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	<title>Deisterpforte - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deisterpforte&amp;diff=1316263&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-09-14T07:52:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Pass&lt;br /&gt;
| NAME              = &lt;br /&gt;
| BILD              = Deisterpforte mit Schnee.jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG  = Blick vom [[Katzberg (Höhenzug)|Katzberg]] auf die Deisterpforte, links der Ebersberg, rechts der Raher Berg&lt;br /&gt;
| REGION            = &lt;br /&gt;
| REGION-BEZ        = &lt;br /&gt;
| REGION-ISO        = DE-NI&lt;br /&gt;
| PASSHÖHE          = 130&lt;br /&gt;
| PASSHÖHE-BEZUG    = DE-NN&lt;br /&gt;
| AUSBAU            = &lt;br /&gt;
| ERBAUT            = &lt;br /&gt;
| SPERRE            = &lt;br /&gt;
| SPERREART         = &lt;br /&gt;
| GEBIRGE           = &lt;br /&gt;
| BESONDERHEITEN    = &lt;br /&gt;
| DENZEL            = &lt;br /&gt;
| SEITE1            = Westen&lt;br /&gt;
| REGION1           = &lt;br /&gt;
| REGION1-BEZ       = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE1         = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE1-BEZUG   = &lt;br /&gt;
| WASSER1           = &lt;br /&gt;
| ORT1              = [[Bad Münder am Deister]]&lt;br /&gt;
| AUSBAU1           = &lt;br /&gt;
| ERBAUT1           = &lt;br /&gt;
| SPERRE1           = &lt;br /&gt;
| LÄNGE1            = &lt;br /&gt;
| HD1               = &lt;br /&gt;
| BERGWERTUNG1      = &lt;br /&gt;
| DENZEL1           = &lt;br /&gt;
| MAXSTEIGUNG1      = &lt;br /&gt;
| DSTEIGUNG1        = &lt;br /&gt;
| STEILSTERKM1      = &lt;br /&gt;
| SEITE2            = Osten&lt;br /&gt;
| REGION2           = &lt;br /&gt;
| REGION2-BEZ       = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE2         = &lt;br /&gt;
| PASSHÖHE2-BEZUG   = &lt;br /&gt;
| WASSER2           = &lt;br /&gt;
| ORT2              = [[Springe]]&lt;br /&gt;
| AUSBAU2           = &lt;br /&gt;
| ERBAUT2           = &lt;br /&gt;
| SPERRE2           = &lt;br /&gt;
| LÄNGE2            = &lt;br /&gt;
| HD2               = &lt;br /&gt;
| BERGWERTUNG2      = &lt;br /&gt;
| DENZEL2           = &lt;br /&gt;
| MAXSTEIGUNG2      = &lt;br /&gt;
| DSTEIGUNG2        = &lt;br /&gt;
| STEILSTERKM2      = &lt;br /&gt;
| KARTE             = &lt;br /&gt;
| POSKARTE          = &lt;br /&gt;
| ALTERNATIVKARTE   = &lt;br /&gt;
| LAT               = 52/11/59.46/N&lt;br /&gt;
| LONG              = 9/31/40.80/E&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleiner Deister.jpg|mini|Die Deisterpforte zwischen Deister und Kleinem Deister]]&lt;br /&gt;
[[Datei:B 217 Sedemünder Deisterpforte neu.jpg|mini|Die [[Bundesstraße 217|B&amp;amp;nbsp;217]] bei [[Sedemünder]] mit Blick auf die Deisterpforte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deisterpforte von Springe.jpg|mini|Blick vom Ebersberg auf das Tal der Deisterpforte]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deisterpforte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 550 Meter breiter geneigter [[Talwasserscheide|Talpass]] in {{Höhe|130.0|DE-NN}} bis {{Höhe|120.0|DE-NN}}&amp;lt;ref&amp;gt;Der Talpass hat Unebenheiten und starke Höhenunterschiede zwischen 130 m ü. NN und 120 m ü. NN.&amp;lt;/ref&amp;gt; zwischen dem [[Deister]] und dem [[Kleiner Deister|Kleinen Deister]] bei [[Springe]] in der [[Region Hannover]], [[Niedersachsen]], [[Deutschland]]. In der Deisterpforte entspringt der Fluss [[Haller (Fluss)|Haller]]. Durch die Deisterpforte führen mehrere Verkehrswege und Versorgungsleitungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Um das Jahr 1000 wurde der Standort der [[Karstquelle]]n in der Deisterpforte in einer Grenzbeschreibung des [[Bistum Hildesheim|Bistums Hildesheim]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Helereisprig&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Die [[Haller (Fluss)|Haller]] bildet die Grenze zwischen dem Bistum Hildesheim im Süden und dem [[Bistum Minden]] im Norden. Der Standort der Karstquellen hieß 1631&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Flurnamenlexikon zur Flurnamenkarte Springe-West. Bearbeitet von Heinz Weber. Hannover 1982. S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Hallerbrunn&amp;#039;&amp;#039;, 1783&amp;lt;ref&amp;gt;Kurhannoversche Landesaufnahme des 18. Jahrhunderts&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Haller Brunn&amp;#039;&amp;#039;, 1896&amp;lt;ref&amp;gt;Königlich Preußische Landesaufnahme&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Hallerbrunn&amp;#039;&amp;#039; und 1950&amp;lt;ref&amp;gt;Topographische Karten des Niedersächsischen Landesverwaltungsamtes Blatt 3723 (Springe) und 3823 (Eldagsen).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Hallerbrunnen&amp;#039;&amp;#039;. Von den Hallerquellen erhielt die Stadt [[Springe]] ihren Namen: bis in das 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde sie &amp;#039;&amp;#039;Hallerspring&amp;#039;&amp;#039; genannt. Hans-Heinrich Seedorf vermutet, „dass &amp;#039;&amp;#039;Haller&amp;#039;&amp;#039; soviel wie ein &amp;#039;&amp;#039;geräuschvoll fließender Bach&amp;#039;&amp;#039; bedeutet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Heinrich Seedorf: &amp;#039;&amp;#039;Hallerbrunnen&amp;#039;&amp;#039;. In: Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e. V.: &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisweg vom Schulzentrum Süd zur Hallerquelle.&amp;#039;&amp;#039; Springe 2013. S. 36f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Die Deisterpforte wird im Norden vom {{Höhe|355.0|DE-NN}} hohen [[Ebersberg (Deister)|Ebersberg]] und im Süden vom {{Höhe|285.0|DE-NN}} hohen Raher Berg begrenzt. Durch den Talpass verlaufen:&lt;br /&gt;
*die [[Bundesstraße 217]] von [[Hannover]] nach [[Hameln]]&lt;br /&gt;
*die [[Bahnstrecke Hannover–Altenbeken]] mit der [[S-Bahn Hannover|S-Bahnlinie]] 5 [[Paderborn]] – Hameln – [[Hannover Hauptbahnhof|Hannover Hbf]] – [[Bahnhof Hannover Flughafen|Hannover Flughafen]]&lt;br /&gt;
*die &amp;#039;&amp;#039;Hamelner Straße&amp;#039;&amp;#039; von Springe zur Domäne Dahle, die hier auch einen Abschnitt des Radwanderweges [[Deisterkreisel (Radwanderweg)|Deisterkreisel]] bildet&lt;br /&gt;
*zwei land- und forstwirtschaftliche Wege&lt;br /&gt;
*der Wolfstalbach als erster Zufluss der [[Haller (Fluss)|Haller]], die in der Deisterpforte entspringt&lt;br /&gt;
*die [[Bahnstromleitung]] Rethen-Hameln; Rethen-Löhne&lt;br /&gt;
*die zweikreisige 110-kV-Drehstromleitung 1089 der [[Avacon]]&lt;br /&gt;
*eine [[Mittelspannung]]sleitung von Springe nach [[Bad Münder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem forstwirtschaftlichen Weg am Rande des Deisters führt der [[Europäischer Fernwanderweg E1|Europäische Fernwanderweg E1]] durch die Deisterpforte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südlich der Deisterpforte liegen im [[Hamel (Fluss)|Hameltal]] die Orte [[Bad Münder am Deister|Bad Münder]] und [[Altenhagen I]], die [[Staatsdomäne|Domäne]] Dahle und die [[Wüstung]] [[Sedemünder]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Achim Gercke]]: &amp;#039;&amp;#039;Sedemünder – das ältere Münder im Sünteltal. Die Geschichte eines untergegangenen Dorfes.&amp;#039;&amp;#039; Festvortrag zum 40-jährigen Bestehen des Kreisvereins des Heimatbundes Niedersachsen, gehalten am 16. August 1975. Selbstverlag Achim Gercke, [[Adensen]] 1975.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dort vor der Deisterpforte ereignete sich am 28. Juli 1260 die [[Schlacht bei Sedemünder]]. Nördlich befindet sich das Hallertal mit der Stadt Springe in dem &amp;#039;&amp;#039;Springer Kessel&amp;#039;&amp;#039;. In dieser Richtung, 600 Meter vom Talpass entfernt, stand früher ein von der Haller angetriebenes Sägewerk; heute steht dort eine Möbelfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Südrand der Deisterpforte befindet sich ein stillgelegter Steinbruch am Hang des Raher Berges. Im unteren Bereich des Steinbruchs steht ein Vereinshaus, oberhalb steigt der Steinbruch als romantisches Tal den Berg hinauf. Daneben führt ein Forstweg durch den Wald und durchschneidet die [[Mündersche Landwehr]], die hier in einer Informationstafel erklärt wird. Der Forstweg führt dann weiter zur Stadt Springe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldgaststätte &amp;#039;&amp;#039;Deisterpforte&amp;#039;&amp;#039; wurde 1876 von dem Ratskellerwirt Christian Bauer am Rande von Springe als Ausflugslokal gebaut; sie ist derzeit geschlossen.{{Zukunft|2027}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Deisterpforte ist ein 550 Meter breiter geneigter [[Talwasserscheide|Talpass]] in der Höhe von {{Höhe|130.0|DE-NN}} bis {{Höhe|120.0|DE-NN}}. Sie liegt zwischen dem [[Deister]] mit dem 355 m hohen Ebersberg im Norden und dem [[Kleiner Deister|Kleinen Deister]] mit dem 285 m hohen Raher Berg im Süden. Die Höhenzüge vom Ebersberg und vom Raher Berg und der Untergrund der Deisterpforte bestehen aus dem rund 160 Millionen Jahre alten Kalkstein des [[Korallenoolith]], der während der [[Oberjura|Oberen Jura]] gebildet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deisterpforte diente bis vor 400.000 Jahren als Eingangsschlucht für den [[Weser]]fluss, der anderthalb Millionen Jahre lang von [[Hameln]] her kommend die Deisterpforte durchquerte und durch das jetzige Hallertal um den [[Marienberg (Pattensen)|Marienberg]] in das jetzige nördliche [[Leine (Aller)|Leinetal]] hinüberfloss. Das Tal wurde ab der Deisterpforte von der Haller und ab der [[Adensen|Rosenmühle]] von der Leine mitbenutzt, die seinerzeit dort in das Tal mündete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Deisterpforte liegt der Kalkstein des Korallenooliths bis zur Höhe von zwischen {{Höhe|85.0|DE-NN}} und {{Höhe|75.0|DE-NN}}. Auf diese Höhen wurde der Kalkstein des Korallenooliths in einem Zeitraum von mehr als 1,5 Millionen Jahren von der Weser abgetragen. Dadurch entstand zwischen dem Ebersberg und dem Raher Berg eine hohe und steilwandige Eingangsschlucht, die vor 400.000 Jahren etwa 45 Meter tiefer lag als der Boden der heutige Deisterpforte. In jener Schlucht lagerte die Weser im Laufe der 1,5 Millionen Jahre ihren [[Kies|Weserkies]] ab. Später verdrängten die Gletscher der [[Elsterkaltzeit]] und der [[Saalekaltzeit]] die Weser nach Westen und schoben sich durch das Hallertal in die Deisterpforte. Sie luden ihr mitgeführtes Geröll im Hallertal ab und verfüllten auch die Schlucht der Deisterpforte bis zum jetzigen Bodenprofil.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludger Feldmann und Klaus-Dieter Meyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Quartär in Niedersachsen. Exkursionsführer zur Jubiläums-Hauptversammlung der Deutschen Quartärvereinigung in Hannover.&amp;#039;&amp;#039; DEUQUA-Exkursionsführer, Hannover 1998, S. 104f, 111f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludger Feldmann schreibt: {{Zitat|Auf Grund der Lage der alten Weserablagerungen und anderer Kriterien lässt sich nachweisen, dass der Fluss mindestens seit 2 Millionen Jahren durch die Deisterpforte floss. Als mächtigster Fluss zwischen Rhein und Elbe wird er dabei an den Kalksteinen in der Deisterpforte wahrscheinlich Stromschnellen und kleine Kaskaden gebildet haben. Nachdem er diese Gebirgsenge von Westen nach Osten durchquert hatte, konnte er sich wieder ausbreiten und in weiten Mäandern zunächst nach Osten und dann ab Nordstemmen nach Norden der allgemeinen Abdachung folgen... Dabei hat er unmittelbar nach Verlassen der Gebirgsenge einen weiten Mäanderbogen nach Norden eingeschlagen, der sich heute in dem bis 150 m hohen halbkreisförmigen Hang nördlich von Springe zeigt, den die Anhöhen von Ebers-Berg, Fahrenbrink und Bielstein bilden. Es ist eine typische Abtragungsform eines Flusses, dem aber der Fluss ‚abhanden‘ gekommen ist.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle S. 16–17 von Ludger Feldmann: &amp;#039;&amp;#039;Als Springe an der Weser lag – die geologische Geschichte der Deisterpforte&amp;#039;&amp;#039;. In: Springer Jahrbuch 2011 für die Stadt und den Altkreis Springe, Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2011. S. 10–22, 209–211.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologie ==&lt;br /&gt;
In den Kiesgruben an der Deisterpforte wurden [[Mammute|Mammutzähne]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die Mammutzähne werden in dem {{Webarchiv|url=http://www.museum-springe.de/pages/Musabtlg.html |wayback=20071212110359 |text=Museum auf dem Burghof }} in Springe aufbewahrt.&amp;lt;/ref&amp;gt; gefunden, die darauf hindeuten, dass der Talpass vor rund 20.000 Jahren als Zugstraße für Mammutherden gedient hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Heinrich Seedorf: &amp;#039;&amp;#039;Vor 20.000 Jahren: Mammut- und Rentierjäger im Springer Gebiet?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Springer Jahrbuch 2005 für die Stadt und den Altkreis Springe.&amp;#039;&amp;#039; Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Deisterpforte befand sich bereits im [[Mittelalter]] ein [[Knüppeldamm]] für die Fahrstrasse von Hameln nach Hannover.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Weber: Alvesrode. Die Geschichte eines Ortsteils der Stadt Springe. Dokumentation in zwei Bänden. Band 2, Selbstverlag Heinz Weber, Alvesrode 1980 (2. Auflage). S. II 2.18–2.21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 14.–15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde zur Sicherung dieses Verkehrsweges eine dreißig Meter breite [[Landwehr]] mit drei Wällen und vier Gräben errichtet. W. Netzel schließt eine Mehrperiodigkeit der Anlage nicht aus und hält auch einen Bezug zum [[Angrivarierwall]] für möglich. Die Landwehr&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120604010114/http://www.urgeschichte.de/artikel/flyer/deister/deister08.htm Landwehr an der Deisterpforte].&amp;lt;/ref&amp;gt; führte auf beiden Seiten der Deisterpforte von den Berghängen bis in die Talenge hinunter, in der sich neben dem Knüppeldamm ein rund dreihundert Meter breiter Sumpf erstreckte, der von der Haller und dem Wolfsthalbach durchzogen wurde. Gut erhaltene Reste des Wall- und Grabensystems sind heute noch in den Flurstücken &amp;#039;&amp;#039;Am Spielbrink&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Über der Schanze&amp;#039;&amp;#039; erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Weber: Alvesrode. Die Geschichte eines Ortsteils der Stadt Springe. Dokumentation in zwei Bänden. Band 2, Selbstverlag Heinz Weber, Alvesrode 1980 (2. Auflage) S. III 3., -2.Gruppe-, Blatt 7: &amp;#039;&amp;#039;Sperre an der Deisterpforte&amp;#039;&amp;#039; (mit zwei Karten).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;W. Netzel: &amp;#039;&amp;#039;Vor- und frühgeschichtliche Befestigungen im Großraum Hannover&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe zur Heimatkunde, herausgegeben vom Kreislehrerverein Hannover-Land Nr. 10/11, 1968. S. 22ff mit einer Karte der Landwehr am Ebersberg, die W. Netzel zusammen mit W. Temps eingemessen hat, die aber von Heinz Webers Karte stark abweicht.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;Ebersberg&amp;#039;&amp;#039; liegen ebenso wie auch andernorts im Deister verschiedene Gruppen von [[Hügelgrab|Hügelgräbern]]. Am Rand der Deisterpforte befinden sich im Flurstück &amp;#039;&amp;#039;Am Wolfstal&amp;#039;&amp;#039; vier Hügelgräber und im Flurstück &amp;#039;&amp;#039;Wolfstalskopf&amp;#039;&amp;#039; fünf Hügelgräber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hallerquellen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haller Quelle Schutzhaus.jpg|mini|Die Wassergewinnungsanlage mit dem Schutzraum (oben) und die Einspeisung von Quellwasser in das [[Bach]]bett der Haller (unten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenkstein Hallerquelle 2011.jpg|mini|hochkant|Der Teufelsstein an der Hallerquelle]]&lt;br /&gt;
In der Deisterpforte entspringen die beiden [[Karstquelle]]n der Haller. Oberhalb der Hallerquellen befand sich in dem Flurstück Am Spielbrink die Gerichtsstätte Spielbrink; die [[Richtstätte]] lag in der Deisterpforte am Fuß des Ebersberges in dem Flurstück Galgenkamp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Quellen mit Namen Hallerbrunnen sind am Raher Berg in dem Flurstück Am Spielbrink auf der Höhe {{Höhe|123.2|DE-NN}} in einer Wassergewinnungsanlage der Wasserversorgungsgesellschaft Avacon Wasser erschlossen; die Avacon Wasser&amp;lt;ref&amp;gt;Avacon Wasser GmbH: [https://www.avacon-wasser.de/de/ueber-uns/unsere-standorte.html Unsere Standorte], abgerufen am 14. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein Beteiligungsunternehmen der [[E.ON Avacon]]. Die Hallerbrunnen fördern Quellwasser aus dem zum Teil [[Verkarstung|verkarsteten]] [[Korallenoolith]] der [[Oberjura]], das durch Zuflüsse aus den rund 15 m mächtigen quartären Lockergesteinen ergänzt wird. Das Einzugsgebiet der Quellen und Brunnen erstreckt sich etwa 3 km nach Südosten in den [[Kleiner Deister|Kleinen Deister]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gab es rings um die Hallerquelle einen kunstvoll gestalteten Landschafts- und Ausflugsgarten mit Namen Lustgarten, den der damalige Amtsmann F. Bussmann angelegt hatte. An ihn erinnert ein behauener Kalkstein mit der Inschrift „SP. D. 14. Juni 1770. F. B.“, der laut Udo Mierau&amp;lt;ref&amp;gt;Udo Mierau: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs im Deister-Süntel-Tal. Ein heimatkundlicher Streifzug von Springe über Bad Münder, Eimbeckhausen, Lauenau, Rodenberg nach Bad Nenndorf.&amp;#039;&amp;#039; Fürsten-Mirski-Verlag, Bad Münder-Eimbeckhausen 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; einen stilisierten Baum und mehrere Vertiefungen zeigt, die in einer Sage als Pferde- und Menschenfuß des [[Teufel]]s gedeutet werden. Die Initialen F. B. verweisen auf den Namen des Amtsmannes F. Bussmann. Die Schrift ist zum Teil abgeschlagen und auch stark verwittert, da der Stein dem Fließwasser am Hang, dem Regen und dem Frost ausgesetzt ist. Der „stilisierte Baum“ kann andererseits als Pfeil gedeutet werden, der zur Hallerquelle zeigt. Dieser behauene Kalkstein liegt nahe der Hallerquellen im Hang unterhalb jenes Waldweges, der zu dem Wasserwerk führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Quellen ===&lt;br /&gt;
Gegenüber am Hang des Ebersberges befinden sich in den Flurstücken Großes Wolfstal und Kleines Wolfstal ebenfalls zwei Quellen; aus ihnen entspringt der Wolfsthalbach, der sich in der Deisterpforte mit der Haller vereint. Das Große Wolfstal ist ein steiles und tief eingeschnittenes Tal, das in {{Höhe|345.0|DE-NN}} am Fahrenbrink beginnt und sich mit steilem Bett und noch steileren Hängen in den Berg einschneidet. Nach kaum 500 Meter Entfernung vom Fahrenbrink hat es bereits eine hundert Meter tiefe Kerbe zwischen Ebersberg und Wolfstalkopf eingeschnitten. Auf einer Länge von 2100 Metern überwindet das Große Wolfstal einen Höhenunterschied von 195 Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Wappen der Stadt Springe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Springe.png|70px|rechts]]&lt;br /&gt;
Das Springer Stadtwappen stellt die drei Quellen der [[Haller (Fluss)|Haller]] in der Deisterpforte dar. In den drei Winkeln des Wappens sieht man je eine fünfblättrige Rose: das Schild- und Siegelzeichen der ab dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bestehenden Grafschaft [[Grafschaft Hallermund|Hallermund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ludger Feldmann: &amp;#039;&amp;#039;Als Springe an der Weser lag – die geologische Geschichte der Deisterpforte&amp;#039;&amp;#039;. In: Springer Jahrbuch 2011 für die Stadt und den Altkreis Springe, Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e.V., Springe 2011. S, 10–22, 209–211.&lt;br /&gt;
* Förderverein für die Stadtgeschichte von Springe e. V.: &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisweg vom Schulzentrum Süd zur Hallerquelle.&amp;#039;&amp;#039; Springe 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Deisterpforte}}&lt;br /&gt;
* [https://www.lbeg.de/extras/geologie/downloads/geotope/Nr_55_Suentel_Weseralt.pdf Jörg Elbracht: &amp;#039;&amp;#039;Die Weser und das Eiszeitalter – Landschaftsgeschichte zwischen Wasser und Eis.&amp;#039;&amp;#039; (pdf)] (267 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Talwasserscheide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Durchbruchstal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle in Niedersachsen|Hallerquelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Springe)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehr (Region Hannover)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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