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	<title>Demokratiedefizit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Demokratiedefizit&amp;diff=223220&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HudecEmil: siehe Verschwendete Stimme</title>
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		<updated>2025-08-31T09:16:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;siehe Verschwendete Stimme&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Demokratiedefizit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;demokratisches Defizit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wie auch der Sammelbegriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;demokratische Defizite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, beschreibt einen vermeintlichen oder tatsächlichen Mangel an [[Demokratie]] in einer politischen Organisation, vor allem auf nationaler und supra-nationaler Ebene, wenn diese selbst den Anspruch erheben, demokratisch zu sein. Dabei geht es nicht nur um die institutionelle Ausgestaltung und die Verfahren, sondern auch um einen Abstand zwischen dem erhobenen Anspruch an [[Partizipation]] und dem tatsächlichen politischen Geschehen (vlg. auch [[Verfassungswirklichkeit]]). Mit dem Vorwurf des &amp;#039;&amp;#039;Demokratiedefizits&amp;#039;&amp;#039; ist oft auch ein Angriff auf die jeweilige Organisation verbunden, ihr fehle es an hinreichender [[Demokratie#Legitimation der rechtlichen und sozialen Ordnung durch Demokratie|demokratischer Legitimation]]. Dadurch wird &amp;#039;&amp;#039;Demokratiedefizit&amp;#039;&amp;#039; auch ein [[politisches Schlagwort]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legitimation ==&lt;br /&gt;
Vielfach wird ein Demokratiedefizit als Legitimationsdefizit verstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baetge&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietmar Baetge |Titel=Globalisierung des Wettbewerbsrechts: eine internationale Wettbewerbsordnung zwischen Kartell- und Welthandelsrecht |Reihe=Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht |BandReihe=90 |Verlag=Mohr Siebeck Verlag |Ort=Tübingen |Datum=2008 |ISBN=978-3-16-149548-9 |Seiten=491 |Online={{Google Buch |BuchID=0Wr4b2u2To4C |Hervorhebung=demokratie legitimationsdefizit |Seite=491}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gesine Fuchs |Hrsg=Micháele Knodt, Barbara Finke |Titel=Europäisierung der Zivilgesellschaft als bilaterale Herausforderung: die polnische Frauenbewegung und die Europäische Union |Sammelwerk=Europäische Zivilgesellschaft: Konzepte, Akteure, Strategien |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2005 |ISBN=3-8100-4205-6 |Seiten=343 |Online={{Google Buch |BuchID=KDhtJwfp9SAC |Hervorhebung=legitimationsdefizit |Seite=343}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Richard Münch (Soziologe)|Richard Münch]] |url=http://www.sozialstruktur.uni-oldenburg.de/dokumente/beip1.pdf#page=17 |titel=Der Prozess der europäischen Vergesellschaftung |hrsg=[[Otto-Friedrich-Universität Bamberg]] |datum=2000-10 |seiten=17 |format=PDF; 151&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2019-04-29 |kommentar=&amp;lt;nowiki /&amp;gt;=Bamberger Beiträge zur Europaforschung und zur internationalen Politik, Nr. 1/2000}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder von „Legitimationsdefiziten“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Marcus Höreth]] |Titel=Warum sich das Vereinte Europa mit der Demokratie schwer tut. |TitelErg=Vorläufige Fassung |Sammelwerk=[[Internationale Politik und Gesellschaft]] Online |Band=1 |Datum=1998-01 |Online=[https://www.fes.de/ipg/arthoereth.html Volltext]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Holzner |Titel=Konsens im Allgemeinen Verwaltungsrecht und in der Demokratietheorie: Untersuchungen zur Phänomenologie gruppenpluraler Konsensverwaltung unter besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts als Referenzgebiet |Reihe=Jus Publicum |BandReihe=254 |Verlag=Mohr Siebeck Verlag |Ort=Tübingen |Datum=2016 |ISBN=978-3-16-154330-2 |Seiten=129, 467, 545 |Online=[https://books.google.de/books/?id=0hOBR3lyDLwC&amp;amp;q=legitimationsdefizite Snippetansicht] in der Google-Buchsuche}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nicht&amp;#039;&amp;#039; betroffen von einem Demokratiedefizit ist unter den verschiedenen [[Legitimation (Politikwissenschaft)|Formen der Legitimation]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;krajewski&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Markus Krajewski (Rechtswissenschaftler)|Markus Krajewski]] |Hrsg=[[Anne van Aaken]], Stefanie Schmid-Lübbert |Titel=Konstitutionelle Ökonomie des GATT/WTO-Rechts |Sammelwerk=Beiträge zur ökonomischen Theorie im Öffentlichen Recht |Verlag=Deutscher Universitäts-Verlag |Ort=Wiesbaden |Datum=2003 |ISBN=3-322-81480-7 |Kapitel=Legitimationsdefizit des GATT/WTO-Rechts |Seiten=20 |Online={{Google Buch |BuchID=SoYiBgAAQBAJ |Seite=20 |Hervorhebung=legitimationsdefizit gatt/wto input output zustimmung parlaments kontrolle demokratietheoretischer defizit wto-entscheidungsfindung ressourcen}}}} &amp;lt;!-- Zitat:Eine Rechtsordnung kann ihre Legitimation durch die Ausgestaltung ihrer Rechtssetzung (&amp;lt;span style=&amp;quot;font-style:italic&amp;quot;&amp;gt;input legitimacy&amp;lt;/span&amp;gt;) und durch die materiellen Ergebnisse ihrer Rechtssetzung (&amp;lt;span style=&amp;quot;font-style:italic&amp;quot;&amp;gt;output legitimacy&amp;lt;/span&amp;gt;) erfahren.--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; die &amp;#039;&amp;#039;Output-Legitimation&amp;#039;&amp;#039; – hoheitliches Handeln bzw. eine [[Rechtsordnung]] kann auch ohne Demokratie von den ihnen Unterworfenen als [[Legitimität|legitim]] empfunden werden, wenn es/sie ihnen &amp;#039;&amp;#039;nützt.&amp;#039;&amp;#039; Insofern ist Demokratiedefizit und Legitimationsdefizit nicht dasselbe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ragnar Müller |Titel=Wie kann man komplexe Themen wie Globalisierung oder europäische Integration unterrichten? |TitelErg=Dissertation an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] |Ort=Tübingen |Datum=2006 |Kapitel=Grundprobleme der EU-Vermittlung (Exkurs) |Online=http://www.online-dissertation.de/europaeische_union/problem/exkurs.htm |DNB=990052079 |URN=nbn:de:bsz:21-opus-35018}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem kann ein Legitimationsdefizit gerade hinsichtlich des &amp;#039;&amp;#039;Outputs&amp;#039;&amp;#039; gesehen werden statt in einem „Demokratiedefizit“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krajewski&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch besteht auch die von dem Staatsrechtler [[Hermann Heller (Jurist)|Hermann Heller]] (1891–1933) vertretene Auffassung „Es gibt keine andere [[Herrschaft]]slegitimation als die demokratische.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach {{Literatur |Autor=[[Marcus Höreth]] |Titel=Warum sich das Vereinte Europa mit der Demokratie schwer tut. |TitelErg=Vorläufige Fassung |Sammelwerk=[[Internationale Politik und Gesellschaft]] Online |Band=1 |Datum=1998 |Online=[https://www.fes.de/ipg/arthoereth.html Volltext]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
So stellt man zum Teil fest, dass zwischen „Demokratiedefizit“ und „Legitimationsdefizit“ kein Unterschied gemacht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eva Johanna Schweitzer |Hrsg=[[Christina Holtz-Bacha]] |Titel=Der Einsatz des Internets im Europawahlkampf. Ergebnisse einer Inhalts- und Strukturanalyse nationaler Partei- und Kampagnen-Websites zur Europawahl 2004 |Sammelwerk=Europawahl 2004: Die Massenmedien im Europawahlkampf |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2012 |ISBN=978-3-531-14595-2 |Seiten=123 f. |Online={{Google Buch |BuchID=6zUl8zDhS9kC |Hervorhebung=demokratie+legitimationsdefizit |Seite=124}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jeanette Hofmann |url=https://duplox.wzb.eu/people/jeanette/pdf/hofmann_demokratie-im-netz-draft-2002.pdf |titel=Der kurze Traum von der Demokratie im Netz – Aufstieg und Fall von ICANNs At-Large membership. |titelerg=Entwurf für Dieter Goswinkel et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zivilgesellschaft – national und transnational&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2004, ISBN 978-3-89404-299-8 |hrsg=[[Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung]] |datum=2003-08-08 |seiten=1 |format=PDF; 91,1&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2019-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunk.de/schaeuble-fordert-klarere-entscheidungsstrukturen-fuer.694.de.html?dram:article_id=57156 |titel=Schäuble fordert klarere Entscheidungsstrukturen für Europa |werk=[[deutschlandfunk.de]] |datum=2001-06-15 |abruf=2019-04-23 |kommentar=[https://www.deutschlandradio.de/bruessel.3832.de.html?dram:article_id=436350 Peter Kapern] interviewt [[Wolfgang Schäuble]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rechtswissenschaftler [[Utz Schliesky]] kritisierte, dass oft „undifferenziert von Demokratie-, Legitimations- oder Legitimitätsdefizit gesprochen wird, obwohl dasselbe gemeint ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Utz Schliesky |Titel=Souveränität und Legitimität von Herrschaftsgewalt. Die Weiterentwicklung von Begriffen der Staatslehre und des Staatsrechts im europäischen Mehrebenensystem |Reihe=Jus publicum: Beiträge zum öffentlichen Recht |BandReihe=112 |Verlag=Mohr Siebeck Verlag |Ort=Tübingen |Datum=2004 |ISBN=3-16-148121-6 |Seiten=389 |Kommentar=„Als [[Habilitationsschrift]] auf Empfehlung der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] gedruckt mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.“ |Online={{Google Buch |BuchID=aC74iwpW4lEC |Seite=389 |Hervorhebung=&amp;quot;demokratie legitimations oder legitimitätsdefizit&amp;quot;}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demokratiedefizit in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In der politischen Diskussion in der Bundesrepublik wird der Begriff hauptsächlich von Menschen verwendet, die sich mehr [[direkte Demokratie in Deutschland]] wünschen. Gemeint sind damit vor allem [[Volksentscheid]]e (→[[Legitimation (Politikwissenschaft)#Input-/ Output-Legitimation|&amp;#039;&amp;#039;Throughput-Legitimation&amp;#039;&amp;#039;]]), insbesondere auf [[Bundesebene (Deutschland)|Bundesebene]]. Das Defizit komme dadurch zustande, dass die [[Politische Partei|politischen Parteien]] einen immer größeren Einfluss auf Politik und Entscheidungsfindungen ausübten und die wahlberechtigte Bevölkerung somit Einfluss auf die Gestaltung des politischen Lebens verliere. Als Lösung wird die Einführung direktdemokratischer Elemente vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. {{Literatur |Autor=[[Christian Pestalozza]] |Titel=Der Popularvorbehalt. Direkte Demokratie in Deutschland |TitelErg=Vortrag gehalten vor der Berliner Juristischen Gesellschaft am 21. Januar 1981 |Reihe=Schriftenreihe der Juristischen Gesellschaft zu Berlin |BandReihe=Ausgabe 69 |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin / New York |Datum=1981 |ISBN=3-11-008630-1 |Seiten=7 |Online={{Google Buch |BuchID=j6Jl-G0PuaEC |Hervorhebung=demokratiedefizit &amp;quot;direkte demokratie&amp;quot; |Seite=7}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland]] regelt in [[Artikel 20 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Art. 20 II]], dass „alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht“ und diese durch Wahlen oder Abstimmungen ausgeübt wird; tatsächlich hat die deutsche Bevölkerung auf gesamtstaatlicher Ebene mangels direktdemokratischer Elemente jedoch relativ wenig direkte Einflussmöglichkeiten. Auf [[Land (Deutschland)|Landes-]] und [[Gemeinde (Deutschland)|Kommunalebene]] hingegen sind direktdemokratische Elemente vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei bleibt umstritten, ob Volksentscheide tatsächlich „demokratischer“ sind als die Entscheidungen von Parlamenten (in einer [[Repräsentative Demokratie|repräsentativen Demokratie]]). Je nach Beantwortung dieser Frage muss also das Fehlen von Volksentscheiden kein Defizit sein. Die Einführung von Volksabstimmungen auf Bundesebene wurde 2002 vom [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] zwar mit den Stimmen von [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Bündnis 90/Die Grünen]] und [[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]] befürwortet. [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]/[[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] sowie [[Freie Demokratische Partei|FDP]] sehen jedoch kein Demokratiedefizit. Der Antrag der linken Parteien fand daher nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Punkt, in dem in Deutschland ein mutmaßliches Demokratiedefizit diskutiert wird, ist die Wahl des [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsidenten]]. Die Überlegung, den Bundespräsidenten direkt vom Volk wählen zu lassen, wird immer wieder thematisiert, wurde aber (auch im Hinblick auf die Erfahrungen mit der Direktwahl des [[Reichspräsident]]en in der [[Weimarer Republik]]) nie ernsthaft betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Gewerkschaften sehen ein „Demokratiedefizit“ in den Unternehmen und fordern eine Ausweitung der [[Mitbestimmung]]. Auch innerhalb von Parteien und Gewerkschaften wird bisweilen über Demokratiedefizite gestritten, sowohl historisch als auch aktuell.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Literatur |Autor=[[Stefan Berger (Historiker)|Stefan Berger]] |Titel=Kommunisten, Sozialdemokraten und das Demokratiedefizit in der Arbeiterbewegung |Sammelwerk=[[Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]] |Nummer=Heft II |Datum=2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== EU ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Demokratiedefizit der Europäischen Union}}&lt;br /&gt;
Als [[politisches Schlagwort]]&amp;lt;!--belegt ist nur „Schlagwort“ – Latzer?--&amp;gt; wird der Begriff in Europa beispielsweise auf die [[Europäische Union]] und ihre Organe bezogen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://eur-lex.europa.eu/summary/glossary/democratic_deficit.html?locale=de |titel=Demokratiedefizit |werk=EUR-Lex &amp;gt; Glossare von Zusammenfassungen |hrsg=Europäische Union |abruf=2019-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Georg Kreis]] |url=https://www.aargauerzeitung.ch/kommentare-aaz/mehr-demokratie-in-europa-130606656 |titel=Mehr Demokratie in Europa? |werk=[[aargauerzeitung.ch]] |datum=2016-09-13 |abruf=2019-04-26 |kommentar=bezeichnet „Demokratiedefizit“ 3 Mal als „Schlagwort“, „mehr Demokratie“ bedeutet hier [[direkte Demokratie]]&amp;lt;!--vgl. oben „Deutschland“--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Michael Latzer]], Florian Saurwein |Hrsg=[[Wolfgang R. Langenbucher]], Michael Latzer |Titel=Europäisierung durch Medien: Ansätze und Erkenntnisse der Öffentlichkeitsforschung |Sammelwerk=Europäische Öffentlichkeit und medialer Wandel: Eine transdisziplinäre Perspektive |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2006 |ISBN=3-531-14597-5 |Seiten=10 |Online={{Google Buch |BuchID=aFCjEue4MWgC |Hervorhebung=schlagworte &amp;quot;demokratie-, legitimations&amp;quot; kommunikationsdefizit |Seite=10}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(siehe: [[Demokratiedefizit der Europäischen Union]]), er kann aber auch auf andere [[Supranationalität|supranationale]] Institutionen und [[transnational]]e Organisationen mit großem Einfluss und wenig Zugang für Bürger wie auf die [[Welthandelsorganisation|WTO]] zutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baetge&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;p-wahl&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter Wahl]] |Titel=Zwischen Hegemonialinteressen, Global Governance und Demokratie. Zur Krise der WTO |Sammelwerk=[[Internationale Politik und Gesellschaft]] |Nummer=3 |Datum=2000 |Kapitel=Das interne Demokratiedefizit der WTO |Seiten=242 f. |Online=[https://library.fes.de/pdf-files/ipg/ipg-2000-3/artwahl.pdf#page=8 Volltext]  |Format=PDF |KBytes=178 |Abruf=2019-05-04 |ZDB=1182797-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;krajewski&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Andrew Moravcsik]] |Titel=Is there a ‘Democratic Deficit’ in World Politics? A Framework for Analysis |Sammelwerk=Government and Opposition |Band=39 |Nummer=2 |Datum=2004-03-17 |Seiten=336–363 |Sprache=en |Online=[https://www.princeton.edu/~amoravcs/library/framework.pdf Volltext]  |Format=PDF |KBytes=114 |Abruf=2019-05-24 |DOI=10.1111/j.1477-7053.2004.00126.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopædia Britannica]]&amp;#039;&amp;#039; wurde (im Jahr 2019) der entsprechende englische Terminus &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en-UK|democratic deficit}}&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.linguee.de/deutsch-englisch/uebersetzung/demokratiedefizit.html |titel=Demokratiedefizit |werk=[[Linguee]] Wörterbuch Deutsch-Englisch |datum=2019 |abruf=2019-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://de.langenscheidt.com/deutsch-englisch/demokratiedefizit |titel=Demokratiedefizit |werk=de.[[langenscheidt]].com Deutsch-Englisch Wörterbuch |abruf=2019-05-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl beliebige demokratische Systeme betroffen sein können, &amp;#039;&amp;#039;am häufigsten&amp;#039;&amp;#039; im Zusammenhang supranationaler Institutionen und insbesondere der Europäischen Union gebraucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Britannica |id=topic/democratic-deficit |titel=Democratic deficit |abruf=2019-05-27 |autor=Natalia Letki}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Junge Europäische Föderalisten|Jungen Europäischen Föderalisten]] nehmen für sich in Anspruch, 1977 mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;The Democratic Deficit&amp;#039;&amp;#039; des ersten Kapitels ihres Manifests den ersten Beleg geliefert zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Matjašič |url=https://www.thenewfederalist.eu/Democratic-deficit-a-federalist-perspective |titel=Democratic Deficit: A Federalist Perspective |werk=[[Treffpunkteuropa|thenewfederalist.eu]] |datum=2010-10-17 |sprache=en |abruf=2019-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://federalunion.org.uk/the-first-use-of-the-term-democratic-deficit/ |titel=The first use of the term “democratic deficit” |hrsg=[[Federal Union]] |sprache=en |abruf=2019-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Darin wurde mangelnder Einfluss der Bürger auf Entscheidungen – innerstaatlich – von und – auf der Ebene der damaligen [[Europäische Gemeinschaften|Europäischen Gemeinschaften]] – durch Regierungen, verursacht durch den „hohen Industrialisierungsgrad der westeuropäischen Gesellschaften“ und die politische und wirtschaftliche [[Interdependenz]], beklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://federalunion.org.uk/the-first-use-of-the-term-democratic-deficit/ Manifest der Jungen Europäischen Föderalisten 1977] (Kapitel Eins) auf [[Federal Union|federalunion.org.uk]], abgerufen am 27.&amp;amp;nbsp;Mai 2019 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die letzteren Bedingungen machten eine Übertragung von Hoheitsrechten ([[Souveränität]]) von Einzelstaaten auf gemeinsame Organisationen erforderlich, und gerade dadurch entsteht die Gefahr eines Demokratiedefizits internationaler Politik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Manfred G. Schmidt (Politikwissenschaftler)|Manfred G. Schmidt]] |url=https://www.staatslexikon-online.de/Lexikon/Demokratie |titel=Demokratie |titelerg=II.&amp;amp;nbsp;Politikwissenschaftlich |werk=[[Staatslexikon der Görres-Gesellschaft|Staatslexikon]] online, [[Staatslexikon der Görres-Gesellschaft#Achte Auflage|8.&amp;amp;nbsp;Auflage]] |hrsg=[[Görres-Gesellschaft]], [[Verlag Herder]] |datum=2018-05-09 |abruf=2019-05-24 |kommentar=„strukturelle D.-Defizite“ durch „Verlagerung“/„Übertragung von Hoheitsrechten (Souveränität) vom Nationalstaat auf zwischenstaatliche Organisationen“ „wie die EU und die NATO“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die nationalen Parlamente können Beschlüsse im internationalen [[Mehrebenensystem]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Dingwerth, Michael Blauberger, Christian Schneider |Titel=Postnationale Demokratie. Eine Einführung am Beispiel von EU, WTO und UNO |Reihe=Grundwissen Politik |BandReihe=47 |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Ort=Wiesbaden |Datum=2011 |ISBN=978-3-531-92099-3 |Seiten=73 |Kommentar=hier zur EU |Online={{Google Buch |BuchID=rMwX3tzP-IAC |Hervorhebung=mehrebenensystems |Seite=73}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Ströder |Hrsg=Matthias Lemke, Oliver Schwarz, Toralf Stark, Kristina Weissenbach |Titel=Auf der Suche nach der verlorenen Legitimität: Die Legitimitätspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) |Sammelwerk=Legitimitätspraxis. Politikwissenschaftliche und soziologische Perspektiven |Verlag=Springer VS |Ort=Wiesbaden |Datum=2016 |ISBN=978-3-658-05741-1 |Seiten=77 ff. |Online={{Google Buch |BuchID=xUWGCgAAQBAJ |Seite=78 |Hervorhebung=mehrebenensystem mehrebenensystems mehrebenensystemen delegieren demokratiedefizit}} |DOI=10.1007/978-3-658-05742-8_5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und übernationale Entscheidungsträger nicht im selben Maße beeinflussen/kontrollieren wie nationalstaatliche Entscheidungen bzw. Regierungen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sebastian Wolf |Titel=Das politische System Deutschlands für Dummies |Verlag=Wiley-VCH Verlag |Ort=Weinheim |Datum=2018 |ISBN=978-3-527-80895-3 |Seiten=&amp;lt;!--ebook?--&amp;gt; |Online={{Google Buch |BuchID=quxjDwAAQBAJ |Hervorhebung=&amp;quot;demokratiedefizit internationaler politik&amp;quot; |SeitenID=PT301}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;krajewski&amp;quot; /&amp;gt; ([[Entparlamentarisierung]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ariane Richter |Titel=Funktionswandel im Mehrebenensystem? Die Rolle der nationalen Parlamente in der europäischen Union am Beispiel des Deutschen Bundestags |Reihe=Europäisches und Internationales Recht |BandReihe=91 |Verlag=Herbert Utz Verlag |Ort=München |Datum=2017 |ISBN=978-3-8316-4580-0 |Kapitel=Abschnitt A: Das Problem: Demokratiedefizit und Entparlamentarisierung |Kommentar=Dissertation Universität München 2016; {{Google Buch |BuchID=BftDDwAAQBAJ |Hervorhebung=demokratiedefizit entparlamentarisierung |Seite=7 |Linktext=Inhaltsverzeichnis &amp;lt;!--alternativ https://d-nb.info/1149275340/04--&amp;gt;}}, {{Google Buch |BuchID=BftDDwAAQBAJ |Seite=51 |Linktext=S.&amp;amp;nbsp;51&amp;amp;nbsp;ff.}} zur Entparlamentarisierung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Zusammensetzung des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]] – als „Ersatz“&amp;lt;!--dazu evtl. BVerfG--&amp;gt; – ist etwa das demokratische Prinzip der [[Wahlgleichheit]] zugunsten des völkerrechtlichen Prinzips der [[Staatengleichheit]] eingeschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== WTO und andere internationale Organisationen ==&lt;br /&gt;
Im Falle der WTO wurde ein Demokratiedefizit auch in fehlenden Ressourcen einzelner &amp;#039;&amp;#039;Staaten&amp;#039;&amp;#039; gesehen, um an Entscheidungen mitzuwirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;p-wahl&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;krajewski&amp;quot; /&amp;gt; Siehe auch [[Global Governance]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Südkorea ==&lt;br /&gt;
In [[Südkorea]] wird es als Demokratiedefizit gesehen, dass im Kriegsfall der amtierende [[US-Präsident]] Oberbefehlshaber des [[Südkoreanische Streitkräfte|südkoreanischen Militärs]] ist. In Zeiten einer Waffenruhe hat Südkorea die operative Kontrolle, aber im Kriegsfall wird diese an die USA übergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://carnegieendowment.org/2019/08/21/why-doesn-t-south-korea-have-full-control-over-its-military-pub-79702|titel=Why Doesn’t South Korea Have Full Control Over Its Military?|autor=Kathry Botto|datum=2019-08-21|abruf=2024-01-28|sprache=en|werk=Carnegie Endowment for International Peace}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Südkoreaner können jedoch nicht an den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen teilnehmen und haben damit keinen Einfluss darauf, wer Oberbefehlshaber wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Defekte Demokratie]]&lt;br /&gt;
* [[Postdemokratie]]&lt;br /&gt;
* [[Scheindemokratie]]&lt;br /&gt;
* [[Verschwendete Stimme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Berger (Historiker)|Stefan Berger]]: &amp;#039;&amp;#039;Kommunisten, Sozialdemokraten und das Demokratiedefizit in der Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039;. in: &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft II/2006.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Klaus Dingwerth, Michael Blauberger, Christian Schneider&lt;br /&gt;
   |Titel=Postnationale Demokratie. Eine Einführung am Beispiel von EU, WTO und UNO&lt;br /&gt;
   |Reihe=Grundwissen Politik&lt;br /&gt;
   |BandReihe=47 &amp;lt;!--https://www.springer.com/de/book/9783531174907--&amp;gt;&lt;br /&gt;
   |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2011&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-531-92099-3&lt;br /&gt;
   |Seiten=14&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=rMwX3tzP-IAC |Hervorhebung=demokratiedefizit politik |Seite=14}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HudecEmil</name></author>
	</entry>
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