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	<title>Debar - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Debar&amp;diff=217388&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kozarac: unbelegt</title>
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		<updated>2026-03-14T09:58:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;unbelegt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort in Nordmazedonien&lt;br /&gt;
|NameLateinisch       = Debar&lt;br /&gt;
|NameKyrillisch       = Дебар&lt;br /&gt;
|NameAlbanisch        = Dibër/Dibra&lt;br /&gt;
|Bild                 = Дебар и Дебарското Езеро 01.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung     = Blick auf Debar und den [[Debarsee]] von Südwesten aus (2016)&lt;br /&gt;
|Wappen               = Coat of arms of Debar Municipality.svg&lt;br /&gt;
|Region               = Südwesten&lt;br /&gt;
|Gemeinde             = Debar&lt;br /&gt;
|Gliederung           =&lt;br /&gt;
|Breitengrad          = 41/31/29/N&lt;br /&gt;
|Längengrad           = 20/31/40/E&lt;br /&gt;
|Fläche (Gemeinde)    = 145.67&lt;br /&gt;
|Einwohner (Gemeinde) = 19542&lt;br /&gt;
|Einwohner            = 14561&lt;br /&gt;
|EinwohnerStand       = 2002&lt;br /&gt;
|Höhe                 = 665&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl       = 046&lt;br /&gt;
|Postleitzahl         = 1250&lt;br /&gt;
|Kfz-Kennzeichen      = DB&lt;br /&gt;
|AnschriftOrt         = 1250 Debar&lt;br /&gt;
|AnschriftStraße      = Ulica 8 Septembri 72&lt;br /&gt;
|Bürgermeister        = Hekuran Duka&lt;br /&gt;
|BürgermeisterStand   = 2019&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel   =&lt;br /&gt;
|Partei               = BDI&lt;br /&gt;
|Website              = www.dibra.gov.mk&lt;br /&gt;
|Schutzpatron         =&lt;br /&gt;
|Stadtfest            =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Debar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{mkS|Дебар}}; {{sqS|Dibra}}, indefinit &amp;#039;&amp;#039;Dibër&amp;#039;&amp;#039;; {{trS|Debre}}) ist eine Kleinstadt im Westen [[Nordmazedonien|Nordmazedoniens]]. Sie ist Amtssitz der [[Opština Debar|nach ihr benannten Opština]] (albanisch &amp;#039;&amp;#039;Komuna&amp;#039;&amp;#039;), die neben der Stadt noch 17 Dörfer umfasst. Die Grenze zu [[Albanien]] ist etwa fünf Kilometer im Nordwesten entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Debar war vor dem Zerfall des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] und somit vor der Grenzziehung zwischen Albanien und [[Jugoslawien]] im frühen 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine der wichtigsten Städte der [[Albaner]]. Von hier kamen bekannte [[Rilindja|Revivalisten]] der albanischen Nationalbewegung. [[Skanderbeg]] –&amp;amp;nbsp;heute albanischer Nationalheld&amp;amp;nbsp;– stammte aus der Region &amp;#039;&amp;#039;Dibra&amp;#039;&amp;#039; und leistete mit seiner [[Liga von Lezha]] gegen die Türken einen langen Widerstandskampf. Viele der Schlachten der Liga wurden in der Umgebung ausgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Debar eine von [[Auswanderung]] stark betroffene Stadt. Die Straßeninfrastruktur ist desolat, es gibt so gut wie keine Arbeitsplätze und für viele Jugendliche ist das Verlassen ihrer Heimatstadt der einzige Ausweg in ihrer Perspektivlosigkeit. Vom einstigen Glanz zeugen nur einzelne erhaltene Gebäude in der Altstadt und einige Statuen und Büsten berühmter Persönlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:10 1 вид на озеро Дебар.jpg|mini|links|Blick auf den [[Debarsee]]]]&lt;br /&gt;
Debar liegt auf einem Hügel rund 100 Meter oberhalb des [[Debarsee]]s in einer historischen Region, die nach ihr, [[Dibra]], benannt ist. Bis zur albanischen Grenze sind es nur fünf Kilometer und nach [[Peshkopia]] in Albanien, der wichtigsten Stadt der Region auf albanischer Seite, rund 25 Kilometer. Zur Hauptstadt [[Skopje]] sind es etwa 130 Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordöstlich der Stadt befindet sich der [[Mavrovo-Nationalpark]], der flächenmäßig größte [[Nationalparks in Mazedonien|Nationalpark in Mazedonien]]. Er liegt heute in den Grenzen der neugebildeten Gemeinde [[Opština Mavrovo und Rostuša|Mavrovo und Rostuša]]. Nördlich von Debar erhebt sich das [[Korabgebirge]] mit dem höchsten Berg Mazedoniens, dem [[Korab (Berg)|Golem Korab]] (alb. &amp;#039;&amp;#039;Maja e Korabit&amp;#039;&amp;#039;), mit {{Höhe|2764|MK|link=true}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südöstlich trifft man auf das [[Stogovo]]-Gebirge (alb. &amp;#039;&amp;#039;Stogova&amp;#039;&amp;#039;) mit der gleichnamigen höchsten Spitze auf {{Höhe|2318|MK}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Drin]] flussaufwärts Richtung Süden gibt es bis ins [[Struga]]-Tal enge Schluchten, die teilweise vom Debar- und [[Globočicasee]] gespeist werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
In der Stadt wohnen 14.561 Menschen, zusammen mit den umliegenden Dörfern, die mit der Stadt die [[Opština]] von Debar bilden, sind es 19.542 Einwohner (Stand: 2002).&amp;lt;ref name=&amp;quot;knigax&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stat.gov.mk/publikacii/knigaX.pdf Volkszählung 2002] (PDF; 2,2&amp;amp;nbsp;MB) Staatliches Statistikbüro Mazedoniens, nach Opštini und darin liegenden Orten; abgerufen am 16. Februar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kniga13&amp;quot;&amp;gt;[http://www.stat.gov.mk/pdf/kniga_13.pdf Volkszählung 2002] (PDF; 385&amp;amp;nbsp;kB) Staatliches Statistikbüro Mazedoniens, nur nach Opštini&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ethnische Verteilung für die Stadt fiel im Jahr 2002 wie folgt aus: 10.768 [[Albaner]] (73,95 %), 1.415 [[Balkantürken#Nordmazedonien|Türken]] (9,72 %), 1.079 [[Roma]] (7,41 %), 1.054 [[Mazedonier (moderne Ethnie)|ethnische Mazedonier]] (7,24 %) und 245 Personen anderer Herkunft (1,68 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;knigax&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kniga13&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94,52 Prozent der Stadteinwohner sahen sich 2002 als [[Islam|Muslime]]. Von den ethnischen Mazedoniern war ein großer Teil [[Torbeschen]]. 4,72 Prozent waren [[Orthodoxes Christentum|orthodoxe Christen]] und je 0,38 Prozent bezeichneten sich als [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]] oder hatten einen anderen Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
Im 5. Jahrhundert v. Chr. als &amp;#039;&amp;#039;Dober&amp;#039;&amp;#039; erstmals erwähnt, veränderte sich der Name der Stadt im Laufe der Geschichte nur wenig. Auf [[Mazedonische Sprache|Mazedonisch]] wird sie heute &amp;#039;&amp;#039;Debar&amp;#039;&amp;#039; ([[Kyrillische Schrift|Kyrillisch]] Дебар), auf [[Albanische Sprache|Albanisch]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dibra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (bestimmte Form, unbestimmte Form: &amp;#039;&amp;#039;Dibër&amp;#039;&amp;#039;) und auf [[Türkische Sprache|Türkisch]] &amp;#039;&amp;#039;Debre&amp;#039;&amp;#039; genannt. Während der [[Osmanisches Reich|osmanischen Besatzung]] wurde der türkische Name auch in erweiterter Form als &amp;#039;&amp;#039;Debre-i Bâlâ&amp;#039;&amp;#039; ({{otaS|دبرهء بالا}}) benutzt. Auf [[Bulgarische Sprache|Bulgarisch]] wird der Stadtname &amp;#039;&amp;#039;Дебър&amp;#039;&amp;#039; geschrieben. [[Neugriechische Sprache|Griechisch]] heißt die Stadt &amp;#039;&amp;#039;Dívrē&amp;#039;&amp;#039; (Δίβρη) oder &amp;#039;&amp;#039;Dívra&amp;#039;&amp;#039; (Δίβρα).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
Erstmals wird Debar im 5. Jahrhundert v. Chr. von [[Herodot]] als Ort &amp;#039;&amp;#039;Dober&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Im 1. Jahrhundert n. Chr. nennt [[Strabon]] einen [[Liste der illyrischen Stämme|illyrischen Stamm]] der &amp;#039;&amp;#039;Doberer&amp;#039;&amp;#039;, welcher in der Region des Ortes &amp;#039;&amp;#039;Dober&amp;#039;&amp;#039; siedelte. [[Ptolemäus]] beschreibt auf einer seiner Karten den Ort &amp;#039;&amp;#039;Doberus/Dober&amp;#039;&amp;#039;, der vom [[Illyrer|illyrischen]] Stamm der &amp;#039;&amp;#039;Doberer&amp;#039;&amp;#039; besiedelt wird, ebenfalls. Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass das antike &amp;#039;&amp;#039;Dober&amp;#039;&amp;#039; identisch mit der heutigen Stadt ist und somit der Vorgänger von Debar war, das in seiner Region ein bedeutendes Handelszentrum war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Römisches Reich|römischen Zeit]] wuchs der Ort zu einer kleinen Stadt mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Deborus&amp;#039;&amp;#039;, das an einer [[Römerstraße]] lag. Als die [[Byzantinisches Reich|Byzantiner]] das Gebiet eroberten, wurde eine Burg errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Nähe von Debar stammt ein bedeutender spätantiker Grabfund, das [[Grab von Taraneš]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und Osmanen ===&lt;br /&gt;
Die Stadt Debar spielte im Mittelalter für den albanischen Widerstand gegen die [[Osmanisches Reich|Osmanen]] eine wichtige Rolle. Die von [[Skanderbeg]] – einem christlichen Fürsten aus der Region [[Kreis Mat|Mat]] – 1444 gegründete [[Liga von Lezha]] hatte ihre Ursprünge in Debar. 1443 trafen sich dort schon einige albanische Fürsten, um sich gegen den gemeinsamen Feind zu verbünden. Man kann deswegen sagen, dass Debar Entstehungsort des albanischen Kampfes gegen die osmanische Expansion war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.top-channel.tv/artikull.php?id=195737 |titel=Në Dibër të Madhe |sprache=sq |hrsg=[[Top Channel]] |datum=2010-10-22 |zugriff=2013-01-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1502 ist die Stadt unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Dibri&amp;#039;&amp;#039; von [[Felix Petancic]] erwähnt, einem Gesandten von [[Vladislav II. (Böhmen und Ungarn)|Vladislav II.]], dem König von Ungarn, Böhmen und Kroatien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einem regionalen Zentrum mit großem Markt und vielen Läden entwickelte sich der Ort während der [[Osmanisches Reich|osmanischen Herrschaft]]. In diese Zeit fällt auch die Entstehung der [[Kunstschule von Debar]], die vor allem für ihre Holzschnitzereien und [[Ikonostase]] bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erwachen des Nationalismus ===&lt;br /&gt;
Für die Geschichte der [[Albaner]] spielt Debar eine bedeutende Rolle. Im Jahr 1844 fand dort eine große Schlacht zwischen osmanischen Truppen unter dem Feldherr Hajredin Pascha und albanischen Aufständischen unter der Führung von Iljaz Pascha Qoku statt. Hajredin Pascha war vorher mit der Aufgabe aus Konstantinopel gesandt worden, in Debar Gesetzesänderungen und die Entsendung junger albanischer Männer in die osmanische Hauptstadt durchzusetzen. Die Bürger von Debar wehrten sich jedoch gegen diese Forderungen und der Aufstand breitete sich in die ganze Region aus. Laut den Berichten gab es insgesamt etwa 12.000 Tote. Die Gräber der gefallenen Soldaten befinden sich nahe der Innenstadt von Debar, wo sie denkmalgeschützt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der albanischen Volkskultur wird dieser Schlacht mit einem epischen Lied gedacht, das die Tapferkeit der albanischen Soldaten zu ihrem Widerstand gegen die osmanischen Machthaber besingt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.qarkudiber.gov.al/diber/doc/Iliaz_pashe.pdf |titel=Steckbrief zu Iljaz Pascha Qoku (Dibra) |sprache=sq |zugriff=2013-01-11 |hrsg=[[Qark Dibra]] |format=PDF; 15,8&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20151219182726/http://www.qarkudiber.gov.al/diber/doc/Iliaz_pashe.pdf |archiv-datum=2015-12-19 |offline=ja |archiv-bot=2019-03-12 06:35:15 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zemrashqiptare.net/news/id-11327/rp-0/act-print/rf-1/Print.html |titel=Kryengritja e Dervish Carës, parapërgatiti Lidhjen e Prizrenit |sprache=sq |zugriff=2013-01-11 |datum=2009-09 |hrsg=[[Universität Tetovo]] |autor=Vebi Xhemaili}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß §&amp;amp;nbsp;10 des [[Ferman zur Errichtung des Bulgarischen Exarchats|Fermans zur Errichtung des Bulgarischen Exarchats]] trat nach einer abgehaltenen Volksbefragung im Jahre 1897 die [[Christentum|christliche]] Bevölkerung in der Stadt und Region der [[Bulgarisch-Orthodoxe Kirche|Bulgarischen-orthodoxen Kirche]] bei. In der Folge wurde Debar Zentrum einer [[Eparchie]] des [[Bulgarisches Exarchat|Bulgarischen Exarchats]], das hier für die bulgarische Bevölkerung ein Gymnasium und drei Grundschulen leitete.&amp;lt;ref&amp;gt;D. M. Brancoff: &amp;#039;&amp;#039;La Macédoine et sa Population Chrétienne&amp;#039;&amp;#039;. Paris, 1905, S. 152&amp;amp;nbsp;153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind mehrere Aufstände gegen den Sultan bekannt. In dieser Zeit beträgt die Einwohnerzahl um die 15.000, wobei die Albaner die Mehrheit stellten.&amp;lt;ref&amp;gt;Васил Кънчов: [http://www.promacedonia.org/vk/vk_2_41.htm Македония. Етнография и статистика. София, 1900, S. 259.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit unter Jugoslawien ===&lt;br /&gt;
Nach der Ausrufung der [[Geschichte Albaniens#Unabhängigkeit|albanischen Unabhängigkeit]] am 28. November 1912 war die Mehrheit der Bürger für die Zugehörigkeit ihrer Stadt zu diesem neuen Staat. [[Königreich Serbien|Serbien]] konnte aber bei den Großmächten ([[Londoner Vertrag (1913)|Londoner Vertrag von 1913]]) durchsetzen, dass Debar sowie das gesamte albanischsprachige Gebiet der heutigen Republik Mazedonien unter seine Herrschaft kommt. Im September 1913 brach in der Region der [[Ohrid-Debar-Aufstand]] aus. Er wurde vom [[Bulgarische Makedonien-Adrianopeler Revolutionäre Komitees|Bulgarischen Makedonien-Adrianopeler Revolutionären Komitee]] sowie von der albanischen Bevölkerung organisiert und richtete sich gegen die neue serbische Herrschaft. Durch die Lage unmittelbar an der Grenze wurde Debar vom größten Teil seines Hinterlands ([[Dibra]]) auf der albanischen Seite abgeschnitten und umgekehrt waren die Dörfer in Albanien nun von ihrem Handelszentrum isoliert. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] schlug Italien 1941 das Gebiet dem von [[Italien]] besetzten [[Albanien]] zu. Seit 1944 gehörte die Stadt zur [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|jugoslawischen]] Teilrepublik Mazedonien ([[Sozialistische Republik Mazedonien]]) und seit 1991 zur unabhängigen Republik Mazedonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Naturlandschaften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Debar, Macedonia.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Uhrturm-Moschee&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind der Uhrturm ([[Sahat-Kula]]) und einige Moscheen aus osmanischer Zeit. Etwa 25 Kilometer nordöstlich der Stadt liegt das [[Kloster Sveti Jovan Bigorski]] aus dem 11. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgebung ist außerdem für ihre vielen Naturlandschaften bekannt. Unter anderem sind der Debarsee und die unberührten Landschaften in seiner Nähe von Bedeutung. Der Skiort [[Mavrovo (Dorf)|Mavrovo]] und der [[Mavrovo-Nationalpark|gleichnamige Nationalpark]] gehören zu den bekanntesten Naturattraktionen Mazedoniens. Sie befinden sich 20 Kilometer Luftlinie östlich der Stadt. Der [[Korab (Berg)|Korab]] ist der höchste Berg des Landes und liegt in nur 28 Kilometer Luftlinie Entfernung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
In Banište und Kosovrasti, beide etwas außerhalb von Debar, gibt es bis zu 40&amp;amp;nbsp;°C warme Mineralquellen, die zu Kurzwecken genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Straßeninfrastruktur ist auch im landesweiten Vergleich schlecht. Alle Nationalstraßen sind eng, haben keine Markierungen und sind teilweise über 30 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht eine dem Flusslauf des Drins folgende, kurvige und holprige Straße nach Struga im Süden, die in rund einer Stunde erreicht werden kann. Eine weitere führt durch den Nationalpark Mavrovo nach [[Gostivar]] im Nordosten. Sie ist etwas länger und im etwa gleichen Zustand. Für Debar selber von Wichtigkeit, aber für Mazedonien eher unbedeutend ist die Straße nach [[Maqellara]] und [[Peshkopia]] in Albanien. Auch die ist in einem eher schlechten Zustand, obwohl sie die Hauptstraße der Region Dibra ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach [[Bulqiza]] und [[Burrel]] existiert eine Straße. In Zukunft soll dieser Trasse folgend eine Schnellstraße in die albanische Hauptstadt [[Tirana]] entstehen, die im Bau befindliche &amp;#039;&amp;#039;[[Rruga e Arbërit]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Verbindung in den Ballungsraum Tirana-[[Durrës]] (mit rund einer Million Einwohnern) ist für viele Einwohner die einzige Hoffnung einer baldigen Erholung der Wirtschaft in der Stadt und Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Region ist im Winter stark lawinen- und erdrutschgefährdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Johann I. Debranin]] (1018–1037), Erzbischof von Ohrid&lt;br /&gt;
* [[Moisi Arianit Golemi]] († 1464), Verbündeter [[Skanderbeg]]s und regionaler Fürst&lt;br /&gt;
* [[Vehbi Dibra]] (1867–1937), Politiker, muslimischer Geistlicher und Gründervater Albaniens&lt;br /&gt;
* [[Sherif Langu]] (1877–1956), Politiker und Gründervater Albaniens&lt;br /&gt;
* [[Fiqri Dine]] (1897–1960), Politiker in Albanien&lt;br /&gt;
* [[Milan Pančevski]] (1935–2019), jugoslawischer Politiker und letzter Vorsitzender des BdKJ&lt;br /&gt;
* [[Eqrem Basha]] (* 1948), Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dibra.gov.mk/ Offizielle Website der Opština Debar] (albanisch, mazedonisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.iashowcase.com/return/service/thermal-spas-in-macedonia/ Webseite Thermal Spas in Macedonia] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Nordmazedonische Städte}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4478924-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Nordmazedonien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opština Debar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kozarac</name></author>
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