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	<title>Defäkationsreflex - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T06:35:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Def%C3%A4kationsreflex&amp;diff=710944&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: Änderungen von 2001:4CA0:0:F293:CDAB:741E:59D7:FC8E (Diskussion) auf die letzte Version von INM zurückgesetzt</title>
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		<updated>2023-07-03T12:24:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2001:4CA0:0:F293:CDAB:741E:59D7:FC8E&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2001:4CA0:0:F293:CDAB:741E:59D7:FC8E&quot;&gt;2001:4CA0:0:F293:CDAB:741E:59D7:FC8E&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2001:4CA0:0:F293:CDAB:741E:59D7:FC8E&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2001:4CA0:0:F293:CDAB:741E:59D7:FC8E (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:INM&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:INM (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;INM&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Defäkationsreflex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Stuhlreflex&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kotentleerungsreflex&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Polysynaptischer Reflex|zusammengesetzter Reflex]], über den die Speicherfunktion des [[Mastdarm]]s sowie der [[Stuhlgang]] reguliert werden. Der Defäkationsreflex hat eine unwillkürliche und eine willkürliche Komponente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anatomischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Der Mastdarm wird durch zwei [[Schließmuskel]]n verschlossen. Der [[Musculus sphincter ani internus]] (innerer Analschließmuskel) ist eine Verstärkung der [[Glatte Muskulatur|glatten Muskulatur]] der Ringmuskelschicht der Darmwand und ist nicht willkürlich beeinflussbar, sondern wird über das [[Vegetatives Nervensystem|vegetative Nervensystem]] reguliert. Der [[Musculus sphincter ani externus]] (äußerer Analschließmuskel) besteht dagegen aus [[Skelettmuskulatur]] und wird über den [[Nervus pudendus]] innerviert. Er unterliegt auch der willkürlichen Kontrolle durch die [[Großhirnrinde]]. Darüber hinaus tragen das Gefäßgeflecht in der Mastdarmwand (&amp;#039;&amp;#039;[[Corpus cavernosum recti]]&amp;#039;&amp;#039;) und der [[Musculus puborectalis]] zum Stuhlhaltevermögen (Stuhl[[Kontinenz (Medizin)|kontinenz]]) bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Gründer, Klaus-Dieter Schlüter: &amp;#039;&amp;#039;Physiologie hoch2&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier Health Sciences, 2019, ISBN 978-3-4371-7002-7, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reflexablauf ==&lt;br /&gt;
Man unterscheidet einen [[intrinsisch]]en und einen [[Parasympathikus|parasympathischen]] Defäkationsreflex.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Intrinsischer Defäkationsreflex&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch die vermehrte Füllung im Enddarm kommt es zur Reizung der Dehnungs[[rezeptor (Physiologie)|rezeptor]]en in der Mastdarmwand. Die Impulse werden an den [[Plexus myentericus]] geleitet, der eine schwache [[Peristaltik|peristaltische]] Welle in Richtung Darmausgang auslöst. Unter dem Einfluss hemmender Nervenbahnen erschlafft der innere Schließmuskel, der äußere bleibt unter willkürlicher Kontrolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hick&amp;quot;&amp;gt;Christian Hick, Astrid Hick: &amp;#039;&amp;#039;Kurzlehrbuch Physiologie&amp;#039;&amp;#039;. Elsevier Health Sciences, 9. Auflage, 2020, ISBN 978-3-4370-5885-1, S. 354.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Parasympathischer Defäkationsreflex&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Dehnungsreiz wird über [[Afferenz]]en (zum Zentralnervensystem hinführende Nervenbahnen) Kreuzabschnitt des [[Rückenmark]]s (Sakralmark) geleitet. Hier erfolgt eine Umschaltung auf [[Efferenz]]en (vom Zentralnervensystem wegführende Nervenbahnen) des Parasympathikus. Diese verlaufen über den [[Nervus pelvicus]] zum Plexus myentericus und lösen eine kräftige peristaltische Welle in [[Colon]] und [[Mastdarm]] aus. Der erhöhte Druck im Mastdarm löst Stuhldrang aus. Wie beim intrinsischen Reflex wird eine reflektorische Erschlaffung des inneren Analschließmuskels ausgelöst, die reflektorische Anspannung des äußeren Analschließmuskels verhindert jedoch den Stuhlabsatz bis zur willkürlichen Abgabe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hick&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Defecation reflex.png|mini|Vegetative Innervation beim Defäkationsreflex, Schema]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Stuhlentleerung unerwünscht, kann sie durch das Zusammenwirken von äußerem Schließmuskel, [[Musculus levator ani]] und Musculus puborectalis unterdrückt werden. Nach etwa 30 bis 60 Sekunden erfolgt bei unterdrücktem Kotabsatz eine Anpassung des Mastdarms an die vermehrte Füllung. Die Darmspannung vermindert sich, und die Dehnungsrezeptoren werden auf einen höheren Schwellenwert eingestellt, so dass der Stuhldrang wieder verschwindet. Ein Erwachsener kann den Stuhlabsatz bis zu einer Füllungsmenge von etwa einem Liter unterdrücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Lang, Philipp Lang: &amp;#039;&amp;#039;Basiswissen Physiologie&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, 2. Auflage 2007, ISBN 978-3-5407-1402-6, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die willkürliche Stuhlabgabe wird durch Öffnung des äußeren Schließmuskels und die Erhöhung des Bauchinnendrucks, die durch Anspannung der Skelettmuskulatur ([[Bauchmuskeln]], [[Zwerchfell]]) ausgelöst wird, eingeleitet. Die eigentliche Entleerung des Mastdarms erfolgt aber durch die Eigenperistaltik.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Piper: &amp;#039;&amp;#039;Innere Medizin&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, 2. Auflage 2012, ISBN 978-3-6423-3108-4, S. 374.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Störungen ==&lt;br /&gt;
Bei Durchtrennung des Rückenmarks ([[Querschnittlähmung]]) oberhalb des Sakralmarks kommt es zum Erlöschen des parasympathischen Defäkationsreflexes für mehrere Wochen, danach stellt er sich wieder ein. Durch Fehlen der willkürlichen Komponente kann der Stuhlabsatz aber nicht durchgeführt werden. Bei Schädigung des Sakralmarks selbst fällt auch der parasympathische Defäkationsreflex dauerhaft aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hick&amp;quot; /&amp;gt; Eine Darmentleerung ist dann nur durch [[Suppositorium|Suppositorien]], [[Einlauf (Medizin)|Klysmen]] und/oder [[digitales Ausräumen]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Analreflex]]&lt;br /&gt;
* [[Megacolon]]&lt;br /&gt;
* [[Stuhlinkontinenz]]&lt;br /&gt;
* [[Morbus Hirschsprung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Defakationsreflex}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reflex]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verdauungsphysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dickdarm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kot]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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