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	<title>Dekompensation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dekompensation&amp;diff=419249&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2024-06-05T05:01:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dekompensation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;decompensatio&amp;#039;&amp;#039; = ‚Unausgeglichenheit‘, ‚Entgleisung‘) bezeichnet man den Zustand eines [[Patient]]en, wenn dessen Körper oder [[Psyche]] übermäßige Belastungen (z. B. eine Fehlfunktion eines [[Organ (Biologie)|Organsystems]] oder eine akute oder vergangene [[Stress]]belastung) nicht mehr ausgleichen, das heißt &amp;#039;&amp;#039;[[Kompensation (Medizin)|kompensieren]]&amp;#039;&amp;#039; kann, so dass [[Symptom]]e offen zu Tage treten. Die Dekompensation ist also eine nachweisbare Verminderung einer Organfunktion oder die nicht mehr funktionierende Kompensation.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Hammerschmidt-Gollwitzer: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der medizinischen Fachausdrücke.&amp;#039;&amp;#039; Rheingauer Verlagsgesellschaft, Eltville 1983, ISBN 3-88102-061-6, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Dekompensation geht oft eine Phase der kompensierten Störung voraus, während der noch keine oder nur geringfügige Symptome bestehen. Wird die Minderleistung wieder ausgeglichen, spricht man von einer [[Kompensation (Medizin)|Kompensation]], mitunter auch von einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rekompensation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen ==&lt;br /&gt;
In der Medizin wird die Rekompensation definiert als die „Beseitigung eines Dekompensationszustandes, das heißt [[Rehabilitation|Wiederherstellung]] einer ausreichenden Funktion durch Mobilisieren ausgleichender Kräfte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]], [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]].&amp;#039;&amp;#039; [[Loseblattsammlung]], [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], München / Berlin / Wien 1973,  ISBN 3-541-84005-6, 5. Ordner (&amp;#039;&amp;#039;Membra corporis–Rz&amp;#039;&amp;#039;), S. R 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kompensation wird in demselben [[Wörterbuch]] dagegen nach [[Alfred Adler]] in der [[Psychologie]] definiert als ein „Ausgleich [[angeboren]]er Mängel durch besondere Leistungen auf anderen Gebieten.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]], [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], [[Loseblattsammlung]], München / Berlin / Wien 1971, 4. Ordner (Hypermagnesiämie–Melusinidae), ISBN 3-541-84004-8, S. K 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits definiert der aktuelle [[Duden|Medizin-Duden]] die Rekompensation als die „Wiederherstellung des Kompensationszustandes“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; [[Dudenverlag]], 10. Auflage, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 699.&amp;lt;/ref&amp;gt; und andererseits die Kompensation als den „Ausgleich einer durch krankhafte Organveränderungen gestörten Funktion eines Organs.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; [[Dudenverlag]], 10. Auflage, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 449.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Dekompensation ist nach diesem [[Standardwerk]] das „Offenbarwerden einer latenten [[Dysfunktion|Organstörung]] durch Wegfall einer Ausgleichsfunktion.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; [[Dudenverlag]], 10. Auflage, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Duden|Fremdwörterduden]] erklärt die Dekompensation [[Idem per idem|tautologisch]] als „versagende Kompensation eines Organs“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden|Der große Duden]]: Band 5, Fremdwörterbuch, [[Bibliographisches Institut]], 2. Auflage, [[Dudenverlag]], Mannheim / Wien / Zürich 1971, ISBN 3-411-00905-5, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wörterbuch von [[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Willibald Pschyrembel]] verzichtet auf die Stichwörter Kompensation und Rekompensation. Die Dekompensation wird als nicht mehr ausreichende Kompensation&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willibald Pschyrembel]]: [[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Pschyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Klinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;]]. 268. Auflage. Verlag [[Walter de Gruyter]], Berlin/Boston 2020, ISBN 978-3-11-068325-7, S. 350.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder als [[Hypertensive Krise #Begriffsdefinition und Differenzialdiagnose|Entgleisung]]&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Springer Klinisches Wörterbuch 2007/2008.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-34601-2, S. 1294.&amp;lt;/ref&amp;gt; definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Wörterbuch der Medizin]] von [[Maxim Zetkin]] und [[Herbert Schaldach]] kennt nur die &amp;#039;&amp;#039;kardiale Dekompensation&amp;#039;&amp;#039; als Manifestation einer Herzleistungsstörung mit der &amp;#039;&amp;#039;kardialen Rekompensation&amp;#039;&amp;#039; als Beseitigung dieser [[Herzinsuffizienz|Herzfunktionsdekompensation]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maxim Zetkin]], [[Herbert Schaldach]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wörterbuch der Medizin|Lexikon der Medizin]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Auflage, Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-86126-126-1, S. 1717 und 409.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Kompensation werden dagegen ausführlich drei verschiedene Sachverhalte beschrieben ([[Pathologie]], [[Psychologie]] und [[Genetik]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Als Dekompensation wird das Versagen der Ausgleichsleistungen zur Aufrechterhaltung der Funktionstüchtigkeit eines geschädigten oder [[Insuffizienz|geschwächten]] Organs bezeichnet. Die Kompensationen versagen. Krankheiten, Belastungen oder ein Leistungsrückgang im Alter führen zur Dekompensation. Eine Kompensation kann durch das geschädigte Organ selbst bewirkt werden oder durch andere gesunde Organe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Brockhaus Enzyklopädie]].&amp;#039;&amp;#039; 19. Auflage. 5. Band, Verlag [[Friedrich Arnold Brockhaus]], Mannheim 1988, ISBN 3-7653-1105-7, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab einem bestimmten Schweregrad erschöpft der körpereigene Kompensationsmechanismus jedoch entweder teilweise oder aber vollständig. Ein weiteres Gegensteuern im Rahmen der [[Selbstheilungskraft|Selbstheilung]] wird unmöglich. Dieser Zustand wird als Dekompensation bezeichnet. Für eine Rekompensation sind [[Therapie|therapeutische Maßnahmen]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise ==&lt;br /&gt;
Die Wortfolge &amp;#039;&amp;#039;Kompensation – Dekompensation mit Rekompensation – Kompensation&amp;#039;&amp;#039; kann in zwei verschiedenen Zusammenhängen gebraucht werden:&lt;br /&gt;
* gesund – krank – gesund,&lt;br /&gt;
* schwach – schwächer – schwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sprachwissenschaft]]lich werden die [[Substantiv]]e Kompensierung und Kompensation unterschieden. Dabei gilt die Kompensierung als [[Bildungssprache]] oder [[Fachsprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Rekompensation bedeutet in der [[Finanzwirtschaft]] eine finanzielle [[Entschädigung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Dultz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;DBG-Fremdwörterlexikon.&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsche Buch-Gemeinschaft]], [[Ullstein-Verlag]], Berlin / Darmstadt / Wien 1965, S. 446.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Überkompensation]] oder [[Superkompensation]] bezeichnet man den übersteigerten Ausgleich einer Dekompensation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* In Extremsituationen aller Art kann es zu einem [[Multiorganversagen]] kommen.&lt;br /&gt;
* [[Kardial]]e Dekompensation:  Eine [[Herzinsuffizienz]] ist &amp;#039;&amp;#039;dekompensiert&amp;#039;&amp;#039;, wenn Wasseransammlungen (&amp;#039;&amp;#039;[[Ödem]]e&amp;#039;&amp;#039;) oder Luftnot (&amp;#039;&amp;#039;[[Dyspnoe]]&amp;#039;&amp;#039;) bereits in Ruhe auftreten. Bei der &amp;#039;&amp;#039;kompensierten&amp;#039;&amp;#039; Herzinsuffizienz hingegen bestehen trotz bereits vorhandener Funktionsstörung des Herzens noch keine Symptome oder sie treten nur bei stärkerer körperlicher Belastung auf.&lt;br /&gt;
* [[Renal]]e Dekompensation: Eine [[Niereninsuffizienz]] ist &amp;#039;&amp;#039;kompensiert&amp;#039;&amp;#039;, wenn die Störung der filtrativen [[Nierenfunktion]] zwar messbar ist, aber noch keine bedeutsamen Symptome verursacht hat. Von der &amp;#039;&amp;#039;Dekompensation&amp;#039;&amp;#039; spricht man, wenn es zu erheblichen Wasseransammlungen im Körper oder zu anderen Symptomen durch die [[Bioakkumulation|Kumulation]] [[harnpflicht]]iger Substanzen kommt ([[Urämie]]).&lt;br /&gt;
* Dekompensation des [[Tinnitus]]: Ein chronischer Tinnitus gilt als kompensiert, wenn die auftretenden Störgeräusche den Alltag des Patienten nicht beeinträchtigen. Im umgekehrten Fall spricht man von einem dekompensierten, also störenden Tinnitus.&lt;br /&gt;
* Ein dekompensiertes [[Schilddrüsenadenom]] führt zur [[Hyperthyreose]].&lt;br /&gt;
* [[Neurologie|Neurologische]] Dekompensation: [[Leseschwäche]]n oder sonstige mentale Schwierigkeiten treten zu Tage, nachdem kein Ausgleich durch andere Gehirnareale mehr möglich ist.&lt;br /&gt;
* [[Horst-Eberhard Richter]] beschrieb 1963 eine &amp;#039;&amp;#039;[[Neurose|neurotische]] Dekompensation&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst-Eberhard Richter]]: &amp;#039;&amp;#039;Eltern, Kind und Neurose. Die Rolle des Kindes in der Familie – Psychoanalyse der kindlichen Rolle.&amp;#039;&amp;#039; [[Reinbek bei Hamburg]] 1962. Neuauflage Rowohlt, ISBN 3-499-16082-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Wörterbuch]] von [[Jacob Grimm]] und [[Wilhelm Grimm]], Neubearbeitung (²DWB), [[S. Hirzel Verlag]], Band 6, Spalte 590, Zeile 71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Uta McDonald-Schlichting, Paul Schneider, Peter Ziese: &amp;#039;&amp;#039;Begleitende Merkmale neurotischer Dekompensation im [[Wehrdienst]].&amp;#039;&amp;#039; In: [[Soziale Welt]], 24. Jahrgang, Heft 4 (1973), [[Nomos Verlagsgesellschaft]], S. 438–449. [https://www.jstor.org/stable/40877109].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Akute Belastungsreaktion|Psychische Dekompensation]] (siehe [[Abwehrmechanismus]], [[Selbstregulation]] und [[Selbstregulation (Psychologie)]]).&lt;br /&gt;
* Ein [[Narzissmus]] und eine [[Borderline-Störung]] können dekompensieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Theodore Millon]]: &amp;#039;&amp;#039;Disorders of Personality – Introducing a DSM / ICD Spectrum from Normal to Abnormal.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. [[John Wiley &amp;amp; Sons]], 2011. [https://books.google.com/books?id=-u5lAsunPu0C&amp;amp;pg=PA407&amp;amp;dq=millon+persecutory+delusion+decompensation+%22Under+conditions+of+unrelieved+adversity+and+failure%22&amp;amp;hl=en&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CCQQ6AEwAWoVChMI48v_nsrZxwIVC8uACh09uAUy#v=onepage&amp;amp;q=millon%20persecutory%20delusion%20decompensation%20%22Under%20conditions%20of%20unrelieved%20adversity%20and%20failure%22&amp;amp;f=false S. 407 f.] ISBN 978-0-470-04093-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Psychologische Dekompensation (siehe [[Kompensation (Psychologie)]]).&lt;br /&gt;
* Akute Dekompensation bei [[Leberversagen]] (zum Beispiel dekompensierte [[Leberzirrhose]]).&lt;br /&gt;
* [[Blutgefäß|Vaskuläre]] Dekompensation: Die örtliche [[Blutgefäß|Gefäßregulation]] kommt zum Erliegen bei unzureichender Durchblutung von Organen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gegenkopplung]]&lt;br /&gt;
* [[Biofeedback]]&lt;br /&gt;
* [[Allostase]]&lt;br /&gt;
* [[Homöostase]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Luzius Müller: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Medizin im Alter?&amp;#039;&amp;#039; Theologischer Verlag Zürich, 2010, ISBN 3-290-17553-7, S.&amp;amp;nbsp;124. {{Google Buch|BuchID=7c4XBJ5aK3kC|Seite=124}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathophysiologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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