<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dedelow</id>
	<title>Dedelow - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Dedelow"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dedelow&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T05:25:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dedelow&amp;diff=2586357&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redaktor GLAM: Higher resolution version of image</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dedelow&amp;diff=2586357&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-12T15:33:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Ort in Brandenburg. Zum Theologen siehe [[Nicolaus Dedelow]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = [[Prenzlau]]&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Dedelow.jpg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Wappen Dedelow&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 53/21/41/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 13/48/01/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BB&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 34 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = 30&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = 45&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 2.25&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 714&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-05-28&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwo2020&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.prenzlau.eu/cms/detail.php/land_bb_boa_01.c.390898.de |titel=Ortsteil Dedelow {{!}} Stadt Prenzlau |abruf=2023-03-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2001-11-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 17291&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 039853&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Dedelow in der Uckermark.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Dedelow im Landkreis Uckermark&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dedelow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf im Nordosten [[Brandenburg]]s ([[Deutschland]]) im [[Landkreis Uckermark]]. Mit etwa 710 Einwohnern ist der Ort der größte Ortsteil der Stadt [[Prenzlau]]. Zu Dedelow gehören die Gemeindeteile [[Ellingen (Prenzlau)|Ellingen]] und [[Steinfurth (Prenzlau)|Steinfurth]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prenzlau.eu/cms/detail.php/land_bb_boa_01.c.157478.de Ortsteil Dedelow auf Stadtportal der Stadt Prenzlau.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Das Dorf liegt ca. 109 km nördlich von [[Berlin]] und 59 km westlich von [[Stettin]] ([[Polen]]). Durch den Ort fließt der Fluss Quillow, der aus dem nordwestlich gelegenen Dedelower Stausee kommt und in der [[Ucker]] nahe Prenzlau mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dedelow-Sammlung Duncker (5415998).jpg|mini|Schloss Dedelow um 1871/73, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Megalithgrab Dedelow.jpg|mini|Großsteingrab „Dedelow 1“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heidenkanzel.jpg|mini|hochkant|Die „Heidenkanzel“, Überrest eines neolithischen Großsteingrabs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Dolmen von Dedelow]] (auch Dedelow 1 genannt) liegt nördlich von Steinfurth.&lt;br /&gt;
Dedelow wurde erstmals 1320 urkundlich erwähnt, entstand jedoch bereits im 11./12. Jahrhundert. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg (1614–1648)]] wurde der Ort stark zerstört. Im [[Nordischer Krieg (1674–1679)|Nordischen Krieg (1674–1679)]] zwischen [[Schweden]] und Brandenburg wurde das Dorf 1674 durch die Schweden völlig zerstört. In dem Ort gab es ein [[Rittergut]] unter einer jahrhundertelangen [[Herrschaft]] der Familie [[Klützow (Adelsgeschlecht)|von Klützow]]. Die Familie zählt zum alten Adel und ist fünfhundert Jahre in der Uckermark beheimatet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Titan von Hefner|O. T. Hefner]], A. Grenser, [[George Adalbert von Mülverstedt|G. A. v. Mülverstedt]], [[Adolf Matthias Hildebrandt|Ad. M. Hildebrandt]]: [[J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch|J. Siebmachers grosses und allgemeines Wappenbuch]] mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen, Band III. Band, Zweite Abtheilung: Tafel 252 &amp;#039;&amp;#039;Preussischer Adel&amp;#039;&amp;#039;. Edelleute, 2. Auflage, Verlag von Bauer und Raspe (Emil Küster), Nürnberg 1878, S. 203–252. ([https://www.google.de/books/edition/J_Siebmacher_s_grosses_und_allgemeines_w/fOEsAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kl%C3%BCtzow+Dedelow&amp;amp;pg=PA203&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursächlich teilten sich die Klützow mit denen [[Blanckenburg (Adelsgeschlecht)|von Blankenburg]] den Rittersitz Wolfshagen, 14. und 15. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für die Geschichte der Mark Brandenburg (Hrsg.): Riedel’s [[Codex diplomaticus Brandenburgensis]]. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Geschichtsquellen für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten, Chronologisches Register, Band I, Nr. 1384. A, VIII. 344, [[Verlag Georg Reimer|G. Reimer]], Berlin 1867, S. 201–846. ([https://www.google.de/books/edition/Chronologisches_Register_zu_s%C3%A4mmtlichen/C2JcAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kl%C3%BCtzow+Dedelow&amp;amp;pg=PA416&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach ist Dedelow der Hauptsitz der Familie. Zwischenzeitlich war Dedelow in zwei Gütern unterteilt, was in der Mark Brandenburg in mehrfachen Beispielen, besonders im Havelland, belegt ist. Weihnachten 1541 bekommt ein Hans [[Arnim (Adelsgeschlecht)|von Arnim]] so genannte &amp;#039;&amp;#039;Angefälle&amp;#039;&amp;#039;, also Erbanteile auf die von Klützowschen Lehen in Dedelow.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav von Arnim-Criewen: Beiträge zur Geschichte des von Arnim’schen Geschlecht’s, I. Theil, |Druck von A. Haack, Berlin 1883, S. 150. ([http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8299162 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuerst Erwähnung findet Jakob von Klützow und seine Ehefrau Katharina von Kahlenbe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser. 1918&amp;#039;&amp;#039;, Neunzehnter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1917, S. 406 ff. ([https://archive.org/details/gothaischesgenea1918goth/page/406/mode/2up Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1700 ist Otto Friedrich von Klützow Grundbesitzer auf Dedelow. Ihm gehört auch das Gut Falkenhagen. Er war zweimal verheiratet, in zweiter Ehe mit der Witwe Hypolita [[Groeben (Adelsgeschlecht)|von der Groeben]], geborene [[Katte (Adelsgeschlecht)|von Katt(e)-Vieritz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig Gustav von Winterfeld|Ludwig Gustav von Winterfeld-Damerow]]: Geschichte des Geschlechts von Winterfeld nach Urkunden verfaßt. 1863, Zweiter Theil. Zweiter Band, V. Capitel, enthält die Geschichte der drei Linien des Winterfeld’schen Geschlechts. V. Capitel C., die Geschlechtslinie der Ukermark beginnt mit: § 1, Selbstverlag. Gedruckt in F. W. Kalbenberg’s Buchdruckerei, Damerow, Prenzlau 1863-04-17, S. 218–846. ([http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/8062449?query=Kl%C3%BCtzow Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweise gehörten Dedelow und Falkenhagen inmitten des 19. Jahrhunderts mehreren Vettern von Klützow. Premierleutnant Alfred von Klützow auf Krausendorf in Schlesien gilt bis zu seinem Tode 1879 als Mitinhaber.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser 1888 |Nummer=Acht und dreißigster Jahrgang |Verlag=[[Justus Perthes]] |Ort=Gotha |Datum=1887-10-15 |Seiten=986 |Online=[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8862409?query=Dedelow Digitalisat]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders prägend ist aber dann im Ausgang des 19. Jahrhunderts [[Hermann von Klützow]] (1813–1902). Er war Mitschüler Bismarcks am Grauen Kloster zu Berlin, mit Bestnoten,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Zu der öffentlichen Prüfung der Zöglinge des Berlinischen Gymnasiums Zum Grauen Kloster, welche Sonnabend den 14. April 1832, Vormittags von 8 bis 12 Uhr mit den oberen Klassen von Klein=Tertia bis Prima und Nachmittags von 3 bis 6 Uhr mit den unteren Klassen von Serta bis Groß=Quarta im großen Hörsaale veranstaltet werden soll, ladet die Höchsten und Hohen Behörden, so wie alle Gönner und Freunde des Schulwesens ehrerbietigst ein Georg Gustav Samuel Köpke, Doctor der Theologie und Philosophie, Ritter des Roten Adler=Ordens dritter Klasse |Verlag=Gedruckt in der Dietericischen Buchdruckerei (E. S. Mittler) |Ort=Berlin |Datum=1832 |Seiten=51 |Online=[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/8243409 Digitalisat]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; studiert Jura, erhielt den Titel Exzellenz und wurde Dechant zu Dom Brandenburg. Zeitgleich erscheint das 1879 amtlich publizierte Generaladressbuch der Rittergutsbesitzer- und Gutsbesitzer der Provinz Brandenburg. Dort ist der [[Domherr]] zu Brandenburg von Klützow als Grundherr des 818 ha umfassenden Rittergutes Dedelow ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. Ellerholz, H. Lodemann, H. von Wedell |Titel=General-Adressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer im Deutschen Reiche |Band=1. Band: Das Königreich Preussen |Nummer=Lfg. 1: Die Provinz Brandenburg |Verlag=Nicolaische Verlags-Buchhandlung [[Rudolf Stricker|R. Stricker]] |Ort=Berlin |Datum=1879 |Seiten=138–139 |Online=[https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/1029 Digitalisat]|Abruf= |DOI=10.18452/377}} Reprint: ISBN 3-226-00787-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur wenige Jahre zuvor war Klützow Wirklicher Geheimer Rat geworden und nunmehr in der Hauptritterschaftsdirektion zu Berlin, einem Landwirtschaftlichen Kreditinstitut, tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=[[Handbuch über den Königlich Preußischen Hof und Staat]] für das Jahr 1875 |Verlag=Verlag der Königlich Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei [[Rudolf Ludwig Decker|R. v. Decker]] |Ort=Berlin |Datum=1874-11-15 |Seiten=226–227 |Online=}} [https://www.google.de/books/edition/Handbuch_%C3%BCber_den_K%C3%B6niglich_Preussisch/QHMOAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kl%C3%BCtzow+Dedelow&amp;amp;pg=PA227&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; Klützow ist traditionsbewusst und wird 1855 Mitglied&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem 1859&amp;#039;&amp;#039;, MV mit Status der Ritter, Nr. Klützow 997, Hrsg. Balley Brandenburg, Verlag Martin Berendt, Berlin 1859, S. 65–115. ([https://opacplus.bsb-muenchen.de/Vta2/bsb10455206/bsb:BV020300171?page=13 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; des wieder begründeten alten [[Johanniterorden]], in der Brandenburgischen Provinzialgenossenschaft, seit 1862 Rechtsritter der Kongregation.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Johanniterorden |Titel=Liste der Mitglieder der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem. 1898 |Sammelwerk=MV mit Status und Anschrift der Ritter |Verlag=Gedruckt bei [[Julius Sittenfeld]] |Ort=Berlin |Datum=1898 |Seiten=5–175 |Online=https://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=KOBV_SOLR&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fportal.kobv.de%2Fuid.do%3Fplv%3D2%26query%3Dkobvindex_ZMS08148814&amp;amp;signature=KGDijqSAE7armyTD7xXwzrMvspdAzE4__UGrY8bV_2k&amp;amp;showCoverImg=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Interimistisch leitet er auch um 1893 die Geschäfte des Kurators der [[Ritterakademie (Brandenburg an der Havel)|Brandenburger Ritterakademie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ritter-Akademie zu Brandenburg a. H. XXXVII. Bericht über das Schuljahr von Ostern 1892 bis Ostern 1893, erstattet von dem Direktor Professor Dr. [[Otto Heine]], Domherrn des Evangelischen Hochstifts Brandenburg |Nummer=1893. Progr. No. 68 |Verlag=Druck von Gustav Matthes |Ort=Brandenburg a. d. Havel |Datum=1893 |Seiten=4 |Online=[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/3455534 Digitalisat]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hermann von Klützow-Dedelow ist es auch der aus dem alten Lehngut einen [[Familienfideikommiss]] macht, um so auf Grundlage einer Stiftung das Gut in der Hand der Familie zu halten. Da er ohne männliche Erben bleibt übernimmt spätestens 1907 sein Neffe Hans Heinrich von Klützow-Krausendorf (1869–1938) den Besitz. Er war zuvor auf der Ritterakademie Brandenburg und ging zum Militär.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. 1705–1913 |Sammelwerk=Schüler-und Alumnatsverzeichnis |Band=I von IV |Nummer=Hans v. Klützow-Zögling-RA-No. 1363 |Verlag=Selbstverlag. Gedruckt in der Buchdruckerei P. Riemann |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1913 |Seiten=308 |Online=[https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN1046507885&amp;amp;PHYSID=PHYS_0324 Digitalisat]|DNB=361143532}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischenzeitlich besuchte er weitere Gymnasien, Frankfurt a. d. O. sowie die Ritterakademie Liegnitz. Seine Studien durchlief Klützow in Freiburg und Straßburg i. E. Den Wohnsitz&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch |1896|684|Klützow |Teil=Teil 2, Druck und Verlag August Scherl, Berlin 1896 |Seite=516}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nahm er wechselnd in Dedelow und Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter von Leers |Hrsg=Verein der ehemaligen Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. |Titel=Die Zöglinge der Ritterakademie zu Brandenburg a. H. Fortsetzung und Ergänzungen 1913-1929 |Verlag=Selbstverlag |Ort=Belzig / Ludwigslust |Datum=1929 |Seiten=16 |Online=https://kvk.bibliothek.kit.edu/view-title/index.php?katalog=BVB&amp;amp;url=https%3A%2F%2Fwww.gateway-bayern.de%2FBV027072187&amp;amp;signature=js53v2m3__X329jF4UlXl0OLzAO9Z2XfvjASSmQffq0&amp;amp;showCoverImg=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz vor dem Ersten Weltkrieg stehen für Gut Dedelow 928 ha zu Buche, mit einem Grundsteuerreinertrag von 20984 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Rudolf Martin (Autor)|Rudolf Martin]] |Titel=Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Königreich Preußen. Nachtrag, Berlin, Brandenburg, Rheinprovinz, Schlesien, Westfalen |Band=Erster Band |Auflage=3. |Verlag=Sächsische Maschinensatz-Druckerei |Ort=Berlin / Werdau |Datum=1913 |Seiten=33 |DNB=1074129423}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der großen Wirtschaftskrise 1929/1930 beinhaltet die Begüterung Dedelow mit Vorwerk Steinfurth 936&amp;amp;nbsp;ha. Das Gut ist an Walter Schulz verpachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Seyfert, Hans Wehner, Alexander Haußknecht, GF Hogrefe: &amp;#039;&amp;#039;Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und Höfe der Provinz Brandenburg. [1929].&amp;#039;&amp;#039; Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und Höfe von ca. 20&amp;amp;nbsp;ha aufwärts, Mit Unterstützung von Staats- und Kommunalbehörden, sowie des Brandenburgischen Landbundes zu Berlin, sowie der Kreislandbünde. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. in: &amp;#039;&amp;#039;Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher&amp;#039;&amp;#039;, Band VII, 4. Auflage, Band Regierungsbezirk Potsdam. Kreis Prenzlau, (Letzte Ausgabe-Paul Niekammer-Reihe), Verlag Niekammer’s Adreßbüchern GmbH, Leipzig 1929, S. 84. ([https://martin-opitz-bibliothek.de/de/elektronischer-lesesaal?action=book&amp;amp;bookId=0010141-4-1929#lg=1&amp;amp;slide=125 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Weitervererbung des Rittergutes Dedelow geht faktisch über 1939 hinaus bis zur Bodenreform. Letzter Gutsbesitzer war dann ein Enkel Landrats Alfred von Klützow-Krausendorf, Wolfgang von Klützow, 1940 mit 936 ha.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1940&amp;#039;&amp;#039;. 39. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1939, S. 422.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dedelower Schloss und das Wirtschaftsgebäude wurden im Jahr 1945 durch [[Brandstiftung]] zerstört. Heute kann man sich durch alte Teile der Grundmauern ein Bild über den Standort des Schlosses machen. Rote Steine im Bäckerweg kennzeichnen die Lage der Vorderfront des Schlosses. Im Jahr 1968 entstand in Dedelow die erste Milchvieh-Großanlage mit 2000 Rindern. Es begann eine Entwicklung zum „sozialistischen Musterdorf“, die maßgeblich durch den LPG-Vorsitzenden und Volkskammer-Abgeordneten [[Friedrich Clermont]] geprägt wurde. In der Folge entstanden einige mehrgeschossige [[Plattenbauten]] für die wachsende Zahl der Einwohner. Im Jahr 1975 wurde die Anlage auf 4000 Plätze erweitert. Der heutige Betreiber ist die Agrarprodukte Dedelow GmbH. Sie hält mit über 2500 Milchkühen eine der größten Milchviehherden in Deutschland und [[Europa]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uckermark-region.de/prenzlau/dedelow.htm Dedelow – Stadt Prenzlau.] uckermark-region.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;Kreis Prenzlau. In: [[Ernst Fidicin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Territorien der Mark Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Berlin 1864, S. 52; {{archive.org |bub_gb_2YcTAQAAMAAJ |Blatt=n56}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einwo2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1774 || 258&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1803 || 290&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1816 || 284&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1840 || 413&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1861 || 485&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 || 761&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 714&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Bauten und Gedenkstätten ==&lt;br /&gt;
=== Dorfkirche Dedelow ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dorfkirche Dedelow 2018 SE.jpg|mini|130px|Dorfkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist ein rechteckiger [[Feldsteinkirche|Feldsteinbau]] mit eingezogenem [[Rechteckchor]] und einem querrechteckigen Westturm, der durch ein Satteldach zwischen Giebeln abgeschlossen ist. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts und hat eine reiche Ausstattung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Bergau|R. Bergau]]: &amp;#039;&amp;#039;Inventar der Bau- und Kunst-Denkmäler in der Provinz Brandenburg. 1885&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Provinzial-Landtag Brandenburg, Vossische Buchhandlung, Berlin 1885, S. 313–314.; Auflage Reprint, Klaus D. Becker, Potsdam 2021. [https://www.google.de/books/edition/Inventar_der_Bau_und_Kunst_Denkm%C3%A4ler_in/3eQmEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Hans+von+Kl%C3%BCtzow&amp;amp;pg=PA313&amp;amp;printsec=frontcover Dedelow]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Dorfkirche Dedelow}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mausoleum Dedelow ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mausoleum Dedelow 2018.jpg|130px|mini|Mausoleum der Familie von Klützow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Mausoleum]] befindet sich auf dem Dedelower Kirchhof und wurde im Jahr 1852 von [[Christian Gottlieb Cantian]] nach Plänen von [[Carl Friedrich Schinkel]] für die in Dedelow ansässige Familie von Klützow erbaut. Im Inneren befindet sich eine kleine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]], die heute für weltliche [[Zeremonie|Trauerfeiern]] genutzt wird, sowie eine [[Gruft]], in der [[Sarg|Särge]] der Familie von Klützow stehen. Die Särge wurden 1945 durch russische Soldaten aufgebrochen und geplündert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uckermark-region.de/prenzlau/dedelow/dedelow-mausoleum.htm Dedelow – Ortsansichten.] uckermark-region.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
* Grundmauern Schloss Dedelow&lt;br /&gt;
* Dedelower Stausee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Ansässige Betriebe ===&lt;br /&gt;
* Agrarprodukte Dedelow GmbH&lt;br /&gt;
* Landmaschinenhandel &amp;amp; Service GmbH&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsanbindung ===&lt;br /&gt;
Durch Dedelow verläuft die [[Bundesstraße 198|B 198]] in Richtung Prenzlau (Süd) und in Richtung [[Neubrandenburg]] über [[Woldegk]] (Nord). Die Bundesautobahnen [[Bundesautobahn 11|11]] und [[Bundesautobahn 20|20]] verlaufen in der Nähe des Dorfes bei Prenzlau. Bis zum 27. Mai 1995 gab es in Dedelow noch einen Bahnhof an der [[Bahnstrecke Prenzlau–Strasburg]] sowie [[Bahnstrecke Dedelow–Fürstenwerder]] mit Zügen in Richtung [[Strasburg (Uckermark)]], [[Fürstenwerder]] (nur bis zum 30. September 1978) und Prenzlau, der durch die [[Prenzlauer Kreisbahnen]] bedient wurde. Heute besitzt der Ort 4 Bushaltestellen. Dort fahren Montag bis Freitag Busse der Linien 401 (Prenzlau-Woldegk), 411 (Prenzlau-Dedelow) und 413 (Prenzlau-Strasburg (Uckermark)), die zusammen einen 1-Stunden-Takt zwischen Prenzlau und Dedelow ergeben. Am Samstag, Sonntag und an Feiertagen verkehren nur vier Rufbusse auf der Linie 401. Der nächste internationale [[Flughafen Stettin-Goleniów]] liegt ca. 89 km nordöstlich von Dedelow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Neitmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Ortslexikon für Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; – Teil VIII – &amp;#039;&amp;#039;Uckermark&amp;#039;&amp;#039; – A–L. Bearbeitet von [[Lieselott Enders]], in: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam)&amp;#039;&amp;#039;, Begründet von [[Friedrich Beck (Archivar)|Friedrich Beck]], Band 21, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2012, S. 202 ff. ISBN 978-3-88372-035-7.&lt;br /&gt;
* Oliver Hermann, Melanie Mertens: &amp;#039;&amp;#039;Dedelow&amp;#039;&amp;#039;. in: [[Peter-Michael Hahn|Peter Michael Hahn]], [[Hellmut Lorenz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herrenhäuser in Brandenburg und der Niederlausitz&amp;#039;&amp;#039;. Gesamt 2 Bände: Einführung und Katalog. Kommentierte Neuausgabe des Ansichtenwerks von [[Alexander Duncker]] (1857–1883), 856 S., 275 farbige, 825 SW-Abb. Band 2, Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann, Berlin 2000, S. 96–99. ISBN 3-87584-024-0. &lt;br /&gt;
* [https://digital.ub.uni-potsdam.de/content/pageview/284681 &amp;#039;&amp;#039;Dedelow&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Erich Blunck]], Paul Eichholz, Friedrich Solger, Willy Spatz, [[Willy Hoppe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Kreises Prenzlau&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kunstdenkmäler der Provinz Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039;, Band III, Teil 1, Hrsg. Brandenburgischer Provinzialverband, Vossische Buchhandlung, Berlin 1921, S. 32 ff.&lt;br /&gt;
* {{SammlungDunckerGrafik |Titel=Dedelow |Blatt=673 |zlb=59}} [https://digital.zlb.de/viewer/image/14779821_12/61/ &amp;#039;&amp;#039;Text Dedelow 1871&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Kreis Prenzlau (Dedelow), in: [[Ernst Fidicin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise, Städte, Rittergüter und Dörfer in derselben, als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl’s IV&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Berlin 1864, S. 52; {{archive.org |bub_gb_2YcTAQAAMAAJ |Blatt=n56}}.&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/bub_gb_VAc_AAAAcAAJ/page/n166/mode/1up 71. &amp;#039;&amp;#039;Dedelow&amp;#039;&amp;#039;], in: Ernst Fidicin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Karls`IV. Landbuch der Mark Brandenburg nach den handschriftlichen Quellen&amp;#039;&amp;#039;. I. Guttentag, Berlin 1856, S. 150. {{archive.org |bub_gb_VAc_AAAAcAAJ |Blatt=n166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kerstin Kirsch: &amp;#039;&amp;#039;Slawen und Deutsche in der Uckermark vergleichende Untersuchungen zur Siedlungsentwicklung vom 11. bis zum 14. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Franz Steiner, Stuttgart 2004, S. 163. ISBN 3-515-08604-8. (Zugleich Diss. Humboldt-Univ. Berlin, 2000). [https://books.google.de/books?id=Cg1vxkqGdd8C&amp;amp;lpg=PA163&amp;amp;dq=Dedelow&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA163#v=onepage&amp;amp;q=Dedelow&amp;amp;f=false Online]&lt;br /&gt;
* René Schiller: &amp;#039;&amp;#039;Vom Rittergut zum Großgrundbesitz. Ökonomische und soziale Transformationsprozesse der ländlichen Eliten in Brandenburg im 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. in: &amp;#039;&amp;#039;Elitenwandel in der Moderne / Elites and Modernity&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, De Gruyter, Berlin/Boston 2003. ISBN 3-05-007745-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://uckermark-erleben.de/land_leute/orte/dedelow.php Orte in der Uckermark – Dedelow.], In: Uckermark-erleben.de&lt;br /&gt;
* [http://www.dedelow.de/ Dedelow]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Prenzlau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Uckermark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1320]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Uckermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Prenzlau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittergut in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
	</entry>
</feed>