Terminologie in der Nachfolge La Stellas steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der durch den Sprachgebrauch oder eine namengebende Institution bewirkte Prozess der Ableitung eines Deonyms aus einem Eponym im Verständnis der Deonomastik wird von dieser als &amp;#039;&amp;#039;Deonomysierung&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der komplementäre Begriff &amp;#039;&amp;#039;Eponymisierung&amp;#039;&amp;#039; ist sprachwissenschaftlich nicht etabliert, sondern ein Fachbegriff der Altertumswissenschaften, der damit die Reinterpretation eines gegebenen Toponyms oder Ethnonyms durch Herleitung von dem Namen eines mythischen oder geschichtlichen Individuums bezeichnet, weil hierbei der gegebene, als abgeleitet interpretierte Name mit einem Eponym im Sinne eines primären Namensträgers versehen wird. Als eine Art Synonym zu &amp;#039;&amp;#039;Deonymisierung&amp;#039;&amp;#039; und zugleich als eine Bezeichnung für die wissenschaftliche Untersuchung von Deonymen und für deren Gegenstandsgebiet wird jedoch zuweilen englisch &amp;#039;&amp;#039;eponymy&amp;#039;&amp;#039; und französisch &amp;#039;&amp;#039;éponymie&amp;#039;&amp;#039; verwendet,&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu ablehnend Schweickard: &amp;#039;&amp;#039;Deonomastik…&amp;#039;&amp;#039; (1992), S.&amp;amp;nbsp;4; Valerie Alia: &amp;#039;&amp;#039;A new view of eponomy: power, politics, and protection.&amp;#039;&amp;#039; In: Jean-Pierre Chambon u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Onomastik und Lexikographie, Deonomastik…&amp;#039;&amp;#039; (2002), S.&amp;amp;nbsp;93–98, verwendet &amp;#039;&amp;#039;eponymy&amp;#039;&amp;#039; weiterhin in diesem Sinn, obwohl sie sich einleitend auf die altertumswissenschaftlich hergebrachte Bedeutung als Personenbezeichnung für den Träger des Primärnamens beruft.&amp;lt;/ref&amp;gt; während der Begriff ebenso wie im Deutschen &amp;#039;&amp;#039;Eponymie&amp;#039;&amp;#039; ansonsten altertumswissenschaftlich definiert ist, als Bezeichnung für die Funktion und Amtsperiode eines eponymen Beamten (dann gleichbedeutend mit &amp;#039;&amp;#039;Eponymat&amp;#039;&amp;#039;), oder als Bezeichnung für einen sprechenden Namen oder Beinamen, der dann seinerseits im Sinne einer geographischen oder genealogischen Zuschreibung deonymisch aus einem Eigennamen abgeleitet sein, aber auch ohne solche Ableitungsbeziehung zur Hervorhebung von Eigenschaften des Namensträgers dienen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele für Deonyme ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deonyme aus Personennamen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Algorithmus#Wortherkunft|Algorithmus]]&amp;#039;&amp;#039; – über lateinisch &amp;#039;&amp;#039;algorismus&amp;#039;&amp;#039; aus dem Namen des Mathematikers [[Al-Chwarizmi|Muhammad ibn Musa al-Chwarizmi]], der seinerseits nach seiner Geburtsheimat [[Chwarezm]] südlich des [[Aralsee]]s bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dieselkraftstoff|Diesel(kraftstoff)]]&amp;#039;&amp;#039; – aus dem Namen des [[Ingenieur]]s [[Rudolf Diesel]], Erfinder des [[Dieselmotor]]s&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guillotine]] (dt. „Fallbeil“), guillotinieren&amp;#039;&amp;#039; („mit dem Fallbeil hinrichten“) – nach dem französischen Arzt [[Joseph-Ignace Guillotin]], der die Einführung einer einfachen Maschine zur Enthauptung zum Tode verurteilter [[Straftäter]] anregte und so zur Einführung des Fallbeils in der Zeit der [[Französische Revolution|französischen Revolution]] beitrug.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kremser (Fuhrwerk)|Kremser]]&amp;#039;&amp;#039;, Pferdebus mit textilem Verdeck – nach dem Berliner Fuhrunternehmer [[Simon Kremser]], der mit derartigen Wagen den Busverkehr in Berlin einführte – aber nicht aus [[Krems an der Donau]] kam, sondern aus Schlesien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lynchjustiz]]&amp;#039;&amp;#039; – nach [[Charles Lynch (Jurist)|Charles Lynch]], der zur Zeit des [[Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg|Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges]] als Richter Haftstrafen (aber wohl keine Todesstrafen) ohne gesetzliche Grundlage verhängte &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Marionette]],&amp;#039;&amp;#039; „Gliederpuppe“ – über französisch &amp;#039;&amp;#039;marionnette&amp;#039;&amp;#039; aus einer Verkleinerungsform des Namens [[Maria]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Röntgenstrahlung|Röntgenstrahlen]],&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[röntgen]]&amp;#039;&amp;#039; („mit Röntgenstrahlen durchleuchten“) – aus dem Namen des [[Physiker]]s [[Wilhelm Conrad Röntgen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Toponymen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Amerikaner (Gebäck)|Amerikaner]]&amp;#039;&amp;#039; – Feingebäck&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Pfannkuchen|Berliner]]&amp;#039;&amp;#039; – Gebäck nach Berliner Art, in Berlin und dessen weiter Umgebung als [[Pfannkuchen]] bezeichnet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Engländer (Werkzeug)|Engländer]]&amp;#039;&amp;#039; – verstellbarer Schraubenschlüssel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Würstchen|Frankfurter]]&amp;#039;&amp;#039; – Brühwürste mit feiner Füllung, insb. in Österreich so bezeichnet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Franzose (Werkzeug)|Franzose]]&amp;#039;&amp;#039; – verstellbarer Schraubenschlüssel&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Heller (Münze)|Heller]]&amp;#039;&amp;#039; – nach der Stadt [[Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schubkarre|Japaner]]&amp;#039;&amp;#039; – zweirädrige [[Schubkarre]] &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kaffee]]&amp;#039;&amp;#039; – nach der Äthiopischen Region [[Kaffa (Provinz)|Kaffa]], in der dieses Genussmittel frühzeitig kultiviert wurde&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kutsche]]&amp;#039;&amp;#039; – nach der ungarischen Ortschaft [[Kocs]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Limousine]]&amp;#039;&amp;#039; – nach der französischen Stadt [[Limoges]] und ihrem Umland [[Limousin]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Mokka (Kaffee)|Mokka]]&amp;#039;&amp;#039; – nach der arabischen Hafenstadt [[Mokka (Stadt)|Mokka]], über die viele der in Äthiopien produzierten Kaffeebohnen in den Welthandel gelangten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Pfirsich]]&amp;#039;&amp;#039; – aus lateinisch «persicum», [[Perserreich|persisch]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Pilsner Bier|Pils]]&amp;#039;&amp;#039; – Bier aus der Stadt [[Pilsen]], dann allgemein „Bier nach der Brauweise der Stadt Pilsen“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizer (Beruf)|Schweizer]]&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
** Milch-Viehwirt&lt;br /&gt;
** Wächter&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Würstchen|Wiener]]&amp;#039;&amp;#039; – Brühwürste mit feiner Füllung, insb. in Bayern so bezeichnet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;wienern&amp;#039;&amp;#039; – „weißes Leder mit [[Wiener Kalk]] reinigen“, dann allgemein „blank putzen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus [[Firma|Firmen]]- und [[Markenname]]n:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Duspol]]&amp;#039;&amp;#039; – Spannungsprüfer der &amp;#039;&amp;#039;Benning Elektrotechnik und Elektronik GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039; in Bocholt&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Föhn]]/[[Foen]]&amp;#039;&amp;#039; – zwei Schritte: Nach dem Naturphänomen des warmen Fallwindes bezeichnete die Firma Sanitas 1909 ihren Markenartikel, nach diesem die von vielen Herstellern produzierte Gerätegattung von Haartrocknern und deren Anwendung, ‚föhnen‘&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Trennschleifer|Flex]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;flexen&amp;#039;&amp;#039; – Winkelschleifer des Herstellers &amp;#039;&amp;#039;[[Flex-Elektrowerkzeuge|Flex]]&amp;#039;&amp;#039; in Steinheim, davon das ugs. Verb &amp;#039;&amp;#039;flexen&amp;#039;&amp;#039; für „mit dem Winkelschleifer bearbeiten / abtrennen“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;googeln&amp;#039;&amp;#039; – „die [[Suchmaschine]] [[Google]] benutzen“, dann allgemein „eine Suchmaschine im [[World Wide Web]] benutzen“&lt;br /&gt;
* [[Heroin]] – registrierter Markenname der [[Bayer AG]] für die von ihr entwickelte Substanz Diacetylmorphin&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Inbusschlüssel]]/-schraube&amp;#039;&amp;#039; – Innensechskantschlüssel/-schraube der Firma [[Bauer &amp;amp; Schaurte Karcher|Bauer und Schaurte]]. Das [[Akronym]] „Inbus“ steht für „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;In&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nensechskantschraube &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;auer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;u&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nd &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chaurte“.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;kärchern&amp;#039;&amp;#039; – etwas mit einem Hochdruckreiniger säubern. Abgeleitet vom Hersteller &amp;#039;&amp;#039;[[Kärcher (Unternehmen)|Kärcher]]&amp;#039;&amp;#039; in Winnenden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kelomat]] – Schnellkochtopf&amp;#039;&amp;#039; (in Österreich)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;photoshoppen&amp;#039;&amp;#039; – ein Bild mit einer [[Bildbearbeitungssoftware]] wie beispielsweise [[Adobe Photoshop]] bearbeiten, heute meist abwertend&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Styropor]]&amp;#039;&amp;#039; - ursprünglich Markenname der [[BASF]] für aufgeschäumtes Polystyrol, heute als allgemeiner Gattungsbegriff etabliert.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tempo (Marke)|Tempo]]&amp;#039;&amp;#039; – [[Papiertaschentuch]] der Vereinigten Papierwerke Nürnberg, benannt nach dem deutschen [[Allgemeinbegriff]] „Tempo“ im Sinne von Geschwindigkeit, einer Umdeutung des [[Italienische Sprache|italienischen]] Allgemeinbegriffs «tempo» („Zeit“, „[[Rhythmus (Musik)|musikalischer Rhythmus]]“), dann allgemein „Papiertaschentuch“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Tesa]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Tesafilm]]&amp;#039;&amp;#039; – [[Klebeband]] der Firma &amp;#039;&amp;#039;tesa SE,&amp;#039;&amp;#039; einer Tochterfirma der [[Beiersdorf AG]], dann allgemein „Klebeband“&lt;br /&gt;
** in Österreich: &amp;#039;&amp;#039;[[Tixo]]&amp;#039;&amp;#039; – Klebeband der [[Kores|Kores AG]], heute ebenfalls eine Marke der Beiersdorf AG&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Thermoskanne&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Thermos&amp;#039;&amp;#039; für eine [[Isolierkanne]], von der 1904 von Reinhold Burger begründeten [[Isolierkanne#Marke Thermos|Marke]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Uhu (Klebstoff)|Uhu]]&amp;#039;&amp;#039; – nach dem Vogel [[Uhu]] benannter und von der Firma  UHU GmbH &amp;amp; Co. KG vertriebener [[Klebstoff]] nach der Rezeptur des Apothekers [[August Fischer (Apotheker)|August Fischer]], dann allgemein „Klebstoff“, „Alleskleber“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Walkman]]&amp;#039;&amp;#039; – mobiles Kassettenabspielgerät der Firma [[Sony]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeeignete Beispiele:&lt;br /&gt;
* Dass die Bezeichnung der [[Sonne]] als wichtigster Lichtquelle unseres Planeten vielfach in übertragenem Sinne verwendet wird, ist selbstverständlich, ebenso, dass man ihr in [[Animismus (Religion)|animistischer]] Weise Eigenschaften einer [[Person]] andichtete. &lt;br /&gt;
* Solange nur der [[Mond]] unserer [[Erde]] bekannt war, war „Mond“ notwendigerweise nur die Bezeichnung dieses einen Gestirns. Als die Astronomie entdeckte, dass andere [[Planet]]en gleichartige [[Satellit (Astronomie)|Satelliten]] haben, war es selbstverständlich, auch diese als [[Mond des Sonnensystems|Monde]] zu bezeichnen, wodurch allerdings aus einem [[Eigenname]]n ein [[Gattungsbegriff]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Deonyme nach Sachgebiet]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Deonyme nach Alphabet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vincent Balnat: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;appellativisation du prénom. Etude contrastive allemand-français.&amp;#039;&amp;#039; XI. Narr, Tübingen 2018 (= &amp;#039;&amp;#039;Tübinger Beiträge zur Linguistik,&amp;#039;&amp;#039; 565). [Anhang: http://www.meta.narr.de/9783823381853/Annexes_Balnat.pdf]&lt;br /&gt;
* Paolo D’Achille, Enzo Caffarelli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lessicografia e onomastica 2. Atti delle Giornate internazionali di Studio (Università degli Studi Roma Tre, 14–16 febbraio 2008) / Lexicografy and Onomastics 2. Proceedings from the International Study Days (Roma Tre University, February 14th–16th, 2008).&amp;#039;&amp;#039; Società Editrice Romana, Rom 2008 (= &amp;#039;&amp;#039;Quaderni Internazional di «Rivista internazionale di onomastica»&amp;#039;&amp;#039; 3).&lt;br /&gt;
* Jean-Pierre Chambon u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Onomastik und Lexikographie, Deonomastik.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2002 (= &amp;#039;&amp;#039;Onomastik. Akten des 18. Internationalen Kongresses für Namenforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 5), ISBN 3-484-55518-1.&lt;br /&gt;
* Consuelo García Gallarín, Celeste García Gallarin: &amp;#039;&amp;#039;Deonomástica Hispánica: vocabulario científico, humanístico y jergal.&amp;#039;&amp;#039; Ed. Complutense, Madrid, ISBN 84-89784-12-4.&lt;br /&gt;
* Heike Hornbruch: &amp;#039;&amp;#039;Deonomastika: Adjektivbildungen auf der Basis von Eigennamen in der älteren Überlieferung des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1996 (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Althochdeutschen&amp;#039;&amp;#039; 31), ISBN 3-525-20346-2.&lt;br /&gt;
* Rudolf Köster: &amp;#039;&amp;#039;Eigennamen im deutschen Wortschatz. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-017702-1.&lt;br /&gt;
* Enzo La Stella: &amp;#039;&amp;#039;Deonomastica: lo studio dei vocaboli derivati da nomi propri.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Le lingue del mondo.&amp;#039;&amp;#039; Band 47, 1982. S. 13–18; &amp;#039;&amp;#039;I deonomastici nella guerra e nelle esplorazioni,&amp;#039;&amp;#039; ebenda, S. 111–116; &amp;#039;&amp;#039;I deonomastici e l’«homo faber œconomico»,&amp;#039;&amp;#039; ebenda, S. 208–212; &amp;#039;&amp;#039;I deonomastici nella vita quotidiana,&amp;#039;&amp;#039; ebenda, S. 300–305; &amp;#039;&amp;#039;I deonomastici nella politica e nella letteratura,&amp;#039;&amp;#039; ebenda, S. 394–398; &amp;#039;&amp;#039;I deonomastici nati dalle vicende storiche italiane,&amp;#039;&amp;#039; ebenda, S. 493–499&lt;br /&gt;
* Enzo La Stella: &amp;#039;&amp;#039;Dalie, dedali e damigiane: dal nome proprio al nome comune. Dizionario storico di deonomastica, vocaboli derivati da nomi propri, con le corrispondenti forme francesi, inglesi, spagnole e tedesche&amp;#039;&amp;#039;. Zanichelli, Bologna 1990, ISBN 88-08-07024-7.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schweickard]]: &amp;#039;&amp;#039;«Deonomastik». Ableitungen auf der Basis von Eigennamen im Französischen (unter vergleichender Berücksichtigung des Italienischen, Rumänischen und Spanischen).&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1992 (Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie, Band 241)&lt;br /&gt;
* Wolfgang Schweickard: &amp;#039;&amp;#039;Deonomasticon Italicum. Dizionario storico dei derivati da nomi geografici e da nomi di persona.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Derivati da nomi geografici: A–E.&amp;#039;&amp;#039; 2002. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Derivati da nomi geografici: F–L.&amp;#039;&amp;#039; 2006. Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Derivati da nomi geografici: M-Q.&amp;#039;&amp;#039; 2009. Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Derivati da nomi geografici: R–Z.&amp;#039;&amp;#039; 2013. Niemeyer, Tübingen 2002–2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Deonymisierung}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Eponym}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.phil.uni-sb.de/FR/Romanistik/schweickard/deonomasticonitalicum.html |wayback=20070926212113 |text=Deonomasticon Italicum}}: Website von Schweickards Forschungsprojekt an der Universität Saarbrücken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eponymie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Franz Halac</name></author>
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