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	<title>David Frischmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T14:06:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=David_Frischmann&amp;diff=265010&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Longino: Foto vom Grabdenkmal ergänzt</title>
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		<updated>2024-05-18T22:20:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Foto vom Grabdenkmal ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:David Frishman.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;David Frischmann&amp;#039;&amp;#039;, Fotografie (ohne Jahr)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermann Struck Grafik JMBerlin GDR 87 31 0.jpg|mini|[[Hermann Struck (Maler)|Hermann Struck]]: &amp;#039;&amp;#039;David Frischmann&amp;#039;&amp;#039; (ohne Jahr)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Frischmann Grab.jpg|mini|Grab auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee]], Feld P 2]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;David Frischmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;David Frishman&amp;#039;&amp;#039;; * [[1859]] in [[Zgierz]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[4. August]] [[1922]] in [[Berlin]]) war ein jüdischer [[Schriftsteller]], [[Lyriker]], [[Essayist]], [[Literaturkritiker]] und [[Übersetzer]] von [[Schöne Literatur|Schöner Literatur]], der vorwiegend auf [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] schrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Frischmann stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie in der zentralpolnischen Industriestadt Zgierz und besuchte dort die Schule an der [[Synagoge]], wo er Hebräisch lernte, danach die städtische [[Realschule]], wo er sich dem Studium der [[Humaniora]] und der deutschen Sprache widmete. Zwischen 1890 und 1895 war er an der [[Universität Breslau]] immatrikuliert, wo er Seminare in [[Philologie]], [[Philosophie]] und [[Kunstgeschichte]] besuchte und mit [[Micha Josef Berdyczewski]] befreundet war. Von 1895 bis 1910 wohnte er in [[Warschau]] und war dort vor allem als Übersetzer deutscher, russischer und englischer Literatur ins Hebräische tätig. Gleichzeitig arbeitete er als [[jiddisch]]er [[Publizist]] für die Warschauer jüdischen Zeitungen &amp;#039;&amp;#039;Hoys-Fraynd&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Yud&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fraynd&amp;#039;&amp;#039; und eine [[Łódź]]er Zeitschrift. In den Jahren 1911 und 1912 besuchte er [[Palästina (Region)|Palästina]]; die dort gesammelten Eindrücke trugen dazu bei, dass er an die Zukunft des Hebräischen als eine Alltags-, nicht nur religiöse Sprache, zu glauben begann, obwohl er in seinem Schrifttum dem klassischen biblischen Hebräisch sein Leben lang treu blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli des Jahres 1914 verweilte Frischmann in Berlin und wurde nach dem Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] als feindlicher (russischer) [[Untertan]] interniert. Nach ein paar Monaten wurde ihm die Rückkehr nach Polen gestattet; er ging nach Warschau zurück und wurde, als die deutschen Truppen 1915 heranrückten, nach [[Odessa]] deportiert (seine vielen deutschen Kontakte machten ihn verdächtig in den Augen der russischen Behörden). In Odessa war er Mitarbeiter der jiddischen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Undzer Lebn&amp;#039;&amp;#039; und schuf dort während der zwei Jahre bis 1917 seine schönste Lyrik und meisterhafte Übersetzungen der Werke von [[Rabindranath Tagore]], [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]], [[Heinrich Heine|Heine]], [[George Gordon Byron|Byron]], [[Oscar Wilde]] und [[Anatole France]]. Nach der [[Februarrevolution 1917]] zog er nach [[Moskau]], wo er Vorstandsvorsitzender des großen jüdischen Verlags &amp;#039;&amp;#039;A. J. Stybel&amp;#039;&amp;#039; wurde. Hier setzte er seine literarische und übersetzerische Tätigkeit fort. Im Jahre 1919 wurde der Verlag von den [[Bolschewiki]] geschlossen und in Warschau neu gegründet. Frischmann arbeitete hier weiter als hauptverantwortlicher Herausgeber und betrieb dabei publizistische Tätigkeit mit seinen &amp;#039;&amp;#039;Neuen Briefen, die Literatur betreffend&amp;#039;&amp;#039;. Seine letzte Arbeit war die Übersetzung des [[Coriolanus (Shakespeare)|Coriolanus]] von [[William Shakespeare|Shakespeare]] ins Hebräische, die postum erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwer krank, begab sich Frischmann im Jahre 1922 nach Berlin, um behandelt zu werden, starb dort und wurde dort begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
David Frischmann debütierte als 15-jähriger Knabe mit einer Übersetzung des &amp;#039;&amp;#039;Don Ramiro&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Heine]] ins Hebräische, einer Kurzgeschichte und einigen [[Satire]]n in Warschauer jüdischen Zeitschriften und wurde schon 1874 als „leuchtender Stern, der auf unserem literarischen Himmel aufstieg – neben Heine und [[Börne]] im Deutschen Frischmann im Hebräischen“ gefeiert. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts verfasste Frischmann mehrere Sammlungen von [[Novelle]]n und Kurzgeschichten, die sich vor allem mit dem Problem des Außenseitertums beschäftigten: Die [[Protagonist]]en sind Juden, die mit den Sitten und Gebräuchen der jüdischen Gesellschaft brechen und dadurch ausgestoßen werden oder zugrunde gehen (z.&amp;amp;nbsp;B. ein berühmter [[Rabbiner|Rabbi]], der leidenschaftlicher Raucher ist, dadurch die [[Sabbat]]-Gesetze bricht und exkommuniziert wird). Frischmanns Sympathie gehört immer diesen Schwachen und Ausgestoßenen. Er schrieb nicht nur in hebräischer und jiddischer, sondern auch in deutscher Sprache (viele Kurzgeschichten in der [[Leipzig]]er Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Salon&amp;#039;&amp;#039;, 1885).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Literaturkritiker hatte Frischmann oft eine geißelnde Zunge, besonders in der Essaysammlung &amp;#039;&amp;#039;[[Tohuwabohu|Tohu va-Vohu]]&amp;#039;&amp;#039; 1883, wo er den hebräischen literarischen Journalismus seiner Zeit verspottet aufgrund dessen Inkompetenz und Provinzialismus. Er war auch als Publizist tätig und veröffentlichte u. a. eine [[Eulogie]] auf [[Theodor Herzl]] und eine enthusiastische Besprechung der Tagebücher von [[Ferdinand Lassalle]] und der Briefe von [[Rosa Luxemburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Übersetzer schuf Frischmann sprachlich meisterhafte Übertragungen u. a. der Kindermärchen von [[Hans Christian Andersen]], ausgewählter Gedichte von [[Alexander Sergejewitsch Puschkin|Alexander Puschkin]], des &amp;#039;&amp;#039;Cain&amp;#039;&amp;#039; von Byron und des &amp;#039;&amp;#039;[[Also sprach Zarathustra]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich Nietzsche]], und, am Ende seines Lebens, der Gedichte von Rabindranath Tagore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Verleger und Herausgeber literarischer Zeitschriften war er vor allem ab etwa 1900 tätig, in [[Vilnius]] bei der Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;Ha-Zeman&amp;#039;&amp;#039; und in Warschau bei &amp;#039;&amp;#039;Ha-Boker&amp;#039;&amp;#039;, schließlich, wie oben erwähnt, in Moskau und am Ende des Lebens wieder in Warschau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ketavim Nivharim&amp;#039;&amp;#039; (Ausgewählte Werke in hebräischer Sprache), 1–4, Warschau und Petrikau 1899–1905;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kol Kitvei David Frischmann u-Mivhar Tirgumav&amp;#039;&amp;#039;, (Gesammelte Werke (hebr.) und eine Auswahl seiner Artikel), 1–16, Warschau 1922;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Werke&amp;#039;&amp;#039; (in jiddischer Sprache), 1–4, Łódź 1909;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tirgumim&amp;#039;&amp;#039;, (Gesammelte Übersetzungen), Jerusalem 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mosche Frydman: &amp;#039;&amp;#039;David Frischmann.&amp;#039;&amp;#039; Warschau 1927.&lt;br /&gt;
* John F. Oppenheimer (Red.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Judentums.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh u.&amp;amp;nbsp;a. 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 225.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frischmann, David.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Judaica]].&amp;#039;&amp;#039; 1972, Band 7, Sp. 198–203.&lt;br /&gt;
* Danielle Drori: &amp;#039;&amp;#039;A Translator against Translation: David Frishman and the Centrality of Translation in Early 20th-Century Hebrew Literature and Jewish National Politics&amp;#039;&amp;#039;. In: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V., Heft 25, 2019.&lt;br /&gt;
* Naomi Brenner: Hebrew Critic Par Excellence: David Frishman. In: Efrat Gal-Ed, Natasha Gordinsky, Sabine Koller, Yfaat Weiss (Hrsg.): In Thier Surroundings. Localizing Modern Jewish Literatures in Eastern Europe. [[Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht]], 2022/2023, ISBN 978-3-666-30611-2 (digital), S. 21–28 (englisch, [https://www.vr-elibrary.de/doi/pdf/10.13109/9783666306112 kostenfreier Volltext im Open Access])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|David Frishman}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119256290}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ithl.org.il/page_13631 The Institute for the Translation of Hebrew Literature]&lt;br /&gt;
* [https://library.osu.edu/projects/hebrew-lexicon/02040.php Eintrag über David Frischmann im Bio-Bibliographischen Lexikon der neuen hebräischen Literatur (hebräisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119256290|LCCN=nr/89/4416|VIAF=61780725}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frischmann, David}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Deutschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Englischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Russischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Hebräische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturkritiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Jiddisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Hebräisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Warschau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1859]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frischmann, David&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1859&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zgierz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. August 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Longino</name></author>
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