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	<title>Delirium tremens - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Delirium_tremens&amp;diff=27411&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Minoo: /* Verlauf */ entlinkt</title>
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		<updated>2026-03-18T14:03:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verlauf: &lt;/span&gt; entlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Krankheit. Für weitere Bedeutungen [[Delirium tremens (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = F10.4&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 6C40.5&lt;br /&gt;
| Data-01 = Alkoholinduziertes Delir&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Delirium tremens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|delirium}} ‚Irresein‘ oder &amp;#039;&amp;#039;de lira ire&amp;#039;&amp;#039; ‚aus der Spur geraten‘, ‚[[Delir]]‘ und &amp;#039;&amp;#039;tremere&amp;#039;&amp;#039; ‚zittern‘) stellt eine ernste und potenziell lebensbedrohende [[Komplikation]] bei einer länger bestehenden [[Alkoholkrankheit]] dar. Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Alkoholdelir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; tritt es zumeist im Rahmen des Alkoholentzuges auf, kann aber auch durch einen Alkoholrausch ausgelöst werden. Auch bei anderen Suchterkrankungen kann ein Delirium tremens im Entzug oder als unmittelbare Nebenwirkung auftreten, doch wird der Ausdruck in der Regel nur für das Vollbild des Alkoholentzuges verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Delirium ist ein [[organisches Psychosyndrom]], das charakterisiert wird durch gleichzeitig auftretende Störungen des [[Bewusstsein]]s und der [[Aufmerksamkeit]], der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der [[Psychomotorik]], der Emotionalität und des [[Schlaf-Wach-Rhythmus]]. Die Dauer ist unterschiedlich, und der Schweregrad reicht von leicht bis potenziell tödlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Prävalenz|Lebenszeitprävalenz]] eines Alkoholentzugsdelir liegt bei 5 % (3 bis 15 %) aller alkoholabhängigen Personen. Das Risiko eines erneuten Auftretens bei 12 bis 23 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matthias Maschke, Thomas Duning, Hans-Christian Hansen, Oliver Kastrup, Gerhard Ransmayr, Thomas Müller |Titel=Delir und Verwirrtheitszustände inklusive Alkoholentzugsdelir, S1-Leitlinie, 2020 |Hrsg=Deutsche Gesellschaft für Neurologie |Sammelwerk=Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie |Datum=2020-12-05 |Online=https://www.dgn.org/leitlinien}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Spontanverlauf: Die [[Letalität]] (Sterblichkeitsrate) des behandelten Deliriums liegt bei 1–4 %, wobei ältere und wiederholt delirante Patienten vor allem aufgrund ihrer [[Multimorbidität]] eine schlechtere Prognose haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marc A. Schuckit |Titel=Recognition and Management of Withdrawal Delirium (Delirium Tremens) |Sammelwerk=New England Journal of Medicine |Band=371 |Nummer=22 |Datum=2014-11-27 |ISSN=0028-4793 |DOI=10.1056/NEJMra1407298 |Seiten=2109–2113 |Online=https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMra1407298 |Abruf=2022-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die restlichen Fälle gilt, dass nach drei bis acht Tagen (max. 20 Tagen) eine Erholung eintritt. Angst, Schlafstörungen und leichte [[Vegetatives Nervensystem|vegetative Beschwerden]] können jedoch bis zu sechs Monate lang bestehen bleiben und dazu führen, dass der Alkoholkranke im Sinne einer Eigentherapie rückfällig wird, also wieder Alkohol trinkt, um sich von diesen Symptomen zu befreien. Das Delir tritt typischerweise drei Tage nach ersten Symptomen eines Alkoholentzugs auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marc A. Schuckit |Titel=Recognition and Management of Withdrawal Delirium (Delirium Tremens) |Sammelwerk=New England Journal of Medicine |Band=371 |Nummer=22 |Datum=2014-11-27 |ISSN=0028-4793 |DOI=10.1056/NEJMra1407298 |Seiten=2109–2113 |Online=https://www.nejm.org/doi/10.1056/NEJMra1407298 |Abruf=2022-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten sind Deliria, die im Rahmen anderer Alkoholfolgekrankheiten wie [[Pankreatitis]], [[Obere Gastrointestinale Blutung|obere gastrointestinale Blutung]] bei [[Leberzirrhose]] oder [[Lungenentzündung]] (Pneumonie) auftreten. Wird der Patient wegen dieser Krankheiten ins Krankenhaus eingewiesen und bekommt dort keinen Alkohol mehr, kann zur Einweisungskrankheit das Delir als erschwerender Faktor hinzukommen. Das gilt auch für Bewusstseinsstörungen nach Unfällen, insbesondere nach [[Schädel-Hirn-Verletzung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome (Krankheitszeichen) ==&lt;br /&gt;
Die klinische Symptomatik setzt sich zusammen aus:&lt;br /&gt;
; Psychiatrischen Symptomen: Angst, örtliche, zeitliche und situative Orientierungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, [[Illusion|illusionäre Verkennungen]], [[Halluzination]]en (meist optische), teils ausgeprägte Beeinflussbarkeit (Suggestibilität) meist mit Beziehung zu Alkohol&lt;br /&gt;
:Beispiel: Der Betroffene sieht Tiere (meist Insekten, Spinnen oder Schlangen; auch rosa Elefanten, blaue Hunde oder weiße Mäuse) oder andere Dinge, welche nicht real sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/1000-fragen-warum-betrunkene-weisse-maeuse-sehen-a-420523.html Schulspiegel vom 15. Juni 2006: &amp;#039;&amp;#039;Warum Betrunkene weiße Mäuse sehen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Neurologischen Symptomen: Verwirrtheit mit wechselndem Bewusstseinsgrad bis hin zum [[Koma]]; Unruhe, feinschlägiges bis sehr grobschlägiges Zittern (genannt Tremor); [[Spasmus|Krämpfe]]; [[Krampfanfall]].&lt;br /&gt;
; Vegetativen Symptomen: Profuses [[Schweiß|Schwitzen]], Erhöhung von Puls, [[Blutdruck]], Körpertemperatur und Atemfrequenz. Besonders bei unbehandelten Verläufen kann es zu letal endenden vegetativen Entgleisungen kommen. Sofern eine rechtzeitige Einleitung der Therapie erfolgt, sinkt die Rate der tödlichen Verläufe deutlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung in Schweregrade ==&lt;br /&gt;
* Unvollständiges Delirium (sogenanntes Prädelirium) mit abendlichen, leichten Halluzinationen oder leichten vegetativen Symptomen mit Schlafstörungen;&lt;br /&gt;
* vollständiges Delirium (das eigentliche Delirium tremens) mit Halluzinationen und Orientierungs- und Bewusstseinsstörung und vegetativer Entgleisung.&lt;br /&gt;
* lebensbedrohliches Delirium als schwerste Verlaufsform des vollständigen Deliriums. Etwa 7 % aller Alkoholdelire laufen lebensbedrohlich ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
Diese wird „klinisch“ gestellt, das heißt durch Beobachtung, körperliche Untersuchung und vor allem durch [[Anamnese|Eigen- und Fremdanamnese]] (Achtung: [[Dissimulation]], auch falsche Angaben durch Angehörige infolge von Schamgefühlen). Man kann die Diagnose auch [[Diagnosis ex juvantibus|ex juvantibus]] stellen. Dabei verabreicht man Alkohol [[Peroral|oral]] oder über die Vene. Insbesondere bei der Gabe über die Vene verschwinden die Symptome innerhalb von Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differentialdiagnose ==&lt;br /&gt;
* [[Vergiftung|Intoxikationen]] (z. B. bei [[Kokain]]-, [[Stimulans|Stimulanzien]]-, [[Cannabis als Rauschmittel|Cannabis]]-, [[Lösungsmittel]]- oder [[Halluzinogen]]missbrauch)&lt;br /&gt;
* Pharmakogene ([[Levodopa|L-Dopa]]) und toxische [[Psychose]]n oder [[Anticholinerges Syndrom|anticholinerges]] und [[Serotoninsyndrom|serotonerges]] Syndrom&lt;br /&gt;
* Primär [[Psychiatrie|psychiatrische]] Erkrankungen (z. B. [[Psychose|schizophrene Psychose]], [[Manie]] und [[Somatoforme Störung|somatoforme]] oder psychogen-[[Dissoziation (Psychologie)|dissoziative]] Syndrome)&lt;br /&gt;
* [[Wernicke-Enzephalopathie]]&lt;br /&gt;
* [[Hirnblutung]]en oder [[Schädel-Hirn-Trauma]]&lt;br /&gt;
* [[Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie|Posthypoxische]] oder posthypoglykämische Enzephalopathien&lt;br /&gt;
* [[Hepatische Enzephalopathie|Metabolische]] und [[Hyperthyreose|endokrine]] Enzephalopathien&lt;br /&gt;
* [[Status epilepticus|Nicht-konvulsiver Status epilepticus]]&lt;br /&gt;
* [[Sepsis|Septische]] [[Enzephalopathie]]&lt;br /&gt;
* Entzündungen des Zentralnervensystems wie eine [[Enzephalitis]]&lt;br /&gt;
* [[Transiente globale Amnesie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
* Ein drohendes bzw. bereits ausgebildetes Delirium erfordert eine sofortige notfallmäßige stationäre Aufnahme.&lt;br /&gt;
* Beim Vollbild der Krankheit ist eine Behandlung auf einer Intensivstation ratsam.&lt;br /&gt;
* Die wichtigste Sofortmaßnahme ist die Überwachung der Vitalparameter. Zudem sollten engmaschige Laborkontrollen stattfinden:&lt;br /&gt;
** Blutzucker wegen Hypoglykämiegefahr&lt;br /&gt;
** [[Creatin-Kinase]] wegen der Gefahr der [[Rhabdomyolyse]]&lt;br /&gt;
* Da die Patienten oft aggressiv, unruhig und teilweise psychotisch sind, ist eine Behandlung mit Beruhigungsmitteln erforderlich. Eingesetzt werden Benzodiazepine oder Clomethiazol als Basistherapeutika. Hierzu werden häufig symptomorientiert weitere Substanzen  gegeben, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Haloperidol]] bei [[Halluzinationen]] oder [[Clonidin]] bei vegetativen Störungen.&lt;br /&gt;
* Zur Verhinderung von [[Krampfanfall|Entzugskrämpfen]] kann [[Carbamazepin]] zusätzlich gegeben werden.&lt;br /&gt;
* Ein Alkoholprädelirium lässt sich auch schnell durch die intravenöse Gabe von Alkohol unterbrechen. Dies ist dann sinnvoll, wenn eine zweite Erkrankung behandelt werden muss, deren Verlauf durch ein zusätzliches Delirium verschlechtert wird. Allerdings sind die notwendigen Dosen zuvor nicht sicher abschätzbar. Auch ist das Zusammenspiel von (sedierenden) Medikamenten und Alkohol potentiell gefährlich, insbesondere wegen der Atemdepression, so dass in der Regel von der Gabe von Alkohol abgeraten werden muss. Ein bereits vollständig ausgeprägtes Delirium tremens lässt sich meist nicht mehr durch die Gabe von Alkohol durchbrechen.&lt;br /&gt;
* Zusatzbehandlung:&lt;br /&gt;
** Überwachung von Flüssigkeits-, Mineral- und Energiehaushalt.&lt;br /&gt;
** Schutz vor Verletzungen&lt;br /&gt;
** Schutz vor Auskühlung&lt;br /&gt;
** Erkennung und Behandlung von Begleiterkrankungen wie Pneumonie, Pankreatitis, Leberzirrhose&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abhängigkeit (Medizin)|Abhängigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Alkoholkonsum]]&lt;br /&gt;
* [[Alkoholkrankheit]]&lt;br /&gt;
* [[Alkoholpsychose]]&lt;br /&gt;
* [[Korsakow-Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Tremor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-006.html|Alkoholdelir|S1|Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)|2020}}&lt;br /&gt;
* [https://deximed.de/home/klinische-themen/suchtmedizin/patienteninformationen/folgeerkrankungen/alkoholdelir-delirium-tremens Patienteninformationen bei Deximed]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Medscape Reference: [https://emedicine.medscape.com/article/166032-overview Delirium Tremens]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Neurologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alkoholkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase (Medizin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Minoo</name></author>
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