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	<title>Dehrn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dehrn&amp;diff=400155&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: Infobox aktualisiert</title>
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		<updated>2026-03-19T06:18:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                       = Dehrn&lt;br /&gt;
| Gemeindeart                    = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename                   = Runkel&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen                     = Wappen Dehrn.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung        = Wappen von Dehrn&lt;br /&gt;
| Breitengrad                    = 50/25/13/N&lt;br /&gt;
| Längengrad                     = 08/5/58/E&lt;br /&gt;
| Bundesland                     = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                           = 118 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug                     = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                         = &lt;br /&gt;
| Einwohner                      = 2208 &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum          = 2025-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle               = &amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.runkel-lahn.de/stadt-rathaus/zahlen-und-fakten/ |titel=Zahlen, Daten, Fakten, Wissenswertes |titelerg=Einwohnerzahlen|hrsg=Stadt Runkel |werk=www.runkel-lahn.de |datum=2026-03 |abruf=2026-03-19 |sprache=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum            = 1974-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1                  = 65594&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2                  = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                       = 06431&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                       = &lt;br /&gt;
| Lagekarte                      = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dehrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Runkel]], gelegen am rechten Ufer der [[Lahn]] im [[Mittelhessen|mittelhessischen]] [[Landkreis Limburg-Weilburg]]. Dehrn hat rund 2200 Einwohner und ist damit größter Runkeler Stadtteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dehrn Sueden.jpg|mini|350px|Dehrn vom Kirchenfelsen in Dietkirchen (Süden) aus gesehen. Gut zu erkennen ist das stufenförmige Gelände mit einer höher gelegenen Ebene rechts der Lahn (im Bild hinten), einer niedrigeren links des Flusses (vorne) und dem Ort auf dem Hang dazwischen. Links die Burg mit dem umgebenden kleinen Waldstück.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Dehrn Lahnbrücke.JPG|mini|Lahnbrücke am Ortsrand]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dehrn liegt im [[Lahn]]tal im [[Limburger Becken]] auf einer Höhe von 112 bis 210&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;ü. NHN. Das Gelände ist vom an dieser Stelle deutlich abfallenden rechten Lahntal geprägt, während das linkslahnische Gelände vergleichsweise eben bis an den Fluss reicht. Auf diesem rechtslahnischen Hang und in dem ebenfalls deutlich eingeschnittenen und nach Norden verlaufenden Tal des Rolsbachs befinden sich die Häuser des Ortes. Die übrigen Gemarkungsteile sind recht eben, entweder auf geringem Höhenniveau im Süden, links der Lahn oder nach der Uferstufe im Norden, 40 bis 60 Meter höher. Der niedrigste Punkt liegt dort, wo die Lahn den Südrand der Gemarkung verlässt, bei rund 112 Metern, an der Gemarkungsgrenze nach [[Obertiefenbach (Beselich)|Obertiefenbach]] in der Flur „Cassel“ werden 210 Meter über NN erreicht. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,5&amp;amp;nbsp;°C. An Jahresniederschlag werden 550&amp;amp;nbsp;l/m² gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geologische Prägung wird bestimmt durch Ablagerungen von [[Löss]]lehm. Dadurch wird der eigentlich landschaftsprägende Bau des paläozoischen Abschnitts des [[Tertiär (Geologie)|Tertiärs]] verdeckt. Zu sehen ist das in dem [[Massenkalk]]zug, der sich als Schlossberg, Kirschen- und Fichtenberg durch den Westteil der Gemarkung zieht. Daneben sind kleinere Vorkommen von [[Grauwacke]]schiefer, mitteldevonischem [[Schiefer]] und [[Schalstein]] zu vermerken. Im Norden der [[Gemarkung]] und im Bereich des sogenannten „Niederholz“ sind [[Quarz]]kiese vorzufinden. Südlich der Lahn sind [[Eiszeitalter|eiszeitliche]] Ablagerungen als Terrassenkies, -schotter und -sande zu finden. Die besten Böden der Gemarkung sind degradierte [[Steppe]]nböden in Form von Parabraunerden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das für Dehrn prägende Gewässer ist die [[Lahn]]. Der Ort selbst liegt rechtslahnisch an der nordwestlichen Krümmung einer großen, nach Norden ausbauchenden Lahnschleife, an deren nordöstlicher Krümmung der Nachbarort Steeden liegt. Im Dehrner [[Hafen]] liegen Sportboote des Bootsclubs Limburg. Früher wurden dort [[Kalkstein]], [[Eisenerz]], [[Bolus Armenicus|Tonerden]] und [[Kohle]] verladen. Ein weiteres Gewässer ist der &amp;#039;&amp;#039;Rolsbach&amp;#039;&amp;#039;. Der Rolsbach entspringt an der Gemarkungsgrenze nach [[Ahlbach]] im Norden. Auf der Südseite der Lahn liegen ehemalige Kies- und Tongruben, die dem wilden Bewuchs freigegeben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dehrner Gemarkung ist grob halbmondförmig, in Nord-Süd-Richtung gestreckt und nach Westen ausgewölbt. Sie grenzt im Norden über eine kleine Strecke an Obertiefenbach und im Nordosten an [[Niedertiefenbach (Beselich)|Niedertiefenbach]], beides Ortsteile von [[Beselich]], im Osten an [[Steeden]] und im Südosten an [[Ennerich]], die ebenfalls zur Stadt Runkel gehören. Von Südwesten nach Nordwesten schließen sich die Limburger Stadtteile [[Eschhofen]], [[Dietkirchen (Limburg an der Lahn)|Dietkirchen]], [[Offheim]] und [[Ahlbach]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetation ===&lt;br /&gt;
Eingestreut in die landwirtschaftlichen Nutzflächen sind eine große [[Streuobstwiese]] in „den Borngräben“ und eine auf „dem Cassel“. Der Wald verteilt sich auf einen dünnen, in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Streifen am westlichen Ortsrand, der sich nach Süden hin deutlich verbreitert, und in einen Anteil an einem größeren Waldgebiet im Südosten, auf der vom Ort aus gesehen gegenüberliegenden Lahnseite. Das Waldstück am westlichen Ortsrand wird als „Niederholz“ bezeichnet. Dieses Wäldchen ist der Rest des ehemals großen Dehrner Waldes, der sich von Ahlbach über den Bergrücken „Auf dem Cassel“ hinzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landnutzung und Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
Die Gesamtgröße der Gemarkung beträgt 528 Hektar, davon werden 288 Hektar als Ackerland genutzt, es gibt 83 Hektar Grünland, 104 Hektar Wald und 84 Hektar nimmt der Ort selbst ein. Dehrn liegt im Bereich des [[Landschaftsschutzgebiet]]s Taunus. Auch sind Waldbereiche, die ehemaligen [[Kiestagebau|Kiesgruben]], „Wahls Tümpel“, die ehemalige [[Tongrube]] und ehemalige Lagerstätte für Hausmüll „Lüngen“ [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]]. Der Bereich Westerwaldseite ist Schutzgebietszone zwei der Wasserwerke in Steeden und in Obertiefenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FC Reinermann-Blick über Dehrn nach Dietkirchen.jpg|mini|Friedrich Christian Reinermann: &amp;#039;&amp;#039;Blick über Dehrn nach Dietkirchen&amp;#039;&amp;#039;, um 1815]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Schon seit der [[Jungsteinzeit]], schätzungsweise 5000 v. Chr., leben Menschen an der günstigen [[Furt|Lahnfurt]]. Darauf lassen Funde von Knochen, Tonscherben und Steinbeilen beim Bau der Kirche St. Nikolaus im Jahr 1923 schließen. Auch [[Franken (Volk)|fränkische]] Gräber aus dem 7. Jahrhundert nach Christus sind bei Erdarbeiten in Dehrn gefunden worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Ortsnamen ===&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Ortsnamens Dehrn kann auf keltische Wurzeln zurückgeführt werden. Das Wort [[-dunum|Dunum]], keltisch für befestigte Anhöhe, fester Ort, [[Festung]], Sicherung der [[Furt]], ist im Laufe der Zeit zu Durn, Dern, Dehrn abgeschliffen worden. Das „h“ in der Bezeichnung „Dehrn“ entstand erst im Zuge einer [[Rechtschreibreform]] in der Mitte des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erhaltenen Urkunden wurde Dehrn unter den folgenden [[Ortsname]]n erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Derne, de&amp;#039;&amp;#039; (1190) [Losse, Burgen und Schlösser an der Lahn, S. 80]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dorn&amp;#039;&amp;#039; (1616) [Kupferstichkarte von Nassau]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Örtlicher Adel ===&lt;br /&gt;
==== Frey von Dern ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Frey von Dehrn-Wappen.png|mini|hochkant|links|Wappen der Frey von Dern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lubentius Epitaph Frei.jpg|mini|hochkant|[[Epitaph für Philipp Frei von Dehrn|Epitaph des Philipp Frei von Dehrn]] im [[St. Lubentius (Dietkirchen)|Lubentiusstift]] in Dietkirchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heute noch bekannteste Adelsfamilie des Orts waren die Frey (Frei) von Dern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christian von Hellbach]], &amp;#039;&amp;#039;Adels-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, [https://books.google.de/books?id=55RAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA381&amp;amp;lpg=PA381&amp;amp;dq=%22frey+von+dern%22+adel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=HbvKaPJkC5&amp;amp;sig=CnhTzk9yzTLlXAiHC5SHSIhEh7c&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0CDMQ6AEwBGoVChMItofy4urayAIViz4UCh2H_QqF#v=onepage&amp;amp;q=%22frey%20von%20dern%22%20adel&amp;amp;f=false S. 381]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Namensbestandteil „Frei“ deutet darauf hin, dass es sich bei ihnen um eine der [[edelfrei]]en Familien handelte. Nach Friedrich Frei von Dehrn, der dadurch bekannt ist, dass er 1367 auf der Burg Dehrn den Bruder und Erben des Grafen Gerhard von Diez erstach, sank die Familie in die [[Ritter]]schaft herab, weil Friedrich eine Niederadlige geheiratet hatte. 1409 brachte das Haus erstmals die zuvor gräflich Diezer Burg Dehrn in seinen Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch fassbar ist erstmals für das Jahr 1190 ein Heinrich Frio. Verwandtschaftliche Beziehungen in die Gegend von [[Frankenberg (Eder)]] und in die [[Wetterau]] sind nachgewiesen. Vertreter der Familie treten nur selten in fremden Verwaltungs- und Kriegsdiensten auf. Offenbar genügte der beträchtliche, um Dehrn herum konzentrierte Besitz weitgehend zum wirtschaftlichen Fortbestehen der Familie. Allerdings erreichte sie kaum überörtliche politische Bedeutung. Bei Streubesitz, der sich zum Teil bis in den Rheingau erstreckte, handelte es sich vermutlich nicht um planmäßig, sondern „zufällig“ durch Erbschaften erworbene Güter. Verwandtschaftliche Verknüpfungen sind unter anderem zu den Häusern [[Reifenberg (Adelsgeschlecht)|Reifenberg]], [[Cronberg (Adelsgeschlecht)|Cronberg]], [[Eltz (Adelsgeschlecht)|Eltz]] und [[Schönborn (Adelsgeschlecht)|Schönborn]] nachweisbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eng verbunden waren die Frei mit dem [[St. Lubentius (Dietkirchen)|Lubentiusstift]] in benachbarten Dietkirchen, dessen Vögte sie zeitweise waren. Aus dem Besitz sind heute die [[Burg Dehrn]], das Burgmannenhaus an ihrem Fuß, [[Burg Crass]] im Rheingau und die [[Burg Hartenfels]] (Ruine) im Westerwald erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mannesstamm starb die Familie im Jahr 1737 in Eltville mit Franz Alexander Kasimir, fuldischer Hof- und Regierungsrat, aus. Als letztes Mitglied der Familie starb 1794 dessen Tochter Johanna Amalia Christina, Gemahlin des kurmainzischen Hof- und Regierungsrats [[Greiffenclau|Adolf Wilhelm Franz Freiherr von Greiffenclau zu Vollrads]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen der Frey von Dern zeigte in Blau unter goldenem Schildhaupt drei (2:1) goldene oder auch silberne [[Garbe (Heraldik)|Garben]].&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Adelsfamilien ====&lt;br /&gt;
Das ebenfalls edelfreie Geschlecht &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Dehrn mit dem Schrägbalken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entstammt dem [[Kempenich (Adelsgeschlecht)|Haus Kempenich]]. Deren in [[Dorndorf (Dornburg)|Dorndorf]] ansässiger Zweig hatte spätestens zu Beginn des 13. Jahrhunderts Besitz in Dehrn. Spätestens im Jahr 1226 nannten sich Teile der von Dorndorf auch von Dehrn. Wohl am Ende des 13. Jahrhunderts sank auch diese Familie in den Ritterstand herab und nannte sich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritz von Dehrn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Wichtiger Vertreter der Familie war Godefried Ritz von Dehrn, von 1330 bis zu seinem Tod am 24. Februar 1345 Abt von Kloster Jakobsberg bei Mainz. Das letzte Mitglied der Familie starb nach 1414. Besitzschwerpunkte lagen neben Dehrn in Dauborn, Dorndorf und Obertiefenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Dehrn mit der Rose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; treten nur in den Jahren 1278 bis 1332 in Erscheinung und wahren mit den Ritz von Dehrn verschwägert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Dehrn genannt Erlenbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; treten unter verschiedenen Namen auf, darunter von Altendiez, von Diez und von Tiefenbach. Ihr Wappen zeigte in gespaltenem Schild zwei untereinandergestellte Ringe. Die Familie wird 1285 erstmals mit Peter von Altendiez erwähnt. Im Jahr 1311 wird erstmals der Name „von Dehrn“ geführt. Letztmals wird 1596 ein Mitglied der Familie genannt. Besonders häufig hatten Mitglieder der Familie als [[Keller (Amt)|Keller]] für die verschiedenen Vögte von [[Villmar]] auf. Besitzschwerpunkte waren neben Dehrn auch Diez, Altendiez, Freiendiez, Limburg, Obertiefenbach und Villmar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Dehrn erfolgte unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Dérné&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1197 in einem Pfandvertrag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesem Pfandvertrag unterzeichnete ein „Frei von Dern“ als Zeuge. Ebenfalls um das Jahr 1190 müssen ein nur noch in Resten erhaltener Turm und der heutige rechte Gebäudeteil des Burgmannenhauses gebaut worden sein, das sich unterhalb der [[Burg Dehrn]] befindet. Die Frei waren vermutlich auch die Erbauer der Burg, deren Baudatum sich nicht genau bestimmen lässt. Allerdings waren die Frei lediglich von den [[Grafschaft Diez|Grafen von Diez]], denen auch der gesamte Ort gehörte, mit der Burg belehnt. Sie ging erst nach 1492 in das Eigengut der Frei von Dehrn über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dehrn war Sitz der „Dehrner [[Zentgericht]]s“. Diese [[Zent (historische Verwaltungseinheit)|Zent]] war wegen ihres Umfangs und ihres Alters eines der bedeutendsten der Grafschaft und hatte bis ins [[18. Jahrhundert]] Bestand, allerdings vom 14. bis zum 16. Jahrhundert mit Sitz in [[Niederhadamar]]. Ein [[Schultheiß]] ist für Dehrn erstmals 1259 verbürgt, 1336 erstmals ein Heimberger, der Vorsteher eines Kirchspielgerichts. Der Zehnt wurde in der &amp;#039;&amp;#039;Zehntenscheune&amp;#039;&amp;#039; eingesammelt, die heute zu Hintergasse 1 gehört und in den letzten Jahren als Bauernscheune genutzt wurde. Die Scheune ist seit Jahrzehnten im Besitz der Familie Caspari.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehrfacher Verpfändung ging Dehrn im Jahr 1387 mit dem Aussterben des Diezer Grafenhauses an das aufsteigende [[Haus Nassau]] über. Mit der für das Haus Nassau charakteristischen Aufspaltung in zahlreiche Seitenlinien erhielten zu Beginn des 15. Jahrhunderts die [[Grafschaft Katzenelnbogen|Grafen von Katzenelnbogen]] und das [[Eppstein (Adelsgeschlecht)|Haus Eppstein]] durch Heirat sowie Erbfall Anteile an der Herrschaft über Dehrn, zum Ende des Jahrhunderts auch die [[Landgrafschaft Hessen|Landgrafen von Hessen]]. Zudem war [[Kurtrier]] Lehnsherr des Hauses Nassau und erhob ebenfalls Ansprüche auf Dehrn. 1607 gehörte der Ort wieder vollständig zur Grafschaft [[Haus Nassau-Hadamar|Nassau-Hadamar]], die 1650 zum Fürstentum erhoben wurde. Trotz der [[Reformation]] der übrigen Orte des Dehrner Cents blieb Dehrn selbst katholisch. Nach dem Tod des letzten Hadamarer Fürsten 1711 wechselte die Herrschaft über Dehrn mehrfach zwischen verschiedenen Linien des Hauses Nassau, war aber meist dem Amt Hadamar zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1737 starben die Frei von Dehrn im Mannesstamm aus. Die Burg fiel an die Familie Greiffenclau, die sie zum Schloss umbaute und zu Beginn des 19. Jahrhunderts verkaufte. Seitdem hat der Besitz mehrfach gewechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Zugehörigkeit zum [[Großherzogtum Berg]] in napoleonischer Zeit, ging Dehrn 1805 in den Besitz des neu gegründeten [[Herzogtum Nassau|Herzogtums Nassau]] über, das den Ort dem Amt Limburg anschloss. 1828 wurde ein Schulgebäude errichtet, das 1971 abgerissen wurde. Für 1840 ist erstmals der Abbau von [[Hämatit|Roteisenstein]] nachgewiesen, für 1860 Bergbau nach [[Braunstein (Mineralgruppe)|Braunstein]] und später nach [[Phosphorit]]. 1866 wurde Dehrn wie ganz Nassau [[Preußen|preußisch]]. 1871 wurde das Rathaus errichtet, das heute als Wohn- und Geschäftsgebäude dient. Aus der 1896 gegründeten Niederlassung der [[Arme Dienstmägde Jesu Christi|Armen Dienstmägde Jesu Christi]] ging zwei Jahre später das „Hubertusstift“ hervor. Das Schwesternhaus wurde im Jahr 1965 aufgelöst und zwei Jahre später in ein weltlich betriebenes Altenheim umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine regelmäßige [[Dampfboot]]verbindung auf der Lahn nach Limburg bestand spätestens ab 1884. Ab 1907 wurden Motorboote eingesetzt. Im Juli 1949 wurde die regelmäßige Personen-Bootsverbindung nach Limburg eingestellt, nachdem am Anfang des Jahres eine Busverbindung in Betrieb gegangen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1902 wurde eine Stahl-Straßenbrücke über die Lahn fertiggestellt, 1905 bekam der Ort fließend Wasser, 1909 einen Anschluss an das Stromnetz. 1933 wurden die ersten Abwasserkanäle angelegt, der Großteil der Gebäude aber erst von 1957 bis 1961 angeschlossen. Im Jahr 1921 wurde die katholische Gemeinde aus der [[St. Lubentius (Dietkirchen)|Pfarrei Dietkirchen]] gelöst und im folgenden Jahr zur [[Pfarrvikar]]ie erhoben. 1926 war die [[St. Nikolaus (Dehrn)|Kirche]] fertig errichtet. Die Katholiken von Dehrn pilgern seit vielen Jahrzehnten zur [[Marienkapelle (Beselich)|Wallfahrtskapelle Maria Hilf Beselich]] und geben dort ihren Glauben kund.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor= [[Franz-Josef Sehr]]| Titel= 250 Jahre Wallfahrtskapelle Maria Hilf Beselich| Sammelwerk= Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2017| Verlag= Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg| Ort=Limburg-Weilburg| Datum=2016| ISBN=3-927006-54-8| Seiten=137–141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. März 1945 sprengte die fliehende [[Wehrmacht]] die Stahlbrücke über die Lahn. Im September 1948 war der Neubau, die heute noch vorhandene Betonkonstruktion, nach zwei Jahren Bauzeit fertig. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dehnte sich der Ort durch Neubaugebiete vor allem nach Norden und Osten aus. 1955 wurde der Sportplatz an der Lahn angelegt. Der Tonabbau im Dehrner Wald wurde 1963 eingestellt, der Lastschiffverkehr im Dehrner Hafen 1963. Sowohl das heutige Pfarrheim als auch die Grundschule wurden 1968 und 1969 erbaut; der Kindergarten folgte ein Jahr später. 1972 wurde ein Hallenbad erbaut, das heute nicht mehr in Betrieb ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Gebietsreform (1970–1977)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Juli 1974 wurde die bis dahin [[selbständige Gemeinde]] im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] durch [[Landesgesetz]] als Stadtteil in die Stadt Runkel [[Eingemeindung|eingemeindet]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Innern |titel=Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Limburg und des Oberlahnkreises. (GVBl. II 330-25) |nr=5 |jahr=1974 |datum=1974-03-12 |seite=1 |seiten=101 |fundstelle=§&amp;amp;nbsp;6 |kbytes=809}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=373}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die nach Runkel eingegliederten Gemeinden sowie für die Kernstadt wurde je ein [[Ortsbezirk]] mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]] gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.runkel-lahn.de/fileadmin/user_upload/satzungen/20-Hauptsatzung.pdf |titel=Hauptsatzung der Stadt Runkel |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Runkel |format=PDF;&amp;amp;nbsp;91&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2021-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Dehrn - Burg.jpg|Burg Dehrn&lt;br /&gt;
 Dehrn Schlosshof.JPG|Blick in den Burghof&lt;br /&gt;
 Dehrn altes Rathaus.JPG|Ehemaliges Rathaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgeschichte im Überblick ===&lt;br /&gt;
Die folgende Liste zeigt die Staaten bzw. Herrschaftsgebiete und deren untergeordnete Verwaltungseinheiten, in denen Dehrn lag:&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=land_hessen.html|name=Land Hessen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* vor 1711:  [[Heiliges Römisches Reich]], [[Haus Nassau-Hadamar|Fürstentum Nassau-Hadamar]], [[Amt Hadamar]]&lt;br /&gt;
* 1717–1743: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum [[Nassau-Dillenburg]], Amt Hadamar&lt;br /&gt;
* 1743–1806: Heiliges Römisches Reich, Grafen von [[Nassau-Diez]] als Teil des Fürstentums [[Nassau-Oranien]], Amt Hadamar&lt;br /&gt;
* 1806–1813: [[Großherzogtum Berg]], [[Département Sieg]], [[Arrondissement Dillenburg]], Kanton Hadamar&lt;br /&gt;
* 1813–1815: Fürstentum [[Nassau-Oranien]], Amt Mengerskirchen&lt;br /&gt;
* ab 1816: [[Herzogtum Nassau]], Amt Hadamar&lt;br /&gt;
* ab 1849: Herzogtum Nassau, [[Kreisamt Limburg]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Abtrennung der Justiz ([[Justizamt Limburg]]) bis 1854.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1854: Herzogtum Nassau, Amt Hadamar&lt;br /&gt;
* ab 1867: [[Norddeutscher Bund]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche [[Bundesstaat (föderaler Staat)|Bundesstaat]] unter der Führung [[Königreich Preußen|Preußens]]. Er war die [[Geschichte Deutschlands|geschichtliche]] Vorstufe des [[Deutsche Reichsgründung|Deutschen Reichs]].&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Königreich Preußen]], Provinz [[Hessen-Nassau]], [[Regierungsbezirk Wiesbaden]], [[Unterlahnkreis]]&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Endgültige Trennung zwischen Justiz ([[Amtsgericht Limburg a. d. Lahn]]) und Verwaltung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1871: [[Deutsches Reich]], Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Unterlahnkreis&lt;br /&gt;
* ab 1886: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, [[Kreis Limburg]]&lt;br /&gt;
* ab 1918: Deutsches Reich, [[Freistaat Preußen]], Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, [[Provinz Nassau]], Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1945: [[Amerikanische Besatzungszone]], [[Groß-Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, [[Hessen]], Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1949: [[Bundesrepublik Deutschland]], Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Darmstadt]], Kreis Limburg&lt;br /&gt;
* ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, [[Landkreis Limburg-Weilburg]], Stadt Runkel&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;am 1. Juli 1974 wurde Dehrn als [[Ortsbezirk]] der Stadt Runkel eingegliedert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, [[Regierungsbezirk Gießen]], Landkreis Limburg-Weilburg, Stadt Runkel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
=== Einwohnerstruktur 2011 ===&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Dehrn 2208 Einwohner. Darunter waren 237 (10,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 426 Einwohner unter 18 Jahren, 975 zwischen 18 und 49, 423 zwischen 50 und 64 und 381 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 906 Haushalten. Davon waren 246 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 361 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 306 Paare mit Kindern, sowie 75 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 18 [[Wohngemeinschaft]]en. In 195 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 630 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
In Dehrn leben knapp 2200 Menschen, der Ausländeranteil beträgt 10,7 Prozent. Die westlichen [[Stadtteil]]e von Runkel, zu denen auch Dehrn zählt, haben zwischen 1991 und 1999 eine [[Bevölkerungswachstum|Bevölkerungszunahme]] um 8,2 % verzeichnet. Allerdings stagniert in Dehrn die Entwicklung, da kaum freies Bauland zur Verfügung steht. Die Stadt Runkel weist eine negative Pendelbilanz auf, 877 Einpendlern stehen 2623 Auspendler gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Dehrn|width=450|float=none|maxEinwohner=2000&lt;br /&gt;
|721|751|807|916|965|1049|1080|972|1121|1057|1058|1061|1227|1236|1632|1944|1876|1871|1874&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,?)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,2208)(2015,2166)(2020,2179)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Stadt Runkel&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot; /&amp;gt;; [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Nach den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] ist Bernd Schäfer (CDU) [[Ortsvorsteher]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |abruf=2021-11-09 | url=https://www.runkel-lahn.de/stadt-rathaus/gremien/#jfmulticontent_c75-4| titel=Gremien |werk=Webauftritt | hrsg=Stadt Runkel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Blasonierung = In Blau drei [[Silber (Heraldik)|silberne]] [[Garbe (Heraldik)|Garben]] (2:1).&lt;br /&gt;
|Zusatz = Das Wappen wurde am 21. November 1967 durch den Hessischen Minister des Innern genehmigt.&lt;br /&gt;
|Quelle = {{HessAmtsBL|typ=STAZ |hrsg=Der Hessische Minister des Inneren |titel=Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Dehrn, Landkreis Limburg, Regierungsbezirk Wiesbaden  (Punkt 1245) |nr=50|jahr=1967|datum=1967-11-21|seite=8|seiten=1552|kbytes=3950}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Das höchste Fest in Dehrn ist die „Dehrner Kirmes“ ([[Kirchweihfest]]), die jährlich am zweiten Wochenende im Juli stattfindet und von Freitag bis Montag andauert. Aber auch diverse Straßenfeste und größere Veranstaltungen lokaler Vereine, wie das Erdbeerfest, der Lahn-Grilltag, die Maibocktage und die Fastnacht erfreuen sich großer Beliebtheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lokale Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
Der „Dehrner Broxel“ ist ein nachweihnachtliches Gericht, bei dem der vom Fest übrig gebliebene [[Lebkuchen]] zerkleinert und mit reichlich Korn sowie Kandiszucker und Selterswasser vermischt wird, bis man eine löffelbare [[Suppe]] erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spitzname ===&lt;br /&gt;
Die Dehrner Bürger werden im [[Volksmund]] als „Dehrner Raben“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
Dehrn verfügt über den [[Männergesangverein]] „Sängerbund“ mit verschiedenen Chören, den [[Sportverein]]&amp;amp;nbsp;TuS&amp;amp;nbsp;05, die [[Feuerwehrverein|Freiwillige Feuerwehr]] Dehrn (gegründet&amp;amp;nbsp;1898, seit 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1969 mit [[Jugendfeuerwehr]] und seit 2008 mit ihrem [[Blasorchester]]), einen Tennisclub, eine [[VdK]]-Ortsgruppe, einen [[Obst- und Gartenbauverein]] und eine katholische Frauengemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Sehenswürdigkeiten des Dorfes sind die [[Burg Dehrn]] und das dazugehörige aber ältere ehemalige Hofmannenhaus, die „Pfalz“. Während der Hauptbau auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, wurde der größte Teil des Gebäudes um das Jahr 1480 errichtet. Von 1998 bis 2000 wurde die „Pfalz“ umfassend restauriert. Das Anwesen kann durch einen Torbogen betreten werden. Die Wände des Kellergeschosses sind auffallend massiv gebaut. Sie weisen eine Dicke von etwa drei Metern auf. Es könnte sich um einen früheren Kontrollposten für den Lahnübergang gehandelt haben. Bis vor einigen Jahrzehnten befand sich auf dem Gelände auch eine [[Zehntscheune]].&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel Dorfplatz Dehrn, Text von Günther Seip, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sankt-Nikolaus-Kapelle als ehemalige Schlosskapelle und [[Filialkirche]] des Dietkirchener [[Lubentiusstift]]s war bis 1926 die Pfarrkirche des Orts. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und im Jahr 1327 erstmals urkundlich erwähnt. Kurz vor 1652 wurde das Gebäude grundlegend erneuert, der bauzeitliche Chor abgebrochen und durch den heutigen, größeren Chor ersetzt. Das romanische Kirchenschiff wurde bis auf die Vergrößerung der Fenster kaum verändert. Am 7. August 1652 wurde die renovierte Kapelle durch den Trierer Weihbischof [[Otto von Senheim]] neu geweiht. Vermutlich im 18. Jahrhundert erfolgte der Einbau eines Hochaltars, der im 19. Jahrhundert wieder entfernt wurde. Nachdem die neue Kirche St. Nikolaus errichtet war, wurde die Kapelle von 1930 bis 1970 als Kindergarten genutzt. 1974 wurde die Kapelle erneut eingesegnet. Seit der Renovierung von 2000 bis 2002, in deren Rahmen eine Orgel eingebaut wurde, finden dort wieder häufiger Gottesdienste statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bautagebuch der St. Nikolaus-Kapelle Dehrn, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1923 bis 1926 wurde die Kirche St. Nikolaus im neobarocken Baustil errichtet. Die dreibögige Lahnbrücke stellt einen Übergang vom [[Westerwald]] zum [[Taunus]] dar, dessen natürliche Begrenzung die [[Lahn]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Dehrn Pfalz.JPG|Burgmannenhaus „Pfalz“&lt;br /&gt;
 Dehrn Nikolauskapelle.JPG|Nikolauskapelle&lt;br /&gt;
 Dehrn Kirche.jpg|Die Dehrner Kirche St. Nikolaus&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
In der Nähe der Burg Dehrn stehen zwei Eichen. Eine Stieleiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,65 m (2014)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Monumentale Eichen|Link=hessen/dehrn/ |Abruf=2017-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine Pyramideneiche mit einem Brusthöhenumfang von 6,29 m (2014).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Monumentale Eichen|Link=andere-eichenarten/pyramideneichen/dehrn/ |Abruf=2017-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftliche Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Baustruktur lässt eine Zweiteilung erkennen: dem alten Ortskern stehen neue, nach 1945 ausgewiesene Baugebiete gegenüber, wobei 45 Prozent aller [[Gebäude|Wohngebäude]] vor 1918 errichtet wurden. Im Osten Dehrns entlang der Straße nach [[Steeden]] hat sich ein großflächiges [[Gewerbegebiet]] entwickelt, das in das Gelände des Steedener Kalkwerks übergeht. 2005 wurde die stillgelegte [[Ziegelei]] abgerissen und die gesamte Bebauung abgetragen. Das Gelände soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Mittlerweile wurden mehrere Wohnhäuser und ein Lidl-Markt auf dem Gelände errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Durch die Anschlussstelle zur B49/B54 ist Dehrn an das [[Straßennetz]] gut angeschlossen. Entlang der Lahn verläuft der [[Fernradweg]] R7. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
In Dehrn gibt es einen [[Kindergarten]], eine [[Grundschule]], ein [[Dorfgemeinschaftshaus]], ein [[Feuerwehrhaus|Feuerwehr-]] und Vereinshaus, eine Außenstelle der Stadtverwaltung Runkel, eine [[Kirchengebäude|Kirche]], zwei [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapellen]], einen Friedhof sowie eine Apotheke, einen praktischen Arzt und zwei Zahnärzte. An sportlichen Einrichtungen sind Fußballplatz, Tennisplätze und zwei Kinderspielplätze zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Freiwillige Feuerwehr]] Dehrn, gegr. 1898 (seit 1. Januar 1969 mit Jugendfeuerwehr), sorgt für den abwehrenden [[Brandschutz]] und die allgemeine Hilfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Bekanntester gebürtiger Dehrner ist wohl [[Bernd Hölzenbein]] (1946–2024), ein [[Fußball]]spieler, der beim ortsansässigen TuS 05 Dehrn das Fußballspielen erlernte, im Jahre 1974 mit der Mannschaft der damaligen Bundesrepublik Deutschland die [[Fußball-Weltmeisterschaft 1974|Fußball-Weltmeisterschaft]] im eigenen Land gewinnen konnte und 13 Jahre für [[Eintracht Frankfurt]] in der [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]] spielte. Bis heute ist „Holz“ mit 160 Toren Bundesliga-[[Torschütze|Rekordtorschütze]] der Eintracht, deren Vizepräsident, sportlicher Berater und [[Scout (Sport)|Chefscout]] er zeitweise war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hellmuth Gensicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes.&amp;#039;&amp;#039; 2., ergänzter Nachdruck der Ausgabe von 1958. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, Nr. 13. Gemeinsam mit der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz herausgegeben von der Historischen Kommission für Nassau. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1987, ISBN 3-922244-80-7&lt;br /&gt;
*{{Literatur| Autor=Hellmuth Gensicke| Herausgeber=Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung| Titel=Zur Geschichte des nassauischen Adels: Die von Dehrn| Sammelwerk=Nassauische Annalen| Band=94| Auflage=| Verlag=Hessisches Hauptstaatsarchiv| Ort=Nassau| Jahr=1983| Seiten=279–289}}&lt;br /&gt;
* Ernst Friedrich Keller: &amp;#039;&amp;#039;Die Drangsale des Nassauischen Volkes und der angrenzenden Nachbarländer in den Zeiten des dreissigjährigen Krieges, seine Helden, Staatsmänner und andere berühmte Zeitgenossen. Ein Beitrag zu inneren Geschichte jener Zeit, nach archivalischen und andern Quellen bearbeitet.&amp;#039;&amp;#039; Perthes, Gotha 1854.&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Dehrn |PPN=116330082 |GND=1113309180}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * {{HessBib |NAME=Runkel-Dehrn |GND=2136751-6}} noch kein Eintrag --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche|SUCHE=Archiv|Dehrn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* [https://www.runkel-lahn.de/stadt-rathaus/stadtteile/dehrn/ &amp;#039;&amp;#039;Stadtteil Dehrn.&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Runkel.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.Dehrn.net |titel=Dehrn an der Lahn |titelerg=Mit Dorfchronik und Bildern |hrsg=Private Website |werk=www.Dehrn.net |abruf-verborgen=1 |abruf=2018-02-24}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=533013020| titel=Dehrn, Landkreis Limburg-Weilburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einzelnachweise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|ID=533013020| titel=Dehrn, Landkreis Limburg-Weilburg| datum=2016-12-07}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=26 |seiten=22 und 60 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2021-12 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,1&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027220518/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_b.pdf#page=26 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Runkel}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=2136751-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Runkel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Limburg-Weilburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Lahn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Limburg-Weilburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1197]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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