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	<title>Deidesheimer Weinkerwe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T04:18:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deidesheimer_Weinkerwe&amp;diff=864971&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-03-30T06:30:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kerwe2005.JPG|thumb|Aufstellen des [[Kirchweihbaum|Kerwebaums]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deidesheimer Weinkerwe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eines der großen [[Weinfest]]e der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] und das größte Volksfest der pfälzischen Landstadt [[Deidesheim]]; sie wird seit 1972 in ihrer gegenwärtigen Form gefeiert und findet am zweiten und dritten Wochenende des August statt, jeweils von freitags bis dienstags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vielerorts in Deutschland und teils sehr lange zurückreichend fallen Markt und [[Kirchweih]] zeitlich zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keddigkeit&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Jürgen Keddigkeit]]|Hrsg=Jürgen Keddigkeit|Titel=Die pfälzische Kerwe. Kerwebrauchtum im Wandel der Zeit|Sammelwerk=Feste und Festbräuche in der Pfalz|Ort=Kaiserslautern|Datum=1992|ISBN=3-927754-03-X|Seiten=48;84–85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Deidesheimer Kerwe ist die Fortsetzung einer alten [[Jahrmarkt]]&amp;amp;shy;tradition;&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Geißbock, Weinkerwe und Herbstschluss&amp;#039;&amp;#039;, S. 93,96&amp;lt;/ref&amp;gt; der Ausdruck „Kerwe“ ist eine Bezeichnung für Kirchweih, der bisweilen in der Pfalz und in Bayern gebraucht wird. Die Markttradition in Deidesheim reicht mindestens bis 1776 zurück: Der Landesherr Deidesheims zu jener Zeit, der Fürstbischof des [[Hochstift Speyer|Hochstifts Speyer]], [[Damian August Philipp Karl von Limburg-Stirum]], gewährte Deidesheim für den Dienstag nach dem Matthäus (21.&amp;amp;nbsp;September) einen Jahrmarkt. 1833 beantragte Bürgermeister [[Andreas Jordan]] dessen Verlegung. Die Regierung des [[Königreich Bayern|Königreichs Bayern]] kam dem Antrag 1845 nach: der Jahrmarkt wurde nun am zweiten Sonntag nach dem Martinstag (11.&amp;amp;nbsp;November) abgehalten. Dies war meist einige Tage vor dem Fest der [[Katharina von Alexandrien|heiligen Katharina]] (25.&amp;amp;nbsp;November), weshalb der Markt &amp;#039;&amp;#039;Kathrinenmarkt&amp;#039;&amp;#039; hieß.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Geißbock, Weinkerwe und Herbstschluss&amp;#039;&amp;#039;, S. 96–97&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war der Markt von vielen auswärtigen Schaustellern und Händlern beschickt, die dem Stadtarchiv zufolge nicht nur aus der [[Pfalz (Region)|Pfalz]], sondern auch aus Städten wie [[Frankfurt am Main|Frankfurt]], [[Stuttgart]], [[Chemnitz]], [[Bremen]], [[München]] und vielen weiteren Städten kamen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt_FuA_334&amp;quot;&amp;gt;Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Fest und Alltag ...&amp;#039;&amp;#039;, S. 334&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Deidesheimer Verkehrsverein bewirkte 1928, dass der Jahrmarkt im August als Sommerkerwe veranstaltet wurde. Der Kathrinenmarkt wurde zwar als &amp;#039;&amp;#039;Nachmarkt&amp;#039;&amp;#039; beibehalten, verlor jedoch zunehmend an Bedeutung – 1992 stand er noch im Veranstaltungskalender Deidesheims, wurde jedoch nicht mehr veranstaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GWH_100&amp;quot;&amp;gt;Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Geißbock, Weinkerwe und Herbstschluss&amp;#039;&amp;#039;, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 wurde für die Sommerkerwe erstmals der Titel &amp;#039;&amp;#039;Weinkerwe&amp;#039;&amp;#039; gebraucht. Wegen des hohen Mineralwasserverbrauchs aufgrund der zumeist heißen Witterung verspottete man die Veranstaltung als „Selterswasserkerwe“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt_FuA_335&amp;quot;&amp;gt;Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Fest und Alltag ...&amp;#039;&amp;#039;, S. 335&amp;lt;/ref&amp;gt; Richtig durchsetzen konnte sich die Sommerkerwe lange Zeit nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt_FuA_334&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies änderte sich im Jahr 1971: damals wurde beschlossen, die Weinkerwe als Fest auf der Straße abzuhalten, wie dies andere pfälzische Gemeinden schon länger taten. Das Konzept war erfolgreich und die Weinkerwe entwickelte sich schnell zu einem führenden Weinfest an der [[Deutsche Weinstraße|Deutschen Weinstraße]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt_FuA_335&amp;quot; /&amp;gt; Seit 1972 findet die Weinkerwe in ihrer heutigen Form statt. Dieses Jahr war das Gründungsjahr der [[Verbandsgemeinde Deidesheim]], deren Gemeinden man in das Fest einbezog, indem man Weingüter und Vereine der Ortschaften Ausschankstellen hier betreiben ließ. Seit 1973 wird im Rahmen der Weinkerwe eine Weinprinzessin der Verbandsgemeinde gekürt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GWH_100&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1980 – mit Ausnahme der Jahre 1982–1988 – werden auf der [[Pfälzische Nordbahn|Bahnstrecke Neustadt–Bad Dürkheim]] Sonderzüge während der Weinkerwe eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Schreiner (Historiker)|Werner Schreiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit Bus und Bahn zur Kerwe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Rheinpfalz, Mittelhaardter Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 182, 8. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Einschnitt gab es infolge der [[COVID-19-Pandemie]]: 2020 und 2021 wurde die Weinkerwe nicht veranstaltet. Vor dieser Zwangspause war die Besucherzahl auf 180.000 bis 250.000 Personen über die zehn Tage hinweg geschätzt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kathrin_Keller_1&amp;quot;&amp;gt;Kathrin Keller: &amp;#039;&amp;#039;Weinkerwe: Drei Eingänge geplant.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Rheinpfalz, Mittelhaardter Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 145, 25. Juni 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==  &lt;br /&gt;
[[Bild:Kerweredd.jpg|thumb|Seit 1972 wird die [[Kerweredd]] bei der Eröffnung vorgetragen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Deidesheimer Weinkerwe 2024.webm|mini|hochkant=0.66|Fällung des Kerwebaums]]&lt;br /&gt;
Bei der Deidesheimer Weinkerwe fungiert die Bahnhofstraße in Deidesheim als „Weingasse“. Viele Weingüter, Winzergenossenschaften und andere Vereine der Verbandsgemeinde Deidesheim betreiben hier ihre Ausschankstellen. Außerdem haben viele entlang der Weinstraße ansässige Weingüter ihre Höfe geöffnet. An alkoholischen Getränken dürfen nur Weine aus der Verbandsgemeinde ausgeschenkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Auftakt der Weinkerwe findet eine öffentliche [[Riesling]]-Weinprobe im [[Schloss Deidesheim#Schlossgraben|Schlossgarten]] mit Rieslingen aus der Verbandsgemeinde statt. Der &amp;#039;&amp;#039;Kerweumzug&amp;#039;&amp;#039;, der in den meisten ländlichen pfälzischen Gemeinden sonntagnachmittags stattfindet, ist in Deidesheim vor der offiziellen Kerweeröffnung am Samstagabend. Fast jeder pfälzische Ort hat seinen eigenen Kerwetermin; mit diesem Fest sind viele Bräuche verbunden. Träger des Kerwebrauchtums sind meist ledige [[Burschenschaft (Dorfverein)|Burschen]], die den Kerweumzug veranstalten, den &amp;#039;&amp;#039;Kerwebaum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kerwestrauß&amp;#039;&amp;#039; aufstellen, und in einer Rede das Ortsgeschehen aufarbeiten; diese Bräuche sind vor allem in der West- und Nordpfalz ausgeprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Keddigkeit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deidesheim knüpfen die Kerwebuwe, die das Fest mitgestalten, an diese altpfälzischen Überlieferungen an. Bei der offiziellen Eröffnung der Deidesheimer Weinkerwe wird auf dem Marktplatz nach alter Tradition eine in [[Pfälzische Dialekte|pfälzischer Mundart]] abgefasste [[Kirchweihrede|Kerweredd]] vorgetragen, die das Ortsgeschehen des vergangenen Jahres thematisiert. Danach bringen die Kerwebuwe eine etwa 20&amp;amp;nbsp;m&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|titel=Am Anfang war der Wein ...|hrsg=Deidesheimer Kerwebuwe|url=http://kerwebuwe.de/about_us.html|zugriff=2017-08-06|archiv-url=https://web.archive.org/web/20161026080424/http://kerwebuwe.de/about_us.html|archiv-datum=2016-10-26|offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; hohe [[Fichten|Fichte]], den mit bunten Bändern geschmückten Kerwebaum zur Hochstrecke, der während der Kerwe stehen bleibt. Wenn der Kerwebaum steht, geben die Wingertsschützen eine Salve ab, damit gilt die Kerwe als eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag der zweiten Woche endet das Fest. Am Abend wird der Kerwebaum abgesägt. Danach findet ein [[Heimatabend]] im [[Weingut von Winning]] statt, er wird von verschiedenen Brauchtumsgruppen und Vereinen aus der Verbandsgemeinde Deidesheim mitgestaltet. Ein Programmpunkt des Abends ist die Versteigerung der Spitze des Kerwebaumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Heinz Schmitt (Bibliothekar)|Heinz Schmitt]]|Titel=Geißbock, Wein und Staatsbesuche – Deidesheim in den letzten 150 Jahren|Hrsg=Stadt Deidesheim|Verlag=Verlag Pfälzer Kunst|Ort=Landau in der Pfalz|Datum=2000|ISBN=3-922580-82-3|Kapitel=Geißbock, Weinkerwe und Herbstschluss|Seiten=93–100}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Heinz Schmitt|Hrsg=Kurt Andermann, Berthold Schnabel|Titel=Fest und Alltag. Ein Beitrag zur Volkskunde von Deidesheim|Sammelwerk=Deidesheim – Beiträge zu Geschichte und Kultur einer Stadt im Weinland|Verlag=Jan Thorbecke Verlag|Ort=Sigmaringen|Datum=1995|ISBN=3-7995-0418-4|Seiten=325-355}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksfest in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinfest]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Deidesheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung im Landkreis Bad Dürkheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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