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	<title>Delta-Projekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T09:27:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Delta-Projekt&amp;diff=616693&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Xqbot: Bot-unterstützte Begriffsklärung: Fiat - Link(s) ersetzt durch Fiat S.p.A.; kosmetische Änderungen</title>
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		<updated>2026-04-11T14:12:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot-unterstützte Begriffsklärung: Fiat - Link(s) ersetzt durch &lt;a href=&quot;/index.php/Fiat_S.p.A.&quot; title=&quot;Fiat S.p.A.&quot;&gt;Fiat S.p.A.&lt;/a&gt;; kosmetische Änderungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den großen LKW-Exportauftrag Delta-Projekt; für das unter dem gleichen Namen bekannte Wasserbauprojekt in den Niederlanden siehe unter [[Deltawerke]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Delta-Projekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein großer [[Export]]auftrag für die (west-)deutsche [[Nutzfahrzeughersteller|Nutzfahrzeugindustrie]] in den 1970er&amp;amp;nbsp;Jahren zur Lieferung von rund 9.500 [[Lastkraftwagen]], 1.000 [[Zugmaschine]]n, [[Tieflader]]-[[Sattelzug|Aufliegern]] und [[Ersatzteil]]en im Gesamtwert von rund 1,1&amp;amp;nbsp;Milliarden&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]] an die [[Sowjetunion]]. Die Fahrzeuge wurden vor allem zum Bau der [[Baikal-Amur-Magistrale|Baikal-Amur-Magistrale (BAM)]] als Nebenstrecke der [[Transsibirische Eisenbahn|Transsibirischen Eisenbahn (Transsib)]] eingesetzt. Einige der Fahrzeuge waren nach Abschluss der Bauarbeiten erneut beim Eisenbahnbau in den 2000er Jahren und auf [[Baustelle]]n oder [[Ölfeld]]ern in [[Sibirien]] sowie zweckentfremdet als [[Fernverkehr]]s-[[Sattelzug]]maschinen im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Auftrag für den Hersteller [[Magirus-Deutz]], welcher den Großteil der Lastwagen lieferte, finanziell tatsächlich rentabel war, wurde im Nachhinein in der Literatur bezweifelt. Auch konnte er die durch die [[Ölpreiskrise]] bedingten Absatzeinbrüche auf dem europäischen Markt nicht dauerhaft ausgleichen, sondern lediglich verzögern. Nach Ende der Fertigung für die Sowjetunion musste das Werk eine große Zahl Arbeiter entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Gebhardt: &amp;#039;&amp;#039;Magirus Eckhauber. Die deutschen Bullen&amp;#039;&amp;#039;. Motorbuch, Stuttgart 2023, ISBN 978-3-613-04595-8, S.&amp;amp;nbsp;148&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Lastwagen-Auftrag ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Modell Delta-Projekt Muldenkipper Magirus-Deutz.jpg|mini|Delta-Projekt Muldenkipper vom Typ &amp;#039;&amp;#039;M290 D26K&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;6x4 im Modell mit Verkaufs-Unterlagen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magirus-Deutz 232 in Kasachstan.jpg|mini|Magirus-Deutz M232D19K 4x2 Muldenkipper in [[Kökschetau]]/[[Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik|Kasachische SSR]] (um 1979)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertreten durch die sowjetische „Allunions-Handelsgesellschaft“ bestellte die [[Sowjetunion]] im Jahre 1974 rund 9.500 schwere [[Lastkraftwagen|LKW]] beim damaligen [[Nutzfahrzeughersteller]] Magirus-Deutz, die zum Bau der Baikal-Amur-Magistrale als Nebenstrecke der Transsib durch [[Sibirien]] gebraucht wurden. Es handelte sich dabei um [[Langhauber]] mit [[Luftkühlung|luftgekühlten]] [[Deutz AG|KHD]]-[[Dieselmotor]]en (Bauart [[Eckhauber]] der dritten Generation wie 1971 auf dem Markt vorgestellt). Geliefert wurden im Wesentlichen zwei Varianten ohne [[Allradantrieb]]: Eine dreiachsige mit [[Zehnzylindermotor|Zehnzylinder]]-[[V-Motor]] mit [[Direkteinspritzung]] vom Typ &amp;#039;&amp;#039;F10L413&amp;#039;&amp;#039; mit 290&amp;amp;nbsp;[[Pferdestärke|PS]] und einem [[Zulässiges Gesamtgewicht|zulässigen Gesamtgewicht]] von 26&amp;amp;nbsp;[[Tonne (Einheit)|Tonnen]] (Typen &amp;#039;&amp;#039;M290D26K&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;6x4 und &amp;#039;&amp;#039;M290D26L&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;6x4) sowie eine zweiachsige mit kleinerem ebenfalls direkteinspritzendem [[Achtzylinder]]-V-Motor vom Typ &amp;#039;&amp;#039;F8L413&amp;#039;&amp;#039; mit 232&amp;amp;nbsp;PS und 19&amp;amp;nbsp;Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Typen &amp;#039;&amp;#039;M232D19K&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;4x2 und &amp;#039;&amp;#039;M232D19L&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;4x2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um einen günstigeren Paketpreis zu erzielen, verzichteten die Sowjets dabei auf den werkseitig lieferbaren Allradantrieb und bestellten auch nicht das 1973 erschienene Spitzenmodell der Baureihe mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;M310D26AK&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;6x6 bzw. &amp;#039;&amp;#039;M310D26AL&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;6x6 und 305 PS. Um trotzdem eine gute [[Geländegängigkeit]] zu erreichen, waren alle Fahrzeuge mit [[Differentialsperre]]n an den [[Hinterachse]]n ausgestattet. Für den zu erwartenden schweren Einsatz erhielten sie zudem allesamt zwei hochgelegte Luftansaugrohre sowie Zusatz-[[Fahrzeugscheinwerfer|Scheinwerfer]] neben dem [[Kühlergrill]] auf der [[Stoßstange (Karosserie)|Stoßstange]]. Einheitlich war auch die Farbgebung in [[Orange (Farbe)|orange]], da diese bei [[Schnee]] am besten sichtbar ist. Der Liefervertrag wurde am 2. Oktober 1974 in [[Moskau]] unterzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der großen Erfahrung von Magirus-Deutz in der Herstellung von schweren und robusten [[Baufahrzeug]]en (die damals rund 60 % der Gesamtproduktion von Magirus-Deutz ausmachten) waren insbesondere die Motoren ein Hauptgrund für die Auftragserteilung an diesen Hersteller: Aufgrund der extremen Minustemperaturen in Sibirien war eine Forderung der Auftraggeber, LKW mit einer Betriebsbereitschaft von −45 bis +30&amp;amp;nbsp;°C zu liefern. Die von KHD hergestellten luftgekühlten Dieselmotoren von Magirus-Deutz hatten hier einen entscheidenden Vorteil gegenüber den von nahezu allen anderen namhaften Nutzfahrzeugherstellern auf der Welt verwendeten [[Wasserkühlung|wassergekühlten]] Motoren, da es bei luftgekühlten Motoren kein [[Kühlwasser]] gibt, das im Winter einfrieren oder im Sommer kochen könnte. Magirus-Deutz erreichte bei seinen LKW eine Betriebsbereitschaft bis zu Temperaturen von −57&amp;amp;nbsp;°C. Damit konnte sich das Unternehmen sowohl gegen die Konkurrenten aus [[Japan]], Westdeutschland und dem [[Ostblock]] durchsetzen, die sich ebenfalls um den Großauftrag aus der Sowjetunion bemüht hatten. Die übrigen europäischen und japanischen Hersteller schieden wegen der geringeren Kälteresistenz ihrer wassergekühlten Konstruktionen aus, die Hersteller aus den anderen Ostblockstaaten erreichten ebenfalls nicht die geforderte Betriebsbereitschaft bei tiefen Temperaturen und hatten außerdem zu geringe Produktionskapazitäten frei. Das galt insbesondere für [[Tatra (Automobil)#Lastkraftwagen|Tatra]] aus der früheren [[Tschechoslowakei]] (heute in [[Tschechien]]) und [[Tovarna Automobilov in Motorjev|TAM]] aus dem früheren [[Jugoslawien]] (heute in [[Slowenien]]), die ebenfalls luftgekühlte Dieselmotoren herstellten (im letzterem Fall kurioserweise nach [[Lizenzbau|Lizenz]] von Magirus-Deutz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ironie der Geschichte: [[Deutz AG|Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD)]], der Mutterkonzern von Magirus-Deutz, hatte seine luftgekühlten Motoren ab 1942 während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] deswegen entwickelt, weil die [[Wehrmacht]] dringend frostsichere Motoren für ihre Fahrzeuge für den [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Russlandfeldzug]] brauchte, wobei bei Einführung im Jahre 1944 noch keine Massenproduktion von diesen LKW-Motoren zustande kam und sich die Stückzahlen daher bis Kriegsende in Grenzen hielten. Rund 30 Jahre später jedoch profitierte ausgerechnet die Sowjetunion – der ursprüngliche Gegner – von dieser Erfindung, als sie für ein [[prestige]]trächtiges Großbauprojekt von historischer Bedeutung eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte wie von den Sowjets gefordert bis 1976 erfüllen zu können, musste Magirus-Deutz rund 800 Mitarbeiter zusätzlich einstellen und zum Teil Sonderschichten fahren. Am 19. November 1976 war der Auftrag erfüllt und der letzte LKW rollte von den Fertigungsbändern per [[Eisenbahn]] Richtung Sibirien. Die meisten Fahrzeuge waren (da ab 1975 hergestellt) neben dem Magirus-Deutz-Schriftzug auch mit einem [[IVECO]]-Emblem von vorne gesehen rechts oben im Kühlergrill versehen, nachdem sich die Firma in jenem Jahr mit weiteren Herstellern in Europa diesem neuen von [[Fiat S.p.A.|Fiat]] geführten Nutzfahrzeug-Konzern angeschlossen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Aufbauten für die LKW kamen aus Deutschland: Auf die [[Fahrgestell]]e von Magirus-Deutz wurden [[Muldenkipper|Kippmulden]], [[Pritschenwagen (Automobil)|Ladepritschen]], [[Kofferaufbau]]ten mit mobilen [[Werkstatt|Werkstätten]] zur ortsunabhängigen [[Wartung]] und [[Reparatur]] von LKW und [[Baumaschine]]n, [[Betonmischer]], [[Holztransporter]], [[Seitenlader]]-[[Kran|Kräne]] zum Verladen und Transportieren von bis zu 24&amp;amp;nbsp;Meter langen [[Rohr (Technik)|Rohren]] sowie [[Tankwagen|Flüssigkeitstanks]] montiert. Mit den Aufbauten beschäftigten sich die Unternehmen [[Kässbohrer Fahrzeugwerke|Kässbohrer]], Klaus Multiparking, [[Kögel Fahrzeugwerke|Kögel]], [[Köpf Fahrzeugbau]], [[Meiller (Unternehmen)|Meiller]], [[Orenstein &amp;amp; Koppel]], [[Rhein-Bayern]] und [[Joseph Vögele]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Auftraggeber bei der Leistungsfähigkeit der bestellten LKW verkalkuliert hatten und sich herausstellte, dass für die zu leistenden Arbeiten weniger LKW gebraucht wurden als bestellt worden waren, wurde etwa ein Drittel der gelieferten Magirus-Deutz gar nicht zum Bau der BAM, sondern für andere Aufgaben innerhalb der Sowjetunion eingesetzt, z.&amp;amp;nbsp;B. zur Erschließung von [[Ölfeld]]ern in [[Sibirien]]. Die LKW bewährten sich dabei auch nach dem Ende des BAM-Baus weiterhin unter härtesten geographischen und klimatischen Bedingungen hervorragend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Delta-Projekt-LKW waren noch 2006 in [[Russland]] (insbesondere in [[Sacha|Jakutien]]) im Einsatz, entweder weiterhin auf [[Baustelle]]n oder Ölfeldern. Die Muldenkipper kamen in den 2000er Jahren auch noch einmal zum Bau der [[Amur-Jakutische Magistrale|Amur-Jakutischen Magistrale]] zum Einsatz, der bis 2010 zur Hälfte fertiggestellten etwa 1.100&amp;amp;nbsp;km langen Nebenstrecke der BAM von [[Tynda]] nach [[Jakutsk]]. Die übrigen LKW waren vor allem in der dreiachsigen Ausführung zweckentfremdet als Fernverkehrs-[[Sattelzug]]maschinen im Einsatz zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zugmaschinen-Auftrag ==&lt;br /&gt;
Der ebenfalls in Deutschland angesiedelte Nutzfahrzeughersteller [[Faun-Werke|Faun]] bekam den ergänzenden Auftrag, 86 robuste und geländegängige [[Allradantrieb|Allrad]]-[[Zugmaschine]]n zu bauen. Es handelte sich um Hauben-Zugmaschinen des Typs &amp;#039;&amp;#039;HZ34.30/41&amp;#039;&amp;#039; mit 326 PS aus einem [[Zwölfzylinder|V12]]-Deutz-Motor, ebenfalls luftgekühlt. Die Fahrzeuge hatten zusammen mit von [[Kögel Trailer|Kögel]] gelieferten [[Tieflader]]-[[Sattelauflieger]]n eine [[Nutzlast]] von 60 Tonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Faun-Zugmaschinen, die sich wie schon die Magirus-Deutz-LKW wegen der luftgekühlten KHD-Dieselmotoren sehr gut bewährten, fanden sich zum Teil noch lange nach dem [[Zerfall der Sowjetunion]] auf Großbaustellen in Russland im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dieter Augustin: &amp;#039;&amp;#039;IVECO Magirus — Alle Lastwagen aus dem Ulmer Werk seit 1917.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02600-7.&lt;br /&gt;
* Bernd Regenberg, Paul-Ernst Strähle: &amp;#039;&amp;#039;Das Lastwagen-Album MAGIRUS.&amp;#039;&amp;#039; Podszun-Verlag, Brilon 2005, ISBN 3-86133-388-0.&lt;br /&gt;
* Till Schauen: &amp;#039;&amp;#039;Ost-Erweiterung - 9500 Bullen für Sibirien&amp;#039;&amp;#039;. In: Last &amp;amp; Kraft, Heft 6/2016, Oktober/November 2016, S. 8–17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{webarchiv|url=http://www.oldiveco.de/fz_profile/05_deltaprojekt/fz_profil_05.htm|wayback=20160714181544|text=Informationen zum Delta-Projekt vom Oldtimerclub Magirus IVECO e.V.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magirus-Deutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Wirtschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1970er]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Xqbot</name></author>
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