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	<title>David Riesman - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=David_Riesman&amp;diff=377273&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-27504-55: /* Leben */ Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-27T05:57:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;David Riesman&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1909]] in [[Philadelphia]]; † [[10. Mai]] [[2002]] in [[Binghamton (New York)]]) war ein [[USA|US-amerikanischer]] [[Soziologie|Soziologe]] und Erziehungswissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
David Riesman wurde 1909 als Sohn eines Medizinprofessors geboren. Die Vorfahren beider Eltern waren jüdische Emigranten aus [[Deutschland]], die vor Generationen in die USA ausgewandert waren. Riesman studierte [[Biochemie]] an der [[Harvard University|Harvard-Universität]] und erwarb 1931 den [[Bachelor|Bachelor of Arts]]. Danach wechselte er an derselben Universität zum Fach [[Rechtswissenschaft]], das er 1934 mit dem juristischen Staatsexamen abschloss.&amp;lt;ref name= &amp;quot;masse&amp;quot; &amp;gt;David Riesman, Reuel Denney, [[Nathan Glazer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die einsame Masse. Eine Untersuchung der Wandlungen des amerikanischen Charakters.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Hamburg 1958, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nebenbei arbeitete er als Redakteur für &amp;#039;&amp;#039;The Crimson&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Harvard Law Review.&amp;#039;&amp;#039; Nach seinem Referendariat in [[Boston]] arbeitete Riesman zunächst mehrere Jahre als Rechtsanwalt, zuletzt 1939 in New York. Während dieser Zeit war er von 1935 bis 1936 als Sekretär des [[Bundesrichter (Vereinigte Staaten)|Obersten Bundesrichter]]s [[Louis Brandeis]] tätig. Von 1937 bis 1941 lehrte Riesman Rechtswissenschaft an der [[University at Buffalo|Universität Buffalo]]. Von 1942 bis 1943 arbeitete er im öffentlichen Dienst als stellvertretender Staatsanwalt in [[New York (Bundesstaat)|New York]].&amp;lt;ref name= &amp;quot;masse&amp;quot; /&amp;gt; Daneben fungierte er als Geschäftsführer des &amp;#039;&amp;#039;American Committee for the Guidance of Professional Personnel&amp;#039;&amp;#039;, einer Hilfsorganisation für Juristen im amerikanischen Exil.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die [https://www.nypl.org/archives/914 Informationen über diese  Einrichtung] auf der Website der [[New York Public Library]]. Siehe ferner Simone Ladwig-Winters: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Fraenkel als Stipendiat des American Committee in Chicago.&amp;#039;&amp;#039; In: Hubertus Buchstein, Gerhard Göhler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Sozialismus zum Pluralismus. Beiträge zu Werk und Leben Ernst Fraenkels.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2000, S. 43–61, ISBN 3-7890-6869-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gastdozent an der [[Columbia University|Columbia Law School]] (1941–1942) begegnete er einflussreichen Wissenschaftlern wie etwa der [[Anthropologie|Anthropologin]] [[Margaret Mead]], dem [[Soziologie|Soziologen]] [[Paul Lazarsfeld]], der [[Philosoph]]in [[Hannah Arendt]] und dem [[Psychoanalyse|Psychoanalytiker]] [[Erich Fromm]]. 1949 wurde Riesman an die sozialwissenschaftliche Fakultät der [[Universität von Chicago]] berufen, wo er zusammen mit [[Nathan Glazer]] und Reuel Denney 1950 seinen Bestseller &amp;#039;&amp;#039;The Lonely Crowd&amp;#039;&amp;#039; (dt. &amp;#039;&amp;#039;Die einsame Masse&amp;#039;&amp;#039;, 1956 bei Luchterhand) verfasste und quasi über Nacht Berühmtheit erlangte. Im selben Jahr wurde Riesman Mitglied des [[Kongress für kulturelle Freiheit|Congress for Cultural Freedom]], einer antikommunistischen Vereinigung prominenter Intellektueller, die, wie entdeckt wurde, Gelder von der [[Central Intelligence Agency|CIA]] erhielt. Riesman verließ die Gruppe und begann seine Kritik der Strategien [[Joseph McCarthy|McCarthys]]. Zusammen mit Paul Lazarsfeld arbeitete er an einer Studie über die Nachwirkungen der McCarthy-Ära auf amerikanische Sozialwissenschaftler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riesman gehört zu den Mitbegründern eines Forschungsfelds, das später unter dem Namen [[Qualitative Sozialforschung]] zur soziologischen Standardausbildung gehörte. Seit 1955 war Riesman ein Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Sachbuchreihe [[Rowohlts deutsche Enzyklopädie]], in der als Band 72/73 sein Werk &amp;#039;&amp;#039;Die einsame Masse&amp;#039;&amp;#039; erschien. Im selben Jahr wurde er in die [[American Academy of Arts and Sciences]] und 1974 in die [[American Philosophical Society]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=David+Riesman&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced| titel=Member History: David Riesman| hrsg=American Philosophical Society| zugriff=2018-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1958 wurde Riesman an die [[Harvard University]] berufen, wo er mehr als 20 Jahre lang unterrichtete, wobei das Seminar &amp;#039;&amp;#039;American Character and Social Structure&amp;#039;&amp;#039; Berühmtheit erlangte. In den 1960er Jahren konzentrierte sich sein Interesse auf die Veränderungen der akademischen [[Bildung]] in den Vereinigten Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== &amp;#039;&amp;#039;The Lonely Crowd&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Riesmans Hauptwerk (englischer Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The Lonely Crowd: A Study of the Changing American Character&amp;#039;&amp;#039;, 1950), das als der erste soziologische Welt-[[Bestseller]] bezeichnet werden kann, stellt ein Entwicklungsmodell [[Sozialcharakter|sozialer Charaktere]] auf, die er als verschiedene Typen von Verhaltenskonformität kennzeichnet. Mit Rekurs auf [[Max Weber]] kann er drei solche [[Idealtyp|Typen]] unterscheiden, den traditionsgeleiteten (&amp;#039;&amp;#039;tradition-directed&amp;#039;&amp;#039;), den innengeleiteten (&amp;#039;&amp;#039;inner-directed&amp;#039;&amp;#039;) und den außengeleiteten (&amp;#039;&amp;#039;other-directed&amp;#039;&amp;#039;). Alle diese Typen sind in allen Gesellschaften in gewissem Umfang vorhanden; sie werden jedoch in bestimmten Phasen der Bevölkerungsentwicklung zu einem mehrheitlichen und damit typischen Phänomen. Die Periode des &amp;#039;hohen Bevölkerungsumsatzes&amp;#039; (vorindustrielle, mittelalterliche Gesellschaften mit hohen Geburten- und Sterbequoten) generiert den traditionsgeleiteten Typus, der sich hauptsächlich über das [[Schamgefühl|Gefühl der Scham]] strukturiert, das entsteht, wenn die Traditionen verletzt werden. Die Periode hohen [[Bevölkerungswachstum]]s (gleich bleibende Geburten- bei sinkender Sterberate), die industrielle Gesellschaften kennzeichnet, bringt den innengerichteten Typus hervor, der sich „über einen inneren Kreiselkompass“ ([[Heinz Kluth]]) an Werten wie etwa [[Macht]], Ruhm, [[Wahrheit]] und [[Schönheit]] strukturiert; Abweichungen erzeugen dabei ein Gefühl der [[Schuld (Ethik)|Schuld]]. Die wenig dynamischen, &amp;#039;postindustriellen&amp;#039; Wohlstandsgesellschaften mit sinkender Geburten- und gleich bleibender Sterberate ersetzen diesen Typus durch den der konformistischen Außenlenkung: Das Verhalten der Anderen wird maßgeblich für das eigene Verhalten; von anderen akzeptiert und für voll genommen zu werden, wird zentraler Wert. Abweichungen werden mit Gefühlen von [[Angst]] sanktioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei sieht Riesman diesen dritten Typus in den modernen [[Dienstleistung]]sgesellschaften auf dem Vormarsch, besonders bei den jüngeren Repräsentanten des [[Mittelstand]]s. Der überwiegende Teil des Buchs ist diesem Typus gewidmet, dessen Lebenseinstellungen eine minutiöse Analyse erfahren. Zentral ist dabei das Interesse für die [[Konsum]]-, [[Freizeit]]- und Unterhaltungsgewohnheiten, die laut Riesman diesen Typus stärker charakterisieren als die vorhergehenden beiden, die sich hauptsächlich über ihre [[Arbeit (Philosophie)#Aufhebung des Arbeitsbegriffs seit Mitte des 20. Jahrhunderts|Arbeitswelt]] bestimmten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Buchtitel &amp;#039;&amp;#039;Die einsame Masse&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;David Riesman: &amp;#039;&amp;#039;Der einsame Mensch.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek 1964.&amp;lt;/ref&amp;gt; (der übersetzenden Soziologin [[Renate Rausch]]) verschiebt die Wortbedeutung von &amp;#039;&amp;#039;lonely&amp;#039;&amp;#039; (alleingelassen) mit der Mitbedeutung von „Furchtsamkeit“ mit ihrer Wortwahl &amp;#039;&amp;#039;einsam&amp;#039;&amp;#039; etwas in Richtung „stolzes Alleinstehen“. Inhaltlich (so [[Helmut Schelsky]] in einer Vorlesung 1955) wäre die Übersetzung „Die ängstliche [[Masse (Soziologie)|Masse]]“ freier, aber angemessener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Veröffentlichungen (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Faces in the Crowd&amp;#039;&amp;#039; (1952) – Quellen- und Materialband für &amp;#039;&amp;#039;The Lonely Crowd&amp;#039;&amp;#039;, wieder mit Nathan Glazer und Reuel Denney&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Thorstein Veblen]]: A Critical Interpretation&amp;#039;&amp;#039; (1953)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Constraint and Variety in American Education&amp;#039;&amp;#039; (1956) – über die Bedeutung von Wirtschaftsfaktoren in der Bildungsindustrie&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Conversations in [[Japan]]: Modernization, Politics, and Culture&amp;#039;&amp;#039; (1967)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Academic Revolution&amp;#039;&amp;#039; (1968) – mit Christopher Jencks – über die Politisierung akademischer Bildung und Bildungspolitik im allgemeinen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;On Competence: A Critical Analysis of Competence Based Reforms in Higher Education&amp;#039;&amp;#039; (1979) – über die staatliche Lenkung von Bildung und das Bedürfnis der Gesellschaft nach Kompetenz&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abundance For What?&amp;#039;&amp;#039; (dt. Suhrkamp, Frankfurt 1966: &amp;#039;&amp;#039;Wohlstand wofür?&amp;#039;&amp;#039; und Suhrkamp, Frankfurt 1973: &amp;#039;&amp;#039;Wohlstand für wen?&amp;#039;&amp;#039;) – Essays&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freud und die Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, Frankfurt 1965&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118788825}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118788825|LCCN=n/79/26672|VIAF=54197257|NDL=00454209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riesman, David}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Harvard University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Chicago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Riesman, David&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=[[USA|US-amerikanischer]] [[Soziologie|Soziologe]] und Erziehungswissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Philadelphia]], USA&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Mai 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Binghamton (New York)]], USA&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-27504-55</name></author>
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