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	<title>Dentin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T17:51:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dentin&amp;diff=39315&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-02T16:49:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schematic section tooth.svg|mini|Der Aufbau eines Zahns]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulpal dentin junction.png|mini|Pulpa-Dentin-Darstellung.&amp;lt;br /&amp;gt;1) außerhalb des Zahnes/Zahnschmelzes&amp;lt;br /&amp;gt;2) Dentin Tubuli&amp;lt;br /&amp;gt;3) Dentin&amp;lt;br /&amp;gt;4) Odontoblastenfortsatz&amp;lt;br /&amp;gt;5) Prädentin&amp;lt;br /&amp;gt;6) Odontoblast&amp;lt;br /&amp;gt;7) Kapillaren&amp;lt;br /&amp;gt;8) Fibroblasten&amp;lt;br /&amp;gt;9) Nerven&amp;lt;br /&amp;gt;10) Arterien / Venen&amp;lt;br /&amp;gt;11) zellreiche Zone&amp;lt;br /&amp;gt;12) zellarme Zone&amp;lt;br /&amp;gt;13) Pulpakammer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:EnamelLayer04-11-07.jpg|mini|Histologischer Querschnitt eines Zahns, Dentin und Schmelz mit Schmelzlamellen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meersburg Neues Schloss April 2010 1010988.jpg|mini|3D-Ausdruck der Zahnschmelzkappe (links) und des Dentin-Unterbaus (rechts) des unteren Backenzahns eines Schimpansen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dentin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|dens}} ‚Zahn‘, (Genitiv: dentis) und dem chemischen Suffix -in), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zahnbein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|Substantia eburnea}}), stellt einen großen Anteil des [[Zahn]]s dar. Im Gegensatz zum [[Zahnschmelz]] kann es lebenslang durch einen Prozess der [[Biomineralisation]] neu gebildet werden, allerdings nur an der Grenzfläche zum [[Zahnpulpa|Zahnmark]]. Es ist eines der beständigsten organischen Materialien&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brian R. Lawn, James J-W. Lee, and Herzl Chai |Titel=Teeth: among nature&amp;#039;s most durable biocomposites |Sammelwerk=Annual Review of Materials Research |Band=40 |Datum=2010 |Seiten=55–75 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und alle [[Klasse (Biologie)|Klassen]] der [[Wirbeltiere]], welche aus den [[Knorpelfische]]n hervorgingen, tragen Dentin-Gene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahnaufbau ==&lt;br /&gt;
Das Dentin ist [[knochen]]ähnlich und setzt sich zu ca. 70 % aus [[mineral]]ischer Substanz und zu 20 % aus [[Organische Chemie|organischen]] Bestandteilen zusammen. Die restlichen 10 % sind [[Wasser]]. Die mineralische Substanz besteht überwiegend aus [[Hydroxylapatit|Calciumhydroxylapatit]], einem [[calcium]]&amp;amp;shy;haltigen [[Phosphate|Phosphatmineral]]. Die organische Substanz besteht zu 90 % aus [[Kollagen]]. Die Farbe ist gelblich. Im Bereich der [[Zahnkrone]] liegt ihm der &amp;#039;&amp;#039;[[Zahnschmelz]]&amp;#039;&amp;#039; auf („Kronendentin“) und im Bereich der [[Zahnwurzel]] der [[Wurzelzement]]. Das Dentin umschließt das [[Pulpencavum]] (Pulpahöhle) mit der [[Zahnpulpa]] (Zahnmark), die aus Blutgefäßen, Nerven, [[Bindegewebe]] und [[Lymphgefäß]]en besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dentinproteine ==&lt;br /&gt;
Dentinproteine sind schlecht charakterisiert, da diese in einer sehr festen Matrix verankert sind und kaum zerstörungsfrei zu untersuchen sind. Wie im Knochen machen [[Kollagen]] Typ I, saure Proteine und [[Proteoglykane]] einen großen Anteil der [[Extrazelluläre Matrix|extrazellulären]] Proteine aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William T. Butler, Helena H. Ritchie, and A. L. J. J. Bronckers |Titel=Extracellular matrix proteins of dentine |Sammelwerk=Dental enamel |Band=1996 |Datum=1997 |Seiten=107 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige kollagenfreie Proteinfraktionen konnten aufgrund ihrer [[Molekülmasse]] [[Chromatographie|getrennt]] werden: Fraktion I mit überwiegend [[Phosphoproteine]]n, Fraktion II mit mehreren sauren Proteinen, [[Albumin]], Proteoglykanen und einem Protein mit geringem [[Phosphate|Phosphatanteil]], Fraktion III mit einem charakteristischen [[Glykoproteine|Glykoprotein]] einer Molekularmasse von 95 [[Atomare Masseneinheit|kDa]] und kleineren Anteilen anderer Proteine, darunter Albumin und Phosphoproteinen sowie Fraktion IV mit niedermolekularen Anteilen von [[Glutaminsäure|γ-Carboxyglutamat]]-enthaltenden Proteinen, die Knochenproteinen ähneln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. T. Butler et al. |Titel=Nonocollagenous proteins of dentin. Isolation and partial characterization of rat dentin proteins and proteoglycans using a three-step preparative method |Sammelwerk=Collagen and related research |Band=1 |Nummer=2 |Datum=1981 |Seiten=187 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Die dentinbildenden Zellen werden [[Odontoblasten]] genannt. Die Odontoblastenkörper liegen in der Pulpa und stehen mit freien Nervenendigungen in Kontakt. Ihre Fortsätze, die [[Tomes-Faser|Tomes’schen Fasern]], ragen in die feinen Kanälchen &amp;#039;&amp;#039;([[Dentinkanälchen|Dentintubuli]])&amp;#039;&amp;#039; hinein, die von der Pulpa zentrifugal nach außen bis an die Schmelz-Dentin-Grenze verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Zeitpunkt der Bildung werden drei Arten von Dentin unterschieden. Während der Zahnbildung produziertes Dentin wird als „primäres Dentin“ bezeichnet. Strukturell gleich ist das „Sekundärdentin“. Dieses wird lebenslang gebildet und engt so im Laufe der Jahre die Pulpenhöhle ein. Dadurch wird die [[Sensibilität (Medizin)|Sensibilität]] an den Zähnen im Alter reduziert. Histologisch davon zu unterscheiden ist „Tertiärdentin“, auch Reizdentin genannt. Es entwickelt sich nicht gleichmäßig im gesamten Bereich der Odontoblasten, sondern wird aufgrund eines externen Reizes gebildet, um die Pulpa zu schützen. Ursachen dafür sind neben [[Zahnkaries|Karies]] auch [[Bruxismus]], freiliegende Zahnhälse sowie [[Parodontitis|Parodontopathien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zirkumpulpale Dentin bildet den Hauptanteil des Dentins und entsteht zeitlich nach dem Manteldentin. Die Odontoblastenfortsätze weisen hier eine geringere Zahl von Seitenverzweigungen auf als im Manteldentin. Da die Mineralisation des Dentins in Zyklen erfolgt, kommt es zur Bildung eines typischen Linienmusters. Diese Linien werden nach dem österreichischen [[Histologie|Histologen]] [[Viktor von Ebner-Rofenstein]] (1842–1925) als Ebner-Linien bezeichnet. Entsprechend nennt man das zirkumpulpale Dentin auch Ebner-Dentin. Die Owenschen Konturlinien nennt man das deutlich hypomineralisierte Wachstumsdentin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Dentin kommt [[Evolution|stammesgeschichtlich]] bereits in den Schuppen und Zähnen von [[Knorpelfische]]n vor ([[Ganoidschuppe]], [[Kosmoidschuppe]] bzw. [[Placoidschuppe]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Kawasaki et al. |Titel=Chemical nature of proteins in the placoid scale of the blue shark, Prionace glauca L. |Sammelwerk=Archives of Oral Biology |Band=25 |Nummer=5 |Datum=1980 |Seiten=313–320 |Sprache=en |DOI=10.1016/0003-9969(80)90040-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde dort bereits im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Gegenbaur |Titel=Elements of comparative anatomy |Verlag=Macmillan and Co. |Datum=1878 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kann von den meisten Wirbeltieren gebildet werden, welche Knorpelfische als Vorfahren hatten. Obgleich [[rezent]]e [[Vögel]] und auch ausgestorbene seit etwa 60 Millionen Jahren keine Zähne tragen, konnte auch bei ihnen das Gen Dentin-Matrix-Protein 1 (DMP1) nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=YiPing Chen et al. |Titel=Conservation of early odontogenic signaling pathways in aves |Sammelwerk=Proceedings of the National Academy of Sciences |Band=97 |Nummer=18 |Datum=2000 |Seiten=10044–10049 |Sprache=en |DOI=10.1073/pnas.160245097}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Es gibt einige seltene Erkrankungen mit angeborener Störung von Dentin:&lt;br /&gt;
* [[Dentindysplasie]]&lt;br /&gt;
* [[Dentindysplasie-Knochensklerose-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=99792 |Name= Dentindysplasie-Knochensklerose-Syndrom |Abruf=2024-08-02 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Odonto-Chondrodysplasie]] ( Chondrodysplasie - Dentinogenesis imperfecta - Gelenkschlaffheit)&lt;br /&gt;
* [[Osteogenesis imperfecta]]&lt;br /&gt;
* [[Dentinogenesis imperfecta]]&lt;br /&gt;
* [[Suarez-Stickler-Syndrom]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=166277 |Name= Skelettdysplasie mit Wormschen Knochen-multiplen Frakturen-Dentinogenesis imperfecta-Syndrom |Abruf=2024-08-02 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Paläontologie ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Beständigkeit von Dentin zählen Zähne zu den dauerhaftesten Relikten von Wirbeltieren und erlauben aufgrund ihres guten Erhaltungszustandes oft deren [[Paläontologie|paläontologische]] Identifizierung. Die [[Evolution|stammesgeschichtliche]] Betrachtung der Zahnentwicklung erlaubt meist Einblick in Änderungen des Nahrungsverhaltens.&amp;lt;ref&amp;gt;Julia Fritz, Ellen Kienzle, Jürgen Hummel, Oliver Wings, W. Jürgen Streich, Marcus Clauss: &amp;#039;&amp;#039;Gizzard vs. teeth, it&amp;#039;s a tie: food-processing efficiency in herbivorous birds and mammals and implications for dinosaur feeding strategies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Paleobiology.&amp;#039;&amp;#039; 37, 2011, S.&amp;amp;nbsp;577–586, [[doi:10.1666/10031.1]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Terry Harrison |Titel=A new species of [[Micropithecus]] from the middle Miocene of Kenya |Sammelwerk=Journal of Human Evolution |Band=18 |Nummer=6 |Datum=1989 |Seiten=537–557 |Sprache=en |DOI=10.1016/0047-2484(89)90017-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Analyse von Gebrauchsspuren an Zahnfunden von [[Stammesgeschichte des Menschen|Vorfahren des Menschen]] sind Rückschlüsse auf manche Lebensgewohnheiten wie bevorzugte Nahrung und Werkzeuggebrauch möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Konstanze Weltersbach |Titel=Homo neanderthalensis und Urmensch: Rekonstruktionen und Lebensbilder |Sammelwerk=Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie |Band=13 |Datum=2007 |Seiten=55–69 |Online=[https://web.archive.org/web/20110830110851/http://www.wiss.ethz.ch/uploads/tx_jhpublications/weltersbach_dggtb.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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