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	<title>Deocar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Tod und Verehrung als Heiliger */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-01-02T10:52:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tod und Verehrung als Heiliger: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:St. Deocar im Pontifikale Gundekarianum 1.jpg|mini|hochkant|Älteste bekannte Darstellung St. Deocars, aus dem [[Pontifikale Gundekarianum]], um 1072]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deocar Beichte1.JPG|mini|hochkant|Karl der Große beichtet beim hl. Deocar. Detail vom Deocaraltar, St.-Lorenz-Kirche Nürnberg, 1437]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deocaraltar Nürnberg 1.JPG|mini|hochkant|[[Meister des Deokarus-Altars|Deocaraltar]], in Nürnberg, [[St. Lorenz (Nürnberg)|Lorenzkirche]], 1437]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deocar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; († vor 826; {{laS|Deo carus|de=der von Gott Geliebte; Gottlieb}}; auch: Deochar, Deotker, Dietger, Theotgar) war [[Abt]] der [[Kollegiatstift Herrieden|Abtei Herrieden]] und wird heute als [[Liste der Seligen und Heiligen/D|Heiliger]] und in [[Herrieden]] als Gründer und [[Schutzpatron|Patron]] der Stadt verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Aufstieg als Geistlicher ==&lt;br /&gt;
Der heilige Deocar steht am Anfang kirchlichen Lebens in Herrieden. In ihm dokumentiert sich erstmals Herrieder Ortsgeschichte. Es lässt sich mit Bestimmtheit nicht mehr nachweisen, woher er stammte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 8. Jahrhunderts war Deocar zusammen mit [[Hrabanus Maurus]] im [[Kloster Fulda]] ein Schüler des gelehrten [[Alkuin|Alkuin von Tours]]. Später wurde er dort [[Mönch]] und [[Priester]]. Studien an der karolingischen Hofakademie folgten in Fulda Jahre eigener Lehrtätigkeit. Wahrscheinlich nach 771 wirkte er als [[Hofkaplan]] in der [[Kanzlei]] [[Karl der Große|Karls des Großen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abt des Klosters Herrieden und Königsbote ==&lt;br /&gt;
Im Streit mit dem Bayernherzog [[Tassilo III.]] erhob der Frankenherrscher Anspruch auf das von Cadolt an der [[Altmühl]] gegründete &amp;#039;&amp;#039;Kloster Hasareoda&amp;#039;&amp;#039; (das spätere Herrieden) und ernannte Deocar 782/83 zum dortigen Abt. Über die Leitung seiner Klosterfamilie hinaus entfaltete der junge Abt bald unter der Bevölkerung eine ausgedehnte Glaubensverkündigung. Als einziges fränkisches Kloster wird nach der Unterwerfung der [[Awaren]] 791/95 die Abtei Herrieden am Missionswerk in der neuen Ostmark beteiligt. Der König übereignete die Orte [[Melk]], [[Pielach]] und [[Grünz]] an Deocar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Weihnachten 800 zum Kaiser gekrönt, beauftragte Karl der Große Deocar mit dem wichtigen Amt eines [[Königsbote]]n. Zu [[Regensburg]] 802 und im [[Bistum Passau]] um 804 ist er in dieser Eigenschaft belegt. Aus der Korrespondenz des einflussreichsten Hoftheologen, [[Alkuin|Alkuin von Tours]], ist ein Brief an Deocar überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem Erzbischof von Mainz [[Haistulph]] und den hervorragendsten Mönchen des Konvents überträgt Deocar am 1. November 819 bei der Weihe der mächtigen [[Ratgar-Basilika|Basilika in Fulda]] die Reliquien des heiligen [[Bonifatius]] in das neue Ehrengrab der Westkrypta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Verehrung als Heiliger ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reliquienschrein des Deocar.jpg|mini|Reliquienschrein des Deocar in der Stiftsbasilika Herrieden, Blasiuskapelle]]&lt;br /&gt;
Erzbischof [[Arn von Salzburg]] – Deocar vielfach verbunden – schrieb den Freund vor 821 in das Verbrüderungsbuch des Salzburger [[Stift Sankt Peter (Salzburg)|Stiftes Sankt Peter]] unter die lebenden Bischöfe und Äbte ein. Im Verbrüderungsbuch des [[Kloster Reichenau|Klosters Reichenau]] wird 826 nicht mehr Deocar, sondern nur sein Kloster genannt; demnach könnte er zwischenzeitlich verstorben gewesen sein. Neuere Forschungen nennen auch 829 als Todesjahr. Er wurde in der [[Unserer Lieben Frau (Herrieden)|alten Klosterkirche zu Herrieden]] bestattet. Dort überdauert Deocars Andenken die Umwandlung der Abtei in ein [[Kollegiatstift|Chorherrenstift]], in dessen neuer [[Stiftsbasilika Herrieden|Stiftskirche]] Deocar auch eine zweite Grabstätte fand. Erste Zeugnisse kultischer Verehrung datieren aus der Zeit des Bischofs [[Gundekar II.]] von Eichstätt (1057–1075). Im &amp;#039;&amp;#039;[[Pontifikale Gundekarianum]]&amp;#039;&amp;#039; ist er in einer der [[Miniaturmalerei]]en dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kampf um den [[Kaisertitulatur|Kaisertitel]] konnte der spätere Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] 1316 Herrieden unter Mithilfe der Stadt Nürnberg erobern und schenkte den Nürnbergern deshalb einen Teil der dort ruhenden Deocar-Reliquien, einschließlich des Hauptes. Diese kamen zur Verehrung in die Nürnberger [[St. Lorenz (Nürnberg)|Lorenzkirche]], wo man dem Heiligen einen silbernen [[Reliquienschrein]] und einen [[Altar]] stiftete, der 1437 gefertigt wurde. St. Deocar avancierte zu einem der Nürnberger [[Stadtpatron]]. Es entwickelte sich daraufhin eine bedeutende [[Wallfahrt]], aus deren Erträgen der Bau des großen [[Gotik#Regionale Verbreitung und Weiterentwicklung|spätgotischen]] Hallenchors von St. Lorenz großenteils finanziert wurde. Am Tag nach [[Pfingsten]] hielt die Stadt stets eine große Deocarus-[[Prozession]] ab, bei der die jüngsten Ratsherren den silbernen Schrein trugen. Mit der [[Reformation]] erlosch das Interesse an der Verehrung des Heiligen. Der Altar und der Reliquienschrein blieben jedoch erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1811 musste der Silberschrein zum Materialwert an das [[Königreich Bayern]] ausgeliefert werden und wurde eingeschmolzen. Die ursprünglich darin aufbewahrten Nürnberger Reliquien überführte man 1845 auf Bitte des Eichstätter Bischofs [[Karl August von Reisach]] in dessen [[Dom zu Eichstätt|Kathedrale]], wo sie sich noch heute befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;Verein zur Erhaltung der St. Lorenzkirche Nürnberg: &amp;#039;&amp;#039;St. Lorenz. Stephanus, Laurentius, Deocar. Kirchenpatrone und Altarheilige&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Vereinsschriften.&amp;#039;&amp;#039; Heft 46, {{ZDB|2228211-7}}). Nürnberg 2001, {{DNB|963488724}}, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen kleineren Teil der Reliquien behielt Ludwig der Bayer 1316 für sich selbst und verbrachte sie in die [[Münchner Residenz]], wo sie im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] durch Bombeneinwirkung zerstört wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Teil der Reliquien blieb schließlich 1316 in Herrieden zurück. 1472 ließ Bischof Wilhelm von Reichenau dafür ein gotisches [[Hochgrab]] errichten und sie darin bergen. Zur 1000-Jahr-Feier der Abtei bettete man 1783 die Gebeine in einen gläsernen Schrein auf dem Hochaltar der Stiftskirche. Im Gefolge der [[Säkularisation]] des Stiftes (1804) verblasste die historische Gestalt Deocars fast bis ins Legendenhafte; das Jubiläumsjahr 1982/83, zur 1200-Jahr-Feier der Gründung des Klosters Herrieden, weckte neues Interesse an der Verehrung und der Geschichte des hl. Deocar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wallfahrtstag des Lokalheiligen ist der 7. Juni.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
  St. Deocar, Tod.JPG|Tod des hl. Deocar. Detail vom Deocaraltar, Nürnberg&lt;br /&gt;
  St. Deocar liegend 2.JPG|St. Deocar als Toter. Detail vom Deocaraltar (Vorderseite), 1437, St.-Lorenz-Kirche, Nürnberg&lt;br /&gt;
  St. Deocar liegend 1.JPG|St. Deocar als Toter. Detail vom Deocaraltar, Nürnberg (Rückseite)&lt;br /&gt;
  Deocar Reliquienüberbringung1.JPG|Ludwig der Bayer überbringt die Reliquien des hl. Deocar nach Nürnberg. Detail vom Deocaraltar, Nürnberg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Veit Gottlieb Baumgärtner: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Lebensbeschreibung des Hl. Gottlieb (Deocar), erster Abt und Stiftspatron zu Herrieden.&amp;#039;&amp;#039; Stift Herrieden, 1783 (19 S.; 2. Auflage, Förderverein Stiftsbasilika Herrieden e.&amp;amp;nbsp;V., 2011, [https://gateway-bayern.de/BV039773780 gateway-bayern.de]&amp;lt;!--und lt. Google-Buch-ID SscengEACAAJ, keine Vorschau --&amp;gt;).&lt;br /&gt;
* Stadt Herrieden: &amp;#039;&amp;#039;Herrieden. Stadt an der Altmühl.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Stadtverwaltung Herrieden. Majer, Leutershausen 1982, ISBN 3-922175-08-2 (430 S.).&lt;br /&gt;
* Corine Schleif: &amp;#039;&amp;#039;Bild- und Schriftquellen zur Verehrung des Heiligen Deocarus in Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; Sonderdruck im 119. Bericht des Historischen Vereins Bamberg, 1983, {{ZDB|855-2}} ([https://hv-bamberg.de/site/Publikationen/Berichte.html#a_1980 hv-bamberg.de]).&lt;br /&gt;
* Verein zur Erhaltung der St. Lorenzkirche Nürnberg: &amp;#039;&amp;#039;St. Lorenz. Stephanus, Laurentius, Deocar. Kirchenpatrone und Altarheilige&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vereinsschriften.&amp;#039;&amp;#039; Heft 46, {{ZDB|2228211-7}}). Nürnberg 2001, {{DNB|963488724}} (83 S.).&lt;br /&gt;
* Martin Baier: &amp;#039;&amp;#039;Die Verehrung des Heiligen Abtes Deocar in Herrieden und an der Lorenzkirche in Nürnberg.&amp;#039;&amp;#039; GRIN Verlag GmbH, München 2008, ISBN 978-3-638-90532-9, {{URN|nbn:de:101:1-201008305486}} (eingeschränkte Vorschau) – Hausarbeit (Hauptseminar), 2005 (32 S.).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613114645/http://www.bautz.de/bbkl/d/deochar.shtml |band=21|spalten=330–331|autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=Deochar (Dietger)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.pfarrverband-herrieden.de/Pfarrverband/deocar.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Hl. Deocar und seine Reliquien.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20190403161122}} Pfarrverband Herrieden-Aurach&lt;br /&gt;
* {{Hl-Lex|b|Deochar_Deocarus_Deotker_Dietger_Theotgar.htm|Deochar|&amp;lt;!-- 8. Februar 2024 --&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.wandern-und-geschichte.de/herrieden/deocar_1.htm |text=Abbildung Deocars |wayback=20190628203904}} im &amp;#039;&amp;#039;[[Pontifikale Gundekarianum]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123476216|VIAF=18132182}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (9. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 8. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Deocar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Deochar; Deotker; Dietger; Theotgar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Abt von Herrieden&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=vor 826&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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