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	<title>David Ernst Oppenheim - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:10:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-24T19:32:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:David-Ernst-Oppenheim.jpg|mini|David Ernst Oppenheim, um 1920]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;David Ernst Oppenheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1881]] in [[Brünn]], [[Mähren]]; † [[18. Februar]] [[1943]] im [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]) war ein [[österreich]]ischer [[Altphilologe]] und Gymnasiallehrer für Griechisch und Latein, [[Psychologe]] und Vertreter der [[Individualpsychologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Oppenheim wurde 1881 in Brünn als Sohn des Sekretärs der Israelitischen Kultusgemeinde geboren. Seine Vorfahren waren seit Generationen [[Rabbiner]]. Von 1899 bis 1905 studierte er Philosophie, Pädagogik und Alte Geschichte an der [[Universität Wien]]. 1906 belegte er eine Vorlesung [[Sigmund Freud]]s. Im gleichen Jahr hatte er Amalie Pollak, die Tochter eines Rabbiners geheiratet, die Mathematik und Physik studiert hatte und zu den ersten Frauen gehörte, die an der Wiener Universität promovieren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1909 bis zu seiner Entlassung im Mai 1938 durch die nationalsozialistischen Machthabern war er Gymnasiallehrer am [[Akademisches Gymnasium (Wien)|Akademischen Gymnasium]]. Neben seiner Lehrtätigkeit betrieb er wissenschaftliche Studien in Psychologie, um das „Geheimnis der Menschenseele“ zu erforschen. Im Januar 1910 wurde er Mitglied der [[Wiener Psychoanalytische Vereinigung|Wiener Psychoanalytischen Vereinigung (WPV)]]. Als es zum Bruch mit Freud kam, verließ er mit [[Alfred Adler|Adlers]] Anhängern im Oktober 1911 die WPV und wurde Gründungsmitglied der neuen [[Tiefenpsychologie|tiefenpsychologischen]] Schule der [[Individualpsychologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kämpfte er – anfänglich begeistert – an mehreren Fronten, wurde verwundet und hoch dekoriert. Später entwickelte er sich immer mehr zum überzeugten [[Pazifist]]en, trat 1918 der [[SPÖ]] bei und blieb bis zu deren Verbot 1934 aktives Mitglied. In den 1920er Jahren war er im Verein für Individualpsychologie aktiv. Seine Zusammenarbeit mit Adler dauerte bis 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seine beiden Töchter nach Australien fliehen konnten, wurde er trotz seiner Kriegsauszeichnungen aus dem Ersten Weltkrieg zusammen mit seiner Frau Amalie am 21.&amp;amp;nbsp;Oktober 1942 ins [[Ghetto Theresienstadt|Konzentrationslager Theresienstadt]] deportiert, wo er starb, weil man ihm als Diabetiker das lebensnotwendige Insulin vorenthielt. Seine Ehefrau überlebte das Konzentrationslager und emigrierte 1946 zu ihren Töchtern nach [[Melbourne]] in Australien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich am wissenschaftlichen Vereinsleben der WPV und publizierte unter dem Pseudonym „unus multorum“ die Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Der Selbstmord im kindlichen Lebensalter&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oppenheim betrieb Studien zum Thema „Träume im Folklore“. Gemeinsam mit Freud verfasste er vermutlich 1911 das Manuskript von &amp;#039;&amp;#039;Träume im Folklore&amp;#039;&amp;#039;, das von Oppenheims Witwe nach Australien gerettet wurde und erst 1958 (in &amp;#039;&amp;#039;Dreams in Folklore.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2. International Universities Press, New York, S. 69–111) veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Freud, Über Träume und Traumdeutungen.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1971 (1980), ISBN 3-596-26073-6, S. 53–76 und 123 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren arbeitete er im Wiener Verein für Individualpsychologie, präsidierte öffentliche wissenschaftliche Sitzungen und ließ in der &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie&amp;#039;&amp;#039; (IZIP) Vorträge und Aufsätze veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Neoptolemos und Pyrrhos. Dissertation. Universität Wien 1904.&lt;br /&gt;
* Der Selbstmord im kindlichen Lebensalter. Diskussionen des Wiener Psychoanalytischen Vereins. Heft 1: Über den Selbstmord, insbesondere über den Schülerselbstmord. Wiesbaden. (Publiziert unter dem Pseudonym „unus multorum“) 1910.&lt;br /&gt;
* Der Mann in Schönherrs „Weibsteufel“. IZIP 2/1, S. 26–31. 1923.&lt;br /&gt;
* Shakespeares Menschenkenntnis. IZIP 2/2, s. 37–39. 1923.&lt;br /&gt;
* Vergils Dido. IZIP 3, S. 79–91. 1925.&lt;br /&gt;
* Der Kampf der Frau um ihre gesellschaftliche Stellung im Spiegel der antiken Literatur. IZIP 3, S. 287–290. 1925.&lt;br /&gt;
* Die Frau in der jüdischen Religion. IZIP 3, S. 335–337. 1925.&lt;br /&gt;
* Dichtung und Menschenkenntnis: Psychologische Streifzüge durch alte und neue Literatur, Bergmann Verlag, München 1926.&lt;br /&gt;
* Zu Schillers Novelle: Der Verbrecher aus verlorener Ehre. IZIP 6, S. 358–362. 1928&lt;br /&gt;
* Selbsterziehung und Fremderziehung nach Seneca. IZIP 8, S. 62–70. 1930.&lt;br /&gt;
* Ziel und Weg der Menschkenntnis. IZIP 8, S. 221–233 1930.&lt;br /&gt;
* Sigmund Freud und David Ernst Oppenheim: Träume im Folklore – Dreams in Folklore [1911]. International Universities Press, New York 1958.&lt;br /&gt;
* „... von Eurem treuen Vater David“. David Ernst Oppenheim in seinen Briefen 1938–1942. Böhlau Verlag, Wien 1996, ISBN 3-205-98417-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elke Mühlleitner: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Psychoanalyse. Die Mitglieder der Psychologischen Mittwoch-Gesellschaft und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung 1902–1938&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen 1992&lt;br /&gt;
* Bernhard Handlbauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Adler-Freud-Kontroverse&amp;#039;&amp;#039;. Psychosozialverlag. Gießen 2002.&lt;br /&gt;
* Clara Kenner: &amp;#039;&amp;#039;Der zerrissene Himmel&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht. Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-45320-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter Singer]]: &amp;#039;&amp;#039;Mein Großvater. Die Tragödie der Juden von Wien&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Englischen &amp;#039;&amp;#039;Pushing Time Away&amp;#039;&amp;#039; von Wolfdietrich Müller. Europa Verlag, Hamburg–Leipzig–Wien: 2005, ISBN 3-203-82012-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|David Ernst Oppenheim}}&lt;br /&gt;
* [http://www.psyalpha.net/biografien/david-ernst-oppenheim/david-ernst-oppenheim-biografie-sabine-zaufarek Sabine Zaufarek: David Ernst Oppenheim (Biografie)]&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|564|565|Oppenheim, David Ernst|Bernhard Handlbauer|119319799}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.holocaust.cz/de/victims/PERSON.ITI.951146 |text=Todesfallanzeige Ghetto Theresienstadt vom 18. Februar 1943 |archive-is=20130210081157}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pep-web.org/document.php?id=gw.018s.0573a Brief Sigmund Freuds an David Ernst Oppenheim vom 28. Oktober 1909] (kostenpflichtig)&lt;br /&gt;
* [http://davidkultur.at/ausgabe.php?ausg=76&amp;amp;artikel=462 Evelyn Ebrahim-Nahooray: Peter Singer – Mein Grossvater: Die Tragödie der Juden von Wien]&lt;br /&gt;
* [http://www.univie.ac.at/geschichtegesichtet/2010/d_oppenheim.html Universität Wien: Doris Liffman-Oppenheim – Kurzbiografie über Oppenheims Tochter]&lt;br /&gt;
* [http://www.mlang.name/traeume.html Träume im Folklore] von Sigm. Freud und D. E. Oppenheim (1911), mit Brief Freuds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119319799|LCCN=nr00025765|VIAF=15577656}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oppenheim, David Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individualpsychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer an Freuds Mittwoch-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oppenheim, David Ernst&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=unus multorum (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Pädagoge, Psychologe und Vertreter der Individualpsychologie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brünn]], [[Mähren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Februar 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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