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	<title>Dekontamination - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T23:22:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dekontamination&amp;diff=51733&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Grayje4: Fachbegriff der Dekontamination im pharmazeutischen Umfeld hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-07T19:24:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fachbegriff der Dekontamination im pharmazeutischen Umfeld hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Csa-dekon.jpg|mini|Dekontamination eines [[Chemikalienschutzanzug|CSA-Trägers]] (Übung)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:US Navy 110323-N-IC111-436 Sailors scrub the flight deck aboard the aircraft carrier USS Ronald Reagan (CVN 76) following a countermeasure wash dow.jpg|mini|Dekontamination eines Flugzeugträgers]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dekontamination&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in Deutschland &amp;#039;&amp;#039;Dekon&amp;#039;&amp;#039; abgekürzt), in Österreich auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dekontaminierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (kurz &amp;#039;&amp;#039;Deko&amp;#039;&amp;#039;) genannt, ist das Entfernen von gefährlichen Verunreinigungen &amp;#039;&amp;#039;(Kontaminationen)&amp;#039;&amp;#039; von Personen, Objekten oder ungeschützten Flächen und gehört damit zum [[ABC-Schutz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FJ001&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/CBRN-Schutz/cbrn-schutz_node.html |titel=CBRN Schutz |titelerg=CBRN Schutz versus ABC Schutz |hrsg=Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe |werk=www.bbk.bund.de |datum= |abruf=2024-11-24 |sprache=de |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gefährdungen können dabei aus [[Kontamination (Radioaktivität)|radioaktiven]], [[Biologie|biologischen]] oder [[Chemie|chemischen]] Gründen sein. In der pharmazeutischen Herstellung werden [[Desinfektion]]smaßnahmen von [[Reinraum|Reinräumen]] oder Isolatoren Dekontaminationen genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wanner, Wolf-Dieter: &amp;#039;&amp;#039;Desinfektion in pharmazeutischen Reinräumen.&amp;#039;&amp;#039; Pharm. Ind., Band 75, Nr. 3, 2013, S. 399–402.&amp;lt;/ref&amp;gt;[https://www.ecv.de/beitrag/pharmind/Proof_of_a_successful_decontamination_with_H2O2?nstoken=7SOY%2FFbMog3%2FTQb%2FKItK4%2FIOd8jf7hd5HlW8itDchbgHkThOMV%2F%2Bf9OfldJ1%2F3qCgly15trzebkavuc6Kxjhw%2FmQb4wbtSy5dZEcafLXHBgbiMf%2Ff7z7BBjmZUkKYxLmVqOlhR9XyF8MAWarpWYFECxcR9dYFrCxUjgP822l5ZkXqYI4M8IKjcA525hpQ9TW1Ah%2F1z1Ld1H0tx4%2FhRBqPaesALdswnYgMBxH5l1dDWuqUWfWgxlKzvHJtg7ulGAjRa70UksHYHkruHqc3cu9auTylaBYKLayXJj7i7Bbayv7Cfz59LtfeuRwclJw%2F57UoWjm28UchxSpftPfz%2BgIbzpEssE5%2FteU9Q4NNbayljtmXOPyuDKAXSm4l%2BeDKKyOlKGGA4YHG0GjT2iupvs9TEdyhJ7Y2N3t00jzcNNb6odiMSauytLYw%2FFzcNSsYNRo4ObmQtx4TB7C9%2FL2MFCtclofM0H5Ugt7mTsdh8wXiNi38uB75YMQ8pEpidClxEitvpE4fjOXn1zSXu1mzNOzcMRygeso%2BWw1cUp%2FqSPiTyU5II1dbOkv6ba5keeurjXzBqe%2Ffrxz13PBI9xdWiWrqsZW1gd3sF1rI9tDGWZJv742ThOm&amp;amp;nscheck=sYG2om3UkUqFhCt6v7e1EQ%3D%3D]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Bei einem Brand werden mit den Brandgasen und der Asche viele [[Schadstoff]]e frei, die sich in der Brandschutzbekleidung festsetzen, was nach einem [[Atemschutz]]einsatz eine Dekontamination der Ausrüstung notwendig macht. Da die Kontaminationen ([[Brandgas]]e) nicht direkt oder einfach nachgewiesen werden können, muss meist unspezifisch dekontaminiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dekontaminationen von ernsthaften [[Gefahrstoff|chemischen]], [[Biologische Gefahren|biologischen]] oder [[Radioaktivität|radioaktiven]] Belastungen, etwa nach Unfällen oder terroristischen bzw. militärischen Angriffen, müssen spezifisch erfolgen. Es muss sowohl qualitativ als auch quantitativ die Belastung bekannt sein, um eine Aussage über den Grad der Dekontamination treffen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jeder Art der Dekontamination ist der Selbstschutz wichtig, um eine Gefährdung der dekontaminierenden Personen sowie weitere Kontaminationen der Umwelt zu verhindern. Dies bedeutet, dass zusammen mit den Verunreinigungen die zur Dekontamination verwendeten Mittel und die [[Persönliche Schutzausrüstung|persönlichen Schutzausrüstungen]] (wie Waschwasser, Bürsten, Filter, Handschuhe und Kleidung) gesammelt sowie fachgerecht entsorgt oder spezifisch gereinigt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der zu dekontaminierende Gegenstand beweglich, kann die Dekontamination an einem speziellen [[Dekontaminationsplatz]] stattfinden. Die Dekontamination kann dann provisorisch mit einfachen Mitteln oder mit spezieller Ausrüstung professionell durchgeführt werden. Beiden gemeinsam ist aber die Organisation eines entsprechenden Ortes, auf dem ein Bereich als verunreinigte und einer als reine Zone definiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist stets, dass lebenserhaltende Maßnahmen vor einer Dekontamination stehen. Der Eigenschutz ist hierbei zwingend erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dekontaminationsszenarien ===&lt;br /&gt;
Man unterscheidet zwischen der katastrophen- und der arbeitsmedizinischen Dekontamination. In ersterer werden Fälle betrachtet wie Kriege, Unfälle in der Industrie oder aufgrund natürlicher Ursachen (bspw. [[Vulkanische Asche]], [[Epidemie]]herd), die eine Vielzahl von Menschen betreffen und bei denen die Regeln der medizinischen Versorgung von den Prinzipien der Notversorgung (ggf. [[Triage]]) geprägt werden. Für diese werden Notfallpläne erstellt und Einsatzkräfte zum Beispiel durch das [[Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;FJ002&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html |titel=Für den Nofall vorsorgen |titelerg= |hrsg=Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe |werk=www.bbk.bund.de |datum= |abruf=2024-11-24 |sprache=de |format= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgebildet.&lt;br /&gt;
Bei der arbeitsmedizinischen Dekontamination werden im Gegensatz dazu meist nur einzelne Personen, die durch lokal begrenzte Unfälle exponiert waren, von Kontaminanten befreit (dekontaminiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grenzwerte ===&lt;br /&gt;
Während der Dekontamination können die dabei tätigen Personen belastet werden, beispielsweise durch [[ionisierende Strahlung]]. Daher muss jede Person im Falle radioaktiver Kontamination mit einem [[Dosimeter]] ausgestattet sein. Vor Überschreiten von Grenzwerten, beispielsweise der zulässigen Jahresdosis, ist das Personal zu wechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen werden in einem drei- oder vierstufigen Prozess dekontaminiert:&lt;br /&gt;
* Entfernung der Kleidung&lt;br /&gt;
* Reinigung (Dusche)&lt;br /&gt;
* Neueinkleidung&lt;br /&gt;
* [[Exkretion|Ausscheidung]] ([[Dekorporation]] nach [[Inkorporation (Medizin)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der normgemäßen Ausdrucksweise spricht man im zivilen Bereich von:&lt;br /&gt;
* Dekontamination: beschreibt den Vorgang.&lt;br /&gt;
* dekontaminieren: beschreibt die Tätigkeit.&lt;br /&gt;
Im militärischen Bereich wird nur der erste Ausdruck verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten der Dekontamination ==&lt;br /&gt;
Es werden grundsätzlich folgende Arten der Dekontamination unterschieden (in Klammer sind die in Deutschland üblichen Abkürzungen angeführt):&lt;br /&gt;
* Dekontamination von Flächen (Dekon Fl bzw. Dekon-Fl)&lt;br /&gt;
* Dekontamination von Fahrzeugen (Dekon F bzw. Dekon-F)&lt;br /&gt;
* Dekontamination von Geräten (Dekon G bzw. Dekon-G)&lt;br /&gt;
* Dekontamination von Personen (Dekon P bzw. Dekon-P)&lt;br /&gt;
** Dekontamination von Einsatzkräften (Dekon E bzw. Dekon-E)&lt;br /&gt;
** Dekontamination von Zivilisten (Dekon Z bzw. Dekon-Z) / ggf. Massendekontamination&lt;br /&gt;
** Dekontamination von Verletzten (Dekon V bzw. Dekon-V)&lt;br /&gt;
Dementsprechend variiert auch die Vorgehensweise und Ausrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stufen der Dekontamination ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Einmannduschkabine.jpg|mini|Dekontamination während einer [[Gefahrgutunfall]]-Übung]]&lt;br /&gt;
Im zivilen Bereich werden diese Stufen nach dem erforderlichen personellen und logistischen Aufwand unterschieden, im militärischen Bereich nach dem zu erzielenden Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärischer Bereich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Decontamination exercise of the Soviet Army.JPEG|mini|Dekontaminationsübung der Sowjetarmee im Jahr 1987]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sofort-Dekontamination:&lt;br /&gt;
Die Dekontaminationsmaßnahmen, die in [[Selbst- und Kameradenhilfe]] durchgeführt werden und für eine begrenzte Zeit die eingeschränkte weitere Durchführung des Auftrages ermöglichen. Eine Reduktion des persönlichen ABC-Schutzes ist nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Operationelle- oder Behelfsdekontamination:&lt;br /&gt;
Die Dekontaminationsmaßnahmen, welche zur uneingeschränkten weiteren Durchführung des Auftrages notwendig sind. Beispiele: Dekontamination der Versorgungsöffnungen an Kampfpanzern, von Fernsprechern usw. Eine Reduzierung des persönlichen ABC-Schutzes ist nicht unbedingt möglich und muss von Fall zu Fall geprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gründliche Dekontamination:&lt;br /&gt;
Die Dekontaminationsmaßnahmen, die eine uneingeschränkte Nutzung des Materials durch erwachsene Personen im normalen Umgang erlauben. Das verbleibende Restrisiko (ICt5) ist definiert und muss beachtet werden. Eine Reduzierung des persönlichen ABC-Schutzes ist das Ziel der gründlichen Dekontamination.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rückführungsdekontamination:&lt;br /&gt;
Maßnahmen, die eine uneingeschränkte weitere Nutzung des Materials ermöglichen, erlauben eine Rückführung des Materials, falls vom Material keinerlei Gefährdung mehr ausgeht. Beispiel: Wechsel der Betriebsflüssigkeiten, der Schmierstoffe, von adsorbierenden Kunststoffteilen usw. Diese Stufe ist in der Bundeswehr nicht definiert und wird dort als Teil der gründlichen Dekontamination verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* B-Dekontamination:&lt;br /&gt;
Unabhängig von der obigen Einteilung stellt die Dekontamination von [[Infektion|infektiösen]] Belastungen eine besondere Gefährdung der Einsatzkräfte dar, daher wurden entsprechende Pilotprojekte gestartet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/BBK/DE/2012/ATF-B_Pilotprojektbeginn.html |wayback=20140101060042 |text=Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Pilotprojekt Analytische Task Force Biologische Gefahren }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/CBRNSchutz/Dekon/B-Dekon/b-dekon_node.html |wayback=20120313111656 |text=Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Dekontamination/Desinfektion }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feuerwehr und Hilfsorganisationen ===&lt;br /&gt;
==== Dekontamination in Deutschland ====&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] wird die Dekontamination von Einheiten im ABC-Einsatz nach der [[FwDV]] 500 in drei Stufen eingeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FwDV 500&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ausschuss „Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung“ (AFKzV) |url=https://hlfs.hessen.de/sites/hlfs.hessen.de/files/2022-09/FwDV%20500%20-%20Homepage.pdf |hrsg=[[Hessische Landesfeuerwehrschule]] |werk=hlfs.hessen.de |titel=Feuerwehr-Dienstvorschrift 500 |titelerg=Einheiten im ABC-Einsatz |datum=2022-01 |abruf=2023-04-28 |format=PDF; 4,31 MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben diesen drei Dekon-Stufen ist bei jedem Einsatz, auch bei Einsätzen, die nicht im Zusammenhang mit Gefahrstoffen stehen, grundsätzlich die Einhaltung einer [[Einsatzstellenhygiene]] geregelt. Beispielsweise muss auf Nahrungsaufnahme sowie auf den Genuss von Tabakwaren im Einsatzstellenbereich verzichtet werden, wie es auch bei allen anderen Dekontaminationsverfahren die Regel ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dekon-Stufe I (Sofort-Dekontamination):&lt;br /&gt;
Zeitgleich mit dem Einsatz des ersten Trupps im Gefahrenbereich ist die Sofort-Dekon an der Grenze zum Gefahrenbereich sicherzustellen. Notwendig z. B. bei Beschädigung der persönlichen Schutzausrüstung, bei Kontamination der Haut, bei Atemluftmangel oder bei Verletzungen, die sofort behandelt werden müssen. Die Sofort-Dekon ist nicht an einen Dekon-Platz gebunden. Orte, an denen eine Sofort-Dekon durchgeführt wurde, gelten als kontaminiert und sind entsprechend abzusperren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dekon-Stufe I kann von vielen [[Feuerwehr in Deutschland|Feuerwehren]] gestellt werden und ist von jeder Feuerwehr mit entsprechendem ABC-Einsatzpersonal durchzuführen. Diese Dekon-Stufe ist zu errichten, sobald ein Einsatz in Verbindung mit ABC-Gefahren durchgeführt oder absehbar wird. In der Regel reicht eine Wasserversorgung in Form einer [[Kübelspritze]] sowie ein mit Folien ausgelegter Platz aus, um diese Stufe in Betrieb zu nehmen. Wichtig ist aber auch hier, dass eine strikte Trennung von Schwarz- und Weißbereich durchgeführt wird, um eine Kontaminationsverschleppung zu verhindern. Sobald vorhanden, sollte auf eine höhere Dekon-Stufe zurückgegriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dekon-Stufe II (Standard-Dekontamination):&lt;br /&gt;
Die Standard-Dekontamination an einem Dekon-Platz ist bei jedem ABC-Einsatz unter persönlicher Schutzausrüstung sicherzustellen. Der Standard-Dekon-Platz muss grundsätzlich spätestens 15 Minuten nach dem ersten Anlegen einer persönlichen Schutzausrüstung, z. B. Anschluss des Isoliergerätes, und außerhalb des Gefahrenbereiches betriebsbereit sein! Zur Menschenrettung kann der Einsatzleiter Ausnahmen zulassen. Die Ausrüstung wird in aller Regel durch spezielle [[Gefahrstoffzug|Gefahrstoffzüge]] vorgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dekon-Stufe III (Erweiterte Dekontamination):&lt;br /&gt;
Die Erweiterung der Standard-Dekon um weitere Elemente hat lagebezogen zu erfolgen. Eine zeitliche Vorgabe besteht dahingehend, dass mit Vorliegen entsprechender Erkundungsergebnisse eine Alarmierung unverzüglich zu erfolgen hat. Sie wird eingerichtet, wenn eine größere Anzahl von Personen zu dekontaminieren oder die Verschmutzung nicht mehr mit der Stufe II zu bewältigen ist. Beispielsweise ist auf dem [[Dekontaminationslastkraftwagen Personen|Dekon&amp;amp;nbsp;P]] ein kompletter Dekontaminationsplatz für Stufe III eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Regionale Lösungen ====&lt;br /&gt;
Verschiedene Länderkonzepte wie z.&amp;amp;nbsp;B. von Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen zeigen das verstärkte Augenmerk in Richtung der Dekontamination von nicht gehfähigen, liegenden oder verletzten Personen („Dekon V“). Ein wichtiger Ansatz ist die Implementierung dieser Aufgabe in die [[Medizinische Task Force]] des Bundes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin gab es im [[Rhein-Main-Gebiet]] den Ansatz, dass man nicht in Schwarz-Weiß-Bereich trennt, sondern in rot (kontaminiert), gelb (Reinigung) und Grün (sauber) unterscheidet. Dies ist mit Einführung der neuen FwDV 500 bundeseinheitlich geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittel der Dekontamination ==&lt;br /&gt;
Substanzen und Mittel, die für die Dekontamination von Personen bereitgehalten, also im Voraus für die Zweckbestimmung der Dekontamination beschafft werden, sind [[Medizinprodukt]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.jurion.de/Urteile/BVerwG/1996-12-19/3-C-1695 |wayback=20140814155539 |text=Urteil – Bundesverwaltungsgericht Beschl. v. 19.12.1996, Az.: 3 C 16.95 – Einstellung des Verfahrens bei Erledigung des Rechtsstreits }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie unterliegen in Deutschland oder Österreich den jeweiligen [[Medizinproduktegesetz]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.gesetze-im-internet.de/mpg/__3.html |wayback=20180301225028 |text=juris: Gesetz über Medizinprodukte (Medizinproduktegesetz - MPG) – § 3 Begriffsbestimmungen }}&amp;lt;/ref&amp;gt; da sie die „Behandlung, Linderung oder Kompensierung von Verletzungen oder Behinderungen“ gemäß §&amp;amp;nbsp;3 (1b) MPG anstreben. Die meisten verwendeten Mittel sind Bestandteil der [[Notfall- und Katastrophenpharmazie]] und werden in Spezialliteratur beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/PublikationenForschung/KatPharm_II.pdf?__blob=publicationFile |titel=Publikationen – Forschung Notfall- und Katastrophenpharmazie |titelerg= |hrsg=Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe |werk=www.bbk.bund.de |datum= |abruf=2023-12-13 |sprache= |format=PDF; 3.84 MB |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140810123642/http://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/PublikationenForschung/KatPharm_II.pdf?__blob=publicationFile |archiv-datum=2014-08-10 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das häufigste Dekontaminationsmittel ist [[Wasser]] oder [[Seife]]n&amp;lt;nowiki/&amp;gt;lauge. Diese Mittel sind für viele Stoffe geeignet, stellen für Patienten keine zusätzliche Belastung da, sind preiswert und nahezu überall verfügbar. In einigen Fällen wie der Dekontamination von [[Radionuklid]]en oder wasserunlöslichen Chemikalien kommen nur besonders dafür konzipierte Dekontaminationsmittel in Betracht. Diese sind zum Beispiel in der [[GESTIS-Stoffdatenbank]] gelistet. Ebenso sind bei biologischen Gefahrstoffen regelmäßig spezielle Reinigungs- und Desinfektionsmittel sinnvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der pharmazeutischen Herstellung wird zur Dekontamination von Reinräumen oder Isolatoren Wasserstoffperoxid verwendet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ecv.de/beitrag/pharmind/Proof_of_a_successful_decontamination_with_H2O2?nstoken=7SOY/FbMog3/TQb/KItK4/IOd8jf7hd5HlW8itDchbgHkThOMV/+f9OfldJ1/3qCgly15trzebkavuc6Kxjhw/mQb4wbtSy5dZEcafLXHBgbiMf/f7z7BBjmZUkKYxLmVqOlhR9XyF8MAWarpWYFECxcR9dYFrCxUjgP822l5ZkXqYI4M8IKjcA525hpQ9TW1Ah/1z1Ld1H0tx4/hRBqPaesALdswnYgMBxH5l1dDWuqUWfWgxlKzvHJtg7ulGAjRa70UksHYHkruHqc3cu9auTylaBYKLayXJj7i7Bbayv7Cfz59LtfeuRwclJw/57UoWjm28UchxSpftPfz+gIbzpEssE5/teU9Q4NNbayljtmXOPyuDKAXSm4l+eDKKyOlKGGA4YHG0GjT2iupvs9TEdyhJ7Y2N3t00jzcNNb6odiMSauytLYw/FzcNSsYNRo4ObmQtx4TB7C9/L2MFCtclofM0H5Ugt7mTsdh8wXiNi38uB75YMQ8pEpidClxEitvpE4fjOXn1zSXu1mzNOzcMRygeso+Ww1cUp/qSPiTyU5II1dbOkv6ba5keeurjXzBqe/frxz13PBI9xdWiWrqsZW1gd3sF1rI9tDGWZJv742ThOm&amp;amp;nscheck=sYG2om3UkUqFhCt6v7e1EQ== |titel=ECV: pharmind - Beitrag |abruf=2026-04-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Abrollbehälter-Dekontamination-Zivilpersonen der Feuerwehr Hannover.jpg|[[Abrollbehälter (Gefahrenabwehr)|Abrollbehälter]]-Dekon-Zivilpers. (AB-Dekon-Z)&lt;br /&gt;
 Abrollbehälter-Dekontamination-Zivilpersonen der Feuerwehr Hannover aufgebaut.jpg|AB-Dekon-Z aufgebaut&lt;br /&gt;
 Verletzten-Transportsystem vom Abrollbehälter-Dekontamination-Zivilpersonen der Feuerwehr Hannover.jpg|Verletzten-Transport-System&lt;br /&gt;
 Dekon-V.JPG|Waschen eines entkleideten Verletzten&lt;br /&gt;
 Dekon-Platz.jpg|Dekon-Platz, aufgebaut mit Geräten aus dem Dekon&amp;amp;nbsp;P&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Decontamination|Dekontamination}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Lehrgänge bei deutschen Feuerwehren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Atem- und Körperschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophenschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ABC-Abwehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grayje4</name></author>
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