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	<title>Dede Korkut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T11:41:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Dede_Korkut&amp;diff=183305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gelegenheits-Wikipedianer: /* Weblinks */ -WikiSource (Seite gelöscht, Copyright)</title>
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		<updated>2026-04-01T16:32:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; -WikiSource (Seite gelöscht, Copyright)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:50 Manat (2020) - Vorderseite.jpg|mini|Darstellung auf einer Banknote von Turkmenistan]]&lt;br /&gt;
Das Buch von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dede Korkut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Kitab-i Dedem Korkut&amp;#039;&amp;#039;, zu deutsch: „Das Buch von (meinem) Großväterchen Korkut“) ist ein türkischer Erzählzyklus aus zwölf Geschichten. Er umfasst die ältesten überlieferten Elemente [[Oghusen|oghusischer]] Erzähltradition und ist eine der bekanntesten [[Turksprachen|turksprachigen]] Überlieferungen. Benannt wurde das Epos nach dem Erzähler der Geschichten, der in jeder Geschichte auftaucht. Die Geschichten stammen aus mündlicher Tradition und basieren wohl auf den Erinnerungen der Oghusen an ihre zentralasiatische Heimat, wie einzelne geographische Namen nahelegen. Details der Erzählungen verweisen darauf, dass ihr Schauplatz zum Zeitpunkt ihrer schriftlichen Fixierung im Raum südlich des Kaukasus, mutmaßlich der Gegend um [[Kars]] und [[Erzurum]], angesiedelt ist&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gökyay&amp;quot;&amp;gt;Orhan Șaik Gökyay: &amp;#039;&amp;#039;Dede Korkut&amp;#039;&amp;#039;, [[TDV İslâm Ansiklopedisi]] [https://islamansiklopedisi.org.tr/dede-korkut Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der [[Türkei]] wird der Epenzyklus auch von [[Aserbaidschan]], [[Kasachstan]] und [[Turkmenistan]] als nationales Erbe in Anspruch genommen. Im Westen ist der Erzähler in der geläufigen türkischen Form seines Namens bekannt geworden, auf [[Aserbaidschanische Sprache|Aserbaidschanisch]] wird er &amp;#039;&amp;#039;Dede Qorqud&amp;#039;&amp;#039; und auf [[Kasachische Sprache|Kasachisch]] &amp;#039;&amp;#039;Korkyt Ata&amp;#039;&amp;#039; genannt, ins Türkische dann als &amp;#039;&amp;#039;Korkut Ata&amp;#039;&amp;#039; gewendet („Ata“ ist archaischer und respektheischender als das heute familiär klingende „Dede“.); im [[Turkmenische Sprache|Turkmenischen]] heißt er &amp;#039;&amp;#039;Gorkut Ata&amp;#039;&amp;#039;. Im Jahr 2018 wurde das Dede Korkut in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] der [[UNESCO]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/heritage-of-dede-qorqud-korkyt-ata-dede-korkut-epic-culture-folk-tales-and-music-01399 &amp;#039;&amp;#039;Heritage of Dede Qorqud/Korkyt Ata/Dede Korkut, epic culture, folk tales and music.&amp;#039;&amp;#039;] UNESCO, November 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptfigur und Inhalt ==&lt;br /&gt;
Die Figur des [[Dede (Titel)|Dede]] Korkut erinnert stark an Dichter und Magier der [[Schamanismus|schamanistischen]] Ära. Als epischer Sänger begleitet er sich mit der Streichlaute &amp;#039;&amp;#039;[[kobys]]&amp;#039;&amp;#039;, die er selbst erfunden hat. Dede Korkut verkörpert die Erfahrung und die Vernunft der Ahnen. Er ist immer neutral und wird von Freund und Feind respektiert. Meist taucht er in der [[Pointe]] oder am Ende einer Geschichte auf, um Konflikte zu entwirren, Ratschläge zu erteilen oder um mit dem Feind zu verhandeln. Schließlich leitet er mit einem Plädoyer das glückliche Ende einer Geschichte ein, musiziert und singt auch gelegentlich. Eine historische Gestalt hinter dieser Figur versinkt im Nebel der Legenden. So wurde sein Grabmal mal nahe dem kaukasischen [[Derbent]], mal an den Ufern des [[Syr Darja|Syr-Darya]] gesucht oder verehrt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gökyay&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Geschichten sind in der türkischen Folklore in leicht veränderter Form noch lebendig. Zwei Geschichten (Tepegöz und Deli Dumrul) zeigen frappierende Ähnlichkeiten mit den griechischen Sagen über den [[Kyklop|Zyklopen]] [[Polyphem]] in der [[Odyssee]] und dem [[Admetos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft des Epos ist umstritten. Gegenwärtig wird angenommen, dass die Geschichten in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gesammelt und zusammengestellt wurden. Die Sprache zeigt Anklänge an das Aserbaidschanische, ist aber vom heutigen Aserbaidschanischen verschieden. Daneben finden sich Wörter aus den [[Kiptschakische Sprachen|Kiptschakischen Sprachen]], sogar aus dem [[Mongolische Sprache|Mongolischen]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gökyay&amp;quot;/&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Manuskripte und Ausgaben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Basat kills Tepegez Dede Korkut manuscript Dresden.jpg|mini|hochkant|Ein &amp;#039;&amp;#039;Kitab-i Dedem Korkut&amp;#039;&amp;#039; Manuskript aus der Königlichen Bibliothek in Dresden. Dies kündet davon, wie Basat den Təpəgöz tötete. (basaṯ depę gözi öldürdügi toyï (=boyï) beyān ėder ḫānum hey)]]&lt;br /&gt;
Es ist nur ein einziges vollständiges Manuskript in der [[Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden|Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]] erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digital.slub-dresden.de/ppn280873166 Digitale Version der Dresdner Handschrift Mscr.Dresd.Ea.86]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Kopie dieses Werkes wurde von [[Heinrich Friedrich von Diez]] für die Berliner Bibliothek angefertigt (Ms. Diez A Fol. 61)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001AF0500000000 Digitale Version der Berliner Abschrift Ms. Diez A Fol. 61]&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1815 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Denkwürdigkeiten Asiens&amp;#039;&amp;#039;. Die erste Ausgabe von Kilisli Muallim Rıfat im Jahre 1916 (&amp;#039;&amp;#039;Kitāb-i Dede Qorqūt ʾalā lisān-i ṭāʿif-i Oghūzān&amp;#039;&amp;#039;) basierte auf dieser Berliner Kopie, wie auch die transkribierte Ausgabe von Orhan Şaik Gökyay aus dem Jahre 1938.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1950 entdeckte Ettore Rossi ein zweites unvollständiges Manuskript in der [[Vatikanbibliothek]] (Cod.Turc.102)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digi.vatlib.it/view/MSS_Vat.turc.102 Digitale Version des Cod.Turc.102 der Biblioteca Apostolica Vaticana]&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches er als [[Faksimile]] veröffentlichte. Im Jahre 1958 publizierte Muharrem Ergin den gesamten Text mit Faksimilen beider Handschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Kopie dieses Werkes wurde im August 1972 für die Akademie der Wissenschaften der [[Aserbaidschan]]ischen Republik angefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermischtes ==&lt;br /&gt;
Die [[UNESCO]] erklärte das Jahr 1999 zum &amp;#039;&amp;#039;Dede-Korkut-Jahr&amp;#039;&amp;#039;. Die UNESCO lud 1999 Gäste aus Aserbaidschan und anderen turksprachigen Ländern nach Dresden ein, um die Handschrift zu feiern. Auch im Ausland fanden viele Feiern und Veranstaltungen zu Ehren von Dede Korkut statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Musa Eroğlu]] schrieb ein Lied mit dem Namen Dedem Korkut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität &amp;#039;&amp;#039;[[Korkut Ata Üniversitesi]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Osmaniye]] ist nach Dede Korkut benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.osmaniye.edu.tr |titel=Webpräsenz &amp;#039;&amp;#039;Korkut Ata Üniversitesi&amp;#039;&amp;#039; |abruf=2026-02-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem [[Ruhnama]] des ehemaligen [[Turkmenistan|turkmenischen]] Diktators [[Saparmyrat Nyýazow]] wird die Zeit zwischen 650 u.Z bis zum 10. Jh. als die Epoche von Gorkut Ata (Dede Korkut) bezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Amieke Bouma, Turkmenistan: Epics in Place of Historiography. &amp;#039;&amp;#039;Jahrbücher für Geschichte Osteuropas&amp;#039;&amp;#039; NF 59/4, 2011, 563. Stable URL: https://www.jstor.org/stable/41445759&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Buch des Dede Korkut. Heldenerzählungen aus dem türkischen Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; Übersetzer [[Hendrik Boeschoten]]. Reihe: Reclam Bibliothek. Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-010666-2&lt;br /&gt;
* [[H. Achmed Schmiede|Hanspeter Achmed Schmiede]]: &amp;#039;&amp;#039;Dede Korkuts Buch: Das Nationalepos der Oghusen&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung aus dem Oghus-Türkischen, Hückelhoven 1995, ISBN 3-86121-034-7&lt;br /&gt;
* Joachim Hein: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch des Dede Korkut: ein Nomadenepos aus türkischer Frühzeit&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1958&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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