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	<title>Deckenbrock - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dusdia am 6. Oktober 2025 um 07:02 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|1=beschreibt den historischen Oberhof und den Familiennamen. Zur gleichnamigen Journalistin siehe [[Maggie Deckenbrock]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deckenbrock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines historischen [[Oberhof (Mark)|Oberhofes]] in [[Everswinkel]] in dem [[Kreis Warendorf]] in [[Nordrhein-Westfalen]] und der &amp;#039;&amp;#039;Edelherren von Deckenbrock&amp;#039;&amp;#039;/[[Droste zu Hülshoff]]  sowie der nach ihren Höfen benannten bäuerlichen Familien Deckenbrock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberhof Deckenbrock ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappensiegel Engelbert v. Deckenbrock 1295.jpg|mini|Wappen im Siegel des [[Engelbert von Deckenbrock]] (1295)]]&lt;br /&gt;
Erstmals wird kurz nach 1040 ein Oberhof &amp;#039;&amp;#039;Decchebrugke&amp;#039;&amp;#039; genannt, der nach einer Urkunde des Klosters Überwasser (Ursprung der [[Überwasserkirche]] in [[Münster]]) eine Abgabe zu entrichten hatte. Eigentümer dieses Oberhofes war damals (und teilweise bis zu dem 20. Jahrhundert) das [[edelfrei]]e [[Adelsgeschlecht]] von Deckenbrock und Droste zu Hülshoff, dessen ursprünglicher [[Stammsitz]] dort ist und das diesen Oberhof nach seiner Familienüberlieferung als [[Eigengut|freies Eigen]], d.&amp;amp;nbsp;h. ohne [[Lehnsherr]], besaß. Weil die von Deckenbrock seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung (1209) die [[Ritter]]würde besaßen, dürfte ihr Oberhof ursprünglich [[Adelsrecht]]e besessen haben. Schon in karolingischer Zeit mussten voll wehrpflichtige Männer mindestens neun [[Hofstelle]]n besitzen. Der Familie von Deckenbrock gehörten im Mittelalter in Everswinkel auch die Höfe Detharding (Deiters) und Tor Heyde. Sie hatte auch erheblichen weiteren Gutsbesitz in [[Nordwalde]], [[Telgte]], [[Alverskirchen]], [[Greven]] sowie den heute zu Münster gehörenden [[Kirchspiel]]en [[Überwasser (Münster)|Überwasser]], [[Sankt Mauritz (Gemeinde)|St. Mauritz]] und [[Handorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1209 wird in einer Urkunde des Klosters Überwasser als Zeuge der [[Ritter]] Bernhardus de Thekenbroke genannt, der wahrscheinlich im Gefolge des damaligen Bischofs von Münster [[Hermann II. von Katzenelnbogen]] am [[Dritter Kreuzzug|dritten Kreuzzug]] teilgenommen hat. In der Zeit seines Sohnes Johann I. (urkundlich erwähnt 1229 bzw. 1248) wurde der Hof etwa 1250 in der Familie geteilt in die Höfe Grosse Deckenbrock und Lütke Deckenbrock, die gemeinsam knapp 200 Hektar groß gewesen sein sollen. [[Engelbert von Deckenbrock]] (1266–1298) verlegte seinen Hauptsitz in die Stadt Münster, weil der mächtig gewordene [[Bischof von Münster]] dessen Befestigung versagte. Er wurde danach nur noch mit [[Hörige]]n besetzt und verlor allmählich seine Adelsrechte. Nach einer Urkunde von 1301 war Lütke Deckenbrock damals Eigentum des Klosters Überwasser, von dem es die Familie von Deckenbrock als [[Lehen]] empfing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Bernhard II. von Droste zu Hülshoff]] Große Deckenbrock 1572 für 9.100 [[Taler]] verkaufte, müssen dazu angesichts des hohen Kaufpreises noch andere Güter gehört haben. 1775 ersteigerte [[Clemens August I. von Droste zu Hülshoff]], Großvater der Dichterin [[Annette von Droste-Hülshoff]], Grosse Deckenbrock für 5.242 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 verkaufte es der letzte männliche Spross des Stammhauses dieser Familie, Werner Freiherr von Droste zu Hülshoff (1872–1945). Der größte Teil des Gutes wurde von den bisherigen Pächtern übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute besteht in der [[Bauerschaft]] Wester von Everswinkel das Gehöft Lütke Deckenbrock. Der frühere Hof Grosse Deckenbrock benennt sich nach seiner heutigen Eigentümerfamilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft der Edelherren von Deckenbrock ==&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Herkunft der Edelherren von Deckenbrock ist noch nicht endgültig geklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilderich von Droste zu Hülshoff]]: &amp;#039;&amp;#039;900 Jahre Droste zu Hülshoff&amp;#039;&amp;#039;. 2. erweiterte Auflage, Verlag LPV Hortense von Gelmini, Horben 2022, ISBN 978-3-936509-19-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass es sich um ein altes [[Dynast]]engeschlecht handelt, darf angenommen werden. Denn zum Oberhof Deckenbrock dürften zahlreiche Unterhöfe gehört haben, von denen einige nachgewiesen sind. Ursprünglicher Sitz dürfte das unmittelbar angrenzende Haus Borg gewesen sein. Auf dessen Gelände, das ursprünglich dem Domkapitel von Münster gehört haben soll, soll schon 867 als &amp;quot;Eigenkirche&amp;quot; die Wehrkirche St, Magnus von Everswinkel gegründet worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Alois Buntenkötter: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Everswinkels im Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Vortrag am 27. April 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am wahrscheinlichsten ist eine Abstammung der Edelherren von Deckenbrock von den [[Edelherren von Steinfurt]], welche eventuell von den [[Meinhövel (Adelsgeschlecht)|Herren von Meinhövel]] abstammten, den Vizevögten des Bistums Münster. Eines Stammes damit sind die Edelherren zu [[Münster (westfälisches Adelsgeschlecht)]], mit denen die Ebenbürtigkeit der von Deckenbrock durch Heiraten nachgewiesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; S. 11 (Bürgermeister Johann III. von Deckenbrock-Droste, * vor 1295  † 1349, war über seine Schwester Adelheid ein Schwager des Ritters Ludwig von Münster), Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; S. 12 (die Schwiegermutter des Bürgermeisters Johann VI. Droste zu Hülshoff, * 1430 † 1499, war Anna von Münster), Johann Droste († 1596) heiratete eine Tochter des Dompropstes [[Bernhard von Münster]]&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Urkunde Nr. 45 des Stifts Überwasser aus dem Jahr 1301 sind die Edelherren von Steinfurt Eigentümer sowohl von [[Burg Hülshoff]] als von Deckenbrock mit den Höfen Aldendorp und Horst, welche sie mit vielen anderen Besitztümern für 600 Mark Münsterscher Denarien der Äbtissin verpfändeten. Auch Holsenbürger&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; Münster i.W. 1869.&amp;lt;/ref&amp;gt; sagt, dass Hof Lütke Deckenbrock 1301 in den Besitz des Stiftes Überwasser kam. Der Hof Grosse Deckenbrock dagegen war nach ihm Eigentum der von Deckenbrock geblieben. Bernhard I. von Steinfurt war 1168 Dompropst von Münster; auch Johann I. und II. von Deckenbrock wurden im 13. Jahrhundert Dienstmänner des Bistums Münster. Sowohl Bernhard I. von Deckenbrock wie Rudolf II. von Steinfurt, der Erbauer von [[Schloss Burgsteinfurt]], sollen mit Bischof [[Hermann II. von Katzenelnbogen]] am dritten Kreuzzug teilgenommen haben. Mehrere Besitzungen derer von Steinfurt und von Deckenbrock in Everswinkel, Münster und Drensteinfurt waren benachbart. Die Herren von Steinfurt waren Vögte des Stifts Überwasser; [[Engelbert von Deckenbrock]] wurde Kämmerer dieses Stifts und seine Nachfolger Schöffen und Ratsherren des Kirchspiels Überwasser; vor dem Chor der [[Überwasserkirche]] wurden sie bestattet. Die von Deckenbrock hatten im 13. und 14. Jahrhundert auch das Erbamt eines [[Drost]]en des [[Domkapitel Münster|Domkapitels Münster]] inne. Es war das höchstrangige Ehrenamt, das damals eine [[hochadel]]ige Abkunft voraussetzte. Mit Ludolf von Steinfurt schloss auch [[Johann III. von Deckenbrock]] noch 1338 namens der Stadt Münster ein Separatbündnis. Die Deckenbrock/Droste zu Hülshoff hatten auch weitere Beziehungen im Sippenverband der Meinhövel: Sie stellten als deren Nachfolger Äbtissinnen und Stiftsdamen des [[Kloster Hohenholte|Klosters Hohenholte]], das von den Edelherren von Münster gefördert und von ihren Verwandten, den Edelherren von [[Bevern (westfälisches Adelsgeschlecht)|Bevern]] gegründet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für eine mögliche Abstammung von den Grafen Tecklenburg, den Edelherren von Rheda/von der Lippe oder den von Hoerde gibt es Anhaltspunkte.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe Diskussion zum Wikipediaartikel [[Burg Hülshoff]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Verwandtschaft bestand schon ab dem 13. Jahrhundert auch mit anderen führenden Familien des [[Stiftsadel]]s wie z.&amp;amp;nbsp;B. den [[Langen (westfälische Adelsgeschlechter)|Langen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Engelbert von Deckenbrock]] war mit Adelheid von Langen (mit den Rauten) verheiratet&amp;lt;/ref&amp;gt;, den Rittern von [[Schonebeck (Adelsgeschlecht)]] und den [[Morrien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; S. 95 (Bernhard III. Droste zu Möllenbeck, ein Sohn von [[Everwin von Droste zu Möllenbeck]], heiratete Elisabeth von Morrien)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familienname Deckenbrock ==&lt;br /&gt;
Vom Namen des Oberhofes Deckenbrock leiten sich ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der [[Familienname]] des [[Adelsgeschlecht]]s von Deckenbrock/[[Droste zu Hülshoff]] bzw. folgender Familienmitglieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Engelbert von Deckenbrock]]&lt;br /&gt;
* [[Johann III. von Deckenbrock]]&lt;br /&gt;
* [[Everwin I. von Deckenbrock]]&lt;br /&gt;
* [[Alhard I. von Deckenbrock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der Familienname der bäuerlichen Familien Deckenbrock und Lütke Deckenbrock, benannt nach ihren Höfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht keine Verwandtschaft zwischen dem Adelsgeschlecht von Deckenbrock/[[Droste zu Hülshoff]] und diesen Familien mit den Namen Deckenbrock oder Lütke Deckenbrock.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; Münster i.W. 1869. Genealogisches Handbuch des Adels, Band XVII&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung des Namens ==&lt;br /&gt;
Der Name wurde aus dem [[Plattdeutsch]]en de Ekenbrock (vom Eichenbruch) hergeleitet. Vinzenz Buntenkötter leitet ihn wohl richtig ab von der ursprünglichen Gemarkung Hiäkenbrock in der Nähe des heutigen Bauernhofes Lütke Deckenbrock. Brock ist eine tiefliegende mit Wasserlachen durchzogene Fläche. Auf dieser Gemarkung soll sich eine alte Siedlung am Hang oberhalb eines Wasserlaufes befunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/channel/UCNvhknuFGsryrom3gw0pt8g/ YouTube-Kanal]&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=mQTLTZFt_8c |titel=Vortrag 2023 „Annette von Droste-Hülshoff – ihre Familie“ – von Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff |upload=2023-09-15 |abruf=2023-10-21}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hortense-von-gelmini.com/shop/andere-autoren/900-jahre-droste-zu-h%C3%BClshoff/ Buch „900 Jahre Droste zu Hülshoff“]&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=c3eDiGPYG9E |titel=Fernsehsendung 2013 „Ich trage einen großen Namen – mit Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff“ |upload=2013-07-10 |abruf=2021-10-16}}&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=54tz-lpe1O4 |titel=Fernsehsendung 1997 „Ich trage einen großen Namen – mit Wilderich Freiherr Droste zu Hülshoff“ |upload=2020-03-18 |abruf=2021-10-16}}&lt;br /&gt;
* [https://www.droste-gesellschaft.de/ droste-gesellschaft.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.nach100jahren.de/ www.nach100jahren.de: Annette von Droste-Hülshoff in Briefen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vinzenz Buntenkötter: &amp;#039;&amp;#039;Everswinkel – aus seiner Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Everswinkel 1949.&lt;br /&gt;
* Bürgerschützen- und Heimatverein Everswinkel (Hrsg.:): &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Ems und Angel – Aufsätze zur Geschichte Everswinkel von Erwin Buntenkötter.&amp;#039;&amp;#039; Everswinkel 2012.&lt;br /&gt;
* Johann Holsenbürger: &amp;#039;&amp;#039;Die Herren v. Deckenbrock (v. Droste-Hülshoff) und ihre Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; Münster i.W. 1869.&lt;br /&gt;
* [[Wilderich von Droste zu Hülshoff]]: &amp;#039;&amp;#039;900 Jahre Droste zu Hülshoff&amp;#039;&amp;#039;. 2. erweiterte Auflage, Verlag LPV Hortense von Gelmini, Horben 2022, ISBN 978-3-936509-19-9&lt;br /&gt;
* Wilderich von Droste zu Hülshoff: &amp;#039;&amp;#039;Annette v. Droste-Hülshoff im Spannungsfeld ihrer Familie.&amp;#039;&amp;#039; [[C. A. Starke Verlag]], Limburg (Lahn) 1997, ISBN 3-7980-0683-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Everswinkel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Droste zu Hülshoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dusdia</name></author>
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