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	<title>Deepwater-Prozess - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Deepwater-Prozess&amp;diff=2895101&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Ergänze Kategorie:Geschichte (Atlantischer Ozean)</title>
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		<updated>2026-04-13T17:36:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Geschichte_(Atlantischer_Ozean)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Geschichte (Atlantischer Ozean) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Geschichte (Atlantischer Ozean)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deepwater-Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der Zivilprozess gegen den britischen BP-Ölkonzern und andere Unternehmen wegen der Explosion auf der Ölplattform [[Deepwater Horizon]] am 20. April 2010 und der darauffolgenden verheerenden [[Ölpest im Golf von Mexiko 2010|Ölpest im Golf von Mexiko]] bezeichnet. Der Prozess begann am 25. Februar 2013 vor dem [[United States District Court|Bundesbezirksgericht]] in [[New Orleans]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klage der US-Regierung, der angrenzenden [[Bundesstaat der Vereinigten Staaten|US-Bundesstaaten]] [[Alabama]], [[Mississippi (Bundesstaat)|Mississippi]], [[Florida]] und [[Louisiana]], sowie verschiedener Kleinunternehmer und Einzelpersonen, richtete sich gegen BP und die Subunternehmen [[Transocean (Mineralölunternehmen)|Transocean]] und [[Halliburton]]. Anspruchsgrundlage war der [[Clean Water Act]] von 1972, nach dem sich die Schadenersatzansprüche nach der Schwere der Schuld und der Menge des ausgelaufenen Öls bemessen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thorsten Schröder: [https://www.fr.de/wirtschaft/welche-schuld-traegt-11268700.html &amp;#039;&amp;#039;Öl-Unglück „Deepwater Horizon:“ Welche Schuld trägt BP?&amp;#039;&amp;#039;] [[Frankfurter Rundschau|FR]], 26. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Moritz Koch: [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/prozess-nach-deep-water-horizon-katastrophe-bp-kaempft-vor-gericht-um-seine-zukunft-1.1609613-0#seite-2 &amp;#039;&amp;#039;Prozess nach &amp;quot;Deepwater Horizon&amp;quot;-Katastrophe: BP kämpft vor Gericht um seine Zukunft&amp;#039;&amp;#039;] [[Süddeutsche Zeitung|SZ]], 26. Februar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschehnisse ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ölpest im Golf von Mexiko 2010}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Deepwater Horizon oil spill NOAA map.jpg|mini|Ausbreitung des Ölfilms im Golf von Mexiko]]&lt;br /&gt;
Der Bau der Explorations-[[Ölbohrplattform]] &amp;#039;&amp;#039;Deepwater Horizon&amp;#039;&amp;#039; begann Ende 1998 bei [[Hyundai Heavy Industries]] in [[Ulsan]], [[Südkorea]]. Zu Beginn des Jahres 2001 wurde die Plattform von der Firma [[Transocean (Mineralölunternehmen)|Transocean]] im Golf von Mexiko in Betrieb genommen. Sie wurde im Auftrag des Leasingnehmers BP betrieben und sollte in rund 1500 Metern tiefen Gewässern Ölbohrungen durchführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. April 2010 kam es aufgrund verschiedener schwerer Versäumnisse zu einem [[Blowout (Tiefbohrtechnik)|Blowout]], durch den die Plattform in Brand geriet und zwei Tage später unterging. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Erst am 16. Juli 2010 konnte der Ölausfluss aus dem Leck mit einem temporären Verschluss gestoppt werden. Am 19. September 2010 wurde die Quelle von [[Thad Allen]], dem Sonderbeauftragten der US-Regierung, offiziell für „tot“ erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klagen gegen BP ==&lt;br /&gt;
2010 reichten Anwälte von Geschädigten mehrere Klagen gegen [[BP]] wegen des Verdachts den Blowout verschuldet zu haben, unter dem [[Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act|RICO Act]], ein. Dieses Bundesgesetz richtet sich gegen das bandenmäßig organisierte Verbrechen. Wenn BP danach verurteilt worden wäre, hätte sich – neben eventuell weiteren ausgesprochen Strafen – die Schadensersatzsumme auf das Dreifache des tatsächlich entstandenen Schadens erhöht. Der RICO Act kam in diesem Fall jedoch nicht zur Anwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,707388,00.html &amp;#039;&amp;#039;Öl-Opfer verklagen BP nach Anti-Mafia-Gesetz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online.&amp;#039;&amp;#039; 19. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Fiala, Peter A. Schramm: [https://www.fiala.de/kein-schutz-vor-boeswilligen-klagen/ &amp;#039;&amp;#039;Kein Schutz vor böswilligen Klagen. Wie FIFA, Microsoft, WPs, BP und die Mafia nach dem gleichen Gesetz verklagt werden&amp;#039;&amp;#039;] 15. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2012 einigten sich [[BP]] und private Kläger in den Vereinigten Staaten auf eine Schadensersatzzahlung von 5,9 Milliarden Euro (7,8 Milliarden US-Dollar).&amp;lt;ref&amp;gt;Damir Fras: [https://www.fr.de/wirtschaft/zahlt-oelpest-opfern-milliarden-11317843.html &amp;#039;&amp;#039;BP zahlt Ölpest-Opfern Milliarden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;fr-online.de.&amp;#039;&amp;#039; 4. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BP akzeptierte im November 2012 die vom US-Justizministerium auferlegte Strafe von 4,5 Mrd. US-Dollar. Dies ist die höchste jemals verhängte Strafe für ein [[Umweltverschmutzung|Umweltdelikt]]. Zusätzlich hat BP für Folgekosten der Ölpest 38,1 Mrd. Dollar Rücklagen gebildet (Stand November 2012), 14 Mrd. Dollar wurden bereits ausgezahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klagen gegen Subunternehmen ==&lt;br /&gt;
Am 15. Juli 2010 reichten Anwälte in [[New Orleans]] eine Klage von [[Fischerei]]en, Anrainern, deren Land betroffen war, sowie Beschäftigten der Ölindustrie, die aufgrund der Ölpest ihren Arbeitsplatz verloren hatten, gegen 17 Firmen ein, die den Brand nach der Explosion der Deepwater Horizon auf See bekämpft hatten. Nach Ansicht der Kläger waren Standardprozeduren der Industrie, die vor der Bekämpfung spezieller Ölfeuer auf See mit Wasserkanonen warnen, missachtet worden. Zwischen 38 und 190 m³ pro Minute Löschwasser von jedem der zur Brandbekämpfung eingesetzten acht Boote habe zur Überflutung der Bohrplattform geführt, wodurch deren Sinken verursacht und anschließend die Ölpest ausgelöst worden sei. Bei adäquater Brandbekämpfung wäre die Deepwater Horizon stabil an ihrem Standort verblieben, was die Verbindung von der Plattform zur Quelle aufrechterhalten hätte. Dies hätte die Möglichkeit, den Ölaustritt zu kontrollieren, deutlich erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;Laurel Brubaker Calkins, Margaret Cronin Fisk: [http://www.bloomberg.com/news/2010-07-15/gulf-oil-spill-caused-by-firefighters-flooding-deepwater-rig-suit-says.html &amp;#039;&amp;#039;Oil Spill Caused by Firefighters.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Boomberg News.&amp;#039;&amp;#039; 16. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Januar 2013 gab das US-amerikanische Justizministerium bekannt, dass der Schweizer Plattformbetreiber &amp;#039;&amp;#039;Transocean&amp;#039;&amp;#039; wegen seiner Mitschuld an der Katastrophe 1,4 Mrd. US-Dollar (ca. 1,06 Mrd. Euro) zur Beilegung von Zivil- und potenziellen Strafklagen zahlen werde. Das Unternehmen habe ein Anerkenntnis unterschrieben, das noch von einem Gericht in New Orleans bestätigt werden müsse. Die Summe setze sich aus einer Milliarde US-Dollar für die Gewässerverunreinigung und 400 Millionen US-Dollar als Strafe für kriminelle Handlungen zusammen. &amp;#039;&amp;#039;Transocean&amp;#039;&amp;#039; werde den Betrag über einen Zeitraum von fünf Jahren ableisten, wobei im Jahr 2013 560 Mio. US-Dollar zu entrichten seien.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/finanzen/news/oelpest-im-golf-von-mexiko-schweizer-konzern-transocean-muss-milliarden-strafe-zahlen_aid_891385.html &amp;#039;&amp;#039;Ölpest im Golf von Mexiko: Schweizer Konzern Transocean muss Milliarden-Strafe zahlen&amp;#039;&amp;#039;] bei focus.de, 4. Januar 2013 (abgerufen am 4. Januar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen [[Halliburton]] war an den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt und hat laut Pressemitteilung des [[US-Justizministerium]]s vom 25. Juli 2013 eingestanden, nach der Katastrophe auf der „Deepwater Horizon“ 2010 Beweise vernichtet zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halliburton habe zugesagt, bei einem geplanten Verfahren auf schuldig zu plädieren. Der Konzern werde eine Strafe von 200.000 Dollar sowie eine dreijährige Bewährungszeit akzeptieren und weiterhin mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Halliburton habe außerdem freiwillig 55 Millionen Dollar an die [[National Fish and Wildlife Foundation]] gezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel.de 26. Juli 2013: [http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/oelkatastrophe-deepwater-horizon-halliburton-vernichtete-beweise-a-913222.html Halliburton vernichtete Beweise zur „Deepwater“-Katastrophe]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.justice.gov/opa/pr/2013/July/13-crm-850.html www.justice.gov: &amp;#039;&amp;#039;Halliburton Agrees to Plead Guilty to Destruction of Evidence in Connection with Deepwater Horizon Tragedy&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Hari M. Osofsky, Kate Baxter-Kauf, Bradley Hammer et al.: [https://scholarship.law.umn.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1419&amp;amp;context=faculty_articles &amp;#039;&amp;#039;Environmental Justice and the BP Deepwater Horizon Oil Spill&amp;#039;&amp;#039;] University of Minnesota Law School, 2012 (englisch).  &lt;br /&gt;
* Lars Kramm: &amp;#039;&amp;#039;Neue Herausforderungen für das amerikanische Umweltrecht nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas Bosecke, Peter Kersandt, Katrin Täufer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meeresnaturschutz, Erhaltung der Biodiversität und andere Herausforderungen im „Kaskadensystem“ des Rechts. Festgabe zur Emeritierung von [[Detlef Czybulka]].&amp;#039;&amp;#039; Berlin und Heidelberg 2012, S. 287–305.&lt;br /&gt;
* Stefan Kirchner, Deniz Alkanli: [https://studzr.de/medien/beitraege/2011/2/pdf/StudZR_2011-2_Kirchner-Alkanli_Staatenverantwortlichkeit_Meeresumweltschutz.pdf &amp;#039;&amp;#039;Staatenverantwortlichkeit und völkerrechtlicher Meeresumweltschutz: Deepwater Horizon&amp;#039;&amp;#039;] [[Studentische Zeitschrift für Rechtswissenschaft Heidelberg|StudZR]] 2011, S. 215–231 (zur seevölkerrechtlichen Haftung der Vereinigten Staaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltrecht (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerichtsprozess (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 2013]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Atlantischer Ozean)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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