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	<title>Davistan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Davistan Krimmer-, Plüsch- und Teppichfabriken AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis 1933 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;David &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein ehemaliges [[Deutschland|deutsches]] [[Unternehmen]], aus dem die [[Schaeffler-Gruppe]] entstand. Das von dem [[Judentum|jüdischen]] Unternehmer Leopold David 1842 gegründete Unternehmen ging ab 1940 unter Wert in den Besitz von [[Wilhelm Schaeffler]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kietrz, opuštěná továrna.jpg|mini|Ruine der Fabrik Nr. 1 von Welur, ehemals David &amp;amp; Co., in [[Kietrz|Katscher]], 2016]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung und wirtschaftlicher Aufstieg ===&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde 1842&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reiches |Verlag=Königliche Geheime Ober-Hofbuchdr. |Datum=1873 |Seiten=216 |Online=https://books.google.com/books?id=sThoAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA216&amp;amp;dq=%22leopold+david%22+berlin&amp;amp;q=%22leopold+david%22&amp;amp;hl=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als David &amp;amp; Co. KG von Leopold David&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Londoner Ausstellung 1862. Special-Catalog der gewerblichen Ausstellung des Zollvereins |Verlag=K. Geh. Ober-Hofbuchdruck |Ort=Berlin |Datum=1862 |Seiten=96 |Online=https://books.google.com/books?id=XMFAAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;dq=%22david+&amp;amp;q=%22david+&amp;amp;hl=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Verheiratet mit Clara, geb. Sonnenthal. Siehe &amp;#039;&amp;#039;National-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 6. November 1860 ([https://www.google.de/books/edition/Nationalzeitung/U21NAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22leopold%20david%22%20berlin&amp;amp;pg=RA14-PA10&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;bsq=%22leopold%20david%22 google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; gegründet, ansässig in der Niederwallstraße 13–14&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Meier’s Adreßbuch der Exporteure und Importeure |Verlag=Dudy |Datum=1925 |Seiten=40 |Online=https://books.google.com/books?id=DarpfEOFxNQC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=%22david+&amp;amp;q=%22david+&amp;amp;hl=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Berlin]]. Es produzierte [[Plüsch]] in Berlin, [[Brzeg|Brieg]] und [[Kloster Zinna (Jüterbog)|Zinna]] sowie [[Wolle|Wollgewebe]] in [[Nowawes]]. 1871 waren fast 1000 Menschen für das Unternehmen tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ausstellung&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahre 1907 gehörte das Unternehmen dem jüdischen Unternehmer Georg Frank,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christof Biggeleben |Titel=Das „Bollwerk des Bürgertums“: die Berliner Kaufmannschaft 1870-1920 |Verlag=C.H.Beck |Datum=2006 |ISBN=978-3-406-54993-9 |Online=https://books.google.com/books?id=PsMbEv8I_9cC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PP1&amp;amp;dq=%22david+&amp;amp;q=frank&amp;amp;hl=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte seinen Sitz An der Fischerbrücke 14 in Berlin und produzierte Plüsch, [[Konfektion|Herren- und Damenkonfektionskleidung]], [[Textilie|Stoffe]] und [[Teppich]]e.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch |1907|379|David &amp;amp; Co. |Teil=Teil 1 |Seite=361}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit wurde ein Teil der Produktion des Unternehmens ins [[Oberschlesien|oberschlesische]] [[Kietrz|Katscher]] verlegt, ein Teil der Fertigung verblieb in Nowawes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Berichte aus Fachkreisen |Sammelwerk=Der Textil-Arbeiter |Band=28 |Nummer=2 |Ort=Berlin |Datum=1916-01-14 |Seiten=8 |Online=https://library.fes.de/gewerkzs/textilarbeiter/1916/pdf/1916-002.pdf |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen war in den 1920er Jahren der größte Teppichhersteller in Katscher. Im Jahr 1925 wurde ein mehrstöckiges Fabrikgebäude errichtet, in dem zwischen 600 und 700 Arbeiter beschäftigt waren. Im Jahr 1927 kaufte David &amp;amp; Co. eine ehemalige Schokoladenfabrik in der Nähe des Katscher Bahnhofs und baute sie aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maler&amp;quot;&amp;gt;Katarzyna Maler: [https://sbc.org.pl/Content/316895/1%20z%20errat%C4%85.pdf &amp;#039;&amp;#039;Kościół katolicki na ziemi głubczyckiej w latach 1742–1945. Dzieje pruskiej części archidiecezji ołomunieckiej - komisariatu kietrzańskiego i wikariatu generalnego w Branicach&amp;#039;&amp;#039;. Tom I.] (PDF; 55&amp;amp;nbsp;MB) Stowarzyszenie Lokalna Grupa Działania „Płaskowyż Dobrej Ziemi“. Opole, Kietrz 2017, S. 170, ISBN 978-83-938215-1-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. Pokorny |Titel=Die Weberei in Katscher |Sammelwerk=Festschrift zum 40jährigen Bestehen der Patenschaft zwischen dem Landkreis Holzminden und dem Kreis Leobschütz O/S 1955-1995 |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Geschäftsjahr 1933 machte das Unternehmen einen Umsatz von 4,2 Millionen [[Reichsmark]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlesischerAnfang&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Grazyna Gintner |url=http://lydiasanojar.de/schlesischer_anfang_gg_schaeffler.pdf |titel=Schlesischer Anfang |datum=2016-08-02 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160802100850/http://lydiasanojar.de/schlesischer_anfang_gg_schaeffler.pdf |abruf=2021-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aufkommende [[Nationalsozialismus]] und die damit verbundenen Repressalien gegenüber Juden zwangen den Inhaber Ernst Frank, Konsul aus Berlin und seit 1929 Ehrenbürger von Katscher,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maler&amp;quot; /&amp;gt; im Jahr 1933 mit seiner Familie zur Flucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gregor Schöllgen |url=https://www.cicero.de/wirtschaft/schaefflers-dunkler-schatten/39516 |titel=Schaefflers dunkler Schatten |werk=[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]] |datum=2009-03 |abruf=2019-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl das Unternehmen allem Anschein nach wirtschaftlich erfolgreich war, wurde am 9. Dezember 1933 über das Vermögen von David &amp;amp; Co. ein [[Insolvenz|Konkursverfahren]] eröffnet, sowie einige Tage später auch über das Vermögen von Ernst Frank.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauh-ZUG-56&amp;quot;&amp;gt;Cornelia Rauh: {{Webarchiv |url=https://www.hist.uni-hannover.de/fileadmin/historisches_seminar/lehrende/cornelia_rauh/Rauh_zu_Schoellgen__ZAG_in_ZUG_56.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;„Angewandte Geschichte“ als Apologetik-Agentur? Wie man an der Universität Erlangen-Nürnberg Unternehmensgeschichte „kapitalisiert“&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20160304080758}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Unternehmensgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 56, 2011, Heft 1, S. 102–115.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiden Vermögen beinhalteten zahlreiche [[Grundstück]]e in Katscher, Gebäude, Inventar und Rechte wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wechsel (Wertpapier)|Wechsel]]. Gläubiger waren die [[Dresdner Bank]] und das [[Bankhaus Mendelssohn &amp;amp; Co.]] Der Konkursverwalter Walter Haupt und die beiden Gläubiger gründeten um die Jahreswende 1933/34 für das Unternehmen die [[Auffanggesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Davistan Weberei und Knüpferei GmbH&amp;#039;&amp;#039; mit einem niedrigen Gesellschaftskapital von 20.000 Reichsmark, die den Betrieb von Davistan zunächst erfolgreich aufrechterhielt, jedoch im Frühjahr 1934 mit Schwierigkeiten im Einkauf und Geschäftsverkehr zu kämpfen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlesischerAnfang&amp;quot; /&amp;gt; Haupt schlug den beiden Gläubigern vor, die beiden Konkursmassen zu einem Preis von 4 bis 4,3 Millionen Reichsmark zu erwerben. Diese lehnten jedoch ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurde am 29. Mai 1934 die &amp;#039;&amp;#039;Davistan Krimmer-, Plüsch- und Teppichfabrik [[Aktiengesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet, mit einem Aktienkapital von einer Million Reichsmark. Sie löste die Davistan GmbH ab. Zum Vorstand wurden die Kaufmänner Franz Breitschädel und Rudolf Spies bestimmt. Den ersten [[Aufsichtsrat]] bildeten Herbert Schönfeldt, Clemens Carl Freyer und Joseph Kötter. Die neue Aktiengesellschaft bezahlte für das gesamte Vermögen der ehemaligen Firma David &amp;amp; Co. 3,6 Mio.&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|RM]], für das gesamte private Vermögen von Ernst Frank 224.000&amp;amp;nbsp;RM. Der Betrieb ging weiter. Im Dezember 1934 beschäftigte das Unternehmen 590 Menschen. Im ersten Jahr wurde für die Aktiengesellschaft ein [[Jahresüberschuss|Reingewinn]] in Höhe von 25.316,50 RM ausgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlesischerAnfang&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übernahme durch Wilhelm Schaeffler und Rüstungsbetrieb ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schaeffler-Gruppe}}&lt;br /&gt;
Die [[Dresdner Bank]], bei der [[Wilhelm Schaeffler]] seit 1937 als [[Wirtschaftsprüfer]] tätig war,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen&amp;quot; /&amp;gt; bot ihrem Angestellten an, in die Davistan Krimmer-, Plüsch- und Teppichfabriken AG einzusteigen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=64628275 |Autor=Nils Klawitter |Titel=Spur nach Auschwitz? |Jahr=2009 |Nr=12 |Seiten=76 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schaeffler-und-die-ns-zeit-haessliche-braune-flecken-1.483170 Uwe Ritzer: &amp;#039;&amp;#039;Hässliche braune Flecken. Historiker streiten über die Rolle der Brüder Schaeffler im Dritten Reich – offenbar war die Firma stärker verstrickt als bisher bekannt.&amp;#039;&amp;#039;] Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; gut 30 Prozent unter Wert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt&amp;quot;&amp;gt;[https://www.welt.de/wirtschaft/article3272338/Schaeffler-legt-Nazi-Vergangenheit-offen.html &amp;#039;&amp;#039;Schaeffler legt Nazi Vergangenheit offen&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt|Welt Online]], 25. Februar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 4. November 1940 löste Schaeffler mithilfe von Krediten seines Arbeitgebers über eine halbe Million RM Rudolf Spies als Vorstandsmitglied ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauh-ZUG-56&amp;quot; /&amp;gt; Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde Carl Schleipen, Direktor der Dresdner Bank, sein Stellvertreter Heinz Fritsch&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sächsisches Staatsarchiv |url=https://www.archiv.sachsen.de//archiv/bestand.jsp |titel=11739 Gebrüder Fritsch, Werk Großenhain |werk=archiv.sachsen.de |sprache=de |abruf=2025-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Tuchfabrikant aus [[Cottbus]]. Bereits seit Sommer 1940 wurde die Produktion von Plüsch und [[Lammfell|Krimmer]] auf [[Fliegerjacke]]n und von Teppichen auf Papiersäcke für Sand und Stroh umgestellt. Im Juni 1941 verlegte Schaeffler den Sitz von Davistan von Berlin nach Katscher, wo das Unternehmen in der Krotfelderstraße 1 angesiedelt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlesischerAnfang&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Antrag von Heinz Fritsch wurde im Juni 1942 der Firmenname abgeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt; Den langjährigen Vorstand Franz Breitschädel drängte Schaeffler im darauffolgenden Jahr aus der Unternehmensleitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gazeta.pl-2009-03-04&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Teresa Kudyba |url=https://wiadomosci.gazeta.pl/wiadomosci/1,114873,6342712,Czy_Niemcy_wespra_firme_z_hitlerowska_przeszloscia.html |titel=Czy Niemcy wesprą firmę z hitlerowską przeszłością |werk=[[Gazeta.pl]] |datum=2009-03-04 |sprache=pl |abruf=2019-10-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Firma lautete nun &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Schaeffler AG&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlesischerAnfang&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1943 gründete Wilhelm Schaeffler, der 1941 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] eingetreten war, eine [[Kommanditgesellschaft]] für das [[Rüstungsindustrie|Rüstungsgeschäft]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gregor Schöllgen |url=https://www.cicero.de/wirtschaft/schaefflers-dunkler-schatten/39516 |titel=Schaefflers dunkler Schatten |werk=[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]] |datum=2009-03 |abruf=2019-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt; Er steuerte fortan die Rüstungs- und die textile Produktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen2&amp;quot; /&amp;gt; Die Werke in Katscher produzierten Abwurfgeräte für die Luftwaffe, [[Brandbombe]]n, [[Nadellager]] für Panzer, Wehrmachtswesten, [[Matratze]]n und [[Mantel|Mäntel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Der Hinweis auf Brandbomben findet sich bei Miroslaw Sikora: &amp;#039;&amp;#039;Die Waffenschmiede des „Dritten Reiches“. Die deutsche Rüstungsindustrie in Oberschlesien während des Zweiten Weltkrieges&amp;#039;&amp;#039; (Bochumer Studien zur Technik- und Umweltgeschichte, Band 3). Aus dem Polnischen übersetzt von David Skrabania. Klartext-Verlag, Essen 2014, S. 328, ISBN 978-3-8375-1190-1. Es handelte sich demnach unter anderem um Bomben des Typs &amp;#039;&amp;#039;Brand 4&amp;#039;&amp;#039;. Zu diesen siehe {{Internetquelle |url=http://michaelhiske.de/Wehrmacht/Luft/Luft/LDV_4200/SERIE_J/Blatt_08b.HTM |titel=Brand 4 CH, Brand 4 CHl, Brand 4 D/NP 30, Brand 4 Na |werk=michaelhiske.de |abruf=2020-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen setzte dabei [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] aus [[Frankreich]], der [[Sowjetunion]] und [[Polen]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt; Letztere waren im &amp;#039;&amp;#039;Polenlager 92&amp;#039;&amp;#039; in Katscher&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/zwangsarbeit/haftstaetten/index.php?action=2.2&amp;amp;tab=7&amp;amp;id=2038 Stichworte zum Lager] im &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der KZ-ähnlichen Lager und Haftstätten sowie von Institutionen und Betrieben, in denen Zwangsarbeit geleistet wurde (ehemals Haftstättenverzeichnis der [[Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“|Stiftung EVZ]]&amp;#039;&amp;#039;) auf den Webseiten des [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchivs]], abgerufen am 7. Oktober 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://hm.fotohistoria.pl/hm_presentations/forgotten_camps/index.php?ver=pl&amp;amp;content=z&amp;amp;id=230 |titel=Kietrz, &amp;#039;&amp;#039;Polenlager&amp;#039;&amp;#039; 92 |titelerg=Zapomniane obozy nazistowskie |werk=fotohistoria.pl |format= |sprache=pl |offline=1 |archiv-url=https://archive.is/20130416075324/http://hm.fotohistoria.pl/hm_presentations/forgotten_camps/index.php?ver=pl&amp;amp;content=z&amp;amp;id=230# |archiv-datum=2013-04-16 |abruf=2019-10-14 |abruf-verborgen= |kommentar=Informationen der [[Zeitzeuge]]n Barbara Kruczkowska und Józefa Posch-Kotyrba}}&amp;lt;/ref&amp;gt; interniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt; 1944 kam es zu einer „Kriegsarbeitsgemeinschaft“ mit der [[Schumag]], die in den Räumlichkeiten in Katscher Achsen, Rollen und Präzisionskleinteile für Heer und Luftwaffe herstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Miroslaw Sikora: &amp;#039;&amp;#039;Die Waffenschmiede des „Dritten Reiches“. Die deutsche Rüstungsindustrie in Oberschlesien während des Zweiten Weltkrieges&amp;#039;&amp;#039; (Bochumer Studien zur Technik- und Umweltgeschichte, Band 3). Aus dem Polnischen übersetzt von David Skrabania. Klartext-Verlag, Essen 2014, S. 215, ISBN 978-3-8375-1190-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen, das in Kriegszeiten aus vier Werken bestand,&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die Fotos und Bildunterschriften in {{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/unternehmensgeschichte-schaeffler-die-dunkle-vergangenheit-1.485046 |titel=Schaeffler – die dunkle Vergangenheit |werk=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2009-03-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20191013121545/https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/unternehmensgeschichte-schaeffler-die-dunkle-vergangenheit-1.485046 |archiv-datum=2019-10-13 |abruf=2019-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verarbeitete bei seiner textilen Produktion auch Menschenhaar aus dem [[KZ Auschwitz-Birkenau|Vernichtungslager Auschwitz]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Einleitung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945]]. Band 16. Das KZ Auschwitz 1942–1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45&amp;#039;&amp;#039;. Bearbeitet von Andrea Rudorff. Walter de Gruyter. Berlin / Boston 2018, S. 28. ISBN 978-3-11-036503-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Firmengelände gefundene [[Meterware]] erwies sich nach einer Untersuchung des Gerichtsmedizinischen Instituts der [[Jagiellonen-Universität]] von 1949 als aus Menschenhaar gemachtes Gewebe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strzelecki-1994&amp;quot;&amp;gt;Andrzej Strzelecki: &amp;#039;&amp;#039;The plunder of victims and their corpses&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Israel Gutman]], [[Michael Berenbaum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Anatomy of the Auschwitz Death Camp&amp;#039;&amp;#039;, Indiana University Press in Zusammenarbeit mit dem United States Holocaust Memorial Museum, Bloomington 1994, ISBN 0-253-32684-2, S. 246–266, hier S. [https://books.google.de/books?id=mub823JQrdUC&amp;amp;pg=PA261&amp;amp;lpg=PA261&amp;amp;dq=kietrz+hair+auschwitz&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=lkvu78Xhug&amp;amp;sig=ACfU3U2FtBt1lNEyYRdR_YwDQhrmwLS36w&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwilic6c14nlAhXLJ1AKHWgLCnsQ6AEwDnoECAkQAQ#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false 261.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andrzej Strzelecki: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwertung der Leichen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hefte von Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;, 21 (2000) S. 101–164, hier S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ins Deutsche übersetzte Abdrucke der Gutachten von 1946, 1947 und 1949 finden sich bei Andrzej Strzelecki: &amp;#039;&amp;#039;Die Verwertung der Leichen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hefte von Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;, 21 (2000) S. 101–164, hier S. 157–164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] übernahm der [[Polen|polnische Staat]] die Reste der Schaeffler-Werke. Bis in die 1990er Jahre wurden dort in der &amp;#039;&amp;#039;Zakłady T Materiał Dekoracyjnych Welur SA&amp;#039;&amp;#039; Teppiche hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchlesischerAnfang&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://archiwaopolskie.pl/zaklady-tkanin-dekoracyjnych-welur-s-a-w-kietrzu/ |titel=Zakłady Tkanin Dekoracyjnych Welur S.A. w Kietrzu |werk=Archiwa Opolskie |sprache=pl |abruf=2021-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erforschung der NS-Vergangenheit ==&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Gregor Schöllgen]], der die Unternehmensgeschichte im Auftrag der Familie Schaeffler untersuchte, behauptete 2009, es gebe für die Verbindung nach Auschwitz „keine Belege“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cicero-Schöllgen3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gregor Schöllgen |url=https://www.cicero.de/wirtschaft/schaefflers-dunkler-schatten/39516 |titel=Schaefflers dunkler Schatten |werk=[[Cicero (Zeitschrift)|Cicero]] |datum=2009-03 |abruf=2019-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beziehungsweise keine direkten Belege.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPIEGEL-2009-12&amp;quot; /&amp;gt; Für diese Ansicht wurde er 2011 von seinen Kollegen [[Tim Schanetzky]],&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Schanetzky: &amp;#039;&amp;#039;Die Mitläuferfabrik. Erlanger Zugänge zur „modernen Unternehmensgeschichte“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Akkumulation. Informationen des Arbeitskreises für kritische Unternehmens- und Industriegeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 31/2011, S. 3–10.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Cornelia Rauh]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauh-ZUG-562&amp;quot;&amp;gt;Cornelia Rauh: {{Webarchiv |url=https://www.hist.uni-hannover.de/fileadmin/historisches_seminar/lehrende/cornelia_rauh/Rauh_zu_Schoellgen__ZAG_in_ZUG_56.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;„Angewandte Geschichte“ als Apologetik-Agentur? Wie man an der Universität Erlangen-Nürnberg Unternehmensgeschichte „kapitalisiert“&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20160304080758}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Unternehmensgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 56, 2011, Heft 1, S. 102–115.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Toni Pierenkemper]]&amp;lt;ref&amp;gt;Toni Pierenkemper: &amp;#039;&amp;#039;„Moderne“ Unternehmensgeschichte auf vertrauten (Irr-)Wegen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Unternehmensgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 57, 2012, S. 70–85.&amp;lt;/ref&amp;gt; vehement kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://polska-org.pl/8435349,foto.html Fotografien der David &amp;amp; Co. Teppichfabrik in Katscher.] polska-org.pl (polnisch)&lt;br /&gt;
* [https://fotopolska.eu/Kietrz/b13619,Zaklady_Tkanin_Dekoracyjnych_iWeluri.html?f=1820921-foto Fotografien und Karte der Fabrikstandorte in Katscher.] fotopolska.eu (polnisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rüstungshersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Textilindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Teppichherstellung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arisiertes Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Kietrz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Woiwodschaft Opole)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1842]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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