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	<title>David Spiro - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-01T10:16:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;David Kahane Spiro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[1901]] in [[Książ Wielki]], [[Polen]]; gestorben  [[17. Oktober]] [[1970]] in [[Jerusalem]]) war [[Rabbiner]] im Rabbinat [[Warschau]] und Mitbegründer der Israelitischen Kultusgemeinde Fürths nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wo er 25 Jahre lang als Gemeinderabbiner gewirkt hat. Er galt weltweit als geachtete [[Halacha|halachische]] Autorität, insbesondere in [[Scheidebrief|Scheidungsfragen]],&amp;lt;ref&amp;gt;In den Jahren 1946 bis 1951 hat Rabbiner Spiro mehr als 200 Scheidungsbriefe ausgestellt, und zwar ohne eine Gebühr für die geleistete Arbeit zu erheben.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ihm wird zugeschrieben, maßgeblich daran beteiligt gewesen zu sein, dass sich jüdisches Leben in Bayern wieder etablieren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] kam Spiro im Haus seines Onkels, des zweiten Rabbiners von [[Sochaczew]], unter. Er erlernte dort die Grundsätze des [[Chassidismus]], dem er zeit seines Lebens verbunden blieb. Zusammen mit seinem Vater zog Spiro nach [[Krakau]]. Nach intensivem Studium folgte seine [[Semicha]], die formelle [[Ordination]] zum Rabbiner. Nach [[Warschau]] kam Spiro durch die Heirat mit der Tochter des Rabbiners Chaim Jehoschua Gutschechter. In das Rabbinat der damals größten jüdischen Gemeinde Europas wurde er 1936 als jüngstes offizielles Mitglied aufgenommen. In den Zeiten eines [[Geschichte der Juden in Polen#Zunehmender Antisemitismus|zunehmenden Antisemitismus]] gehörte es zu seinen Aufgaben, die jüdische Gemeinde gegenüber den Behörden zu vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besetzung Polens]] musste ein [[Judenrat]] gebildet werden. Bis zur Liquidierung des [[Warschauer Ghetto]]s im April 1943, die er hautnah miterlebte, hatte David Spiro dieses Amt inne. Sowohl seine Eltern als auch seine Ehefrau und die gemeinsamen vier kleinen Kinder wurden von den Deutschen ermordet; auf David Spiros Grabstein sind ihre Namen genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiro selbst wurde in das [[Liste der Außenlager des KZ Majdanek#Budzyń|Zwangsarbeiterlager Budzyń]] [[Deportation|deportiert]]. Sein weiterer Weg führte ihn in das [[KZ Flossenbürg]] und dessen [[KZ-Außenlager Hersbruck|Außenlager in Hersbruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Völlig erschöpft überlebte er den [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] zum [[KZ Dachau]]. Schwer erkrankt erlebte er dann die [[Befreiung des Konzentrationslagers Dachau]] durch die [[Seventh United States Army|7. US-Armee]] Ende April 1945. Unter den Befreiern befand sich auch sein Bruder, der [[Feldrabbiner|Militärrabbiner]] Chaplain [[Abraham Spiro]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;tobias&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jim G. Tobias |url=https://www.hagalil.com/archiv/2006/03/oberfranken.htm |titel=Trainingskibbuz Zettlitz: Jüdischer Neubeginn in Oberfranken |werk=[[HaGalil|haGalil.com]] |datum=2006-03-13 |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Abraham Spiro seinen Dienst in der US-Bezirksverwaltung in Bamberg aufnahm und sich unter anderem für die Einrichtung von [[DP-Lager]]n einsetzte, übersiedelte David Spiro in ein DP-Lager in Fürth. Neben [[Jean Mandel]] war er die treibende Kraft des Wiederaufbaus der Israelitischen Kultusgemeinde Fürth, deren Rabbiner er bis zu seinem Tod blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tobias&amp;quot; /&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem [[Har HaMenuchot]] in Jerusalem.&amp;lt;ref&amp;gt;Talmud Thora Schulen in Deutschland: Rabbiner David Spiro, online abgerufen am 3. Dezember 2021 12:01 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Tod von Spiro und Mandel in den 1970er Jahren verlor die Gemeinde viele Mitglieder, da diese keine Perspektive für eine jüdische Lebensführung mehr sahen. Der Mitgliederschwund bedrohte die Jüdische Gemeinde beinahe in ihrer Existenz. Die Auflösung der Gemeinde wurde erst in den 1990ern durch den Zuzug von Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion abgewendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br.de/themen/religion/juden-bayern-juedisches-leben128.html |titel=Jüdisches Leben: Fürth – das „fränkische Jerusalem“ |werk=[[Bayerischer Rundfunk|BR.de]] |datum=2021-01-01 |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rabbiner-Spiro-Preis ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 stiftete der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern einen undotierten Preis, der an David Spiro erinnern soll, der „trotz seiner Erlebnisse […] an eine jüdische Zukunft in Deutschland [glaubte] und […] zum wirkungsvollen Ratgeber für viele“ wurde. Der zweijährlich vergebene Preis soll an Persönlichkeiten verliehen werden, „die zur Aufrechterhaltung und Entwicklung jüdischer Gemeinden in Bayern beigetragen haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zentralratdjuden.de/de/article/1501.html |titel=Festakt zum 60. Jubiläum |werk=Zukunft: Informationsblatt des Zentralrats der Juden in Deutschland |hrsg=Nr. 12 |datum=2007-12-21 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120601061913/http://www.zentralratdjuden.de/de/article/1501.html |archiv-datum=2012-06-01 |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Preisträger sind [[Edmund Stoiber]], [[Johannes Friedrich]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2781.html |titel=Landesbischof Friedrich mit Rabbiner-Spiro-Preis ausgezeichnet |werk=zentralratderjuden.de |datum=2009-12-08 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140222211326/http://www.zentralratdjuden.de/de/article/2781.html |archiv-datum=2014-02-22 |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Karl Freller]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Katrin Diehl |url=https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/fuer-mut-und-leidenschaft/ |titel=Für Mut und Leidenschaft – Karl Freller erhält den Rabbiner-Spiro-Preis |werk=[[Jüdische Allgemeine|juedische-allgemeine.de]] |datum=2014-02-11 |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michael Trüger |Hrsg=Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern |Titel=60 Jahre Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Rabbiner David Spiro sel. A. |Sammelwerk=Jüdisches Leben in Bayern |Nummer=106 |Ort=München |Datum=2008-04 |Seiten=6}}&lt;br /&gt;
* Moshe Nathan Rosenfeld: &amp;#039;&amp;#039;The Rav of Fürth. The Legacy and Legend of Rav Dovid Kahane Spiro.&amp;#039;&amp;#039; M.N. Rosenfeld, London 2021, ISBN 978-0-9525634-9-5.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Yizhak Ahren |url=https://www.juedische-allgemeine.de/religion/fachmann-fuer-scheidungsurkunden/ |titel=Rezension: Fachmann für Scheidungsurkunden |werk=juedische-allgemeine.de |datum=2021-12-16 |abruf=2023-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1072506920|LCCN=n95030824|VIAF=21384723}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Spiro, David}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Flossenbürg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Warschauer Ghetto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Warschau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Fürth)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Spiro, David&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Spiro, David Kahane&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-deutscher Rabbiner im Rabbinat Warschau und Mitbegründer der Israelitischen Kultusgemeinde Fürths nach dem Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Książ Wielki]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Jerusalem]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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